Ein Fahrrad vor lehnt an einem Fenster.
06. März 2017 Lesezeit: ~ 12 Minuten

Die Sony RX 100 IV im Test

Wenn man sich für bestimmte fotografische Aufgaben erst einmal an ein bestimmtes Setup gewöhnt hat und damit vor allem auch zufrieden ist, haben es Alternativen schwer. Die hier getestete Sony RX 100 IV war aufgrund ihrer technischen Daten jedoch interessant genug, um zumindest für einige Zeit das vertraute Equipment beiseite zu legen und zu prüfen, ob mit dieser kleinen Kompakten bessere Bilder möglich sind.

In den letzten Jahren habe ich mich an allen möglichen Kameras abgearbeitet. Ich habe digital fotografiert mit einer DSLR (Nikon D7000 ), mit einer digitalen Festbrennweite (Fuji X100S und T) und ich habe analog fotografiert, sowohl mit analogen Spiegelreflexkameras als auch mit analogem Mittelformat. Parallel dazu hatte ich das iPhone immer dabei und das ist die Kamera, mit der ich im Alltag sicher die meisten Bilder mache.

Doch auch aufgrund von verschobenen Prioritäten hat sich das Spektrum inzwischen auf iPhone und die Fuji 100T reduziert. Die DSLR habe ich selten vermisst und für die analoge Fotografie habe ich irgendwann die Muße nicht mehr mitgebracht. Die Reduktion auf eine Kamera hat ihr Gutes. Es gibt wenig zu schleppen, mit der 50mm-Aufsatzlinse habe ich an der Fuji nun doch zwei Brennweiten, was gerade für Portraits sehr praktisch ist. Da ich so oder so am liebsten mit Festbrennweiten arbeite, passt das gut zu mir.

Das Einzige, was immer wieder an mir nagte, war das extra Gepäck, das ich zum Fotografieren mitnehmen musste. Die Fuji X100 T ist zwar klein, aber sie passt nicht ein eine normale Jackentasche, zumindest nicht so, dass es komfortabel ist. Und dazu kommen immer gleich mehrere Akkus, weil ohne Zusatzakkus selbst ein kurzer Fotospaziergang meist nach einer Stunde endet. Und so schlich ich immer wieder um eine kleinere Alternative rum. Die Ricoh GR hatte ich schon lange im Auge und irgendwann hatte ich das Glück, über eBay günstig an eine fast neue Ricoh GR II zu kommen.

Ab diesem Moment begann die Fuji X100 T, ein Schattendasein zu fristen. Seit die Ricoh GR II bei mir eingetroffen ist, habe ich die Fuji X100 T nicht mehr in die Hand genommen. Die Ricoh GR II dafür ist jetzt immer in meiner Jackentasche und so langsam entwickle ich ein Gefühl dafür, wann ich die Ricoh GR II und wann ich das iPhone einsetzen möchte.

In genau dieser Situation erhielt ich die Möglichkeit, die Sony RX 100 IV zu testen. Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass die RX-Serie von Sony einen sehr guten Ruf hat und da der Schwerpunkt im Test speziell auf der Straßenfotografie liegen sollte, ergriff ich die Gelegenheit beim Schopf.

Kurze Zeit später traf ein Päckchen bei mir ein, darin eine noch kleinere Schachtel mit der Kamera. Das Ganze so leicht, dass ich erst zweifelte, ob überhaupt ein Gerät mitgeliefert wurde. Tatsächlich entpuppte sich die Sony RX 100 IV als ein echter Winzling. Im Vergleich zur Ricoh GR II ist sie noch einmal ein ganzes Stück schmaler und nur im eingeschalteten Zustand ist sie durch das ausgefahrene Objektiv tiefer.

Drei Kameras stehen nebeneinander auf dem Boden.

