12. November 2013 Lesezeit: ~3 Minuten

Fotogenes Deutschland – Hiddensee

Heute stelle ich Euch in der Fortführung der Artikelserie „Fotogenes Deutschland“ die Insel Hiddensee vor. Sie liegt westlich von Rügen in der Ostsee und ist nur mit einer Fähre zu erreichen.

Der Autoverkehr ist bis auf wenige Ausnahmen unterbunden, sodass man die Insel ausschließlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem Inselbus erkunden kann. Dies ist problemlos möglich, da Hiddensee gerade einmal 17 Kilometer lang und zwischen einem Viertel und knapp vier Kilometern breit ist.

Durch schnell wechselnde Wetter- und Wolkenbedingungen eignet sich die Insel ideal zum Fotografieren. 2008 war sie sogar der sonnenreichste Ort Deutschlands. Außerdem ist die Insel sehr naturbelassen; auf die relativ geringe Fläche verteilt sich ein großes Spektrum an Landschaftsformen.

So gibt es im flachen Süden der Insel, dem Gellen, und an der Ostseeküste im Westen Sandstrand und im Norden, dem Dornbusch, überwiegend Steilküste. Der Süden der Insel ist als Vogelschutzgebiet für Menschen gesperrt. Neben Brutflächen dient der Gellen unter anderem als Zugrastplatz für Kraniche.

Die Natur verändert sich ständig: Im Norden wird durch das Meer nach und nach Land abgetragen, im Süden und an der Boddenseite, dem Bessin, lagern sich Sandbänke an. Im Inselinneren befindet sich die Dünenheide.

Neben der Natur gibt es noch die vier kleinen Hauptorte mit insgesamt etwa 1.300 Einwohnern zu erkunden. Alle haben ihren eigenen Charakter. Typisch für Hiddensee ist auch der Sanddorn. So gibt es viele Produkte, die aus dieser aus China stammenden Pflanze hergestellt werden und man kann sie sogar selbst „melken“ und so den Saft ernten.

Meine Lieblingsmotive auf Hiddensee sind zum einen der nördliche und der südliche Leuchtturm sowie auch der kleine Wald auf der Düne um den südlichen Leuchtturm. Außerdem lässt es sich gut zwischen Vitte und Kloster fotografieren. Dort liegen die Steine des darauffolgenden Steinwalls in Richtung Kloster verteilt und niedrig im Wasser. Zudem ist dieser Ort sehr einfach erreichbar.

An der Steilküste hinter Kloster gibt es ebenfalls lohnende Motive. Jedoch ist der nördlichere Teil der Steilküste wegen Abbruchgefahr gesperrt. Bei nebliger Witterung bietet sich die Heide südlich von Vitte als Ausflugsziel an.

Als Jahreszeit gefällt mir zum Fotografieren auf Hiddensee der Herbst am besten. Dann enstehen schöne Laubfärbungen und das schnell wechselnde Wetter zaubert wundervolle Lichtspiele.

01 © Justus Steinfeldt

02 © Justus Steinfeldt

03 © Justus Steinfeldt

04 © Justus Steinfeldt

05 © Justus Steinfeldt

06 © Justus Steinfeldt

07 © Justus Steinfeldt

Ich habe für das Jahr 2014 einen Hiddensee-Kalender erstellt, in dem Ihr noch ein paar mehr Bilder sehen könnt.

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40 Kommentare

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    • Ein einsames „Kitsch“ halte ich nicht für besonders sachliche Kritik. Zumal du hier auch nicht darauf eingehst, wie man es aus deiner Sicht besser machen könnte oder wie du es besser finden würdest. Dazu der Nebensatz, dass man hier keine Kritik äußern darf. Das finde ich schon ein bißchen überheblich. Das ist Verunsachlichung pur.

      Ich denke, Kritik ist immer gerne gesehen. Aber nicht in der Art und Weise. Zudem schreibst du hier sehr anonym. Angst, dass deine eigenen Bilder kritisiert werden?

      Wenn du bedenkst, dass Justus gerade mal 16 ist, sind die Bilder sehr gut. Über Farben, Motivwahl, etc. kann man sich immer streiten. Ist nunmal Geschmackssache. Und jeder macht seine Erfahrungen und Phasen selbst. Heute gefällt einem dieses, morgen jenes. Ich denke, der Junge hat definitiv Potential.

