kinder
21. Januar 2010 Lesezeit: ~ 6 Minuten

Kinder natürlich fotografieren

Als ich letzte Woche ein paar Fotos von meiner Tochter vorstellte, hatte ich schon im Hinterkopf, zum Thema “Kinder fotografieren” einen Folge-Artikel zu schreiben. Denn das letzte Jahr hat, seitdem ich Vater bin, mein Fotografieren ganz schön auf den Kopf gestellt.

Zwar habe ich schon vor der Geburt unserer Tochter Kinder fotografiert: bei Freunden, meiner erzieherischen Tätigkeit im Hort oder als Auftragsarbeit. Doch noch nie habe ich so viel über das Fotografieren von Kindern gelernt, wie den letzten 12 Monaten.

Und noch nie war mir so bewusst, dass man Fotos nicht einfach “machen” kann, wenn man die richtige Technik beherrscht, respektive mittels eines 10-Punkte-Planes nichts mehr schiefgehen kann. Das ist in meinen Augen eine Illusion.

Wer Kinder (oder sein eigenes) fotografiert, der arbeitet nicht mit einem Stück Holz, das man notfalls zurechtstutzen kann, wenn es zu lang oder breit ist. Nein, hier fotografiert man einen Menschen, der Charakter und eigene Wesenszüge hat – diese herauszustellen, ist Kunst und Herausforderung zugleich.

“Ach woher denn! Was soll denn daran bitte so schwierig sein. Cheeese, abdrücken, fertig …”

Cheeese, abdrücken, fertig. Wir alle wissen, wie solche Foto meistens aussehen: entweder furzlangweilig, blumig-kitschig oder gestellt-gelächelt-gestellt. Im schlimmsten Fall alles gleichzeitig.

Über die Jahre hinweg habe ich mich – wenn auch vereinzelt – damit beschäftigt, wie ich all das vermeiden könnte und mich bewusst darum bemüht, natürliche Fotos von Kindern zu machen. Als dann Januar 09 unsere Tochter Enna auf die Welt kam – und ich mich Hals-über-Kopf in dieses Wesen verliebte – da änderte sich so einiges (nicht nur aus fotografischer Sicht).

Ich habe Enna immer wieder durch den Sucher gesehen und dabei sind mir so manche Dinge aufgefallen, die ich jetzt mit Euch teilen möchte. Es sind Tipps, Ideen oder nützliche Vorgehensweisen, die ich entweder frisch entdeckt habe, oder schon zu festen Gewohnheiten wurden.


1. Empathie

Bevor ich die Kamera zücke, stelle ich mich auf das Kind, das ich fotografiere, ein. Wie geht es ihm? Wie war sein Tag bisher? Was passiert gerade mit ihm? Das mag vielleicht auf den ersten Blick etwas banal klingen, macht mich aber für die Welt der/des Kleinen sensibel – und diese Empathie brauche ich unbedingt, wenn ich das Kind “natürlich” fotografieren will.

2. Unsichtbar werden

Ich übe mich gerade darin, als Person zurückzutreten, und dem Kind volle Aufmerksamkeit zu schenken. Das bedeutet auch, dass ich nicht hektisch umherspringe oder mich ständig bemerkbar mache. Stattdessen bewege ich mich leise und versuche, mich im Hintergrund zu halten und nur auf das Kind zu reagieren, wenn es selbst auf mich zukommt (um mir beispielsweise etwas zu zeigen, oder mit mir zu spielen).

Das braucht etwas Übung – aber so kann ich den Moment “kommen lassen”, ohne selbst einzugreifen. Interessante Fotos entstehen häufig (aber nicht nur) dann, wenn das Kind sich unbeobachtet fühlt. Sehr einfach gelingt das, wenn eine dritte Person im Raum ist, die sich mit dem Kind beschäftigt, beispielsweise die Mutter oder ein anderes Kind.

Natürlich trete ich auch bewusst mit dem Kind in Kontakt – das werde ich aber in einem extra Punkt erklären.

