16. August 2013 Lesezeit: ~3 Minuten

Augenschmaus: Wiener Apfeltorte

Bei Apfelkuchen bin ich ganz gegen meine sonstige Gewohnheit gar nicht experimentierfreudig und backe seit Jahren immer den gleichen „Apfelkuchen sehr fein“ aus dem Backbuch von Dr. Oetker. Aber jetzt hat die Eintönigkeit an der Apfelkuchenfront ein Ende: Mit dieser Wiener Apfeltorte.

Buttriger Mürbeteig. Saftige Äpfelchen in leichter Creme. Gekrönt von knusprigen Mandelblättchen. Mmmmmh. Ein ganz feines Kaffeehaustörtchen für wunderbare Anlässe. Anlässe wie Geburtstage, Taufen, Konfirmationen, Kommunionen, Bar Mitzwas, Kaffeeklatsch, Liebeskummer, Ferienbeginn oder schlicht und einfach Kuchenhunger. Oder für jeden anderen Anlass, der Euch so einfällt.

Erst waren hier alle ein bißchen skeptisch. Ein anderer Apfelkuchen? Warum? Weshalb? Muss das sein? Aber jetzt sind alle ganz verliebt in das köstliche Törtchen. Ein richtiger kleiner Glücklichmacher. Und wisst Ihr, was das Beste am Sonntagskuchen ist? Wenn man ihn am Sonntag gar nicht essen kann (weil man zu spät mit dem Backen angefangen hat) und man ihn dafür die ganze Woche im Büro in der Frühstückspause genießen darf.

© Isabelle, Applewood House© Isabelle, Applewood House

Portionen: 1 Kuchen
Zeit: ca. 2 Stunden, davon aktiv zu tun ca. 30 Minuten

Zutaten

Für den Mürbeteig:

100 g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
125 g Butter
1 Ei
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
200 g Mehl
etwas Mehl zum Ausrollen

Für den Belag:

1 kg Äpfel
250 g Sahne
150 g Butter
125 g Zucker
1 Zitrone (Bio)
1 Ei

100 g Mandelblättchen
1 EL Zucker

 
Zubereitung

Alle Zutaten für den Mürbeteig verkneten. Den glatten Teig zu einer Kugel formen und für eine Stunde kaltstellen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen. Den Teig ausrollen und Boden und Rand der Form damit auskleiden.

Die Zitrone waschen und die Schale fein reiben. Sahne steifschlagen. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und grob würfeln. Auf dem Teigboden verteilen. Zucker und Butter schaumig rühren. Zitronenschale und das Ei hinzufügen, gut verrühren. Die Schlagsahne unterheben und die ganze Masse auf die Äpfel geben.

Die Mandelblättchen und den Esslöffel Zucker mischen und über den Kuchen verteilen.

Bei 160°C (Heißluft) ca. 80 – 90 Minuten backen. Ggf. zwischendurch mit Alufolie abdecken. Anschließend gut auskühlen lassen, die Füllung ist erst nach mehreren Stunden optimal fest.

© Isabelle, Applewood House© Isabelle, Applewood House

Fotorezept:

Mit Wien assoziiere ich gleich ein gewisses Kaffeehausflair, also kam nur der feine geblümte Kuchenteller mit dem Goldrand vom Flohmarkt auf einem weißen Tischchen in Frage. Rechts befand sich ein bodentiefes Nord-Fenster mit feinstem diffusen Tageslicht, links stand ein silberner Reflektor. Fotografiert habe ich mit einer Canon 5D MarkII und einem Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM Objektiv mit ganz offener Blende und einer Verschlusszeit von 1/125 für eine ganz geringe Tiefenschärfe und einen Hauch von Leichtigkeit.


4 Kommentare

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  1. Die lichten Farben drücken wunderbar die Leichtigkeit und Lockerheit aus, die den Kuchen so lecker machen. Im Kontrast stehen die kräftigen Honig- und Brauntöne, die knusprige Süße verheißen.

    Das Konzept der geringen Tiefenschärfe ist bei den Übersichtsaufnahmen voll aufgegangen. Lediglich die Detailaufnahmen, die naturgemäß weniger von Bildaufbau und stimmungsvollen Lichtspielen profitieren können, vertrügen noch ein wenig mehr Detailinformationen.

    Der klare und einfache Aufbau von Bildern, Rezept und Beschreibung machen mir Lust, die Wiener Apfeltorte selbst zu backen und zu genießen.

  2. Der „Apfelkuchen sehr fein“ war bei uns immer wieder an der Reihe und deshalb habe ich dieses mal gerne die Abwechslung probiert. Das Ergebnis war erfolgreich, es ist nur eine kleine Ecke für mich übrig geblieben.

    Aber ich kann das Rezept nicht weiter empfehlen, da durch die Butter/Sahne Auflage viel von der Butter geschmolzen und in der Backröhre gelandet ist. Vielleicht habe ich ja was falsch gemacht, aber ich bleibe dabei und werde beim nächsten Mal lieber noch mal ein neues Rezept ausprobiren.