02. März 2013 Lesezeit: ~ 9 Minuten

Mut zur Veränderung

Kommt Dir dieses Gefühl bekannt vor? Du sitzt vor Deinen letzten Fotografien und stellst fest, dass Du nicht zufrieden bist. Du betrachtest Deine Bilder näher, versuchst herauszufinden, was Dich stört, doch kannst nichts finden.

Das Licht ist gut, die Schärfe stimmt, der Ausdruck des Modelles passt, auch die Farben sind schön und harmonieren miteinander. Wieso also diese Unzufriedenheit? Fakt ist: Du hast ein gelungenes Bild, das vor den Augen anderer bestehen kann.

My Strawberry Summer © Laura CallsenRomantic Beauty © Laura Callsen

Aber ist Dir das selbst wirklich genug? Ich musste diese Frage für mich irgendwann mit einem klaren Nein beantworten. Lange Zeit reichte es mir, klassische, simple Portraits zu machen, wie die, die Du hier siehst.

Ich denke, dass ich mit dieser Art von Bildern durchaus zufrieden sein könnte. Ich finde sie immer noch gut und bin meinen Modellen sehr dankbar, dass ich sie fotografieren durfte und dass sie so viel von ihrem Wesen für meine Bilder gaben.

Schaue ich mir meine alten Fotos heute allerdings an, muss ich mir eingestehen, dass da nicht viel von mir selbst drin steckt. Meine alten Fotografien scheinen eine heile Welt zu zeigen, die in meinem Inneren so jedoch nicht existiert.

You Don't See The Heart © Laura Callsen

Ich hatte bereits seit etwa zwei Jahren fotografiert, als mir bewusst wurde, dass meine Bilder zwar hübsch, jedoch ohne großen Inhalt waren. Ich sehnte mich nach mehr Inhalt, nach tieferen Gefühlen für meine Fotografien.

Ich stand vor dem Problem, dass ich mich kaum mit meinen eigenen Bildern identifizieren konnte. Mir das einzugestehen war nicht leicht und ich wusste, dass ich so nicht weiter machen wollte. Veränderung musste her, dringend!

Wo wollte ich hin mit dem, was ich tat? Kunst und damit auch die Fotografie ist eine Möglichkeit, Gedanken zu verarbeiten und sie an die Oberfläche zu bringen, sie sichtbar zu machen. Das war es, was ich wollte.

Ich versuchte also, den Fokus mehr auf den Ausdruck des Modells und weniger auf Kriterien wie Schärfe und die generelle Bildqualität zu legen. Weg von der „technischen Perfektion“, um die es so oft zu gehen scheint, hin zum ganz und gar nicht perfekten Gefühl. Immer häufiger machte ich Selbstportraits, wie diese hier, bei denen ich mit meiner Mimik und meiner Körperhaltung experimentierte.

Gedankenwoge © Laura CallsenFeeling Empty © Laura Callsen

Aufwendige Bildbearbeitung nutzte ich dabei selten, viel wichtiger war es mir, allein über den Gesichtsausdruck und die Körperhaltung Gefühle zu vermitteln. Nutzte ich mich selbst als Modell, funktionierte das auch relativ gut. Hatte ich jedoch ein anderes Modell als mich selbst vor der Linse, fiel es mir schwer, deutlich zu machen, dass ich einen anderen und vor allem neuen Weg einschlagen wollte.

Ich kam nicht richtig von bereits eingeschlagenen Wegen weg und rutschte immer wieder in alte Muster. Betrachtet man meine Bilder im zeitlichen Verlauf, wird dieser innere Konflikt sichtbar. Es lässt sich keine einheitliche Linie erkennen, was mich selbst manchmal sehr stört.

Der Prozess, in dem ich mich befand, zog sich hin, stagnierte zum Teil und machte an der einen oder anderen Stelle sogar kehrt. Ich stellte fest, dass ich Angst vor einer zu großen Veränderung hatte. Ich klebte förmlich an meinen alten Bildern fest, ohne mich lösen zu können.

Her Dance II © Laura Callsen

Es dauerte sehr lange, bis ich mutiger wurde und wirklich eine Veränderung in meinen Fotografien bemerkte. Eines der ersten Bilder, bei dem ich einen deutlichen Unterschied feststellte, kannst Du über diesem Absatz sehen. Ich entdeckte die Möglichkeiten, die einem die Bildbearbeitung schenken kann, für mich ganz neu.