Was ich in diesem Artikel darstellen möchte, ist weniger eine Beurteilung der technischen Fähigkeiten der Kamera, als viel mehr sie im Hinblick auf ihre Tauglichkeit für ein Nutzungsprofil, das einen Mix aus verschiedenen fotografischen Genres darstellt, zu bewerten. Ich versuche daher gar nicht erst, objektiv zu sein.

Nach meinem Dafürhalten sind wir hinsichtlich der technischen Möglichkeiten in der Fotografie an einem Punkt angelangt, an dem mit fast jeder Kamera ein großes Anforderungsspektrum abgedeckt werden kann. Geht es um die letzten, extremsten 10 bis 20 % in einem Genre, wird man um entsprechend aufwändige Ausrüstung nicht umhinkommen, doch neben der Ausrüstung sind dann auch andere Einflussfaktoren wie Aufnahmeort, ggf. Studio, Modelle, Licht, Requisiten, Nachbearbeitung etc. absolut essentiell.

Vor dem ersten Spaziergang mit der Kamera nahm ich mir die Menüsteuerung vor. Da ich vorher bereits einmal die Sony A7 II getestet hatte, waren mir die Sony-Menüs geläufig und daher hinreichend zugänglich. Viele Fotograf*innen können sich mit der Menüsteuerung der Sony-Kameras nicht anfreunden, doch im Vergleich mit Nikon, Fuji oder Ricoh schneidet Sony nicht wirklich schlecht ab.

Am Ende sind es immer wieder die gleichen Parameter, die irgendwie eingestellt werden müssen. Der Weg über die Menüs ist immer etwas umständlich, weil meist so viele Optionen zur Verfügung stehen, dass man auf jeden Fall etwas suchen muss. Aber das ist kein Drama. Die Menüs halte ich im Umgang mit einer Kamera für das geringere Problem.

Bleibt zu konstatieren, dass die Sony natürlich die Möglichkeit bietet, verschiedene Hardware-Knöpfe mit unterschiedlichen Funktionen zu belegen. Soweit, so gut und gängig. Der Eindruck hier: Unauffällig. Bis auf den ND-Filter, der auch automatisch aktiviert werden kann. Das erlaubt Fotografieren mit offener Blende auch bei hellem Sonnenlicht. Das ist definitiv praktisch.

Bei insgesamt drei Gelegenheiten konnte ich die Sony zum Einsatz bringen: Bei einem Popkonzert, bei einem Spaziergang in Wald und Feld und am Ende natürlich auf der Straße im städtischen Umfeld. Die ersten beiden Sessions erlaubten mir, mich mit der Kamera unter kontrollierten Bedingungen vertraut zu machen. Auf der Straße sollte dann bestenfalls alles so schnell wie möglich gehen.

Ein Konzertfoto, auf dem drei Musiker zu sehen sind.

1/125 s bei Blende f/2.8, ISO 2500, 70 mm Brennweite

Beim Konzert (Midge Ure im Technikum in München) hatte ich das Glück, verhältnismäßig nah an der Bühne zu sitzen. Die Beleuchtung war eher unaufdringlich und bis auf Spots auf die drei Musiker eher dunkel gehalten. Ich hatte die Kamera auf Auto ISO eingestellt mit einer minimalen Belichtungszeit von 1/125 s und maximaler ISO-Zahl 6400. Was auf dem Kameradisplay noch ganz passabel aussah, entpuppte sich am Rechner als ziemlich verrauscht.

Das macht die Fotos nicht unrettbar schlecht, speziell im Kontext der Nutzung in sozialen Medien, dennoch erschienen mir die Bilder, die ich parallel auf dem iPhone machte, gefälliger. Zur Ehrenrettung der Sony RX 100 sei erwähnt, dass ich RAW fotografiert habe und daher die Rauschunterdrückung, die im JPG-Format in der Kamera angewendet wird, nicht nutzen konnte.

Der große Vorteil in dieser Situation war das Zoom-Objektiv. Mit einer Brennweite von 24–70 mm im Kleinbild-Format hat man hier ganz gute Karten und im Falle dieses Künstlers war der gemächlich arbeitende Zoom kein Nachteil.