      Dass Motive mittlerweile austauschbar geworden sind, mag sein. Es ist aber so, weil sich viele Leute mit immer wiederkehrenden Motiven beschäftigen, weil es IHNEN gefällt. Und mal ehrlich? Trotz „fehlernder Faszination“: Kann es jeder? Nein, ich denke nicht.
      Macht sich jeder Gedanken, wie ein Bilder später aussehen soll, berechnet Belichtungszeiten manuell, schraubt einen Graufilter vor ein Objektiv, wählt bewusst einen bestimmten Ausschnitt, geht um bestimmte Uhrzeiten raus, wo kaum noch jemand unterwegs ist und erhält dann das gewünschte Ergebnis? Nein. Ich glaube eher, dass viele Leute sich weniger Gedanken machen über das Ergebnis eines Fotos und eher drauf los fotografieren. Viele machen doch lieber einen Schnappschuss und legen dann einen Filter aus ihrer Smartphone App drüber.
      Justus macht sich die Gedanken vorher und hat eine Herangehensweise, die viele nicht haben. Das sollte man dabei einfach auch mal positiv erwähnen.

      „Kitsch“ und „knallbunte Farben“. Sorry, aber sachliche Kritik ist das nicht. Wenn, dann machs doch bitte mit ein wenig „Herangehensweise“.

      • Hallo

        Gibt es mehr Lob als „große Klasse“?! Der Panorama-Leuchtturm ist – Achtung – Postkarten-Kitsch pur. Und geht voll in Ordnung! Hätten ich und andere Fotoanhänger vermutlich ganz genau so gemacht! Die letzten drei Fotos sind Naturfarben pur, wie ich sie schätze!!! Und wie sehr kenne ich dieses blaubleigrau des Winter-Wassers mit den Eisschollen. Habe noch etliche Dias aus einem vergleichbaren Ostseewinter, die unbedingt noch digitalisiert werden müssen.

        Und anonym? Hier ist alles noch künstlicher:
        http://kwerfeldein.de/2012/05/29/dachbodenfund-elektroschrott-die-wiederbelebung-einer-dslr-aus-dem-vorigen-jahrtausend/

        Ralf (Jannke)

        Isses so recht? Wer schreibt schon mit Klarnamen?

      • Naja, wenn ich als Außenstehender das lese: „…Dazu der Nebensatz, dass man hier keine Kritik äußern darf. Das finde ich schon ein bißchen überheblich. Das ist Verunsachlichung pur.

        Ich denke, Kritik ist immer gerne gesehen. Aber nicht in der Art und Weise. Zudem schreibst du hier sehr anonym. Angst, dass deine eigenen Bilder kritisiert werden?…“, dann muss ich dem eigentlich zustimmen.
        „Angst, dass deine eigenen Bilder kritisiert werden?“ lässt sich auch wieder mit einem Zitat beantworten: „Sorry, aber sachliche Kritik ist das nicht. Wenn, dann machs doch bitte mit ein wenig “Herangehensweise“…

      • Es ist schade, dass auf den leisesten Anflug von Kritik gleich scharf zurückgeschossen wird. Ohne Fehler, ohne Kritik hätte ich kaum Fortschritte in der Fotografie gemacht. Also, seid nicht so hypersensibel und lasst auch mal was stehen, das ihr nicht unterschreiben könnt. Oder nicht in dem politisch korrekten Ton geäussert wurde, der angenehm ist. Nichts langweiligeres als lauter „toll“, „super“, „hätte ich auch so gemacht“ etc.