Doppel-und Mehrfachbelichtungen mit Hilfe des PCs zu erstellen, fand ich dabei besonders spannend. Das war Anfang des letzten Jahres. Zum ersten Mal gelang es mir, ein Modell so einzufangen, wie ich es mir gewünscht und vorgestellt hatte. Dies war ein wichtiger Schritt für mich, der mir zeigte, dass ich auf dem richtigen Weg war.

Diese Bilder waren schon sehr viel näher an dem, was ich von der Fotografie wollte, als meine bisherigen Arbeiten, doch mein Prozess hatte gerade erst begonnen. Ich hatte viel zu lange Angst vor Experimenten gehabt, da ich bereits etwas gefunden hatte, das anderen Menschen gefallen hatte. Was, wenn meine neuen Bilder dies nicht täten? Was, wenn meine Bilder niemanden erreichen würden?

She Is Broken © Laura Callsen

Besondere Angst vor den Reaktionen anderer hatte ich bei diesem Bild. Es zeigt eine Idee, ein tieferes Gefühl und ist damit nicht mehr nur die simple Abbildung eines Gesichtes. Es ist in jeder Hinsicht unperfekt. Die Schärfe liegt nicht hundertprozentig auf den Augen und auch der Bildwinkel ist nicht grade schmeichelhaft, es ist kein wirklich hübsches Portrait. Doch: Es ist nicht uninteressant.

Natürlich kann man all die Dinge kritisieren, die ich eben erwähnte, doch nur weil Kritik berechtigt ist, zeugt sie noch lange nicht von Verständnis für den Gedanken, der hinter einem Bild steckt. Ich reichte dieses Bild, mit dem ich mir selbst so unsicher war, bei einem Wettbewerb zu Thema „Bewegung“ ein.

Ich entschloss mich, meine „Komfortzone“ zu verlassen, etwas zu wagen, auch wenn ich mir keine Chance ausmalte, zu gewinnen. Umso überraschter war ich, als mir mitgeteilt wurde, dass mein Bild zusammen mit 50 anderen in den Bildband kommen würde, der als Teil des Wettbewerbs geplant gewesen war.

Diese Angst hatte meine Kreativität blockiert. Ich wollte Veränderung, wollte mutig sein und blieb doch in Gewohnheiten stecken. Kunst ist immer mit Neuorientierung verknüpft. Man kann nicht ewig ein und demselben Weg folgen, da man früher oder später in einer Sackgasse endet.

Ging es auch anderen so wie mir? Es gibt diese Fotografen, die von Beginn an einen gewissen Stil zu haben scheinen. Manch einer hat einen schwermütigen, düsteren Stil, der andere einen leichten, anmutigen Stil, der voller Harmonie zu sein scheint. Kennst Du das Gefühl, dass jeder einen Stil zu haben scheint, doch wenn Du Deine Bilder betrachtest findest Du nichts Eigenes daran? Wo ist Dein eigener Stil?

Transmigration © Laura CallsenSeelentänzer © Laura Callsen

Seit ungefähr einem halben Jahr habe ich das Gefühl, eine gewisse Konstanz gefunden zu haben. Ich habe das Gefühl, in meinem Prozess einen großen Schritt weiter gekommen zu sein. Auf einmal habe ich viel mehr Ideen als früher, was für Bilder ich wirklich machen möchte.

Es ist, als wäre die Blockade, die so lange mein Denken gehemmt hatte, nicht mehr so groß, was, so glaube ich, auch auf meinen letzten Fotografien deutlich wird. Meine Fotografien sind düsterer geworden. Sie sind nachdenklicher, manchmal etwas unwirklich, aber doch so viel greifbarer als die Bilder, die ich vor zwei Jahren gemacht habe.

Vielleicht geht es auch nur mir so. Vielleicht sind sie nur für mich greifbarer geworden aber genau das ist es, was letztendlich zählt. Momentan sammle ich neue Ideen und warte darauf, sie umsetzen zu können. In der Hoffnung, endlich einen eigenen Stil zu entwickeln, mit dem ich selbst zufrieden sein kann.

Mut zu Veränderung allein reicht nicht, habe ich festgestellt. Wichtig ist vor allem, sich von Altbekanntem lösen zu können, wenn man sich nach Veränderung sehnt. Es ist wie mit einem Exfreund, der einen enttäuscht hat. Er ist nicht das, was man wollte, doch die Gefühle, die einmal da waren, verschwinden nicht von heute auf morgen.

Everything's Calm © Laura Callsen

Wichtig in der Kunst und im Leben ist es, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich immer wieder aufs Neue zu fragen, was man eigentlich möchte. Ich möchte Bilder machen, die ehrlich sind und die mehr sind als nur die Abbildung eines hübschen Gesichtes. Bilder, die vielleicht einen Gedanken bei einem anderen Menschen auslösen können, den es sonst nicht gegeben hätte. Das ist mein innerer Antrieb.