Ein Zweig vor blauem Himmel

1/2500 s bei Blende f/2.8, ISO 125, Brennweite 70 mm

Felder und blauer Himmel

1/400 s bei Blende f/8, ISO 125, Brennweite 40 mm

Die zweite Station war eine Heidelandschaft mit Kiefern im Münchner Norden. Strahlender Sonnenschein im Winter, das heißt einigermaßen tief stehende Sonne. In dieser Situation war es ein Leichtes, „schöne“ Bilder zu machen. Mit unbeweglichen Motiven und entsprechend Zeit kann man alles Mögliche ausprobieren. Doch nach einer halben Stunde bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt macht sich die Kälte an den Händen bemerkbar und dann merkt man, dass die Bedienelemente an der kleinen Kamera immer schwerer zu bedienen sind.

Mit klammen Fingern leidet die Koordinationsfähigkeit. Das ist kein dramatisches Problem, aber der Spaß am Experimentieren lässt nach. Erst recht, wenn man des Öfteren eben beide Hände braucht, um Einstellungen zu ändern. Davon abgesehen sind die erzielten Resultate wirklich zufriedenstellend.

Winzige Kamera, mit der sich Ergebnisse wie mit einer großen DSLR erzielen lassen. In allen Schönwettersituationen, auch im Urlaub, kann man hier mit leichtem Gepäck wirklich tolle Ergebnisse erzielen. Schon ohne jede Nachbearbeitung können sich die Ergebnisse sehen lassen.

Eine Person auf einem Fahrrad führt einen Hund an der Leine.

1/125 s bei Blende f/6.3, ISO 1250, Brennweite 35 mm

Station drei: Straße. Natürlich waren die Temperaturen weiterhin frostig, das Licht dank vorgerückter Stunde nicht wirklich spektakulär, andererseits ist es technisch einfacher, wenn die Sonne nicht alles in extreme Hell-Dunkel-Zonen unterteilt. Meine Herangehensweise in der Straßenfotografie ist spontan.

Selten warte ich an Orten mit attraktiven Hintergründen, bis ein*e Passant*in vorbeikommt, die*der das perfekte Motiv abgibt. Meist laufe ich durch die Straßen und warte auf Situationen, die spannend sind. Das hat den großen Nachteil, dass ich oft mit keinem brauchbaren Bild nach Hause komme. Oder mit durchschnittlich-schlechten Bildern.

Eine Person mit einer schwarzen Kaputze

1/125 s bei Blende f/7.1, ISO 1000, 70 mm Brennweite, Ausschnitt

Manchmal passt aber einfach alles und das macht viele erfolglose Touren wieder wett. Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch, dass das Gefühl, mit dem die Kamera in der Hand liegt, wie sie sich bedienen lässt, wie sie reagiert, den „Flow“, das Eintauchen in eine fokussierte Konzentration, beeinflussen kann. Und hier hatte ich meine Schwierigkeiten.

Aufgrund der geringen Grifffläche verkrampft man schnell. Es kommt immer wieder vor, dass man unabsichtlich Knöpfe drückt und dadurch Einstellungen ändert. Das irritiert, im schlimmsten Fall stellt man hinterher fest, dass Bilder „kaputt“ sind aufgrund falscher Einstellungen.

Der richtige Spaß wollte jedenfalls nicht aufkommen und gerade auf der Straße ist der recht langsame Zoom einfach keine Hilfe. Meist ist der Moment dahin, bis man ran- oder rausgezoomt hat und so ist es meist einfacher, bei einer Brennweite zu bleiben, was auch die Menge der Einflussfaktoren verringert. Sobald man aber dann doch wieder bei einer Brennweite bleibt, stellt sich die Frage, welchen Nutzen ein Zoom bietet. Zumindest einer, der nicht wirklich schnell ist.

