30. Januar 2015

Symbiosen

Der italienische Fotograf Luca Galavotti beschäftigt sich in seiner Fotografie hauptsächlich mit Landschaften sowie von Mensch erschaffenen Orten und deren Wechselwirkung.

Sein Interesse für Architektur verfestigte er in einem Architekturstudium. Später wechselte er jedoch zum Fach Kommunikationsdesign, da ihn seine Leidenschaft, die Fotografie, nicht losließ. Er ist jedoch davon überzeugt, dass es keiner Schule bedarf, um fotografieren zu lernen. Kein Kurs kann Dir Sensibilität und Neugier beibringen und für die praktischen Fertigkeiten bedarf es Zeit, so Galavotti.

Heute lebt und arbeitet er als freiberuflicher Fotograf in Emilia, Italien und reist gern und viel. Während dieser Reisen entstehen viele seiner hier zu sehenden Fotografien. Hauptsächlich arbeitet er mit analogen Kameras und präferiert für Landschaften Farb- und für Portraitaufnahmen Schwarzweißfilme. Zu seinen Architektur- und Landschaftsaufnahmen sagt er:

Ich mag die Idee, Plätze, die ständig im Wandel sind, in einen Augenblick einzufrieren. Einen Fotowiderspruch zu erzeugen. Insbesondere die Nicht-Orte habe meine Aufmerksamkeit, Räume geschaffen durch Menschen, für Menschen, aber ohne Identität. Sie sind Ausdruck einer Form der absoluten Unsicherheit im Übergang. Jeder geht durch diese Orte, aber keiner lebt dort. Meine Fotografien wollen ihnen gewissermaßen eine Seele geben, den Moment des „Übergangs“ stoppen sowie die ständige und unaufhörliche Ungewissheit, die jetzt typisch ist für unsere Zeit.

Und dann habe ich Landschaftsaufnahmen: Ich sehe sie wie riesige Behälter, wie Schachteln, wie wechselnde Hintergründe, auf denen man sich bewegt und seine Spuren hinterlässt. Ich mag es, die Landschaft und ihren Einfluss auf die Menschen, die dort leben, zu studieren. Und umgekehrt, den Einfluss der Menschen auf die Landschaft, die sie umgibt. Wie diese beiden Faktoren manchmal so weit entfernt und manchmal doch so nah sein können und eine Symbiose ergeben.

Betonboden mit Meer.

Fotokabine vor großer Wand.

Wellenbrecher im Meer mit Möwen.

Blick auf eine große Wohnsiedlung zwischen Bäumen.

Haus mit der Aufschrift SOGNI

Weg, der in den Nebel führt.

Eine kleine Mauer am Strand.

Ein Jesushäuschen am Feldweg.

Ein schneebedecktes Feld mit kahlen Bäumen.

Absperrungen an einem Parkplatz.

Blick aus einem großen Fenster ins Meer.

Wer nun neugierig geworden ist, schaut am besten auf seiner Webseite, Flickr oder Facebook vorbei. Dort finden sich neben diesen Aufnahmen auch die anfangs kurz erwähnten Portraitaufnahmen, für die er sich ebenfalls viel Zeit nimmt, um das wahre Wesen einer Person zu erfassen.

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