19. Juni 2015

Eisformationen

Die Fotoserie „Ice formations“ von Ryota „Kaji“ Kajita zeigt natürliche Eisformationen in Teichen, Seen und Flüssen in der Heimat des Fotografen: Fairbanks, Alaska. Viele dieser gefrorenen Blasen sind aus Gasen wie Methan oder Kohlendioxid entstanden. Wenn das Wasser der Seen und Flüsse langsam gefriert, umschließt es die Gase. Die Blasen schaffen dann einzigartige geometrische Muster auf der Oberfläche.

Der Durchmesser der Eisformationen auf den Fotos liegt zwischen 25 und 75 cm. Da Methangas als eine der grundlegenden Ursachen des Treibhauseffekts betrachtet wird, erforschen die Wissenschaftler in Alaska diese gefrorenen Blasen im Bezug auf den globalen Klimawandel. Im Herbst zeigen die Blasen andere Muster als im Winter. Schnee fällt auf die Seen und Flüsse, gefriert, schmilzt und gefriert wieder und schafft so einzigartige organische Muster auf dem Eis, berichtet Kaji. Der Dampf in der Luft gefriert wie Frost und wächst zu komplizierten Eiskristallen.

Wenn der Herbst geht und der Winter nach Fairbanks kommt, sind die Gewässer wie Magnete für mich. Wenn der Winter hereinbricht, ist das Zeitfenster, die Strukturen zu finden kurz, denn sobald der erste große Schnee fällt, sind und bleiben die Oberflächen bedeckt.

Umherlaufen auf der Suche nach Eis erinnert mich an die Schatzsuchen in meiner Kindheit. Ich rannte nach der Schule stundenlang durch den Wald. Die Orte in der Nachbarschaft zu erkunden war ein Abenteuer und ich liebte es, Fußspuren in bisher unbekannten Gebieten zu hinterlassen.

Es hat Spaß gemacht und meine junge, unschuldige Neugier befriedigt. Jetzt als Erwachsener das Eis zu fotografieren, hat seine Wurzeln in diesen Kindheitsabenteuern. Es folgt dieser Stimmung, dass ich danach strebe, die Umwelt besser kennenzulernen und aufrichtige Neugier treibt mich dazu an, mich aktiver an dem Ort zu beteiligen, an dem ich lebe.

Abstrakte Formen im Eis

© Ryota Kaji Kajita

© Ryota Kaji Kajita

© Ryota Kaji Kajita

© Ryota Kaji Kajita

© Ryota Kaji Kajita

© Ryota Kaji Kajita

© Ryota Kaji Kajita

© Ryota Kaji Kajita

© Ryota Kaji Kajita

© Ryota Kaji Kajita

© Ryota Kaji Kajita

Wir hoffen, die Bilder sind eine kleine Abkühlung für die warmen Sommertage. Wenn Ihr noch mehr Eisfotos sehen wollt, schaut auf die Seite von Kaji. Hier zeigt er alle seine bisher gesammelten 40 Eismuster.

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13 Kommentare

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  1. Diese Bilder sind grossartig. Ich könnte jedes einzelne ewig betrachten. Die Strukturen sind so fein und unterschiedlich, dass die Serie unglaublich interessant ist, auch wenn sie immer dasselbe zeigt. Vielen Dank fürs Zeigen dieser spannenden Aufnahmen.

  2. Saustarke Fotos! Und für mich der beste Beweis, dass die Natur der talentierteste Künstler ist.

    Ich sehe (die hierzulande nicht ganz so ausgefallenen) Eisformationen in real auch oft mit Neugier und Bewunderung, bin von eigenen Fotos dann aber immer enttäuscht. Hier ist das alles großartig in Szene gesetzt!

      • Richtig. Durfte ich damals aber so nicht kommentieren. Der Kommentar wurde gelöscht. Ich denke, die gezeigten Bilder machen das deutlich.

      • Mathias, Du sagst es: Das durfest Du so nicht kommentieren, wahrscheinlich war also einfach Deine Wortwahl (und nicht Deine inhaltliche Kritik) ausschlaggebend für eine Löschung.

    • Du musst nur bis Punkt 14 weiterlesen…

      Das mit der mittigen Komposition verstehe ich so, dass ein Punkt in der Mitte des Bilds von allen möglichen Positionen innerhalb des Bilds am wenigsten Spannung aufbaut.
      Das ist gut, wenn ein langweiliges Bild beabsichtigt ist, oder das Bild seine Spannung durch etwas anderes als die Lage des Motivs im Bild erhält.

      Wie im Artikel oben zu sehen ist, funktioniert eine mittige Komposition durchaus. Es gibt auch genügend Gegenbeispiele.

    • Da fällt mir nur ein Zitat von Freeman Patterson ein, welches auch auf Eurer Zitatenseite zu lesen ist: “Es gibt nur eine Regel in der Fotografie : Entwickle niemals einen Film in Hühnchensuppe. ” – wird sicher auch im digitalen Zeitalter verstanden.