Eine Frau vor einer hohen Betonwand, halb im Licht, halb im Schatten stehend.
11. März 2015 Lesezeit ~ 9 Minuten

Vorurteile gegen Instagram? Nicht mehr.

Immer wieder merke und höre ich, dass Fotografen-Kollegen und auch Nicht-Fotografen Vorurteile gegen Instagram haben, die sich meist auf die Filter, die weit verbreiteten Inhalte wie Essensfotos, Selfies, das Benutzen von übertriebenen, albernen oder vielen Hashtags und die Annahme, dass dort (fast nur) kitschige Sonnenuntergänge gezeigt werden, beziehen.

Auch ich dachte über Instagram, aus denselben Gründen, dass es keine nutzungswürdige Plattform sei und man sie als professioneller Fotograf nicht nötig hätte. Ich trat Instagram nur bei, weil Freunde mich dazu überredeten. Deshalb steht in meinem Profil auch bis heute noch:

some friends made me do it

Ein Mann steht vor einer Backsteinmauer und wird von Lichtstreifen gestreift.

Diesen zwei Freunden bin ich nun doch sehr dankbar, dass sie es geschafft haben, mich zu überreden, denn: Auch wenn viele Klischees, die es über die von Facebook gekaufte Plattform gibt, tatsächlich so stimmen, bietet sie dennoch tolle Möglichkeiten.

Fotografisch konnte ich am Anfang nichts mit den sogenannten „Handyfotos“ anfangen. Die ersten Fotos, die ich dort veröffentlichte, waren ebenso Schnappschüsse wie die große Masse an Fotos, die man schnell auf Instagram findet und hatten zumindest nichts mit Fotografie als Kunstform zu tun.

Erst, nachdem ich anfangs primär mit „richtigen“ Kameras aufgenommene Fotos auf der Plattform gezeigt hatte, probierte ich anschließend, die Kamera des Handys auszureizen. Einer der Gründe dafür war, dass ich inzwischen ein paar Fotografen auf Instagram entdecken hatte, die beeindruckende Aufnahmen hochgeladen hatten, die sie mit ihren Mobiltelefonen gemacht hatten.

Eine Frau vor einer Wand mit roten Weinblättern und einem gemusterten Schal in den gleichen Farben.

Für mich war das Schöne an der Fotografie immer – neben der Fotografie selbst und dem unmöglich zu erfüllenden Streben nach dem perfekten Foto – neue Sachen auszuprobieren und kennenzulernen. Deshalb beschäftigten mich und sammelte ich über die Jahre auch andere und ältere Filmsysteme wie Kleinbild-, Mittelformat- und Polaroidkameras.

Dann merkte ich, dass das Mobiltelefon – bis zum letzten Jahr das iPhone 4, jetzt das iPhone 6 – und seine Kamera mir eine neue fotografische Herausforderung bieten. Die Qualität der Handykamera ist mittlerweile ziemlich gut und was mir besonders gefällt, ist, dass durch die Größe – oder besser: Nicht—Größe – des Sensors eine mit Spiegelreflexkameras schwieriger machbare Tiefenschärfe in den Fotos herrscht.

Gewöhnungsbedürftig war auch, dass das Objektiv einen weiten Winkel hat und man die Brennweite nicht ändern kann, da das iPhone nur einen optischen Zoom bietet, den man nie benutzen sollte. Diese Eigenschaften versuche ich seither, mir zu Nutze zu machen. In vielen Situationen, etwa nach Shootings mit meiner Spiegelreflex, nehme ich mir noch ein paar Minuten Zeit, um Handyfotos zu schießen. Das mache ich ja auch so, wenn ich zusätzlich noch Fotos mit einer Filmkamera aufnehme.

Ein Mann wird von einer Rauminstallation aus sehr vielen leuchtenden Lichtstreifen im Dunkeln erhellt.

