05. März 2015 Lesezeit: ~2 Minuten

Café-Gründer im Portrait

Habt Ihr Euch auch schon einmal gefragt, wenn Ihr bei einer heißen Tasse Kaffee in einem gemütlichen Café sitzt, wer eigentlich die Person hinter dem Café ist?

Mir kam dieser Gedanke oft und damit begann vor knapp einem Jahr meine Portrait-Serie über Café-Gründer. Ich wollte mehr erfahren über die Menschen hinter den Cafés mit ihrer einzigartigen Atmosphäre voller Kaffeeduft und Geborgenheit. Wie fing alles an? Wie fühlt es sich an, Café-Besitzer zu sein?

Eine Frau in Schürze steht in einem Cafe

Eine Frau sitzt auf einem Stuhl und lacht in die Kamera.

Inzwischen habe ich neun Café-Besitzer in Bonn, Köln und Berlin portraitiert – darunter Kaffeeröstereien, Espresso-Bars, vegane Cafés und Kindercafés. Mir geht es darum, die mutigen Persönlichkeiten hinter den Cafés zu zeigen und ihr ganz eigenes, individuelles Konzept und die Atmosphäre in ihrem Café in Bildern festzuhalten.

Denn um ein Café zu gründen – und viel wichtiger noch – halten zu können, bedarf es für die Selbstständigen einer Menge Ausdauer und Durchhaltevermögen. Bürokratische Verwaltungsvorschriften, sehr lange Arbeitstage und die hohe Verantwortung können einen viel Kraft kosten.

Eine Frau mit Hund auf dem Arm

Eine Frau hinter der Theke.

Seinen eigenen kleinen Laden zu eröffnen, ist mit vielen Hindernissen, Sorgen und Risiken verbunden. Dieses Unterfangen ist viel komplexer und schwieriger als viele ahnen, inklusive der angehenden Gründer. Mit meinen Portraits möchte ich ihnen ein kleines Denkmal setzen, eine Ode an ihre Kreativität, entgegen aller Widrigkeiten.

Ihr Café Ausdruck ihrer individuellen Persönlichkeit, Produkt schlafloser Nächte und Beweis einer tiefen Überzeugung. Ich habe sehr viel Respekt vor ihnen, die sie all ihren Mut zusammengenommen haben, um sich ihren Traum zu erfüllen.

Ein Mann trinkt aus einer Tasse.

Eine Frau sitzt auf einem Stuhl und sieht aus dem Fenster.

Die Gespräche mit den Gründern sind inspirierend und abwechslungsreich. Keine Geschichte gleicht der anderen. Viele sind Quereinsteiger – ehemalige Literaturstudenten, TV-Produzenten oder Innenarchitekten – andere leidenschaftliche Kaffee-Enthusiasten der ersten Stunde.

Sie alle vereint, dass sie einen Ort schaffen wollen, der andere Menschen genau so glücklich macht wie sie selbst. Zu sehen, wie man etwas Eigenes mit viel Liebe aufbaut und doppelt so viel zurückbekommt. Wie man Teil einer bunten, lebendigen Nachbarschaft wird. Und nicht zuletzt die Gespräche und der Austausch mit den Gästen, die oft zu Freunden werden.

Und wie fühlt es sich nun an, Café-Besitzer zu sein? Hier zitiere ich am besten einen der Gründer, der es sehr treffend so formulierte: „Müde, aber überglücklich.“

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22 Kommentare

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  1. Absolut enttäuschend, kein Foto mit ordentlichem Blickkontakt und das bei einer Portraitserie! Bildaufbau und Inhalt ebenfalls Prädikat mangelhaft.
    Gute Idee, ganz schwache Ausführung.

    • Lieber Lars – es heißt ja auch „IM Portrait“. Ein Portrait stellt nicht immer eine Person dar, die mit starr blickenden Augen die Kamera in beschlag nimmt; sondern es kann auch eine Biografie sein. Wie bei Leni’s wunderbaren Fotografien.
      Und deine destruktive Kritik hat meiner Meinung nach auch nichts auf einer Plattform wie kwerfeldein zu suchen.

      Beste Grüße!

