05. April 2018 Lesezeit: ~18 Minuten

Mein Weg zur Fotografie führte über den Chiemsee

Ich bin mit dem Umzug von Norddeutschland nach Oberbayern, an den schönen Chiemsee, zur Fotografie gekommen. Vorher habe ich nur „geknipst“ und mich nicht weiter mit dem Thema beschäftigt. Die Digitalkamera war zwar auch damals schon immer im Urlaub mit dabei, aber mehr als ein paar Schnappschüsse und Urlaubserinnerungen kamen dabei nicht heraus. Autodidaktisch habe ich mir technisches Wissen angeeignet.

Mittlerweile habe ich auch einige Fotoworkshops besucht und bin dabei, mein Wissen stetig auszuweiten. Ich habe gelernt, dass ich den Automatikmodus besser nicht nutze und das Spiel mit Blende, Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeiten mir viel mehr Möglichkeiten bietet und sich dadurch auch bessere Fotos ergeben. Für mich ist es zudem wichtig, mir auch die Arbeiten anderer Fotograf*innen anzusehen, um mich selbst zu verbessern und meinen eigenen Stil zu finden.

Natürlich neigt man dazu, die Fotos erst einmal zu kopieren und natürlich fotografiert man die Sehenswürdigkeiten auf Reisen, die alle fotografieren, aber ich denke, es ist ein Prozess, um sich und seinen Stil zu finden, um irgendwann zu merken, was man wirklich möchte und was einem wirklich selbst gefällt.

Bestätigungen in sozialen Netzwerken schmeicheln der Seele und man wird gegebenenfalls auch selbstbewusster, um sich auch einmal mit einer anderen Sicht auf die Dinge zu beschäftigen und Aufnahmen abseits der Masse zu produzieren.

Ich denke, dieser Prozess benötigt aber auch entsprechend Zeit. Inspirationen finde ich unter anderem auch in Musik, Filmen oder Büchern. Ein Zitat, das mir wirklich aus der Seele spricht, stammt vom berühmten Fotografen Ansel Adams:

You don’t make a photograph just with your camera. You bring to the act of photography all the pictures you have seen, the books you have read, the music you have heard, the people you have loved.

Boot an einem See

Die Aufnahme entstand im April früh morgens kurz nach Sonnenaufgang in Prien beim Fischer am See.

Die Liebe zur Natur und zur Fotografie entwickelte sich erst hier am Chiemsee. Der Chiemsee gehört daher auch zu meinem liebsten Fotorevier. Die ersten Aufnahmen machte ich noch mit einer Bridgekamera von Fujifilm. Es dauerte aber nicht lange, bis die Möglichkeiten ausgereizt waren und ich kaufte mir meine erste Spiegelreflexkamera, die Canon EOS 700D inklusive Kit-Objektiv 18–135 mm .

Über die Jahre sind dann weitere Objektive wie etwa die 50-mm-Festbrennweite oder das 10–18-mm-Weitwinkelzoomobjektiv von Canon hinzugekommen.

Da ich nun auch auf Reisen immer mehr fotografierte, erweiterte sich die Ausrüstung mit der Zeit und ein Fotorucksack, ein Stativ, verschiedene Filter, zusätzliche Akkus sowie Speicherkarten kamen dazu. Mittlerweile nenne ich auch eine Canon EOS 80D sowie ein Sigma 24–70 mm mein Eigen und die Ansprüche wachsen immer weiter.

Ich versuche, mich mit meinen Fotografien auszudrücken und einen kreativen Ausgleich zum Alltag zu finden. Ich liebe es, die natürliche Schönheit um mich herum mit Hilfe der Fotografie festzuhalten. Die Ansprüche steigen zwar, aber ich habe festgestellt, dass ich nicht das „perfekte“ Foto machen muss, um zufrieden zu sein. Viel mehr ist mir wichtig, dass meine Aufnahmen Gefühle hervorrufen und ich die Betrachter*innen genau dorthin, an den Ort der Aufnahme, mitnehmen kann.