Ich finde es schön, die verschiedenen Kanäle, die ich benutze, mit unterschiedlichen Inhalten zu füllen. So zeige ich zur Zeit auf Instagram nur Fotos, die ich mit dem Handy gemacht habe, bei Tumblr nur schwarzweiße, primär analoge Aufnahmen und bei Flickr meine liebsten Portraits.

Ich denke mir, dass interessierte Betrachter zum einen nicht von meinen Inhalten gelangweilt werden und es außerdem einen größeren Anreiz schafft, mir auf mehreren Kanälen zu folgen. Mich selbst stört es etwa, wenn ich jemandem in sozialen Netzwerken folge und das gleiche Foto dann bei Facebook, Instagram, Twitter und auf dem Blog sehe.

Oft mache ich aber auch ausschließlich und nicht zusätzlich Handyfotos; beispielsweise, wenn ich unterwegs bin und keine andere Kamera dabei habe oder aber, wenn ich denke, dass der Inhalt gerade besonders oder nur für Instagram geeignet ist.

Ein Mann in einem großen Raum vor einer deckenhohen Fensterfront, umgeben von im Raum schwebenden Lampenobjekten.

Nach meinen anfänglichen Zweifeln gegenüber der mobilen Fotografie finde ich es jetzt gerade praktisch, dass man sehr schnell und immer überall Fotos machen und bearbeiten kann. Für die Fotos auf Instagram brauche ich meistens nicht einmal ein paar Minuten. Im Gegensatz dazu nehme ich mir bei der Bearbeitung und Retusche von Portraits für meine Webseite oder Kundenaufträge meistens wesentlich mehr Zeit und muss dafür auch daheim am PC sitzen.

Nach der Aufnahme bearbeite ich Fotos dann unterwegs noch auf dem Heimweg oder später, wenn ich in der Bahn sitze und Langeweile habe. Zuerst begradige ich mit dem Handy aufgenommene Fotos, sofern nötig, mit der App SKRWT und importiere sie dann zu VSCO, dessen „Grid“ übrigens für Nutzer, die keinen Wert auf die Interaktionsmöglichkeiten von Instagram legen, interessant sein könnte.

Nach dem Import benutze ich für Kontinuität bei der Bearbeitung meist die gleichen Filter (F2 und C4) und passe noch kurz Belichtung, Kontraste und Schärfe an, um die Bilder dann abschließend bei Instagram hochzuladen.

Es gibt zwar unzählige Apps, die Dir helfen, genauere und anspruchsvollere Bearbeitungen durchzuführen, aber auch, wenn ich fast alle schon ausprobiert habe, möchte ich nicht so viel Zeit auf die Handyfotos verwenden und es ist mir auch nicht so wichtig, sie „auf Hochglanz zu polieren“, weil ich sie nebenbei mache und nicht zu ernst nehme.

Ein Mann in einem hellen, symmetrischen Treppenhaus mit schmiedeeisernen Geländern.

Die Gemeinschaft von Instagram finde ich toll, denn viele der Nutzer sind sehr aktiv, geben Feedback und sind offen für spontane Treffen mit fremden Menschen oder bereit, neue Gegenden zu erkunden. Teilweise wird kritisiert, die Benutzer gäben kein negatives oder nur überschwänglich positives Feedback und es stimmt, dass geschätzt 99 % der Kommentare das Foto oder den Fotografen loben.

Dies unterscheidet sich jedoch nach meiner Erfahrung nicht von Rückmeldungen bei persönlichen Gesprächen, in denen auch selten gesagt wird, dass man die Bilder nicht mag oder es wird dann einfach nicht darüber gesprochen. Üblich ist diese Lobhudelei aber auch auf anderen Plattformen, das meiner Meinung nach extremste Beispiel ist hier 500px.

Instagram ist eine der beliebtesten Online-Plattformen. So nutzen die App laut Instagram selbst täglich 75 Millionen und monatlich etwa 300 Millionen Benutzer. Ebenso wie bei anderen Plattformen gilt auch hier: Je aktiver, desto populärer. Guter und kontinuierlicher Inhalt hilft.