  2. Hmm… jetzt habe ich mich gefreut, tolle Bilder zu sehen, über die Leidenschaft für das Kaffeehaus, die Motivation der Betreiber, die bekannten und fremden Besucher, die Gespräche, das Zusammenkommen, das Beobachten und ich dachte, ich kann dann die gerösteten Bohnen fast riechen und dann… selten sowas Nichtssagendes gelesen. Text ist wirklich ganz fade. Ersetze Kaffeehaus durch Frseursalon und das passt auch.
    Und die Bilder naja…könnten bis auf die Tattoos auch aus ner Werbung für Tütensuppen kommen.

  3. Eine richtig tolle Idee mit dem einen oder anderen interessanten Bild. Doch es fehlen mE die Geschichten dazu. Als Leser würde ich schon gerne erfahren, wer wo dahinter steckt oder wenigstens (wie in einem Zitat angedeutet) die Philo der jeweiligen Café-Inhaber.

    Auf jeden Fall inspiriert das Projekt, auch mal selber einen Personenkreis zu dokumentieren.

  4. Liebe kwerfeldein-Leser, die ganz individuellen Geschichten und Philisopie der einzelnen Café-Besitzer findet Ihr auf meinem Blog, wo ich jeden mit einer Fotoserie und einem Interview porträtiert habe. Dort kann man auch die gerösteten Bohnen riechen. ;) Auf die einzelnen Gründer hier einzugehen hätte den Rahmen des Artikels gesprengt. Danke für Euer Verständnis!

  5. Ich finde den Artikel im Umfang stimmig. Die Fotos gefallen mir auch und ich finde sie passen zum Thema. Wenn ich mehr wissen möchte, sehe ich mir, falls vorhanden, den Blog des Fotografen an.

    In erster Linie sollten die Fotos sprechen und von einigen erklärenden Worten eingerahmt werden. Ich mag keine Artikel, wo ich hier hinter den Fotos eine ausführliche „Message“ des Fotografen lesen muss und sich das ganze ins Gegenteil verkehrt, also Fotos als Hilfsmittel zur Message.

  6. Heyho,

    vielleicht ist die Auswahl der Bilder zusammen mit dem Text in dem Artikel einfach etwas wenig für den geneigten und geübten kwerfeldein-Leser, der gerne möglichst umfassend alles auf einen Schlag sehen möchte.
    Ein Blick in Deinen Blog hat mir gereicht um (für mich persönlich) zu sehen:
    Richtig schönes Projekt und tolle Fotos, Idee und Umsetzung gefallen mir sehr!! Tolle Arbeit!! :)

    Greets, der Udo

  7. Ich stimme (den meisten) hier zu: die Bilder sind ganz nett, der Text… weia!
    ABER: das gilt nur für den Artikel hier!
    Im Blog sieht das Ganze schon sehr viel besser aus.
    Klar ist es nicht möglich, hier die gesamte Serie einzustellen; es wäre jedoch sehr hilfreich gewesen (auch für die viel gescholtene Fotografin) direkt auf die Notwendigkeit hinzuweisen, dass der Blog gelesen werden soll/muss, um einen stimmigen Artikel und die dazu passenden Bilder zu sehen.
    Auf nach Berlin zum Kaffeetrinken! ;-)

  8. Die Bildserie finde ich eine nette Idee.

    Spannender würde ich das Projekt finden,
    wenn bei den Bildern noch Informationen zu dem
    Café und dem Besitzer stehen würden.
    Da würden sich sicherlich auch die Cafegründer freuen,
    wenn sie etwas Werbung erhalten würden.

    • Mehr zu den jeweiligen Cafés findest du auf Lenis Blog. Es lohnt sich immer auch die hier verlinkten Seiten anzusehen, wenn man neugierig geworden ist. Es ist einfach nicht möglich jede Serie hier gänzlich vorzustellen. Zudem würden sich die Fotografen sicherlich auch über einen Klick freuen. ;)

  9. Ich betrachte den Post als Teaser zum Blog. Er teasert die Idee und ein paar Bilder. Ich mag den Teaser, der mich in den Blog gelockt hat. Und die Blog-Posts sind ganz famos – schöne Idee und ebenso schön umgesetzt.

    Hat Spaß und Appetit gemacht :))

    • Bin anderer Meinung. Als Teaser ist das hier gezeigte nicht besonders motivierend, sich den Blog anzuschauen, muss mich da den bisherigen Kritiken anschließen.