Steg ins Wasser

Die Aufnahme entstand an einem Morgen im September am sogenannten Malerwinkel, zwischen Gollenshausen und Seebruck gelegen, einige Stunden bevor ein Sturm über den See fegte.

Die Liebe zur Reisefotografie hat sich ebenfalls entwickelt und bedeutet für mich eine Art Flucht aus der Hektik und manchmal auch Eintönigkeit des Alltags. Ich gehe deswegen so oft wie möglich raus und entdecke die Umgebung um mich herum. Versuche, den Kopf frei zu bekommen und die Schönheit, die mich umgibt, zu genießen. Es stehen noch viele Länder und Orte auf meiner Wunschliste; mal schauen, welche ich in den nächsten Jahren noch besuchen kann und darf.

Ich würde mich selbst als ambitionierte Fotografin beschreiben, die versucht, ihr Wissen immer weiter auszuweiten, aber viel aus dem Bauch heraus fotografiert. Technik und das Verständnis für die Kamerafunktionen sind einerseits wichtig, aber ich möchte dadurch nicht den Moment verlieren und konzentriere mich oft eher auf das Gefühl, als über Einstellungen nachzudenken. Ich fotografiere grundsätzlich im RAW-Format und meine Bilder werden alle in Lightroom bearbeitet.

Ich plädiere darauf, im RAW-Format zu fotografieren. Das Rohdatenformat nimmt zwar mehr Platz auf den Speicherkarten und auf der Festplatte ein, aber im Anschluss bei der Bearbeitung am Computer hat man viel mehr Möglichkeiten und kann noch einiges aus den Aufnahmen herausholen. Das ist natürlich Geschmackssache und viele meiner Aufnahmen sind schärfer und bunter, als es jemals im Original war, aber auch das ist eine Form der Kunst für mich. Die Fotos sind zum Teil ansprechender für mich als ein blasses Foto mit wenig Atmosphäre.

Wer möchte in seinem Urlaubsprospekt nicht die bunten und wunderschönen Hochglanzfotos sehen, die Lust auf Urlaub machen? Es ist natürlich auch eine Art Traumwelt, aber wer schon einmal einen Sonnenaufgang erlebt und fotografiert hat, kann bestätigen, dass es oftmals genauso traumhaft ist (wenn vielleicht auch oftmals nicht ganz so kitschig), wie anschließend auf den Fotos. Dennoch sollte man es mit der Bearbeitung natürlich nicht übertreiben. Zudem lassen sich im RAW-Format Fehler wie leicht über- oder unterbelichtete Aufnahmen in der anschließenden Bearbeitung wieder korrigieren.

Vorbereitung oder doch reine Glückssache?

Ich versuche, so oft wie es geht zu fotografieren. Am liebsten bin ich in den frühen Morgenstunden unterwegs. Die Stimmung, die Ruhe und das Erlebnis, die Natur erwachen zu sehen, erden mich und geben mir Kraft. Für mich ist das der perfekte Ausgleich zu einem oft stressigen Arbeitsalltag. Am Wochenende unternehme ich Wanderungen und bin viel unterwegs. Die Kamera darf dabei natürlich nicht fehlen. Außerdem liebe ich es, andere Länder und Landschaften zu entdecken und so habe ich einfach versucht, mein Auge für die schönen Dinge in der Welt zu schulen.

Dabei ist mir auch wichtig, dass meine Ausrüstung praktisch und handhabbar ist. Ich brauche keinen Schnickschnack und versuche, mit so wenig Gewicht wie möglich unterwegs zu sein. Ich komme allerdings immer wieder zu meinem Lieblingsort zurück und der Chiemsee und seine Umgebung sind die häufigsten Fotomotive in meinem Portfolio. Über die Jahre habe ich die unterschiedlichsten Stimmungen aufgenommen und der See sieht zu jeder Jahres- und Tageszeit anders aus.