Eine Frau steht an einer Ballustrade, hinter der sich ein großer, weißer Raum öffnet.

Es gibt regelmäßige Treffen, sogenannte Instameets, bei denen man Leute aus der Region oder manchmal auch – je nachdem, wo man wohnt – aus aller Welt kennenlernen kann. Wenn ich allein reise, schreibe ich oft Instagrammer aus den Städten, in die ich kommem werde an und frage, ob sie Lust haben, mir ihre Lieblingsorte zu zeigen oder mich in ein Museum, was ich besuchen möchte, zu begleiten.

Bereits zwei Mal hatte ich das Glück, dass sehr nette Leute, die ich über Instagram kennengelernt habe sich die Zeit nahmen, mir versteckte Orte zu zeigen und mich auf meinen Entdeckungstouren in Museen und Plätzen einfach so zu begleiten, obwohl ich sie vorher nicht kannte. Einem habe auch ich Köln so gezeigt, obwohl wir uns vorher nicht persönlich kannten.

Zusätzlich zur Tatsache, dass man Kontakte knüpfen und Personen kennenlernen kann, mit denen man zumindest das starke Interesse an der Fotografie teilt, hat man mit ein wenig Glück also auch die Möglichkeit, Städte ganz anders zu erleben. (Ich habe sogar meine jetzige Freundin über Instagram kennengelernt.)

Ein Mann vor einer schwarz-weiß-geteilten Wand.

Vermarkten kann man sich auf Instagram als Fotograf auch sehr gut, denke ich. Ich kenne inzwischen einige Fotografen, die Einnahmen durch sogenannte „Sponsored Posts“ (Veröffentlichung von firmenfinanzierten und mit Werbung gespickten Fotos und Bildunterschriften), den Verkauf ihrer mit dem Mobiltelefon geschossenen Fotos als Abzüge oder den Erhalt einer Stelle als Social-Media-Berater generieren konnten.

Diese sogenannten „Influencers“ werden allerdings nicht für ihre Arbeiten an sich bezahlt (auch wenn sie ebenfalls eine Rolle spielt), sondern dafür, dass sie eine besonders große Anzahl an Followern pro Foto erreichen. Manche Nutzer haben Hunderttausende von Abonnenten und schon, wenn man ein paar Tausend Abonnenten hat, kann man auf Instagram bereits etwas verdienen.

Die Silhouette einer Frau, im Dunkeln durch Fenster mit Vorhängen sichtbar.

Auch ich wurde schon von Unternehmen angefragt, ob ich nicht Abzüge über sie verkaufen oder Onlinekurse geben möchte und bei manchen Firmen weiß ich, dass sie mir, im Gegenzug für Werbung, bestimmte Produkte umsonst geben würden. Dafür müsste ich dann mehrere Fotos mit dem Produkt veröffentlichen, bestimmte Hashtags benutzen und ihren Account verlinken.

Schwieriger als Produkte umsonst zu bekommen oder Geld für die Veröffentlichung von Fotos und passenden Bildunterschriften zu verdienen, ist es meiner Erfahrung nach jedoch, das, was man als Fotograf sowieso anbietet, also Shootings (bei mir im Bereich Portrait, Fashion und Hochzeiten), zu verkaufen, indem man direkt über Instagram für Fotos gebucht wird.

Da ich mir auch bei Fotos, die ich nur aus Spaß oder nebenbei mache, selbst treu bleiben möchte, bin ich bisher nicht auf diese Angebote eingegangen. Langfristig wäre es sicherlich schön, wenn man den einen oder anderen Auftrag für Fotos, die man gern macht, über Instagram akquirieren könnte, aber es gibt einem natürlich auch ein wenig mehr Glaubwürdigkeit bei Kunden, wenn man eine bestimmte Followerzahl auf Instagram oder anderen zu PR-Zwecken genutzten Plattformen erreicht hat.

Ein Mann mit Hut vor einer Wand aus Quadraten.

