20. April 2019

Fragil

Die Bildstrecke „fragil“ von Martin Neuhof wirkt auf den ersten Blick vor allem: Schön. Auf sehr minimalistischen Bildern sieht man Frauen in Glaswürfeln. In manchen Aufnahmen sehen sie verträumt aus, in anderen verzweifelt. Gefühlswelten konserviert.

Der Fotograf selbst schreibt dazu:

Kleine Augenblicke sind in unserem Leben oft die entscheidenden Momente. Eine kleine falsche Entscheidung getroffen, kann Dein Leben schnell um 180° drehen. Wir sind zerbrechliche Geschöpfe, die alle eigenständig denken und fühlen. Ich bin der Meinung, dass es etwas gibt, was uns seit der Geburt miteinander verbindet, aber unsere Erziehung und unsere eigenen Erfahrungen sind die Elemente, die uns wieder voneinander trennen.

Am Ende des Tages ist jeder Mensch für sich allein. Wir haben unsere eigene Welt um uns herum gebaut. Wir haben unsere starken aber auch schwachen Momente oft für uns allein. Niemand kann in einen anderen Menschen hineingucken, wir empfinden immer. Aber wie oft zeigen wir diese Empfindung? Wie oft hast Du Deinen Gegenüber gefragt, wie es ihm*ihr geht? Diese Serie soll die Abgeschiedenheit der eigenen Seele zeigen. Abgeschirmt, abgekapselt, nur mit sich und der eigenen Gedankenwelt.

Frau mit Kopf in einer Glasbox und Pflanzen

Frau mit Kopf in einer Glasbox und Folie

Arm in einer Glasbox

Frau mit Kopf in einer Glasbox

Frau mit Kopf in einer Glasbox und Pflanzen

Verzweifelte Frau mit Kopf in einer Glasbox

Frau mit Kopf in einer Glasbox mit Lichterkette

Frau mit Kopf in einer Glasbox

Frau mit Kopf in einer Glasbox malt ein Herz

Die Bildserie ist eine sehr persönliche für den Fotografen, in der er seine eigenen Gefühle offenbart. Martin ist bekannt für seine emotionalen Aufnahmen. Wenn Ihr seine Arbeiten noch nicht kennt, dann schaut unbedingt auf seiner Webseite oder auf seinem Instagram-Account vorbei.

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  1. Blogartikel dazu: Diese Woche: Freizeit-Batman und Glaswürfel-Frauen | Spuelbeck.net