Ich plane meine Ausflüge zwar auch und schaue mir den Wetterbericht an, um nicht „umsonst“ früh morgens aus dem Bett zu klettern, aber es ist auch immer ein Quäntchen Glück dabei, eine grandiose Aufnahme machen zu können. So war ich an einem nebeligen Morgen am See unterwegs und befand mich schon auf dem Rückweg, als für einen sehr kurzen Moment die Sonne genau hinter der Fraueninsel aus dem Nebel brach. Ich hatte das Glück, diesen Augenblick mit der Kamera einfangen zu können. Das sind die wirklich tollen Momente und oft viel bedeutender als eine geplante Sonnenaufgangsaufnahme.

Als Fotograf*in ist es daher auch wichtig, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. In der Heimat besucht man die unterschiedlichen Orte selbstverständlich des Öfteren, aber auf Reisen hat man nur die eine Chance, an einem besonderen Ort ein tolles Foto zu machen. Auf Reisen informiere ich mich daher im Vorfeld über die Orte und schaue mir auch an, zu welchen Zeiten der Sonnenauf- bzw. -untergang sein wird, um meine Chancen auf eine schöne Aufnahme zu vergrößern. Letztendlich sind die wirklich magischen Momente aber meiner Meinung nach oft Glückssache.

Steg im Wasser

Die Aufnahme entstand am Silvestermorgen am Hafen von Gstadt mit Blick auf die Fraueninsel.

Allerdings sollte man das Wetter verstehen lernen, um Wetterphänomene wie Föhn, Hochnebel, Sturm und Gewitter, die gerade im Alpenvorland häufig vorkommen und für mich die Landschaftsfotografie in großem Maße prägen, ablichten zu können.

Ich habe dazu ein Buch von Bastian Werner und bin dabei, mir das nötige Wissen anzueignen, um eben nicht bei grau verhangenem Himmel und kaum Sicht morgens zum Sonnenaufgang am Chiemsee zu stehen, mir die Finger abzufrieren und nichts weiter als eine undefinierbare Nebelsuppe aufs Bild zu bekommen. Die Erklärungen sind wirklich einfach zu verstehen und ich versuche, nach und nach alles zu verinnerlichen und anzuwenden. Das Buch ist ein Tipp für alle, die sich für Landschaftsfotografie interessieren und ich kann es nur weiterempfehlen.

Darf ich vorstellen? Der Chiemsee und sein Umland

Der Chiemsee wird auch das „bayerische Meer“ genannt, er ist ca. 80 km² groß und liegt zwischen München und Salzburg. Die Uferlinie ist etwa 64 km lang und er kann auf dem Chiemsee-Rundweg bzw. dem Chiemsee-Radweg umrundet werden. Zahlreiche Badestellen und mehrere Schiffsanlegestellen (zur Herreninsel mit dem berühmten Schloss Herrenchiemsee sowie zur Fraueninsel mit dem Kloster Frauenwörth) sowie die tollen Ausblicke auf den See und das herrliche Alpenpanorama finden sich entlang des Weges.

Der Chiemsee entstand vor ca. 10.000 Jahren als Ausschürfung eines Gletschers. Im Bereich des Achen-Deltas (Mündung der Tiroler Achen) im Südosten des Sees verlandet der Chiemsee zusehends durch Sand und Geröll. Der einzige Abfluss des Sees ist die Alz im Norden. Auch hier können tolle Naturaufnahmen entstehen.

Die Landschaft um den Chiemsee, der Chiemgau, ist eines der beliebtesten Erholungsgebiete Bayerns. Die Chiemgauer Alpen machen dabei für mich besonders den Reiz aus. Das Gebiet wird vor allem von Wander*innen, Radfahrer*innen oder Badegästen genutzt. Aber auch auf dem Wasser ist einiges los. Neben Segelbooten sind in den Sommermonaten auch Ruder- und Tretboote sowie Elektroboote auf dem See zu finden.