Suche ich Inspiration für kommende Fotoshootings oder möchte ich mir einfach tolle Fotos anschauen, schaue ich nie auf Instagram, sondern auf Blogs, bei Tumblr oder in Magazinen. Das liegt zum einen daran, dass ich nicht speziell nach mobilen Fotos suche, da es alles, was es da gibt auch schon einmal mit anderen Formaten fotografiert wurde, aber auch daran, dass Instagram so konzipiert ist, dass man sich die Fotos nicht in groß und nicht gut auf dem Rechner anschauen kann.

Es gibt aber auch auf Instagram einige Fotografen, die die Möglichkeiten der mobilen Fotografie ausreizen und ihre Vorteile zu nutzen wissen. Besonders gefallen mir zum Beispiel die Arbeiten von huxsterized, der farbenfrohe und minimalistische Fotos aus Malaysia zeigt. Ingo macht schöne und saubere Architekturfotos und pedrosamcastro wiederum stimmungsvolle Portraits und Detailaufnahmen.

Ein Musiker in beleuchtetem Nebel.

Dadurch, dass mittlerweile eigentlich fast alle Fotografen, nahezu jedes Magazin und viele Blogs auf Instagram vertreten sind, kann man diesen auch dort Folgen, um über die Ecken der Fotoszene, die man am spannendsten findet, auf dem Laufenden gehalten zu werden. Toll bei Instagram ist auch, dass man oft neue interessante Orte entdeckt oder speziell danach suchen kann, wenn sich ein wenig umschaut.

Eine Shooting-Location in Köln, das Gerling-Quartier, habe ich beispielsweise über Instagram entdeckt, weil jemand, dem ich dort folge, ein Foto davon veröffentlicht hat. Für meine in diesem März anstehende Südkorea- und Japanreise schaue ich auch bei dort ansässigen Instagrammern nach, wo sie Fotos machen, damit ich mir die Orte, die mich am meisten ansprechen, anschauen kann, wenn ich dann da bin.

Ein Mann vor einem weißen, langen Korridor mit ungewöhnlicher Form.

Auch wenn also einige der von den Kritikern genannten negativen Aspekte durchaus stimmen, so kann Instagram unterhalten und zusätzlich ein nützliches Werkzeug sein, das dem Benutzer einige Möglichkeiten bietet. Wie immer bei Werkzeugen kommt es darauf, an wie und ob man sie nutzen möchte. So bietet Instagram viele Optionen.

Ob man primär wissen möchte, was die eigenen Freunde machen, nur Fotos im Quadrat konsumieren will, einen das Leben von bestimmten Prominenten besonders interessiert (Beyoncé hat beispielsweise die meisten Follower weltweit, in Deutschland liegt Mario Götze vorn), über Updates von Magazinen aller Art auf dem Laufenden gehalten werden möchte, sich das Reisen erleichtern und Leute kennenlernen möchte, mit denen man die Liebe für Fotografie teilt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

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21 Kommentare

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  1. Spannende Gedanken zu Instagram und natürlich auch tolle Bilder. Ich selbst bin ein grosser Fan der Plattform. Sie motiviert mich, mit dem Smartphone spezielle Momente festzuhalten, die ich ansonsten nicht fotografieren würde, da ich meine “richtige” Kamera nicht immer dabei habe. Insbesondere seit ich am Projekt #100happydays teilgenommen habe und mich in dieser Zeit intensiv mit Smartphone-Fotografie auseinandergesetzt habe, weiss ich meine Iphone-Kamera – auch wenn sie ein bisschen eingeschränkt ist – sehr zu schätzen.

  2. Ein sehr schöner und interessanter Beitrag, mit fantastischen Aufnahmen!

    Ich bin selber auch seit kurzen bei Instagram ( http://www.instagram.com/andreas_altenhoff ) wo ich Aufnahmen zeige, die ich mit meinem Smartphone gemacht habe. Zu 99% benutze ich die Android App Snapseed für die Bildbearbeitung, probiere aber auch hin und wieder andere App’s aus.

