08. August 2015

Ein eigentümliches Gefühl von Dringlichkeit

Hannah Cooper McCauley wurde 1989 in Tupelo, Mississippi geboren und ist eine Meisterin emotionaler Bilder, die kleine Geschichten erzählen. In ihrer Fotoserie „A Singular Sense of Urgency“ verarbeitet sie ihre Kindheit, die durch unzählige Umzüge von Einsamkeit geprägt war.

Mein Leben hat sich oft angefühlt wie eine lange Reihe von Zwischenstopps. Da mein Vater ein Baptistenpastor ist, zog ich von meiner Geburt bis ich ins College ging mit meiner ganzen Familie quer durch die Schwester-Staaten Mississippi und Alabama. Dadurch entwickelte ich eine verwirrende Mischung aus Einsamkeit und Fantasie. Ich wuchs auf in dem Glauben an das Fantastische und die Wahrscheinlichkeit von Wundern. Ich habe in einem frühen Alter gelernt, die Dinge um mich herum, die ich nicht verstehen konnte, zu akzeptieren und ich glaube, dies hat lange die Entstehung meiner Bilder beeinflusst.

Da der Übergangszustand mein Leben von Kindheit an regelmäßig gelenkt hat, bin ich fasziniert von den mannigfaltigen Formen, die es selbst jetzt noch annimmt, während ich meine neue Identität als Liebhaberin, Frau und möglicherweise Mutter untersuche.

Diese offene Serie erkundet die Verbindung, die ich mit dem Vorübergehenden habe. Ich fühle oft eine Kombination aus Frustration und Verwandtschaft mit dieser Facette meines Lebens und sie hat mir oft das unstillbare Bedürfnis eingeflößt, es rückwirkend noch einmal zu erleben und neue Erfahrungen zu machen. Ich mache Fotos als eine Möglichkeit, diesen Wunsch zu interpretieren und meine Beziehung zum Flüchtigen zu untersuchen.

Durch das Untersuchen meiner Familiengeschichte, der Mythologie und der Idee von Erinnerung als lediglich eine Form der Interpretation, bin ich dazu übergegangen, meine Vergangenheit zu entmystifizieren und die Leere mit nie gemachten, spezifischen Erinnerungen aufzufüllen, diese Neugier mit der Deckkraft eines Fotos zu befriedigen.

Ein weiblicher Bauch, die Brust ist von einem Tütü bedeckt.

Eine Serviette mit roten Flecken und Kirschstielen.

Eine Frau mit nassen Haaren und T-Shirt in der Badewanne.

Ein Nachtisch mit einem Glas Wasser, einem Buch und einem Taschentuch mit roten Flecken.

Ein Modellschiff liegt im Lichtschein auf einem roten Teppich.

Ein rosaner Cremekuchen.

Eine Frau von hinten im Fenster einer Tür.

Ein Fuchspelz mit roten Beeren.

Eine Badewanne voller toter Schmetterlinge.

Ein angeschnittener Kuchen.

Eine Frau spiegelt sich in den Bilderrahmen im dunklen Flur.

Auf einem Bett steht eine Schale mit Kirschen.

Zwei Spielzeugsoldaten auf einem geblümten Stoff.

Eine Frau öffnet eine Schatulle

Ein Zimmer mit Bett und Lichtreflexen an der Wand.

Eine Frau mit Insektenflügeln auf dem Rücken.

Eine Frau an einem Tisch mit einem Apfel, einem Messer und vielen Zähnen.

Eine Frau liegt auf einem Bett.

Mehr von Hannah könnt Ihr auf ihrer Webseite finden. Folgen könnt Ihr ihr auch auf Facebook und Instagram.

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