Steg ins Wasser

An einem Morgen im September entstand diese Aufnahme in Gollenshausen.

Im Westen, nördlich der Herreninsel, ist der See durch Buchten tief gegliedert (unter anderem Schafwaschener Bucht, Aiterbacher Winkel, Kailbacher Winkel und Mühlner Winkel). Der See ist außerdem in den größeren, offenen Weitsee im Nordosten (mit der Chieminger Bucht im Osten) sowie in den Inselsee im Südwesten geteilt.

Im See leben ungefähr 30 verschiedene Fischarten und die Fischerei wird immer noch betrieben. Eine besondere Spezialität ist etwa die Chiemsee-Renke. Zudem ist das Gebiet unter anderem auch Natur- und Vogelschutzgebiet und es gibt einige Beobachtungstürme (IW Irschener Winkel, LG Lachsgang, HB Hirschauer Bucht, SB Seebruck im Kurpark, GZ Ganszipfel) rund um den See. Es sind sogar bereits Flamingos gesichtet worden, wobei die Herkunft nicht ganz geklärt ist. Zu finden sind sie hauptsächlich in der Hirschauer Bucht, aber auch in Seebruck sind sie bereits gesehen worden.

Karte des Chiemsees mit Beobachtungsstationen

Die Tierwelt am und rund um den Chiemsee ist sehr artenreich. Besonders bemerkenswert ist das Vorkommen von ungefähr 15 Fledermausarten. Inzwischen treiben sogar Biber wieder ihr Unwesen in der Nähe des Sees. Er ist zudem ein Überwinterungsgebiet für viele Vogelarten.

Der Chiemsee im Wandel der Jahreszeiten

Generell eignet sich der Chiemsee zu jeder Jahreszeit zum Fotografieren. Allerdings ist er im Sommer von Urlaubsgästen übervölkert und besonders zum Sonnenuntergang sind dann viele Leute unterwegs und möchten ihren einzigartigen Moment festhalten. Daher ist mir zu dieser Jahreszeit der frühe Morgen am liebsten. Dann bin ich mit der Natur noch allein, alles ist ruhig und friedlich. Spektakuläre Aufnahmen ergeben hingegen auch die oftmals kräftig ausfallenden Wärmegewitter im Sommer. Sie ziehen in der Regel von West nach Ost.

Boote im Sonnenuntergang

Die Aufnahme entstand an einem warmen Sommermorgen im August in Prien im Ortsteil Harras mit Blick auf die Herreninsel.

Im Winter sind der See und seine Umgebung relativ vereinsamt und das generell eher tiefstehende Licht bietet über den Tag verteilt Möglichkeiten, tolle Wintermotive zu erhalten. Besonders schön sind für mich dabei die Aufnahmen mit dem See im Vordergrund und den schneebedeckten Chiemgauer Alpen im Hintergrund. In der langen Kälteperiode 2016/2017 war der Chiemsee auch seit Jahren einmal wieder zugefroren und so ergaben sich ganz besondere Aufnahmen. Dafür eignen sich Orte wie Seebruck, Gstadt, Gollenshausen oder Breitbrunn, die mit ihrem Chiemseeufer zu meinen Lieblingsplätzen gehören.

verschneiter Steg

verschneiter Steg

Die Aufnahmen entstanden kurz hintereinander an einem bitterkalten Morgen bei – 20 °C im Januar in Seebruck.

Aber auch das Frühjahr oder der Herbst bieten grandiose Aussichten. So stellt etwa die Herbstfärbung der Bäume einen tollen Kontrast dar. Oftmals sind in diesen Jahreszeiten mehr Wolken am Himmel und es ergeben sich dadurch interessantere Motive als bei stahlblauen Himmel im Sommer. Auch der typische Nebel im Spätherbst, der oftmals durch die Nähe der Alpen und die große Wasserfläche entsteht, bietet wunderbare Aufnahmemöglichkeiten.