    An Instagram gefällt mir die Suchfunktion besonders gut, da ich so auch immer wieder neue Blickwinkel meiner Heimatstadt und verschiedene Sichtweisen von anderen Fotografen sehe.

    Ein sehr großer Nachteil dieser Suchfunktion ist aber auch die, ich nenne es mal dreiste vergabe von Hashtags. Wenn ich zum Beispiel Fotos aus Dortmund mir anzeigen lasssen möchte und dann Aufnahmen sehe, die die Hashtags Dortmund, Köln, Berlin, München Hamburg, … usw. aufweisen hilf mir das bei der Suche nicht gerade.

    Aber nichts alle dem macht Instagram sehr viel Spaß und es ist wirklich eine sehr schöne Möglichkeit, ander Städte und Länder kennen zu lernen und man schließt schnell Kontakt mit Gleichgesinnten.

    Gruß, Andreas

    • Hallo Michael, auch wenn du mich nicht direkt gefragt hast, hier kurz meine Erfahrung mit EyeEm.
      Ich bin seit gut über einem Jahr bei Instagram und wollte zwischenzeitlich auch EyeEm mal ausprobieren, weil mich die Einschränkung auf das quadratische Format bei IG störte. Allerdings vermisste ich das, was IG ausmacht, nämlich den Austausch mit Anderen über die Kommentarfunktion. Ausser Likes war da bei EyeEm weitestgehend “tote Hose”. So blieb es bei ein paar Uploads und das war es. Inzwischen habe ich bei Instagram einen festen Stamm an sehr guten Fotografen, die mich inspirieren und mit denen ich auch bisweilen über das Foto hinaus sozialen Kontakt pflege. Mit der Einschränkung bei Instagram, immer nur 3 quadratische Fotos in einer Reihe zu posten, habe ich zu leben gelernt: ich poste seit einiger Zeit 3er Serien bzw. Triptycha.

      • Das stimmt, die Community ist bei Instagram deutlich aktiver als bei EyeEm! Liegt aber vermutlich auch daran, dass Instagram zum einen deutlich mehr Nutzer hat, zum anderen unter diesen Nutzern sehr viele einfach nur dabei sind, um hochwertige Fotografie zu konsumieren, nicht aber zu produzieren. Oder eben den Promis zu folgen.

        Bei EyeEm liegt der Fokus viel mehr auf der Fotografie, als auf der Community. Und dennoch ist die Community an sich etwas persönlicher, auch durch den persönlichen Kontakt der Entwickler zu den Nutzern. Die Weekly Missions geben zudem immer wieder Anreize, neue Bereiche der Fotografie zu entdecken.
        Und neuerdings kann man sogar über den EyeEm Market bzw. deren Kollaboration mit Getty mit seinen Mobilen Fotos Geld verdienen.

        Ich nutze sowohl EyeEm (https://www.eyeem.com/u/sinansaglam), als auch Instagram (https://instagram.com/saglamsinan/) – auf Instagram poste ich sozusagen meine “Best of” meiner mobile photography, auf EyeEm kommt im Prinzip alles, was ich über den Tag so shoote. Natürlich inzwischen auch mit dem Hintergedanke, mir damit noch ein wenig hinzuzuverdienen :)

        Ich kann euch deshalb auch EyeEm wärmstens empfehlen – ihr behaltet die Rechte an euren Fotos, könnt diese wahlweise verkaufen, habt freie Wahl in den Bildformaten, und könnt neuerdings auch schauen, wie andere Leute ihre Fotos bearbeitet haben. Und es ist aus Deutschland. Tolle Sache!

    • Hallo Michael,
      sehr gerne! Ich bin auch bei EyeEm und habe dort sehr gute Erfahrungen gemacht, es ist eine gute Social-Media Plattform und hat teilweise gute Inhalte, der Blog von denen gefällt mir besonders gut.
      Weshalb ich EyeEm nicht explizit erwähne hat den einfachen Grund, dass es dort zwar auch aber nicht exklusiv um mobile Fotografien geht.
      Besonders toll an EyeEm sind die Herausforderungen durch die Ausschreibungen.
      Beste Grüße.

