10. März 2011 Lesezeit: ~2 Minuten

Natsumis Levitationsbilder

Natsumi lebt in Tokyo zusammen mit ihren zwei Katzen. Sie fotografiert hauptsächlich sich selbst – während sie levitiert. Die Bilder lädt sie auf ihrem Blog, der für sie eine Art Tagebuch geworden ist.

Levitation kommt vom lateinischen Wort levitas und bedeutet Leichtigkeit. Mit Levitation bezeichnet man schwebende Menschen oder Objekte. Bekannt ist die Levitation zum Beispiel als Trick in der Zauberkunst.

Natsumi schwebt natürlich nicht wirklich, aber sie nutzt den Effekt, um sehr außergewöhnliche und emotionale Fotos zu schaffen. Auf die Idee brachte sie die englische Redewendung „to have one’s feet firmly planted on the ground“, der sich auf eine besonders praktisch veranlagte Person bezieht und vielleicht mit der deutschen Wendung „mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität stehen“ vergleichbar ist.

Im Japanischen gibt es einen ähnlichen Spruch. Natsumi sieht sich jedoch überhaupt nicht als praktischen Menschen, weshalb sie versucht mit ihren Füßen nicht zu fest auf dem Boden zu bleiben und in ihren Porträts ihr wahres Selbst zu zeigen.

„Wir alle sind von sozialem Stress umgeben, so wie wir durch die Kraft der Erdanziehung an diese gebunden sind. Ich hoffe, dass Menschen beim Betrachten meiner Fotos so etwas wie eine sofortige Entlassung aus den stressigen und praktischen Tagen fühlen.“

Angefangen hat Natsumi vor zwei Jahren mit dem Projekt. Sie versucht jeden Tag eine SLR und ein Stativ dabei zu haben. Manchmal springt sie über 300 mal für ein Foto.

„Wenn ich auf dem Bahnsteig oder bei berühmten Sehenswürdigkeiten über 200 Mal in Folge springe, beginnen die Leute in der Nähe zu flüstern.“

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