15. September 2017 Lesezeit: ~ 5 Minuten

Eine Reise durch die Toskana

Wie viele andere sind meine Freundin Nadine Schmidt und ich in diesem Sommer wieder einmal eine kleine Reise angetreten. Dieses Mal ging es für uns nicht wie gewohnt in die Berge, sondern in die Toskana. Wir wollten einfach einmal etwas Neues ausprobieren und neue Orte auf uns wirken lassen. Voller Elan packten wir unsere Sachen zusammen. Dieses Mal mit im Gepäck: unsere Fujifilm-Kameras.

Wir waren auch mit zusätzlichen Objektiven ausgerüstet, um so viele verschiedene Eindrücke und Blickwinkel wie nur möglich einzufangen. Mit dabei war das Fujinon XF 16–55 mm f/2.8 R LM WR , das XF 50–140 mm f/2.8 R LM OIS WR und wie immer unser XF 18 mm f/2.0 R .

Weg in einer Landschaft

Wir hatten uns im Voraus einen groben Plan gemacht, wo es überall hingehen sollte und welche Ecke in der Toskana die meisten Motive bietet. Schnell war uns klar, dass es Val d’Orcia sein muss. Also suchten wir uns eine Unterkunft mitten im Herzen der Landschaft, die zum UNESCO-Welterbe gehört.

Es war ein wirklicher Akt, die Unterkunft überhaupt zu finden, da diese nur durch eine 7 km lange Schotterstraße zu erreichen ist. Wie Ihr Euch denken könnt, war das Navi deshalb nicht zu gebrauchen und wir mussten uns an der eher schwammigen Beschreibung des Unterkunftsinhabers orientieren. Als wir die Schotterstraße dann endlich fanden und entlang fuhren, zweifelten wir hin und wieder, ob dies wirklich der richtige Weg ist, da er mitten ins Nichts führte und ein richtiges Abenteuer war.

Haus auf einem Berg

Endlich angekommen, waren wir begeistert, denn die Unterkunft war einfach ein Traum! Ringsherum nur Felder, Weinberge und in der Ferne war eine Burg zu sehen. Diese Stille war für uns ein wahrer Genuss im Vergleich zur Großstadt. Am Tag unserer Ankunft machten wir es uns erst einmal nur auf unserem Balkon gemütlich und ließen den Abend in Ruhe ausklingen.

Am nächsten Tag brachen wir schon um 5 Uhr im Auto zur ersten Location auf. Unser Ziel war das Landgut Belvedere, eines der bekanntesten und meist fotografierten Motive in der Toskana. Fast nebenan befindet sich auch die schöne Santa Vitaleta, die viele Möglichkeiten und Fotoideen bietet. Auch die vielen Baumalleen und eine Kapelle gaben tolle Motive ab. Die Allee, die Ihr auf unserem Bild sehen könnt, ist eine ganz besondere, denn hier wurde der Film Gladiator gedreht.

AlleeLandschaftsaufnahme

Wir fuhren viel mit dem Auto durch die Landschaften und hielten einfach dort an, wo es uns gerade gefiel. An einem Tag machten wir uns auf den Weg zu den heißen Thermalquellen in Saturnia, die einfach unglaublich sind! Es ist kaum zu fassen, dass die Natur so etwas Surreales geschaffen hat.

Das Wasser ist bis zu 37 °C warm und es werden ihm heilende Kräfte nachgesagt. Zwar ist der Geruch von verfaulten Eiern nicht gerade angenehm, aber der Anblick ist es allemal wert! Jedoch sollte man ziemlich früh vor Ort sein, da sie ein wahrer Touristenmagnet sind und auch viele Einheimische die heißen Quellen besuchen.

Badequelle

FuchsQuelle in der Landschaft

Auf der To-Do-Liste stand natürlich auch das Meer! Es ging also wieder einmal ab ins Auto und wir fuhren in Richtung des Parco Regionale della Maremma. Dort gelegen ist ein wunderschöner Strandabschnitt inmitten eines Pinienwaldes. Viele Füchse fühlen sich hier zu Hause und wir hatten das Glück, einen vor die Kamera zu bekommen. Die Füchse sind sehr zutraulich und kommen einem sehr nah. Auch das war für uns ein besonderes Erlebnis. Man sieht immer so viele tolle Tierbilder und nun konnten auch wir endlich eines aufnehmen.

Ein kleines Manko gab es jedoch: Der Nationalpark war von Tourist*innen überlaufen und nicht so unberührt wie auf vielen Plattformen beschrieben. Erst am Abend lichtete sich der Strand und wir konnten einen schönen Sonnenuntergang am Meer einfangen.

Stadt an der Küste

Am letzten Tag unserer Reise nach Italien entschieden wir uns dafür, einmal ein Stück raus aus der Toskana zu fahren und die Stadt Manarola mitzunehmen, da wir schon einige Bilder von dort gesehen hatten. Diese bunte Stadt auf Klippen ist einfach faszinierend und unsere Erwartungen wurden absolut erfüllt.

Die kleine Stadt am Meer hat eine so wundervolle Atmosphäre und einen ganz besonderen Charme. Kleine Gassen, bunte Häuser, kleine Restaurants an jeder Ecke. Romantik vorprogrammiert! Dieser Stopp war das absolute Highlight unserer Reise und ein perfekter Abschluss für uns.

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7 Kommentare

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  1. Ich denke an ein Museum und das dortige Verbot, mit Blitz zu photographieren; die Bilder würden schließlich ausbleichen.
    Die Bilder dieser Toskana sind bereits ausgeblichen. Zu viele Augenlichter, die sich ähneln; zu viele spektakuläre Aufnahmen von dort bereits gesehen. Die Augen sind ausgereizt.
    Der Fuchs ist putzig.
    Die Zahlen, der ›behauptende‹, rationale Duktus (“To-do-Liste”, “Romantik vorprogrammiert”), seine Superlativen entzaubern die Atmosphäre dieser Toskana.
    Die Bilder auf der Webseite des Photographen sind überzeugender.

  2. “… wobei er versucht, Mensch und Natur auf seinen Bildern zusammen gut in Szene zu setzen. Dazu versucht er, so viel wie möglich rauszukommen, um neue Orte zu entdecken …”

    Das klingt gut!!

    “Schnell war uns klar, dass es Val d’Orcia sein muss.”

    Das ist leider das Gegenteil davon. Google ich “val d’orcia”, bekomme ich 2.770.770 Webseiten mit Bildern angezeigt, die irgendwie alle gleich aussehen. Und Menschen sehe ich auch leider keine. Obwohl man ja munkelt, dass man dort prima sitzen und Wein trinken kann, und flirten, leben und lachen.

    Trotz des Tadels: die Fotos sind nicht schlecht. Nur eben auch nicht wirklich sehr gut, vor allem nicht sehr originell. Mein Tipp: mehr Mut!!

  3. Letztes Jahr war ich auch in der Toskana, jedoch sollte man vielleicht (außer man hat die Zeit im Juni / Oktober dort zu sein) die Orte und Städtchen suchen welche nicht bekannt sind. Manarola (Cinque Terre) bspw. ist ein mega Touriort und hat meiner Meinung nach nichts mit romantisch zu tun. Schöner ist es sich in einem der zahllosen, wunderschönen und kleinen Toskana-Städtchen zu verlieren. Bedenken sollte man außerdem dass die hier gezeigten Bilder nur zwiscchen 5-7 frühs oder spät Abends entstehen können. Den restlichen Tag wimmelt es von Touristen und abzockenden Italienern.

    Trotz allem schöne Bilder!