  3. Sehr schöner Beitrag mit sehr schönen anspruchsvollen Fotos. Man sieht Ihnen im ersten Augenblick nicht an, ob sie mit Handy oder Kamera fotografiert wurden. Meine Meinung ist, dass mittlerweile egal ist, mit welcher Technik man seiner fotografischen Leidenschaft nachgeht. Das Endergebnis zählt- die Geschichte und der Aufbau von Licht, Mensch und Raum, der in Deinen Fotos mit sehr gefällt.
    LG Andreas

  4. Sehr schöner und informativer Artikel. Ich habe lange Zeit auch überhaupt nichts von Instagram gehalten. Ich bin zwar selbst nur Hobbyfotograf und habe deshalb vielleicht nicht ganz so hohe Ansprüche wie ein professioneller Fotograf, aber trotzdem konnte ich dieser Plattform nichts abgewinnen.

    Man merkt aber sehr deutlich, wie wichtig Instagram mittlerweile ist. Die Generation U25 nutzt Instagram mittlerweile so extensiv wie wir früher Facebook genutzt haben. Man kommt also nicht mehr drumherum.

    Da wir einen Blog zum Thema Reisefotografie betreiben, haben wir öfters verständnislose Blicke kassiert, weil wir nicht bei Instagram vertreten waren. Seit zwei, drei Monaten sind wir jetzt auch dabei (http://instagram.com/22places) und die anfängliche Skepsis hat sich gelegt. Wenn man den richtigen Personen folgt, ist die Qualität der Fotos wirklich außerordentlich gut. Wir probieren momentan noch den richtigen Mix zwischen persönlichen Fotos, Handyfotos und richtigen Fotos zu finden. Mittlerweile macht es schon richtig Spaß.

    Ich habe auch von befreundeten Bloggern gehört, dass sie teilweise Instagram-Fotos für ganz ordentliche Summen verkauft haben. Potenziell geht also auch in diese Richtung etwas.

    Viele Grüße
    Sebastian

  5. Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat. Verglichen mit den “richtigen” Kameras aus der Anfangszeit der Fotografie, aber auch mit den Kompakten vor fünf oder mehr Jahren, sind aktuelle Handykameras technisch gleichwertig oder haushoch überlegen. Mit welcher Pfanne mein Steak gebraten wurde, ist mir herzlich egal, wenn mir das Endergebnis schmeckt. An Plattformen wie Instagram und Co. stört mich allerdings die wenig selbstkritische Bilderflut. Ich finde Schärfe in der Fotografie sehr wichtig – vor allem beim Aussortieren der eigenen Lieblinge. ;-)

    • Hallo Juri,
      danke für deine Nachricht, in Bezug auf “nicht zu ernst” war das im Bezug auf andere Fotos gemeint. Deshalb nicht so ernst, und nicht “nicht ernst”, aber ich habe dies wohl nicht ausreichend deutlich gemacht, danke für den Hinweis. Weiterhin gehe ich aber auch nicht davon aus dass Leute meine Fotos “ernst nehmen” und erwarte es auch nicht. Ich mache sie aus Spass und versuche eine gewisse Ästhetik zu erzielen, ob Leute sie mögen, ernst nehmen oder schlecht finden überlasse ich den Betrachtern

  6. Was mich von dieser Plattform abhält ist die automatische Abtretung der Bildrechte an instagram. Ich schieße sicher keine Mega-Fotos, aber alleine der Gedanke, ein Foto von mir könnte irgendwo vermarktet werden und ich habe nichts davon, ärgert mich schon ein wenig.