3. Bewegung

Dem letzten Punkt etwas entgegengesetzt ist die Bewegung. Ich habe selten – oder gar nie – gute Fotos von Kindern aus dem Sessel heraus gemacht. Viel mehr bin ich immer wieder (leise und ohne Hektik) in Bewegung und versuche, einen geeigneten Blickwinkel zu finden. Dabei verhalte ich einwenig wie ein Kameramann beim Film und folge dem Kind, wenn es die Richtung ändert – behalte aber meine Position, wenn es das auch tut.

Nach einer gewissen Zeit entsteht eine Art Synchronisation oder Spiel zwischen meinen und den Bewegungen des Kindes. Läuft es, so laufe auch ich, setzt es sich auf den Boden, tue ich dasselbe. Ganz bewusst gebe ich dem Kind Raum, sich natürlich zu verhalten und bin sein Begleiter. Ein Kind spürt das und fühlt sich dadurch nicht bedrängt, sondern sicher.

4. Perspektive

Die Perspektive, aus der ich das Kind fotografiere, kann subtil einiges über meine Beziehung zu ihm aussagen. Fotografiere ich “von oben herab” – so kann das Kind hilflos oder winziger aussehen, als es schon ist. Ich werde quasi zum Bestimmer, zum Herrscher. Fotografiere ich aber ungefähr aus gleicher Höhe (dazu muss ich mich auf den Boden begeben), dann zeige ich mit dem Foto, dass ich das Kind gleichwertig wie mich sehe.

Somit versuche ich, häufig aus einer niedrigen Position zu fotografieren. Ich mache daraus aber keine starres Gesetz; und manchmal macht es sogar Sinn aus etwas gehobener Perspektive zu fotografieren. Kinder sind eben klein und das kann ich auch mit einem Foto durchaus mal darstellen.

5. Gesicht

Hätte mich meine Frau darauf nicht aufmerksam gemacht, dann wäre ist mir gar nicht bewusst geworden. Ich fotografiere Kinder meistens von Kopf bis Hüfte – aber selten ganz. Das liegt daran, dass ich das Kind gerne aus seinem Kontext heraushebe und zum “Hauptdarsteller” meiner Bilder mache.

Deshalb spielt der Gesichtsausdruck eine sehr übergeordnete Rolle in meinen Fotos. Beim Fotografieren (und beim Selektieren im Nachhinein) achte ich deshalb vor allen Dingen auf etwas charakteristisches im Gesicht des Kindes. Das muss nicht immer ein strahlendes Lächeln sein – auch ein gelangweilter Blick kann durchaus interessant sein.

Ich kann 10 supergute Fotos haben, bei denen alles passt – der Gesichtsausdruck entscheidet bei mir meistens darüber, ob es ein Bild in die engere Auswahl schafft, oder nicht (ausser ich fotografiere Details, auf denen das Gesicht nicht zu sehen ist).

+++++++

So, liebe Leute – das war nun der erste Teil zum Thema Kinder fotografieren – der zweite Teil wird (sehr) bald folgen. Ich hoffe, ihr konntet meinen Punkten etwas abgewinnen und ich bin schon gespannt auf Euer Feedback!

Unterstütze kwerfeldein

Wenn Dir dieser Artikel oder das ganze Magazin gefällt, kannst Du die weitere Arbeit von kwerfeldein gern via Paypal, Überweisung oder Dauerauftrag mit dem, was es Dir wert ist, unterstützen. Vielen Dank!

kwerfeldein finanziert sich neben Werbeeinnahmen auch durch Provision von Verkäufen auf Amazon und freiwillige Beiträge der Leser*innen, um unabhängig zu bleiben.

Paypal


Überweisung

Aileen Wessely (Hrsg.)
IBAN: DE9212030000 1039084593
BIC: BYLADEM1001

Amazon
kwerfeldein @ Spreadshirt


51 Kommentare

Schreib’ einen Kommentar

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Klasse Tipps und super geschrieben. Da bekommt man Lust das mal in die Tat umzusetzen. Den Artikel hätte ich vor 4 Jahren gebrauchen können. Da sollte ich für eine Tante Fotos von ihrem Sohn machen und es war für mich unheimlich schwer – auch weil ich viele von deinen Punkten nicht beachtet habe.