Vier personen stehen mit dem Rücken zur Kamera.

1/40 s bei Blende f/11, ISO 3200, Brennweite 60 mm

Es mag sehr subjektiv sein, aber die Ergonomie, und zwar so, wie sie sich für den persönlichen Bedarf darstellt, ist wesentlich wichtiger als Features, zumindest in der Straßenfotografie. Auf meinen letzten Streifzügen mit der Ricoh GR II habe ich mir ein sehr rudimentäres System zur Einstellung der gewünschten Belichtung erarbeitet: Belichtung da messen, wo die Helligkeit so ist, wie ich sie mir wünsche, AEL-Taste (Sperren der Belichtungsmessung) drücken und dann zum Motiv wechseln.

Das funktioniert besonders in sehr kontrastreichen Situationen sehr gut, in denen die Gefahr besteht, dass bei normaler Belichtungsmessung das Motiv entweder zu hell oder zu dunkel ist. Für dieses Vorgehen brauche ich den Daumen für die AEL-Taste und den Zeigefinger für den Auslöser, mehr nicht. Mit den anderen Fingern kann ich die Kamera sicher am Griff festhalten.

Eine Person geht eine Treppe herunter.

1/125 s bei Blende f/4, ISO 1600, Brennweite 35 mm

Durch eine Raute ist ein Mann beim Rauchen zu sehen.

1/125 s bei Blende f/5, ISO 2500, Brennweite 35 mm

Vielleicht stehe ich damit für eine Minderheit, aber ich würde mir wirklich wünschen, dass die Hersteller von Kameras sich auf zwei Bereiche konzentrieren würden: Bildqualität auch bei wirklich schwierigen Lichtverhältnissen und hohen ISO-Werten. Und eine Benutzerschnittstelle, die den Fotograf*innen jederzeit das Gefühl gibt, mit einem Minimum an Knöpfen alles unter Kontrolle zu haben. Und schnell zu sehen, wie die wichtigsten Parameter eingestellt sind. Zumindest in der Straßenfotografie ist das essentiell.

Die Sony RX 100 IV ist dementsprechend für mich nicht erste Wahl in der Straßenfotografie. Nichtsdestotrotz ist es eine wirklich bemerkenswerte, kompakte Kamera, die mit ihrer Vielseitigkeit, dem recht großen Sensor und dem Zoom in vielen Situationen zumindest eine APSC-DSLR ersetzen kann.

Für Landschafts-, Reise-, Architektur-, Portrait- und Gruppenfotos in kontrollierten Situationen ist die kleine Sony wunderbar einsetzbar. Auch die Übertragung von Bildern auf das Smartphone gelingt problemlos und somit steht auch dem schnellen Publizieren auf Twitter, Instagram oder Facebook nichts im Wege.

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12 Kommentare

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  1. Schöner Artikel. Als GR Besitzer kann ich Dir gut nachempfinden. Einzig ein kleines Zoom würde ich mir da ab und zu wünschen. Aber mit dem großen Sensor macht es dann auch fast nichts mehr aus (Ausschnittsvergrößerung).
    Für eine “mal eben so in der Hosentasche als 3. Kamera” finde ich die Sony mit über 800.- viel zu teuer. Und als einzige…
    Ich bleib wohl bei meiner GR ;-)

    • Als einzige Kamera steht die Sony auf dem Papier besser da als die GR. Aber technische Daten sind halt nicht alles. Auf jeden Fall ist es halt der Einsatzbereich, der entscheidet, an welcher Stelle man die Kompromisse machen will, und Kompromisse macht man immer. :-)

  2. Die Ricoh GR ist wohl immer noch einer der besten Komprisse für Photographen die diskret bleiben wollen. Die feste Brennweite sicher eine Beschränkung, aber Beschränkungen zwingen zu mehr Kreativität, …, Beispiel einer Serie die ausschliesslich mit einer Ricoh GR photographiert wurde (gebraucht erstanden, der Unterschied zwischen der GR und GR II lohnt den finanziellen Mehraufwand wohl nicht) : http://www.matthiaskoch.fr/de/-/galleries/leaving-home

    • Tolle Serie. Diese Art der Ästhetik ist einer der Gründe, wieso ich die GR so sehr mag. Ich fotografiere mit ihr eigentlich nur in dem einen Modus. Rein subjektiv ist zumindest das iPhone 7 im Bereich normaler Farbfotografie der GR inzwischen überlegen. Das merkt man speziell dann, wenn es dunkel ist.