Mein Ratschlag für jeden, der das Gefühl kennt, etwas ändern zu wollen? Setze Dich nicht zu sehr unter Druck, lass Dich von Misserfolgen und Rückschlägen nicht entmutigen. Mach Dir selbst nichts vor. Wenn Du nicht zufrieden bist, dann hat das seine Gründe, egal was andere sagen.

Menschen, die Deine Arbeiten schätzen, werden dies auch noch tun, wenn Du etwas änderst. Versuche, den Bereich, in dem Du Dich am wohlsten fühlst, auch mal zu verlassen und finde Deinen eigenen Antrieb. Nimm Dir Kritik zu Herzen, aber lasse sie nicht Deine Arbeiten bestimmen. Suche nach etwas, das Dich im Leben bewegt.

Behalte Dein eigenes Glück und Deine eigene Zufriedenheit im Auge. Die einfache Wahrheit hinter all dem, die manchmal so schwer zu beherzigen ist, ist folgende: Du machst Deine Bilder für niemand anderen als für Dich selbst.

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27 Kommentare

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  1. Dein inneres Ringen ist nicht nur sehr nachvollziehbar beschrieben, sondern auch ein lobenswerter Impuls. Etwas heikel finde ich die Suche, das Bemühen um einen eigenen Stil, weil genau dort eine Falle gestellt wird, in der sich sehr viele verfangen – nämlich sich selbst zu wiederholen. M.E. widerspricht ein gewollt herbeigeführter Stil auch ‘dem Verlassen der Komfortzone’, sondern ist im Gegenteil tendenziell der Versuch, das erwähnte innere Ringen zu überwinden zugunsten eines routinierteren und zusehends ‘energiesparenderen’ Herstellungsprozesses. Nicht gut, sondern bestenfalls irgendwann manieriert, gekünstelt.
    Wenn Du von Bild zu Bild bemüht bleibst, erneut und immer wieder neue Wege zu finden, jeden Tag die gerade liebgewonnenen ‘Darlings zu killen’, wirst Du Dich niemals um einen eigenen Stil kümmern müssen, sondern irgendwann erstaunt feststellen, dass Du Dir nicht nur ein umfassendes bildsprachliches Vokabular erworben hast, sondern dass Dir ein eigener Stil von dritter Seite bescheinigt wird. Zum Glück wird Dir das dann völlig egal sein. :-)
    Viele Grüße,
    Jürgen

  2. Ich mag deinen Artikel Laura und die Verweildauer bei den Bildern nahm zum Ende immer mehr zu … schöne Bilder.

    Vermutlich ist das wie mit der Pubertät! Wir verändern uns, haben plötzlich ein neues Outfit, trinken, rauchen, haben neue Freunde und machen Blödsinn. Und? Meine Eltern möchten mich noch genauso, ich habe wichtige Freunde gefunden, einiges gelernt.
    Also lauter wichtige Dinge passiert! Und haben wir jemanden gefragt, ob Pubertät ok ist?

    Was solls, unsere Freunde/Fans werden uns trotz neuer Bilde-Stile weiterhin mögen … womöglich kommen neue dazu ;-)

    Weitermachen!

    • Das freut mich sehr ( das mit der Verweildauer).Hatte sehr gehofft, dass es auch anderen so gehen würde und nicht nur mir ( Ich gucke mir meine neueren Bilder auch länger an als meine älteren).

      Ja das Leben fragt uns selten ob wir mit etwas einverstanden sind oder nicht. Selbstfindung ist immer ein sehr sehr komplizierter Prozess und vor allem anstrengend, wie ich oft finde. Aber: Es lohnt sich ( zum Glück)

      Vielen lieben Dank für deine Gedanken

      Ein schönes Wochenende wünsche ich dir =)

  3. Du sprichst mir aus der Seele…
    Zudem gehörst Du zu den wenigen, die – wie ich finde – eine Definition für “Kunst” gefunden haben, die dieser gerecht wird. Kunst ist der Prozeß, der Inneres nach außen hin sichtbar, fühlbar, hörbar macht. Kunst bewertet nicht und ist weder Qualität noch Quantität.
    Wer in seiner Kreativität nach innen schaut, kann nur ‘beseeltes’ schaffen – Kunst eben.
    Deine ‘alten’ Portraits sind gut – wirklich gut. Deine ‘neuen’ leben.
    Ich stehe gerade an der selben Schwelle.