  2. In dem Artikel finde ich mich gut wieder. Wusste übrgiens gar nicht (mehr), dass Du Erzieher bist. Damit sind wir quasi in der Gleichen Branche, ich arebti als Sozialarbeiter mit Jugendlichen :-)
    Zwei kleine Ergänzungen fallen mir ein:
    Zum einen habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich die besten Bilder in Aktion machen kann, also wenn in der Situation was passiert. Noch besser sind andere Leute, die mir das in den Hintergrund treten erleichtern, dann kann ich quasi in der Menge der Erwachsenen untergehen und in aller Ruhe knipsen. Zum anderen habe ich für solche Fälle gern eine Festbrennweite und zwar als Pancake. Pentax K-m mit 40 2.8 ist hübsch klein, das Pankace hat keinen Zielfernrohr-Charakter, und die ganze Kombi kann ich stundenlang in der Hand halten und locker damit rumziehen.
    Ausserdem kan ich damit schneller arbeiten, zum einen technisch, der Fokus ist einfach sauschnell scharf, zum anderen weil ich mit der Festbrennweite aufs Zoomen verzichte und daher nicht lange nachdenken muss. Blick durch den Sucher, passt- auslösen, passt nicht- bewegen und neuer Versuch.

  3. Gerade das “Unsichtbar werden” ist mein größtes Problem. Unser Kleine liebt die Kamera, und sobald er mich erblickt (und er ist verdammt wachsam!), moechte er direkt Bilder im LCD Display auf der Rückseite der Kamera sehen, kommt mir also robbend, krabbelnd, und mittlerweile auf Knien laufend entgegen und sagt wiederhlt “kucke, kucke, kucke”.

    Ich hoffe, durch den Kauf einer noch recht jungen auf den Punkt fokussierenden gebrauchten 70-200er Linse jetzt etwas mehr Spielraum zu haben, mich mehr und mehr im Hintergrund aufzuhalten. Leider ist die Linse für gediegene Fotos im Wohnzimmer zu lang, so warte ich auf den Frühling und werde hoffenlich dann draußen vermehrt loslegen. Mit mehr Abstand zum Zwerg.

  4. Schöner Artikel! Sehr hilfreich und zu nem für mich persönlich super Zeitpunkt, da mich eine Freundin gebeten hat, demnächst einige Fotos von ihr und ihrem Kind zu machen :) Danke Martin!

  5. Toller Artikel!

    Mir fehlt allerdings noch ein Tipp, wie man als Vater von zwei oder noch mehr Kindern vorgehen soll. Wenn also, während man sich auf ein Kind konzentriert, zumindest ein anderes Kind auf einem herumturnt… ;-))

  6. deine Worte kann ich nur bestätigen!
    Hauptsächlich fotografiere ich meine eigenen Kindern. Ich halte mich meistens etwas im Hintergrund, um sie nicht in ihrem Handeln zu beeinflussen. Nicht immer, aber immer öfter, kann ich auch näher heran ans “Geschehen”, ohne dass von mir Notiz genommen wird. Meine Kinder, und auch deren Freunde, sind es mittlerweile gewohnt, dass da einer oft mit der Kamera rumläuft und fotografiert. Einer seiner Freunde ist jedoch dabei, der, sobald er merkt, die Kamera ist auf ihn gerichtet, nur noch darauf konzentriert ist, ein “gutes Gesicht” abzuliefern. Hier kommt eine lange Brennweite zum Einsatz.