      • Habe ich in irgendeiner Form das jugendliche Alter des Fotografen bemängelt? Es ist mir vollkommen egal, wie alt ein Fotograf, eine Fotografin ist! Was soll diese unsinnige Forderung nach Aufnahmen, die ich in diesem Alter (16) gemacht haben könnte… Oder haben Sie das Glück so spät geboren zu sein, dass Sie 2000, als mit der 3 MP Canon Eos D30 die erste irgendwie bezahlbare DSLR auf den Markt kam, als 16-jährige vergleichbares vorweisen konnten? Übrigens: HDR gab es da (2000) noch nicht… Da nutzte man noch die „Blaue Stunde“ oder einen dezenten Aufhellblitz. Ich habe 1977 begonnen zu fotografieren…. Mit einer manuellen Nikkormat plus 2/50 Normalobjektiv, überwiegend auf Diafilm… Wenn ich mich richtig erinnere, kam der IBM PC erst 1986 und der Mac vergleichbar. Dass ich von Fotografie absolut keine Ahnung habe, können Sie ja hier in kwerfeldein leicht herausfinden. oder gerne auch hier:
        http://www.telekom-baskets-bonn.de/community/fotogalerien-2013-2014/baskets-vs.-mons-hainaut-06.11.13-ii.html
        Mit 16 war ich noch schlechter, was Sie ja wohl hören wollten Und falls Sie es immer noch nicht gelesen haben (wollen), mein Posting begann mit: „Zwischen große Klasse und Kitsch…“ Womit ich mich aus dieser Diskussion verabschiede.

        Ralf (Jannke)

  1. Sehe ich ähnlich. Durchwachsene Auswahl.

    Ich ahnte schon beim Titel, dass sowas wie Bild 2 und 4 gezeigt werden würde. Leider sind diese Motive inzwischen so austauschbar geworden, dass sie keinerlei Faszination ausstrahlen.

    Die mit dem Leuchtturm gefallen mir gut!

    • Hmmm…
      Zwiegespalten. Die Fotos sind technisch gut gemacht, die Lichtstimmung kommt gut rüber. Kitsch (das böse Wort) – ja, Kitsch ist auch dabei. Auch wenn ich jetzt zerrissen werde, ich finde an Kitsch nichts Schlimmes. Wenn es das ist, was man erreichen will – und das scheint mir die Motivation an den Bildern gewesen zu sein, sonst wären sie nicht so gemacht worden. Vom Können her gibt es keine Ausrede, dass die Bilder zufällig kitschig geworden sind.
      Summa summarum stört mich persönlich an der Serie der jeweils gleiche Standard-Standpunkt. Bis auf ein Bild sind augenscheinlich alle Bilder aus ungefähr Augenhöhe gemacht worden. Das macht die Bilder für mich etwas langweilig, mir fehlt die Spannung. Und so blättere ich darüber und verweile nicht länger.

      Kritik am Bild ist – und das sollte sich hier in diesem Forum mal verbreiten – nicht Kritik an der Person. Es hat niemand geschrieben, dass der Fotograf ungeachtet seines Alters keine technisch perfekten Bilder machen kann. Es wurde der Bildeindruck positiv und oder negativ kritisiert, mehr nicht. Und mal ehrlich, Justus, kannst Du mit einem „schöne Bilder“ etwas anfangen? Lernst Du dabei etwas?
      Für mich ist ein Kommentar wie „schönes Bild“ gleichbedeutend mit „ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, aber ich bin mal nett“.

      Für mich persönlich ist eine Bildkritik, die mir zeigt, was den Betrachter am Bild stört, wesentlich lieber. Das zeigt mir, dass sich der Betrachter Mühe gegeben hat, sich mit meinem Bild auseinander zu setzen und mir den Respekt erweist, auch noch Zeit damit zu verbringen, mir das zu erklären. Hallo? „Schöne Bilder“. Da könnte man auch „lass mich in Ruhe“ drunter schreiben, oder?

      Justus ist 16, er kann einen Fotoapparat richtig bedienen und hat ein gutes Auge für Stimmungen, jetzt noch ein wenig an der Komposition feilen und einen eigenen Stil entwickeln und dann steht „Wow, absolut beeindruckend“ unter seinen Bildern, aber nicht mehr „schöne Bilder“

  2. Sehr schöne Serie, die die Insel in einer überraschenden Vielseitigkeit zeigt, die ich so bei meinem Tagesausflug im Sommer 2010 leider nicht erleben konnte. Aber schon die Autofreiheit habe ich als unheimlich wohltuend und entspannend erlebt. Ich denke, wer mal allen Stress abfallen lassen will, ist dort genau richtig.

  3. Respekt – starke Bilder, aussagekräftig!

    Persönlich würde ich wenn möglich etwas mehr Fleisch im Bildaufbau
    einplanen um später die stürzenden Linien zu korrigieren.