    LG..!
    Rafael

  4. Wer ist schon völlig zufrieden mit seinen Bildern? Und im Prinzip fotografiert man ja für sich selbst und nicht für Andere. Insofern ist es schön, daß Du einen Weg für Dich gefunden hast – wenngleich mir Deine ersten Arbeiten oben im Artikel besser gefallen. ;o)

    • Richtig, aber ich glaube bei all der Kritik, die uns mit unseren Bildern entgegen kommt, vergessen wir das hin und wieder. Es ist nicht immer leicht das zu beherzigen. Ich habe manchmal das Gefühl , früher sehr viel stärker als heute, Erwartungen gerecht werden zu müssen. Ich denke das ist ganz normal . Aber am schwersten ist es ja sowieso den eigenen Erwartungen gerecht zu werden.

      Vielen lieben Dank für deine Worte =)

    • Ich fotografiere durchaus auch für andere – und zwar in dem Sinne, daß ich mich ja exhibitionieren und bestenfalls verstanden wissen möchte. Warum sonst sind wir mit unseren Fotos im http://WWW..?Fotografisch authentisch bleibe ich aber nur, wenn ich dem treu bleibe, was mich umtreibt – was mich bewegt.
      Es sei denn, man betreibt Fotografie als Handwerk und/oder Auftragsarbeit. Das ist dann im Wortsinne nicht mehr Kunst, sondern, wie gesagt, Handwerk. Nicht mehr und natürlich nicht weniger.

      • Es geht in der Kunst ja auch immer irgendwie darum andere Menschen zu berühren. Wir machen etwas für uns, was unserer Seele gut tut, in der Hoffnung, dass wir damit auch die Seelen anderer Menschen berühren können =) Kunst ist etwas sehr verbindendes und die Welt wäre sehr arm, wenn die Möglichkeiten die uns durchs künstlerische Schaffen gegeben sind, nicht existieren würden.

        Diese Menschen, diese “Handwerker”, die existieren allerdings auch. Ich glaube jeder der in irgendeiner Art und Weise künstlerisch Tätig ist, ist irgendwann und irgendwie schon mal so jemandem begegnet.

        Ich glaube das wichtigste ist, dass man bei sich selbst anfängt und Bilder in aller erster Linie für sich macht. Wenn man anfängt sich für andere zu verbiegen, verliert man sich selbst und die Freude an seinen eigenen Arbeiten. So ging es mir jedenfalls als ich meine Bilder in erster Linie für andere gemacht habe =)

      • Die öffentliche Ausstellung – sei es im Web oder wo auch immer – heißt ja nicht automatisch, daß man für Andere fotografiert. Vielleicht ist man an anderen Meinungen interessiert oder möchte einfach nur so zeigen, was man abgelichtet hat. Sicherlich ist das bei einer Auftragsarbeit anders. Dann muß man das Ergebnis aber auch nicht mehr zwangsläufig selbst mögen – da stehen andere Interessen im Vordergrund…

  5. “Ein Künstler ist verloren sobald er sich gefunden hat. ”
    Darum wünsche ich dir liebe Laura,soviele irrwege wie möglich ; )
    Du bist in meinen Augen auf dem richtigen irrweg.

  6. Danke für den guten und lesenswerten Beitrag. Da fällt mir ein
    Liedtext ein, “alles was ich habe, das will ich nicht und alles was
    ich möchte , das krieg ich nicht.”
    Da ist es sehr hilfreich zu wissen, die eigene “Komfortzone” ver-
    lassen zu müssen und zu lernen die Bilder müssen mir gefallen
    und nicht den anderen.

  7. Sich frei zu machen von festen Vorstellungen, wie etwas zu sein hat, bringt ein große Entlastung mit sich. Die einen fürchten sich vor der gewonnenen Leichtigkeit, die anderen nutzen sie für Experimente.

    Ich kann dich auf jeden Fall beglückwünschen zu deinen Experimenten. Deine jüngeren Bilder erreichen mich durchaus.

  8. Hinz und Kunz fotografiert junge, attraktive Frauen. Mal so, mal so. Das sieht oft ganz nett aus, allein, ich kann dem nichts mehr abgewinnen. Diese Gesichter sagen mir nichts. Sie drücken keine Gefühle aus, berichten auch nicht von einem Leben, das mich als Betrachter interessieren könnte. Also, wozu solche Bilder?
    Immerhin ist ein Bild bei der Serie, die die Autorin als “nicht uninteressant” bezeichnet. Sicher, kann man auch anders machen, mir gefällt es auch so.
    Wer sich mit Menschenbilder beschäftigt, könnte sich ja auch mal damit versuchen, Menschen, die schon ein (Groß-)Teil ihres Lebens hinter sich haben, zu porträtieren. Die sind zwar in der Regel nicht so hübsch und sexy wie die jungen Models, ihre Gesichter sind dafür weitaus interessanter als die, die man sonst so sieht.
    Henry

  9. Hi Laura, dein Artikel spricht mich auf mehreren Ebenen an und ich bedanke mich dafür! Die fotografischen Ergebnisse deiner Überwindung und Experimentierfreude gefallen mir sehr.