  7. Das Schöne am Fotografieren des eigenen Kindes ist, dass man seine “Taktik” im Laufe der Zeit ändern muss. War es von 0-4 Jahren kein Problem als Beobachter aus dem Hintergrund heraus zu operieren. Wird es gerade mit einem Kind, das Erfahrung als Model für Mama oder Papa hat, immer herausfordender. Denn dieses Kind hat seine eigenen Vorstellungen von Fotos und will das Ergebnis sehen. Es bringt sich selbst ein mit Ideen beim Shooting, was nicht immer konform mit den Vorstellungen des Fotografen ist. ;-) Und mit fast 6 Jahren ist das Model schon sehr kritisch mit dem Ergebnis. “Mama, das ist aber unscharf!” :-) Aus dem Hintergrund mit dem Teleobjektiv zu agieren ist fast unmöglich. Das geht in dem Alter nicht mal mehr, wenn sie in der Gruppe spielen. Sobald sie die Kamera entdecken, wollen sie mitgestalten oder weigern sich oder ziehen Grimassen. Und dann kommt die echte Herausforderung. Um Kinder gut abzulichten, braucht man in aller Regel viel Geduld und man produziert eine Menge Ausschussware. Ich finde es auf alle Fälle spannend, wie sich die fotografische Beziehung zwischen meiner Tochter und mir entwickelt. LG Frau Zausel

  8. @Andre Wilms:
    Jaaahaaa.. Das kenne ich. Unglaublich, wie schnell die lernen, dass man “hinten drauf” das Foto sehen kann, oder?

    Man muss sich mal vorstellen, was wohl passiert, wenn sie mit einer analogen Kamera fotografiert werden und hinten ist nix drauf.. ob das in einem Heulanfall endet? Ich habs noch nicht versucht…..

  9. Sehr schön, da kann ich mitreden:
    Vorneweg gesagt ist es natürlich ein riesen Unterschied, ob man die eigene Tochter, oder ein “fremdes” Kind fotografiert.
    Da sind wir nämlich schon beim Punkt Empathie. Klar kann man sich als Vater super in das Kind hineinversetzen. Zumindestsollte man das ;) Und das ist dann auch sehr hilfreich.

    Das wird aber schon schwieriger, wenn man ein “fremdes” Kind fotografiert. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es sehr viel leichter wird, wenn man das Kind erstmal kennen lernt. Natürlich kann man, bei Aufträgen, dem Kunden nicht sagen:
    “Ich komm dann vor dem Termin 5x vorbei um Ihr Kind kennen zu lernen.”
    Aber man kann bei dem Termin erst mal die Kamera weglassen.

    Das kostet natürlich Zeit, aber Kinder sind ja meistens sowieso erstmal scheu, wenn Jemand fremdes in der Wohnung steht. Nach einer halben Stunde gibt sich das dann aber.
    Und dann kann man auch die Kamera rausholen.

    Und dann finde ich wirklich wichtig, was Du über das Unsichtbar werden sagst. Genau darauf kommt es an, wenn es natürliche Fotos werden sollen. Unsichtbar werden, beobachten, abdrücken. Alles dirigieren funktioniert meist sowieso nicht, und wäre im Ergebnis nicht mehr natürlich.

    Zur Perspektive.
    Ich mach dann auch häufig mal sowas, was ich “Luck-Shots” nenne.
    Ich knie z. B. neben dem Kind und halte die Kamera ohne durch den Sucher zu schauen auf das Kind, so ein bißchen versteckt. Das muss nicht immer klappen, und mag manchen “Fotografen” ein Dorn im Auge sein, weil Sie denken, das Bild wäre dann nicht “komponiert”. Ist mir aber egal, solang das Ergebnis stimmt.

    Beispiel hier: http://www.flickr.com/photos/pixel_boogie/3916056166/

    Freu mich schon auf den 2. Artikel

    • @Pixelboogie: … und ich hatte mir noch überlegt, ob ich das mit dem “eigenen kind” noch reinschreiben soll oder nicht – habs dann aber gelassen, weils eh schon so viel war. Aber Du hast natürlich recht, das ist ein Untschied in der Beziehungsqualität. In der Herangehensweise denke ich aber, dass man auch, wenn man ein fremdes Kind fotografiert, versuchen sollte, sich in es hineinzuversetzen. Man kann ja auch die Eltern fragen, wie der Tag bisher war und so..

