18. Mai 2020 Lesezeit: ~3 Minuten

52 Wochen – Thema 20: Blumen und Blüten

Gefühlt wurde zu allen vergangenen Herausforderungen mindestens eine Blume fotografiert. Ganz egal, ob die Themen „Stillleben“ (ja klar!), „Spiegel“ oder „Rot“ hießen oder es um kreative Techniken ging, immer war etwas Blühendes dabei. Deshalb rufen wir heute eine eigene Woche für dieses Lieblingsmotiv vieler Menschen aus: Fotografiert Blumen oder Blüten!

Wer jetzt erschrocken schaut und denkt: Das ist aber gar nicht mein Thema! – Keine Angst, Ihr könnt diese Aufgabe wie immer so umsetzen, wie sie am besten zu Euch passt. Es muss keine Makroaufnahme einer Rose sein, auch Straßenfotografien oder Experimente sind stets willkommen, überrascht uns gern. Natürlich haben wir auch wieder einige tolle Beispiele und Tipps für Euch gesammelt.

Mohn in Schwarzweiß

© Daniel Boklage

Inspiration

Die Blumenfotografie ist oft sehr klischeebeladen. Man denkt sofort an farbenfrohe Blüten im Sonnenuntergang und aus diesem Schema auszubrechen, ist dann schwer. Wie kann man zum Beispiel Klatschmohn neu zeigen? Daniel Boklage hat es versucht und zeigt den Prozess sowie seine Ergebnisse in diesem Artikel.

Konrad Winkler hat hingegen die Schönheit verwelkter Blumen in seinem Projekt festgehalten. Jon Shireman hat die gängigen Muster durchbrochen, indem er die Blumen mit flüssigem Stickstoff wortwörtlich gefroren und anschließend zerbrochen hat. Ksenija Spanec zeigt die farbenfrohen Blüten in Schwarzweiß.

Diptychon einer Blume und einer zerbrochenen Blume

© Jon Shireman

Bei Gregory John Turner stehen die Blumen nicht im Mittelpunkt, sind aber dennoch sehr wichtig. Er hat in seiner Serie „Here Among the Flowers“ Männer in Blumenwiesen portraitiert, um so normative Männlichkeitsideen in Frage zu stellen.

Fares Micue nutzt in ihren kreativen Selbstportraits die Farbvielfalt verschiedenster Blüten. Ellen Bornkessel hat ganz gegensätzlich völlig uninszeniert wilde Sommerwiesen in Schwarzweiß abgelichtet.

Euch interessiert die klassische Blumenfotografie, Euch fehlt jedoch ein Makroobjektiv? Es gibt eine sehr kostengünstige Lösung in Form von Nahlinsen. Wir haben in diesem Artikel die Linsen von Walimex getestet. Und morgen könnt Ihr Euch auf einen schön ausführlichen Artikel freuen, in dem genau erklärt wird, wie man draußen Blumen am besten ins richtige Licht rückt.

Mann mit Hut und Zigarette zwischen Blumen

© Greg Turner

Ablauf

Ihr habt wieder eine Woche Zeit, um dieses Thema umzusetzen. Verlinkt Euer Bild in den Kommentaren oder schickt es uns bis zum Dienstag, den 26. Mai 2020 per E-Mail. Jeden Montag gibt es im Magazin ein neues Thema für Euch. Ihr könnt jederzeit mit einsteigen oder die Themen als Inspiration für Euch nutzen – wie und wann es Euch eben passt. Dabei soll es nicht um einen Wettbewerb gehen, sondern um eine Herausforderung für jede*n von Euch ganz persönlich.

Damit es auch wirklich eine Herausforderung ist, bitten wir darum, zu jedem Thema neue Bilder aufzunehmen und nicht nur alte Highlights aus dem Archiv zu kramen. Als Hashtag hat sich #kwerfeldein52 ergeben, wenn Ihr Eure Werke online zeigen möchtet. Einen Einblick in die Ergebnisse des letzten Themas findet Ihr jeweils am Samstag im Magazin!

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21 Kommentare

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  1. Die – bislang – einzigen Blumen, die ich fotografiere, sind Küchenschellen, die ich in der näheren Umgebung wild wachsend gefunden habe und nun eigentlich in jedem Jahr ablichte. Um hier neue Aspekte hineinzubringen, habe ich in diesem Jahr versucht, deren Besonderheit, die Härchen, durch Gegenlicht zu betonen – und auch erstmals die Blumen in s/w fotografiert. Die Ergebnisse sind unter

    https://www.lichtundnicht.com/single-post/2020/03/26/46-Kuhschellen-im-Gegenlicht

    in meinem blog-Artikel zu sehen.

  2. Hallo,

    wirklich spannend finde ich, beim Thema Blumen das Übliche gerade nicht zu machen. Deshalb ist mein Bild schwarz/weiß, die Blüte liegt zwischen Vasen und steckt nicht drin, abgesehen davon gehört die Rhododrendronblüte auf dem Bild überhaupt nicht in eine Vase. Damit hab ich drei Klischees erledigt :)
    Schönen Freitag und viele Grüße!!

    https://flic.kr/p/2j4woxq

  3. Ich liebe es, wenn Blumen zu blühen beginnen, wenn die Schmetterlinge und Bienen um sie herum schwirren, und dann alles in bunter Pracht vor sich hinleuchtet. Manchmal nutze ich zum Fotografieren ein 35mm mit Macro-Zischenring, oder aber ich fotografiere per Retro-Tele. Und dann kommen eben solche Fotos zustande, wie dieses.
    https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=1920×400:format=jpg/path/sda4a5dcfa0fb98b4/image/i9495ca49c97e850c/version/1590243958/image.jpg

    Bisschen ausführlicher gibt´s den beitrag hier:
    https://www.dt-classics.de/2020/05/23/52-wochen-thema-20-blumen-bl%C3%BCten/

    Für euer Interesse bedanke ich mich herzlich!

  4. Blogartikel dazu: Fotogramme: Mohnblüten | Roland Mühler | Fotografie

  5. War wieder ein gutes Thema! Vor allem,da diese Woche endlich mein Makro objektiv angekommen ist. Das hat natürlich gepasst.
    Heute hab ich dann ein paar Stunden in der Natur verbracht. Danke des Regens hab ich doch öfters überlegt, schnell wieder um zu drehen, aber das Licht war dadurch auch super. Regentropfen auf Blumen oder vielleicht etwas cheesy, Aber ich hatte meinen Spaß.
    Hier jedenfalls mein Bild, etwas ganz leichtes und zartes:

    https://www.instagram.com/p/CAlWCjond98/?igshid=1e55rhxjyuk41

  6. vielmal vergessen wir die Blumen die unbedeutend am Südtrassenrand wachsen, täglich laufen wir an ihnen vorbei, ohne sie zu sehen!
    Gerade zu dieser Zeit mit vielen Spaziergängen in der Natur erlebe ich die Natur besonders üppig und bin so dankbar über ihre Schönheit.
    In meinem „Home“ Studio, farbiges Papier mit Klebestreifen an die Glasscheibe und dem natürlichen Einfalllicht auf dem bedeckten Balkon gestalte ich eine Umgebung, die
    für die Blume zur Bühne wird und sie so an Bedeutung gewinnt.

    https://www.instagram.com/p/CAmqeTogrfR/

    Liebe Grüsse
    Jeannine

  7. Blogartikel dazu: Fotogramme: Mohnblüten – Roland Mühler Fotografie