08. Mai 2014

Maidan

Im Jahr 2008 trafen sich Vertreter der Ukraine und der EU, um eine Vereinbarung über ein gemeinsames Assoziierungsabkommen zu treffen. Im vergangenen Jahr machte der damalige ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch dann unvermittelt einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung. Er setzte das Assoziierungsabkommen aus und unterzeichnete Verträge, die die Ukraine näher an Russland anknüpfen sollten.

Dagegen formierte sich im November 2013 massiver Widerstand. Nachdem am 30. November 2013 eine friedliche Demonstration von einer Spezialeinheit der Polizei mit teilweise extremer Gewalt auseinandergetrieben wurde, versammelten sich hunderttausende Menschen, um auf dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu protestieren.

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Um die regierungskritischen Proteste schnell zu beenden, begann die Regierung, mit Einschränkung der Versammlungs- und Meinungsfreiheit, Einschüchterung und gewaltsamen Übergriffen auf Demonstranten und das Protestcamp zu reagieren.

Als dann im Dezember Demonstranten und Ordnungskräfte gewaltsam aufeinandertrafen, entschied sich Markus Heine, zusammen mit zwei Fotografenkollegen nach Kiew zu fahren und sich ein eigenes Bild von der Lage, den Menschen und der Situation dort zu machen.

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Maidan © Markus Heine

Wichtig bei dieser Arbeit war mir, mit meinen Bildern die Distanz zwischen mir, dem Fotografen, und den portraitierten Personen zu überbrücken und ein möglichst unverfälschtes Bild der Lage, der Gefühle und der Stimmung dem Betrachter zu übermitteln.

Markus Heine fotografiert mit Wissbegier und Ehrgeiz die zwischenmenschlichen und politischen Beziehungen unserer Zeit. Seine Arbeiten präsentiert er sowohl in Ausstellungen als auch in Zeitungen, Magazinen und Online-Magazinen. Er lebt und arbeitet als freier Fotojournalist in Berlin.

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2 Kommentare

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  1. Dank für die sehr schöne Fotodokumentation. Ich selber war 2012 noch in Kiev wo alle noch besten Mutes und sehr optimistisch waren. Mich beeindrucken auch immer wieder die Fotografen und Reporter die so einiges auf sich nehmen, alles liegen und stehen lassen um nur für uns vor Ort zu berichten und dokumentieren. Beeindruckende Bilder!