  7. Schöner Artikel.
    Zum Thema Vorurteile:
    Ich muss sagen, die hatte ich zu Anfangs gar nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich vor dem “hype” schon da war. Klar, wie jeder hat man einfach seinen Alltag “Fremden und Freunden” präsentiert, ob es interessant war, dass konnte jeder Dank des Follow/Like-Buttons entscheiden. Dann angefangen Orte u. Szenerien als Erinnerung für später festzuhalten, um diese mit der DSLR aufzusuchen. Und ab und an kamen Fotos raus, die man selber einfach schön fand, trotz dessen dass diese mit dem iPhone gemacht worden sind. Und Instagram war da die beste Plattform, ob sie es jetzt noch ist, dass lasse ich mal im Raum stehen, weil es jetzt eine Handvoll solcher Plattformen gibt (VSCO Grid, Eyem, etc).
    Es ging jedenfalls immer schnell. App auf, Foto rein und weg. Dafür ist die Plattform hat gemacht.
    Wobei immer mehr User Ihre “DSRL” Fotos auch dort präsentieren, wovon ich selber kein Fan bin ( warum gibt es wohl keine Möglichkeit Fotos vom Rechner auf Instagram zu laden, hm? ) Aber dass überlass ich jeden selbst, welche Fotos er dort hochlädt.

    Jedenfalls nach nun ca. 1100 Fotos (@chrplo) ist bei mir selbst die Luft raus mit Instagram. Vielleicht liegt es einfach auch an den Leuten den ich folge (ich “säubere” oft) oder einfach daran, dass sich vieles wiederholt oder wie du oben selber erwähnt hast, dass User ihre Popularität für Werbezwecke nutzen und einen die Timeline damit zu “spamen”.
    Klar nutze ich es immer noch und verfolge hier und da die “Arbeit” von anderen Leuten, aber nicht mehr so sehr.

    Nun denn, wie gesagt, schöner Artikel u. Fotos.

  8. Sehr schöne Zusammenfassung!
    Ich finde, Instagram ist – wie jede dieser Plattformen – in irgendeiner Weise letztendlich das, was man selber daraus macht. Beiträge/Inhalte der Kategorie “Spiegel-Selfie” etc gibt es ja überall. Aber wenn man sich selber sein eigenes kleines Netzwerk innerhalb des großen Netzwerkes erstellt, kann man ja dennoch sehr gut kontrollieren, was man sieht, und was nicht.

    Mich stören vor allem all diejenigen, die dann solche Netzwerke schlechtreden bzgl. “Selfies/Foodies” oder ähnlichem – aber selber natürlich überhaupt nicht wissen, um was es da geht. Ist ja genau das Selbe mit Youtube, Tumblr, etc… das große Ganze kennen/verstehen halt die wenigsten.

    Ich hab vor einigen Jahren mit der mobile Fotografie begonnen – damals war ich von Microsofts Panorama-App “Photosynth” so begeistert. Dann bin ich kurz darauf auf EyeEm gestoßen, und benutze es seitdem für meine mobile photography. Bei Instagram hat mich immer das Ding mit den Bildrechten und das eingeschränkte Bildformat gestört. Bin aber nun auch bei Instagram, und ich muss auch sagen, solche Einschränkungen wie das quadratische Format bewegen mich des öfteren Dazu, mich noch mehr auf mein Motiv zu konzentrieren und im Nachhinein auch unnötige Bildbereiche wegzulassen.

    Hinzu kommt nun inzwischen auch die Möglichkeit, bei EyeEm seine Handy-Bilder tatsächlich zu verkaufen und damit noch etwas hinzuzuverdienen.

    Ich fotografiere inzwischen sehr sehr viel mit dem Handy, sowohl im Urlaub, als auch zuhause. Wie du bereits geschrieben hast: Das Handy hat man einfach immer dabei, es ist klein, unauffällig, und der Serienbild-Modus am iPhone 6 bietet auch einfach nochmal mehr Möglichkeiten.

    Und ja, die Communities dahinter sind nochmal eine ganz neue Möglichkeit, Fotografie zu erleben und Menschen/Orte kennenzulernen.