  10. Zum Thema Kinderfotos habe ich auf den von die angesprochenen Beitrag aus dem letzten Jahr schon mal geantwortet. Ich glaube ich sagte damals schon, dass ich diese Just-another-Babyfoto nicht mag. Heute muss ich sogar zugeben, dass ich sie nicht mehr sehen kann und will. Bilder, die von frisch gebackenen, glücklichen Eltern gemacht werden, die mit Ihrem Baby auch gleich eine neue Kamera bekommen haben. Sie werden in einschlägigen Fotoforen immer und immer gepostet. Bilder von mit dem Blitz erschlagenen kleinen Wesen die die Eltern so in Entzücken versetzen, ich mag sie einfach nicht.

    Nicht das da was falsch rüber kommt ich hab nichts gegen Kinder und Babys, die können echt süß sein und ich gönnen allen Eltern ihr Glück. Es geht mir um die Schnappschüsse von Kindern zu denen ich keinen Bezug habe und die mir aus fotografischer Sicht auch nichts sagen.
    Liebe Eltern, bitte verschont mich in Zukunft mit solchen Bildern, zeigt sie Opa und Oma, den Nachbarn, Onkel und Tante oder euren Freunden, die kennen den Abgebildeten “Zwerg” und können mit dem Bild emotional etwas anfangen. Geht mir nicht anders, wenn ich Bilder von den kleinen meiner Freunde sehe, wie sie wieder mal komplett mit Brei vollgekleistert sind. Oder Ihr nehmt euch zu Herzen, was in diesem Artikel geschrieben steht und macht schöne Bilder von Euren Kindern, denn auch die werden es Euch in Zukunft danken, wenn sie sehenswerte Erinnerungsstücke aus ihrer Kindheit haben.

    Sven

  11. Dieser Artikel kommt genau zur richtigen Zeit. Da ich vor 5 Monaten Vater geworden bin, kann ich viels nachfühlen. Ich werde die Tipps beherzigen, damit meine Bilder noch besser werden.

  12. @Sven: Das wirst du nie verhindern können, genausowenig, wie (für einen selbst) belanglose Urlaubsschnappschüsse.

    Nicht jeder fühlt sich berufen dazu “mehr” aus den Bildern zu machen.. muss auch gar nicht. Und manchmal mache ich auch nur Schnapschüsse. (Spätestens wenn “Frau” sagt “Hör auf mit dem rumexperimentieren sondern mach einfach doch mal ein ganz normals Foto!”) Die bleiben dann aber auch nur “intern”.

  13. Ich bin durch Zufall auf deinen Artikel gestossen und auch für mich kommt er zur rechten Zeit. Ich fotografiere zwar schon die Enkelkinder, aber ich werde mir trotzdem deine Tipps zu eigen machen und beim nächsten Besuch gleich umsetzen.
    Gruß Andi

  14. Der Artikel bestätigt auch meine Erfahrung. Ich habe vor Weihnachten versucht Bilder von meinen beiden (5 und 2 Jahre) zu machen, wo dann eines als Weihnachtskarte funktionieren sollte. Pfff, dass ging dann voll in die Hose. Kinder halt. Beim Plätzchen backen hielt ich mich dann im Hintergrund und fotografierte zum großen Teil ohne, dass es die Kinder mitbekamen.

    Es sind zu großen Teil sehr schöne Bilder geworden, ohne das diese gezwungen wirken. Auch zwischendurch wenn ich die Kinder beim spielen fotografiere, kommen die besten Bilder bei raus.

  15. Danke! Schöner Artikel! Ich liebe es Kinder zu fotografieren. Ich habe die Erfahrung gemacht: von Freunden die Kleinen sind es so gewohnt, das die mich schon garnicht beachten oder sogar etwas schauspielen sobald ich mit der Kamera rum schleiche! Das mit dem “eine Wellenlinie” find ich wichtig die Position der Kinder anzunehmen und mal ab un zu auf dem Boden schleichen!
    Oder mal die Kamera weglegen und mitspielen und dann wenn die Kleinen vertieft sind mal kurz zu verschwinden und vorsichtig knipsen! Nun ja bald darf ich auch mein eigenes Baby fotografieren – Freu mich riesig drauf! Bin gespannt auf Teil 2! danke ciao cagi

  16. Toller Beitrag. Dünkts mich nur oder sind hier viele Väter unterwegs ?? (Gott sind wir alt *lol*).
    Ich befinde mich aktuell in exakt der gleichen Situation: Mein Sohn ist 9 Monate alt, draussen ist’s kalt und hässlich und in der Wohnung produziert man wirklich viel Ausschuss – aber es hat immer etwa ein paar wirklich tolle Bilder dabei.
    Da ich tagsüber arbeite und erst gegen Abend zu Hause bin kommt das Thema Schummerlicht noch hinzu.

