13. April 2018

Purim in Mea Shearim, Jerusalem

Am 2. März feierten jüdische Erwachsene und Kinder auf den Straßen und in den Synagogen Israels das traditionelle Purimfest. Dabei kleideten sie sich in farbenfrohe Kostüme und der Alkohol floss in großen Mengen. Der Feiertag erinnert an die Rettung des jüdischen Volks im alten Persien, nachdem Königin Esther den Plan eines königlichen Beraters vereitelt hatte, alle Jüd*innen des Landes zu vernichten.

Das Purimfest wird traditionell mit Paraden, der Übergabe von Geschenken und gemeinsamem Essen, Trinken, Beten und Feiern zelebriert. Es heißt, man solle an diesem Tag so viel Alkohol trinken, dass man den Unterschied zwischen Gut und Böse oder Mordecai und Haman, zwei Protagonisten der religiösen Erzählung, nicht mehr unterscheiden kann. Ich habe sogar Kinder während des Purimfests mit Alkohol und Zigaretten gesehen. Frauen durften aber nicht zusammen mit den Männern feiern und schauten dem Treiben hinter einer Absperrung zu.

Ein Mann steht auf einem Tisch

Männer in den Straßen

Straßenszene

Junge umarmt eine Mauer

Männer an Tischen

Ein Junge liest ein Buch

Ein Junge raucht in den Straßen

Frauen sehen durch eine Absperrung

Eine Gruppe Männer

Straßenszene

Ein Junge

Straßenszene

Straßenszene

Menschen tanzen auf einem Tisch

Betende Menschen

Straßenszene

Ein rauchender Junge

Ein Junge in Uniform

Während des Purimfests war ich im ultraorthodoxen Viertel Mea Shearim, einem Stadtteil von Jerusalem, unterwegs, um das Treiben in den Straßen und Synagogen zu erleben. Am späten Nachmittag war die Stimmung durch den Alkohol bombastisch. Bei traditioneller Musik wurde ausgelassen auf den Tischen getanzt, rumgeschrien oder auch gebetet.

Ein wirklich außergewöhnliches Spektakel, das mir teilweise eine Gänsehaut gezaubert hat.

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13 Kommentare

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  1. Klasse Fotos!!! Da guckt man wirklich mit Spannung durch. Die Umsetzung in schwarz-weiß empfinde ich oft als Effekthascherei, die Fotos eher etwas nimmt. Hier aber hat man das Gefühl, es könne garnicht anders funktionieren. Super!
    Mich würde aber ebenfalls interessieren, wie der Umgang der Feiernden mit der Kamera war. Oder hat der Alkohol das alles kaschiert? ;-)

    Der geschlechterspezifische Aspekt ist natürlich absolut zu hinterfragen. Schön dass, trotz des reduzierten Textes, der Verweis hierzu kam. Leider ist dies ja, in den Religionen eh, aber auch im allgemein gesellschaftlichen Leben immernoch ein Kernthema…
    Nochmal: eine wirklich gelungene Serie. Ich würde gern mehr sehen…

    • Hey Marcus,
      danke für dein Feedback. Es war in der Tat nicht immer ganz einfach. Den meisten Feiernden waren die Fotografen jedoch ganz egal. Aber hin und wieder hat man schon einen Schubser abbekommen oder es wurden einem laute Worte nachgeschrien. Mehr davon gibt es auf meinem Reiseblog.

      Schöne Grüsse