  3. Danke für den informativen Artikel, insbesondere die kritischen Bemerkungen zur kleinen Sony.
    In Sachen Ergonomie und Handling wird die Ricoh GR noch lange der Goldstandard bleiben.
    Nachteile: die GR ist leider ein Ziegelstein, passt nicht in die Jacket und schon gar nicht in die Hemdtasche. Und die Kamera rauscht relativ früh…
    Ich habe Ricoh Mitarbeiter einmal auf der photokina erlebt. So verpeilt wie die ganze Firma. Innovationen (beim Sensor) nicht zu erwarten. Sehr sehr schade.

    • Ja, die GR ist ziemlich vernachlässigt. Aber die Ergonomie macht einfach sehr viel wett. Und das Rauschen macht in schwarzweiß halt einfach nichts aus :-)

      Bei mir passt die GR gut in die Jackentasche, bin aber auch kein Sakkoträger.

  4. Ich finde diesen Artikel sehr interessant. Bis heute sind meine Digitalkameras für Streetfotografie die Olympus XZ-1 und XZ-10 sowie die Lumix LF-1. Alle drei haben kleine Sensoren 1 zu 2/3 oder 1/7, fokussieren blitzschnell, haben RAW und sind gut zu handeln. Damit fotografiere ich bei schnellen Streetfotos am Besten.
    Lediglich die Ricoh GR II nutze ich als Ergänzung für Street, weil sie wirklich gute Fotos auch bei schlechtem Licht macht und so ausgefeilt jede Art von manueller und automatischer Art zu fotografieren bietet wie keine andere Kamera. Allein die Möglichkeit neben dem automatischen Fokus parallel den Fixfokus beim Durchdrücken zu nutzen ist so genial wie sonst nirgendwo – danke Ricoh!
    Die Sony (ich habe die erste Version) ist für mich nur für Fotos außerhalb der Streetfotografie interessant, weil sie eben alles das nicht hat, was gute Streetfotografie ausmacht. Schnell raus, fokussieren, abdrücken geht nicht.
    Aber ich finde noch einen anderen Hinweis interessant. Der Autor vergleicht die Ricoh mit dem iphone. Man kann zwar bezweifeln, daß das Iphone in schwierigem Licht die Bildqualität der Ricoh GR II erreicht aber das ändert nichts daran, daß Smartphones für das Web zu 100% nutzbare Fotos produzieren und im Denken von immer mehr Menschen gleichberechtigt wenn nicht präferiert zu Digitalkameras genutzt werden.
    Insofern hat sich der soziale Gebrauch der Fotografie stark modifiziert wie es sich durch diesen Artikel nun auch dokumentieren läßt.
    Sehr schön!

  5. Ich habe eine Sony RX100 Mark II, also noch mit dem weniger lichtstarken “28-100 mm” statt “24 – 72 mm” Objektiv, und ohne Sucher.

    Und ich habe zwei Sony NEX, eine SLT und eine DSLR. Die bleiben seitdem immer öfter zu Hause, denn die RX100 II ist wirklich gut zu gebrauchen in der Streetfotografie. Vor allem ist sie leise. Die anderen rattern dagegen wie ein Maschinengewehr.

    Ich sehe das also genau umgekehrt. Architektur- und Landschaftsfotografie mache ich damit nicht, denn da erwarte ich bessere Bildqualität. Da nehme ich eine mit APS-C-Sensor.