    Die Farben – es ist eine Stilrichtung. Ist halt gerade Mode.
    Der Bildaufbau oder besser gesagt die Bildidee sollten aussagekräftig sein…
    Und dass ist er ohne Frage. :-)

    Gut Licht im trüben Herbstwetter.
    Tschüß Mark :-)

  4. Jetzt muss ich auch mal ein Kommentar schreiben. Neben vielein Blogeinträgen auf Kwerfeldein sehe ich endlich mal ein junges Talent, welches sich mit seinem Hobby an die Öffentlichkeit wagt. Und dann in den ersten Kommentaren mit Abklatsch und langweilige Motivauswahl abgefertigt wird.

    1. Justus ist 16 und hat im Vergleich zu einigen anderen Landschaftsfotografen auf dieser Seite warscheinlich weniger das Geld und die Möglichkeiten (Zeit, Schule, Geld) in andere Länder zu reisen. Wenn man bedenkt, dass diese Aufnahmen praktisch vor der Haustür entstanden sind, dann ist das meiner Meinung nach grosse Klasse.

    2. Einige der Fotos sind perfekt belichtet, in Szene gesetzt und fehlerfrei nachbearbeitet, was trotz Verlaufsfilter und Photoshop vielen Fotografen nicht gelingt.

    3. In der Fotografie ist alles erlaubt. Viele der Blogbesucher von Kwerfeldein stehen auf Strassenaufnahmen, Doppelbelichtung oder untypische Motive und Bildaufstellungen. Jedem sollte überlassen werden was er mag.

    @Justus: Mach weiter so, lass dich durch negative Kommentare nicht entmutigen. Take the next step. Ich denke du hast das Können dein Hobby zu einem Beruf zu machen.

  5. Gute Arbeit Justus,
    Hut ab davor, dass du in dem Alter schon so motiviert bist- da bin ich gespannt, was du in den nächsten Jahren noch so auf die Beine stellst.
    Ich kann verstehen, dass dir diese Insel sehr gefällt.

    Weiter so,
    Felix

  6. Hallo Justus,

    sehr schöne Fotos. Du bist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg und hast ja noch viele Jahre vor Dir um Deinen fotografischen Blick zu schärfen und zu verfeinern. Ich finde es übrigens sehr mutig, dass Du mit Deinen 16 Jahren hier auf Kwerfeldein Deine Bilder präsentierst, allein dafür hast Du schon Respekt verdient.

    Gruß Lutz

    P.S.: Ach ja, unsachliche und oberflächliche Kritik mußt Du Dir übrigens nicht zu Herzen nehmen, die taugt eh nicht.

  7. Wem „Kitsch“ nicht gefällt, der kann ja umblättern? ;)
    Klar wurde alles schon irgendwie, irgendwo abgelichtet und publiziert. Trotzdem haben stimmungsvolle Naturbilder, teils auch in Kitschformat durchaus ihren Reiz und ihre Berechtigung. Es gibt doch tatsächlich unterschiedliche Geschmäcker und Vorlieben von Fotos und Umsetzungen …
    Viel viel nerviger ist die unsägliche deutsche Art, alles kaputt zu reden (schreiben) und irgendwelche Mainstreamvorlieben durchdrücken zu wollen! Das ist der Tod jeglicher Kreativität (wozu auch Kitsch gehört) und Individualität. Lasst es! Ein gut inszenierter Leuchtturm ist allemal schöner anzusehen als das millionste knackscharfe Foto eines einzelnen bunten Blattes im Herbst oder verschwommener Lichter (vielleicht aus dem Wohnzimmer oder Buxtehude), die ich mit ein wenig „Kreativität“ nach New York verorte und damit in Fotowettberwerben vordere Plätze belege.
    Es macht keinen Spaß in Deutschland Fotograf/ fotografierender Künstler/ Fotointeressierter zu sein und Bilder zu veröffentlichen. :(

    @Justus: Ich finde Deine Idee und Begeisterung gut und als Ostseeliebhaber meine ich, dass Du noch einige Inseln und Landstriche zu erkunden hast ;) Die Küste ist lang :-D

    Viele Grüße
    Sonček

  8. Hallo Justus,

    du hast schon das Auge und die Technik drauf! Klasse! Die Fotos gefallen mir sehr gut! Immer weitermachen! Lass Dich nicht von anderen beirren, was Du macht’s ist was Du für richtig und schön hältst.

    Gruß Jan