05. Oktober 2020 Lesezeit: ~4 Minuten

52 Wochen – Thema 40: Musik inspiriert

Wie oft begleitet mich Musik, wenn ich arbeite: Beim Schreiben, beim Bearbeiten von Bildern, oft höre ich selbst beim Fotografieren Musik. Und natürlich beeinflusst sie meine Arbeit. Sie motiviert mich und lenkt mich manchmal auch in eine bestimmte Richtung. Wenn ich düstere Lieder höre, wird meine Bildauswahl wahrscheinlich nicht überschwänglich und farbenfroh sein.

In unserer Herausforderung für diese Woche sollt Ihr Euch ganz bewusst von Musik beeinflussen lassen. Sucht Euch ein bestimmtes Lied, eine Textzeile oder eine Musikrichtung und setzt die Musik in einem Foto um. Oder lasst Euch in anderer Weise von Musik zu Fotos inspirieren.

Ein rothaariger Mann mit dem Rücken zur Kamera in roter Landschaft

© Sanja Marusic

Inspiration

Musik und Fotografie haben viele Gemeinsamkeiten. Besonders deutlich wird das im Artikel „Die Farben der Musik“ von Christopher Kreymborg, der sowohl Musiker als Fotograf ist und so die Parallelen der beiden Kunstformen kennt.

Vielleicht kennt Ihr Musiker*innen, die Ihr portraitieren könnt? Grit Siwonia zeigt Sängerin Elif in sehr einfühlsamen und ruhigen Bildern – eben so, wie ihre Musik wirkt. Sanja Marusic hat den niederländischen Musiker Lucky Fonz III bei einem Videodreh in die schottischen Highlands begleitet.

Die Hände des Ronny Drayton.

Ronny Drayton – Gitarre

Udo Fischer hat gemeinsam mit Musiker Wolfspelz am Hamburger Hafen Portraits aufgenommen, inspiriert von dessen Texten und Melodien. Ein etwas anderen Portrait: Marc Mennigmann hat in seiner Fotoserie nur die Hände verschiedener Musiker*innen fotografiert.

Als aus ein paar Freunden die Band AnnenMayKantereit wurde, war auch Fotograf Martin Lamberty immer mit dabei. In seinem ersten Bildband „My Friends Got Famous“ zeigt er Fotos aus dem Arbeits- und Alltagsleben.

Musiker

© Martin Lamberty

Marc Leppin hat zu jedem Song eines Albums der Band „DMN – Demian“ eine visuelle Interpretation erstellt und zeigt die Werke in einem Artikel. Für das Projekt „Hopeless Wanderer“ haben sich 24 Fotograf*innen zusammengeschlossen, um die 24 Textzeilen des gleichnamigen Songs von Mumford & Sons fotografisch zu illustrieren.

Auch Maren Klemp wurde für ihr Selbstportrait von Musik inspiriert und hat sich mit Violine in einem nebligen Feld fotografiert. In ihrem Artikel zeigt sie Schritt für Schritt, wie das Bild entstand.

Fertig bearbeitetes Bild

© Maren Klemp

Ein wenig befremdlich wirken Konzertaufnahmen in der aktuellen Zeit. Insbesondere Mosh Pits, die ohne Körperkontakt nicht denkbar sind, scheinen nun aus einer anderen Welt zu sein. Fotografisch sind sie aber großartig, wie Sven Ellerbrock und Jörg Baumgarten in ihren Beiträgen zeigen.

Eine komplett andere Musikrichtung hat Rikkert dokumentiert. Er trifft sich mit Menschen aus der Elektroszene. Natürlich hätten wir noch viele, viele weitere Beispiele für gute Konzertfotografie. Aber seien wir realistisch: In dieser Woche werden wir wohl keine Liveauftritte fotografieren können.

Vielleicht ist auch das Plattencover-Projekt von Normen Gadiel für Euch umsetzbar. Ich mache mir keine Sorgen, dass Ihr eine Möglichkeit findet, die Wochenaufgabe kreativ umzusetzen und bin gespannt auf die Ergebnisse!

© Normen Gadiel

Ablauf

Ihr habt wieder eine Woche Zeit, um ein Foto zum Thema zu erstellen. Ihr könnt diese kleine Hausaufgabe ganz für Euch selbst machen, sie aber auch sehr gern mit uns teilen. Verlinkt Euer Bild in den Kommentaren, nutzt den Hashtag #kwerfeldein52 oder schickt uns Euer Foto ganz einfach bis zum Dienstag, den 13. Oktober 2020 per E-Mail. Wir zeigen jeden Samstag eine Auswahl der Einreichungen.

Auch wenn das Projekt „52 Wochen“ heißt, könnt Ihr jederzeit mit einsteigen, nur jede zweite Woche mitmachen oder wann es Euch zeitlich oder thematisch am besten passt. Aber bitte reicht keine Archivbilder ein, auch wenn sie perfekt zum Thema passen. Das Projekt soll eine Herausforderung sein, Neues zu kreieren!

Das Titelbild stammt von Christopher Kreymborg.

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7 Kommentare

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  1. Schöner Artikel! Musik ist wie Kunst. Es folgt keiner klaren Linie oder Wissenschaft, sondern regt die Fantasie und die Gefühle an. Wenn man Musik spielt, verfliegen Gefühle wie Furcht, Pessimismus oder Zweifel. Man ist irgendwie mittendrin in dieser Welt der Töne und Klangfarben.

  2. Ich habe das Thema zum Anlass genommen und mich gefragt: Was macht Musik mit mir ?
    Durch die Flut der Auswahl die uns heute in unserer digitalen Welt begegnet, scheint es mir die grösste Kunst zu sein, sich auf die Musik bewusst einzulassen.
    Für mich sind Momente in denen ich bewusst Musik höre – abtauche in meine eigene Welt – meine Umgebung ausblende – mich voll und ganz der Musik hingebe – das sind meine Glücksmomente.

    https://susanhornfotografie.com/2020/10/11/52-weeks-challenge-40/

    Lasst Euch von der Musik treiben! :-)

    Susan