15. April 2014 Lesezeit: ~3 Minuten

Oleg Oprisco

Oleg Oprisco wurde in der kleinen Stadt Lemberg in der Westukraine geboren. Mit 18 Jahren zog er nach Kiew, wo er als Assistent eines bekannten Werbefotograf anfing. Die Arbeit machte ihm jedoch keine Freude, ihm fehlte die Kreativiät, weshalb er mit 23 Jahren begann, an seinen eigenen Bildern zu arbeiten.

Und sieht man seine Bilder, kann man es ihm nicht verdenken, dass er in der Werbefotografie nicht sein Glück fand. Zudem erkennt man eine Vorliebe für Märchen und rothaarige Frauen.

© Oleg Opricso

Bei so viel Kreativität liegt die Frage nah, wie er in diesem viel fotografierten Genre seine Originalität behält.

Früher habe ich, sobald ich ein Fotokonzept hatte, nach Stichwörtern bei Google gesucht, um sicherzustellen, dass ich keine Idee wiederhole. Aber ich erkannte schnell, dass das sinnlos ist. Wir können nicht einfach die Welt um uns herum ignorieren und nicht auf alles achten.

Wir haben Tausende von Soundtracks, Schnappschüssen, Videos und Bildern in unseren Köpfen. Es ist wie ein riesiger Mixer. Unsere Aufgabe ist es, zu lernen, wie wir diese Dinge kontrollieren und unsere eigenen Notizen, unsere eigenen Farben hinzufügen können.

© Oleg Opricso

Oleg ist Perfektionist. Ein gutes Foto ist für ihn die Summe von kleinen Details, die jeweils gut durchdacht werden müssen. So sucht Oleg auch selbst nach den richtigen Accessoires, dem richtigen Kleid, der Location. Und wenn das Wetter dann nicht mitspielt oder noch etwas fehlt, wartet er lieber, als sein Konzept zu verändern. Die größten Hindernisse beim Fotografieren sind für ihn Faulheit und schlechte Organisation.

Genauso wichtig ist ihm jedoch auch, mit gleichgesinnten Kreativen zusammenzuarbeiten. Schon oft gaben ihm Freunde beim Shooting gute Ideen und waren eine große Hilfe.

© Oleg Opricso

Oleg fotografiert analog, mit der Kiev 6C und Kiev 88. Sein Lieblingspobjektiv ist das 300mm f/4.0 von Meyer Optik Orestegor. In Photoshop werden nachträglich Staub und Kratzer entfernt, sowie die Tonwerte und Farben korrigiert.

Kein Photoshop kann eine gescheiterte Idee, eine schlechte Pose, einen hässlichen Stil oder eine Vielzahl anderer Fehler korrigieren. Ich bin immer wieder überrascht, dass anstelle der Analyse und einem anschließenden neuen Shooting, um das Bild zu korrigieren, viele Fotografen sich selbst und den Betrachter quälen, indem sie versuchen, dies alles in der Nachbearbeitung zu beheben.

© Oleg Opricso

Der Perfektionismus von Oleg begeistert mich und flößt mir gleichzeitig einen großen Respekt ein. Seine Bilder sprechen eindeudig für seine Vorgehensweise und ich fühle mich durch seine Worte ertappt.

Mehr von Oleg findet Ihr auf seiner Homepage oder auf Facebook.

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8 Kommentare

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  1. Blogartikel dazu: Link Candy #105 | thomas-reimann.com | Fotografie, Musik, Bildbearbeitung, Tests und Reiseberichte aus Karlsruhe

  2. Hallo zusammen mein Name ist Mikah und ich habe Oprisco durch Zufall entdeckt und war ab der ersten minute großer Fan. Im Bericht steht das in Photoshop lediglich Staub, Kratzer und eine Farbpallete drauf gelegt wird, doch was ist mit dem brennenden Regenschirm (echt?) , der Frau auf dem steilen Felsen (echt?) dem Gesichtsfelsen (echt?). Ich meine bitte nicht falsch verstehen ich bewundere seine arbeiten aber ich will Sie verstehen :) . Gut brennenden Regenschirm kann man machen, die Frau muss mutig sein und der Felsen der ein Gesicht von der seite abbildet könnte ja auch echt sein aber dieser Steile langer Felsen am Meer Ufff wie geht das.

    Gruß Mikah