See

Die Aufnahme entstand an einem November Nachmittag in Bernau mit Blick auf die Chiemgauer Alpen und dem wohl markantesten Berg – die Kampenwand.

Um die Stimmungen zum Sonnenauf- oder -untergang festhalten zu können, habe ich es mir angewöhnt, grundsätzlich ein Stativ zu nutzen. Es ist zu diesen Lichtverhältnissen unabdingbar und sollte zu jeder Grundausstattung von Landschaftsfotograf*innen gehören. Das Fotografieren zur sogenannten blauen Stunde (der Zeit vor bzw. nach Sonnenauf- bzw. -untergang) erzeugt einzigartige Aufnahmen. In der Landschaftsfotografie kann das schnell langweilig werden, da dann die Farbkontraste fehlen. Allerdings kann das auch gerade den Reiz ausmachen und ähnlich wie bei der monochromen Fotografie können Strukturen besser zur Geltung kommen.

Im Winter kann die Beleuchtung eines Stegs oder ähnlichem unter anderem ein toller Kontrast sein und das Bild auflockern. Für die besonders farbintensiven Stimmungen am Morgen sollte man allerdings schon vor der blauen Stunde vor Ort sein.

Ein See

See mit Bergen im Hintergrund

Die Aufnahmen entstanden an einem Novembernachmittag in Schützing in der Nähe von Chieming.

Zudem kommen bei mir Filter wie Polfilter (um die Spiegelung aus Wasserflächen zu nehmen oder die Farben zu verstärken) sowie ND- bzw. Graufilter (bei offener Blende trotz Sonnenlicht fotografieren ohne überzubelichten bzw. um die Belichtungszeit zu verlängern und Wasser verschwimmen zu lassen) zum Einsatz. Wer gern Langzeitbelichtungen macht, kommt natürlich gerade in Gewässernähe auf seine Kosten. Ziehende Wolken und glatte Wasseroberflächen sind ein tolles Stilmittel für ungewöhnliche Fotos.

In der Landschaftsfotografie wird grundsätzlich eher mit kleinen Blenden fotografiert, um eine möglichst große Schärfentiefe zu erhalten und die gesamte Landschaft scharf abzubilden. Ein weiteres Stilmittel für mich ist aber auch, mit weit offener Blende auf Details aus dem Vordergrund zu fokussieren und die Landschaft dahinter verschwimmen zu lassen. Dadurch ergeben sich neue Ansichten und machen Bilder wieder interessanter, als das, was man vielleicht schon tausendfach gesehen hat. Ich versuche, experimentierfreudig zu sein und zu bleiben und immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren.

Holzstapel vor Landschaft

Die Aufnahme entstand im Januar bei einer Wanderung in der Nähe von Prien. Im Hintergrund sind wieder die markanten Zacken der Kampenwand zu sehen.

Das wichtigste Element ist für mich allerdings die Bildgestaltung. Was nützt all das technische Wissen und die beste Ausrüstung, wenn der Blick für das Motiv fehlt. Ich rate allen, sich mit ihrer Umwelt und Umgebung auseinanderzusetzen, sich Zeit zu nehmen und die Stimmungen aufzunehmen. Dadurch entstehen für mich die schönsten Motive, da sie – im besten Fall – auch etwas ausdrücken und ein Gefühl vermitteln.

Die sogenannte Drittel-Regel gibt einen guten Hinweis zur Platzierung der Objekte und lässt Aufnahmen harmonischer erscheinen. Allerdings macht es für mich Sinn, auch einmal von starren Regeln abzuweichen und andere Sichtweisen auszuprobieren, um andere, besondere und interessantere Aufnahmen zu erhalten.