    Ich beneide euch jungen Fotografinnen, die sich an Selbstportraits ausprobieren können, was ein wichtiger Schritt sein kann, nicht muss. Viele ältere Fotografinnen machen das vielleicht auch, allerdings sieht man deren Ergebnisse nur selten im Netz.

    Weiterhin gute Entwicklung und nette Grüße!

    • Sehr interessanter Artikel mit sehr interessanten Fotos finde ich. Nur mit dem allerletzten Satz gehe ich mit Dir nicht ganz konform. Ist es nicht gerade in der Kunst so dass man das größte Glück erntet wenn man mit seinen Fähigkeiten auch anderen eine Freude machen kann? Oder mal anders, wieviel wäre Kunst wert wenn es keinen anderen interessieren würde? Die Meinung anderer ist immer wichtig. Es ist aber auch sehr wichtig seinen eigenen Stempel drauf zu drücken. Fakt ist dass man es gerade in der Kunst nicht jedem recht machen kann. Denn Kunst spaltet immer…

      Bei Deiner interessanten Entwicklung wünsche ich Dir jedenfalls alles Gute.

      • Hier ein Kommentar von mir, der etwas weiter oben steht:

        Es geht in der Kunst ja auch immer irgendwie darum andere Menschen zu berühren. Wir machen etwas für uns, was unserer Seele gut tut, in der Hoffnung, dass wir damit auch die Seelen anderer Menschen berühren können =) Kunst ist etwas sehr verbindendes und die Welt wäre sehr arm, wenn die Möglichkeiten die uns durchs künstlerische Schaffen gegeben sind, nicht existieren würden.

        Ich glaube das wichtigste ist, dass man bei sich selbst anfängt und Bilder in aller erster Linie für sich macht. Wenn man anfängt sich für andere zu verbiegen, verliert man sich selbst und die Freude an seinen eigenen Arbeiten. So ging es mir jedenfalls als ich meine Bilder in erster Linie für andere gemacht habe =)

  10. Schöner und sehr persönlicher Artikel. – Er beschreibt im Prinzip, was Veränderungen in allen Lebensbereichen kennzeichnet.
    An den gezeigten Fotos kann man die Phasen sehr gut nachvollziehen. Mir gefällt diese Veränderung…
    Danke für diesen Einblick

  11. Danke für diesen Offenen und Ehrlichen Artikel!

    Die Bilder haben eine unglaubliche Tiefe und lassen viel Spielraum für Interpretationen. Und genau das finde ich macht richtig gute Kunst aus.

  12. Ein toller Artikel, der mir sehr gut gefällt!
    Erstens weil Du Dir gedajnken über deine Bilder, deinen Stil und wie sie noch besser werden können. Leider sieht man immer öfter, dass Fotografen nur noch über etwas ausgefallenes wie alte Kochtöpfe punkten wollen. Du versuchts Gefühle zu vermitteln ohne dabei die Bildbearbeitung zu überstrapazieren. Zweitens weil ich es toll finde wie Du dir über deine Bilder Gedankenmachst. Auch wenn ich doppelt soalt bin wie Du und sicher viel mehr schon fotografiert habe sostehe ich mir manchmal slebst im Weg, kommt mir so vor. Ich finde es prima. dass Du dein eienes Ding gefunden hastohne dabei kitschig und einfallslos zu sein, ich finde Du hast da einen prima Weg gefunden.

    Mir gefallen Deine Bilder sehr!

    Gruß
    Oli

    • Wer spricht hier nur von einem Bild – es gibt dererlei drei auch wenn der Fotograf
      gerne mal das eine oder andere ausblendet.
      Das was da (wirklich) ist – das was der Fotograf zu sehen glaubt und das was
      der Betrachter darin erkennt.
      Zufriedenheit ist ankommen am Ende des Weges – da hoffe ich mal das dauert
      bei uns allen noch einen ganze Weile…………

  13. Liebe Laura, vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Er regt zum Nachdenken an und spiegelt auch das ein oder andere Gefühl wider, welches ich in den vergangenen Jahren hatte.

    Viele Grüße, Susan