© S. N. Carter
21. November 2014 Lesezeit: ~ 2 Minuten

Lost Places: Flugzeugwrack in Island

Am 21. November 1973 verunglückte eine Douglas Super DC-3 der US Navy an der isländischen Küste. Das Flugzeugwrack liegt seitdem an derselben Stelle am Strand und zieht Touristen und Abenteuerlustige an. Und natürlich dient es vielen Fotografen als willkommenes Motiv.

Dass daran nichts moralisch Verwerfliches zu finden ist, liegt daran, dass damals bei der Notlandung niemand verletzt wurde. Alle Insassen überlebten, auch wenn man sich dies beim Anblick des alten Flugzeuges kaum vorstellen kann. Doch sein heutiger Zustand rührt wohl eher her von der langen Zeit von über 40 Jahren, in der es dem Wetter direkt am Meer ausgesetzt war.

Flugzeugwrack bei Nacht. Polarlichter im Hintergrund.

Foto: Nonac_eos

Die Tragflächen und der hintere Teil fehlen, die Fenster sind eingeschlagen und nur der Rumpf liegt noch im schwarzen Sand. Dieser dunkle, flache Untergrund wirkt zusammen mit dem Wrack so surreal, als wäre alles nur als Kulisse für einen Film aufgebaut. Perfekt melancholisch und tragisch.

Allein ist man mit dem Flugzeug jedoch selten, denn der Ort ist gut besucht. Er liegt im Süden von Island in der Sólheimasandur. Die genauen Koordinaten findet man sehr schnell im Internet. Besitzt man ein Auto mit Allradantrieb, kann man direkt bis zum Wrack fahren. In unmittelbarer Nähe gibt es jedoch keine Straße, weshalb von einem Besuch im Winter eher abzuraten ist.

Flügelrest und Rumpf des Flugzeugwracks.

Foto: Nonac_eos

Das isländische Wetter macht das Fotografieren aber auch im Sommer nicht einfach. Windig ist es wegen des nahegelegenen Meeres immer, und meist auch regnerisch.

Die Ursachen für die Notlandung sind widersprüchlich. Oft liest man von Treibstoffproblemen, aber hier und da auch von Vereisungen im Getriebe der Propeller. Auch die Frage, warum es nie vollständig geborgen wurde, bleibt offen.

Flugzeugwrack in der Sonne

Inneres des Wracks. Licht scheint durch die kaputten Fenster.

Flugzeugrumpf im Gegenlicht.

Titelbild und Fotos: S. N. Carter

Das Wrack weist sehr viele Löcher auf. Woher sie trotz des eigentlich sehr widerstandsfähigen Außenmaterials des Flugzeuges kommen, konnte ich nicht herausfinden. Leider kratzen und malen einige Besucher auch hin und wieder auf das Blech, um sich zu verewigen, oder steigen auf die Flügelreste. Und das ist nicht ungefährlich, denn die Kanten sind rasiermesserscharf.

Wir hoffen, das Flugzeug bleibt noch lange Zeit erhalten und kann als Inspiration für viele weitere Künstler dienen.

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