02. Mai 2014

Naturportale von Matt Walford

Matt Walford ist Werbe- und Redaktions-Fotograf aus Großbritannien. Seine wesentlichen Einflüsse sind klar der Surrealismus und Konzeptualismus. Sein Werk wird vorangetrieben durch das ständige Ausloten der Möglichkeiten von Ideen, verwandelt in verspielte Bilder.

Sein Hauptwerkzeug ist dabei oft die Dekonstruktion und anschließende Re-Konstruktion der Natur. Alle seine Arbeiten sind ausgesprochen fantasievoll und leben vom Einsatz von Bildbearbeitungssoftware, mit der der Brite aus ganz unterschiedlichen Versatzstücken vollkommen neue Welten und Bilder mit doppeltem Boden erschafft.

Der Eingang zu dieser außergewöhnlichen Welt könnte aussehen wie eines der Portale aus seiner gleichnamigen Serie. Diese hat mich von all seinen Arbeiten mit Abstand am meisten beeindruckt. Nicht, weil die anderen Serien nicht großartig wären – aber so etwas hatte ich einfach noch nicht gesehen.

Durch Spiegelungen an verschiedenen Symmetrieachsen rund um den Mittelpunkt des Bildes hat Matt aus recht einfachen Naturaufnahmen Gebilde erschaffen, die aussehen wie Eingänge zu etwas. Man sieht nicht, was dahinter liegt, aber die Verlockung ist groß, es auf eigene Faust herauszufinden, einfach einzutreten.

© Matt Walford

© Matt Walford

© Matt Walford

© Matt Walford

© Matt Walford

© Matt Walford

© Matt Walford

© Matt Walford

© Matt Walford

© Matt Walford

© Matt Walford

© Matt Walford

Wie genau er vorgegangen ist, um zu diesen Ergebnissen zu kommen, möchte er auf Nachfrage lieber nicht verraten, sondern das kleine Geheimnis für sich behalten. Kann ich verstehen, neugierig war ich aber schon, obwohl man durch eigene Experimente das Ergebnis sicherlich nachvollziehen könnte.

Viel wichtiger ist Matt die Botschaft der Serie: Die Schönheit und Komplexität der Natur zu betonen. Dabei stellt der sich auf einen pantheistischen Standpunkt, den man deutlich sieht. Eine tiefe Verbeugung vor dem unfassbaren Werk von Zufall, Gott oder sonstwem, das sich alltäglich um uns herum entfaltet und nur selten von uns gewürdigt wird.

Matts Arbeiten findet Ihr auf seiner Webseite sowie Behance und wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr ihm auch auf Twitter folgen.

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