Um eine räumliche Tiefe zu erzeugen, ist es sinnvoll, einen Vordergrund mit in die Aufnahme einzubeziehen. Für mich haben aber auch Weitwinkelaufnahmen mit wenigen bis gar keinen Motiven und einem einfachen Blick über den See eine faszinierende Wirkung. Sie wirken beruhigend und entspannend auf mich.

Es gibt also vielzählige Möglichkeiten und Herangehensweisen, tolle Bilder von der eigenen Umgebung zu machen. Dabei wird es mir nie langweilig, immer wieder die gleichen Stellen aufzusuchen. Zu jeder Zeit ändert sich die Stimmung. Dazu kommt, dass ich noch längst nicht alle Stellen am See ausfindig gemacht und von dort aus fotografiert habe. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken und die Optionen sind noch längst nicht erschöpft.

Sonnenuntergang auf dem See

Diese Aufnahme entstand vor 5 Uhr morgens im Juli ebenfalls in Gstadt.

Intention

Da ich mit meinen Fotos zum Innehalten und Betrachten anregen möchte, habe ich im letzten Jahr eine eigene Webseite erstellt und teile meine Aufnahmen auch in sozialen Netzwerken. Zudem habe ich meine Bilder bereits auf zwei Ausstellungen präsentiert oder etwa an Arztpraxen verkauft.

Ich fände es schade, wenn die Bilder auf dem Computer in Vergessenheit geraten. Für mich persönlich fertige ich nach jedem Urlaub ein Fotobuch an, da ich festgestellt habe, dass ich sie mir immer wieder anschaue und in Erinnerungen schwelgen kann.

Diese Gründe sind auch der Anlass, diesen Bericht zu schreiben. Ich möchte mit meinen Aufnahmen die Schönheit der Umgebung näherbringen und aufzeigen, in welch einer wunderschönen Welt wir leben. Also zückt die Kamera und geht raus in die Natur!

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20 Kommentare

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  1. Ein ganz wunderbarer Erfahrungsbereicht mit vielen Tipps. Mir ging es mit dem Wechsel von der Street- zur Landschaftsfotografie ähnlich, erst mit einem Wohnortwechsel setzte ich mich mit der (neuen) Landschaft auseinander. Zusätzlich kamen dann noch unsere Hunde dazu, die ein “Draußensein” gewissermaßen erzwungen haben.

    Grüße, Wilhelm

    • Hallo Wilhelm,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass es auch anderen Fotografen so geht und es immer mehr Leute gibt, die sich auch mit der Natur vor der eigenen Haustür auseinander setzen. Brave Hunde. ;-)
      Viele Grüße
      Jessica

  2. Ein toller Artikel hat mir Spaß gemacht ihn zu lesen !
    Ich kann denn Zauber den du beim Fotografieren erlebst gut nachvollziehen :-) mir geht es ähnlich dabei, auch wenn ich nicht an einen so schönen Fleckchen Erde wohne.

  3. Ja, genau so fängt Faszination Fotografie an, das war bei mir auch so, zumindest wenn man der Natur nahe steht. Ein paar Jahre später geht man dann mehr in die Tiefe und landet eventuell in der Nachtfotografie (ich empfehle da mal ‘Katja Seidel’) oder man geht über zur Wildlifefotografie und landet dann eventuell bei der GDT! Auf jedenfall weiter so… .

    • Hallo Daniel,
      danke für deinen Kommentar und den Tipp. Astrofotografie oder ähnliches stand bisher nicht auf meinem Zettel, aber jeder erweitert seinen Horizont irgendwann. ;-)
      Viele Grüße
      Jessica

  4. Zum Kommentar von Stffn:

    Versteckte Kritik? Konstruktive Kritik würde ich irgendwie hilfreicher finden. Was kann ich besser machen? Was machst du ggfls. besser oder “anders”, damit es nicht dem Einheitsbrei entspricht?

    Viele Grüße Jessica