    Wer will, darf gerne mal bei mir vorbeischauen:
    https://instagram.com/saglamsinan/
    https://www.eyeem.com/u/sinansaglam

    Und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja auf dem ein oder anderen EyeEm/Insta-Meetup :)

    • Hey Sinan,
      danke dir für die Worte zum Thema und das Feedback. Besonders interessant auch deine Wort zu EyeEm. Ich finde EyeEm auch super, besonders die Ausschreibungen haben es mir dort angetan. Ansonsten kann man einfach nicht bei allen Plattformen aktiv sein sonst macht man ja keine Fotos mehr sondern sitzt nur noch am PC/Handy.
      Vielleicht sieht man sich bei Meet-Ups bis dahin, beste Grüße

  9. Sehr schöner Bericht.

    Über IG hatte überhaupt die ersten Kontakte mit der Photographie – ich werde nie vergessen, wie ich in San Diego am Strand stand und diesen Sonnenuntergang mit dem Handy (damals iPhone 3GS) aufgenommen habe. Mein Profil ist hier einzusehen: http://instagram.com/moelbar

    Instagram ist eine sehr aktive Community, wo auch viele Leute die eigenen Bilder kommentieren/liken, die selber nicht photographieren. Wie Andreas bereits geschrieben hat, stören mich die unsinnige Vergabe von Hashtags. Vielleicht sollte man daran arbeiten, die Hastags nicht mehr nachträglich ändern zu können. Und auch wie bei anderen Communitys wie z.B. 500px kommt bei IG kaum Feedback bzw. Kritik zu den eigenen Bildern, sondern nur Comments wie “great work”, “superb” und Co.

    Für mich macht Instagram weiterhin sehr viel Spaß und es eine tolle Möglichkeit, sich mit Menschen aus der ganzen Welt zu vernetzen und Städte/Länder aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Man kommt sehr schnell in Kontakt mit Gleichgesinnten. Ich hab so viele tolle Locations und Menschen über IG kennengelernt, die ich sonst nie gefunden hätte. Und das sollte das Ziel bei “Social” Media auch sein ;)

    VG Mo
    http://www.moelbar.com

    PS: Nicht vergessen – am kommenden Samstag, dem 22. März findet das jährliche “Worldwide InstaMeet 2015” statt. Eine tolle Gelegenheit bei Photowalks Gleichgesinnte zu treffen und auszutauschen.

  10. Blogartikel dazu: Mein Einstieg: Smartphones, Snapseed, Instagram & ich

  11. Lieber Nathan,

    du sprichst mir aus der Seele.
    Man kann bei Instagram wahre Perlen finden (wie dich zB) und sich sein feed so zusammen basteln, wie es einem gefällt.
    Man folgt halt denen, deren Bilder einem gefallen und nicht ob man Ihnen bereits persönlich begegnet ist und so lernt man neue Menschen kennen und das ist spannend.

    Ganz ehrlich, ich habe Instagram auch erst unterschätzt. Angemeldet habe ich mich im Dezember 2012. Ich habe ein paar Fotos hochgeladen, habe mich nicht vernetzt und schnell den Spaß verloren. Zwei Jahre später hat sich viel verändert. Smartphones und die Smartphone-Fotografie haben sich weiter entwickelt. Viele Apps ermöglichen zudem eine Bearbeitung der Bilder und erhöhen damit die Qualität.
    Der Reiz mit dem Smartphone gute Bilder zu erstellen und zu präsentieren führte mich schließlich zurück zu Instagram.

    Eye.em bin ich auch – aber mir fehlt dort die aktive Community.
    Die Community bei Instagram ist das was am meisten Spaß macht.

    Eine hohe Interaktionsrate und stetig wachsende Nutzerzahlen, sowie die Möglichkeit Werbung zu erzielen – lockt auch immer mehr Firmen und Institutionen zu Instagram.
    Ich hoffe sehr, dass viele Firmen Instagram kreativ angehen und uns nicht mit Stockfotos und gezielter Werbefotografie zumüllen.

    Sehen wir uns bei Instagram?! ;-)
    https://instagram.com/michelelichte/

    Michèle

  12. Blogartikel dazu: Instagram: Warum ich nur schwarz-weiß mache