    Ich denke, die “beste” aus der Serie ist die RX100 Mark III. Die ist nicht ganz so teuer wie die beiden neueren, hat aber auch schon das bessere Objektiv mit mehr Weitwinkel und mehr Lichtstärke sowie einen Sucher.

    Hier sind ein paar Street-Beispiele. Nicht alle, aber fast alle dieser Bilder habe ich mit der RX100 II gemacht.

    http://www.fotocommunity.de/user_photos/2284661?sort=new&filter=all

  6. Vielen Dank für den guten Artikel.

    Wir stehen kurz vor unserem Englandurlaub und ich würde gerne auch mal das riesige “Handgepäck” mit DSLR und Objektiven Zuhause lassen, einfach nur, um den Urlaub auch mal ohne lästige Schlepperei zu genießen. Daher bin ich gerade auf der Suche nach einer guten Alternative, die auch mal in der Tasche platz findet.

    London mit Frau und DSLR lässt sich sicher nur schwer vereinbaren ;) Daher muss was kleines, kompakteres her. Vielen Dank also für den guten Bericht, der mir die Wahl ein wenig einfacher gemacht hat ;)

  7. Sehr geehrter Herr Tilman, Sie wollten prüfen ob mit der Sony RX 100 bessere Bilder möglich sind.
    Dafür hätten Sie diese auch wie eine RX 100 behandeln müssen und nicht wie eine RICOH mit Zoom.
    Dann hätten Sie festgestellt das sie im Hinblick auf ihre Tauglichkeit für Street photography unschlagbar ist.
    Nur Regenfest ist sie nicht. Wie RICOH/x100. Dafür benutze ich dann eine X-t1.
    Ich habe in den 2 Jahren die ich die RX 100 III besitze noch nie unbeabsichtigt Knöpfe gedrückt und dadurch Einstellungen verändert.
    Welchen nutzen der Zoom der RX 100 bringt?
    Ich kann nicht nur die 24 mm (RICOH 28 mm) nutzen um Momente einzufangen sondern bei Bedarf noch zusätzlich 25-70 mm nutzen ohne Objektivwechsel.
    Meist brauch man aber gar nicht zu zoomen da die Bildqualität so gut ist das man später croppen kann.
    Nur bei sehr weit entfernten Motiven bietet sich beim 2. Foto der Zoom an.
    Aber bevor Sie durch den Sucher oder auf das LCD schauen können ist der Zoom schon auf 70 mm ausgefahren.
    Eine zusätzliche AEL Taste wie die Ricoh braucht die Sony nicht unbedingt da wegen der besseren Schärfentiefe
    bei sehr gutem Dynamikumfang das fokusieren auf die gewünschte Helligkeit und anschliessendem Rahmen des Motives den selben Effekt hat.
    Sie wünschen sich eine bessere Bildqualität auch bei schwierigen Lichtverhältnissen.
    Auch hier ist die Sony mit möglichen f 1,8 der Ricoh mit F 2,8 haushoch überlegen.
    Diese zusammen mit dem hervorragendem Bildstabilisator ermöglichen der Sony Aufnahmen von denen die Ricoh nur träumen kann.
    Unerwähnt das Klappdisplay und der Sucher die ebenfalls der Ricoh fehlen.
    Im Bezug auf die Griffigkeit ist noch festzustellen das auch die Sony mit einem zusätzlichem Griff ausgestattet werden kann.
    Aber warum? So bekomme ich die Sony problemlose in jede Hemd-/Hosentasche.
    Und wenn ich sie benutze ist sie an einer Handschlaufe befestigt.
    Aber sie ist mir noch nie aus der Hand geglitten obwohl ich sie meist einhändig an der rechten oder linken Hand bediene und auslöse.
    Die Ricoh ist eine sehr gut Kamera . Vor allem für Street photography. Aber für mich ist sie für Street photography nicht flexibel genug.