    Über weitere Beiträge und praktische Tipps zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen!

  17. Toller Artikel Martin!

    Ich habe lange nach einer Möglichkeit gesucht, mich beim Fotografieren von meinen Mitmenschen unsichtbar zu machen, aber irgendwie hat es nie richtig geklappt. Jetzt denke ich, mein großer Fehler lag darin, dass ich zu hektisch war und die ganze Zeit herumgerannt bin :-)
    Danke für deinen Tipp, ich werde es bei der nächsten Gelegenheit einmal versuchen!

    Lasse

  18. Vielen Dank für die hilfreichen Tips. Ein guter Freund von mir ist gerade letzte Woche Vater geworden und so wurde ich schon für Babyfotos engagiert.
    Liebe Grüße aus Göttingen

  19. Wie sehne ich da die Babyzeit zurück – da lagen sie still, hatten nocht keine Idee was eine Kamera ist, man hatte Zeit auszuprobieren… Jetzt (1 1/2, 3 1/2, fast 7) habe ich keine Chance. Sobald ich nur die Kamera in der Hand habe, setzen sie sich in Positur und grinsen scheußlich oder kommen sofort zu mir und wollen hinten auf den Bildschirm schauen… Also an den “Unsichtbar machen” muß ich noch üben…
    Ansonsten ein schöner Artikel! Was verwendest Du denn da so als Objektiv? Oder gibt es da kein bestimmtes?

  20. Bei meiner Nichte war das immer ziemlich schwer. Sie ist sehr aufmerksam und selbst, wenn sich jemand mit ihr beschäftigte, bemerkte sie immer, wenn ich im Hintergrund leise herumhuschte :) Inzwischen ist sie 5 und es wird immer noch schwerer, sie zu “erwischen”, wenn sie sich unbeobachtet fühlt. Also genauer gesagt ist es inzwischen so gut wie unmöglich. Deinen Artikel und deine Tipps finde ich sehr gut, aber eher auf Kleinkinder bis 3 oder 4 Jahren bezogen. Hättest du mir einen Tipp, wie ich das bei meiner Nichte angehen könnte?
    Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, mich nur sehr weit weg aufzuhalten und ein Zoomobjektiv zu benutzen. Aber das kann ja nicht alles sein :) Danke schon mal im Voraus und falls keine Antwort kommt: danke für den wundervollen Artikel =)

    Liebe Grüße

    • @Bine: Ja, das stimmt – der Artikel ist schon sehr stark auf Kleinkinder gemünzt. Bei Deiner Nichte würde ich erst einmal tatsächlich nur mit einer Tele-Brennweite fotografieren, das kommt dem “natürliche Momente einfangen” meist sehr entgegen, weil sie sich dann nicht beobachtet fühlt. Ich denke, das mal konzequent über längere Zeit durchgezogen kann schon einge sehr gute Fotos zum Vorschein bringen – ausserdem gewöhnst Du Deine Nichte dann auch schonender an die Kamera. Das sind so spontane Gedanken, die mir grad so in den Sinn kommen…

  21. Sehr sehr cool!
    Finds total gut, dass du in dem artikel mal den technischen aspekt komplett zur seite lässt und dich auf die interaktion und das soziale beschränkst.
    Das hat mir glaub ich echt (mal wieder) geholfen!

    lg,
    chris

  22. Auch bei Kindern unter 1 Jahr kommst Du, wenn sie wach sind, fast nicht mehr um ein Tele oder Zoom herum. Mein Sohn nimmt direkt Kurs auf mich, wenn ich die Kamera in den Händen halte – ist halt interessant.
    mit einem 250er Zoom gelang mir kürzlich dieser shoot mitten im Wohnzimmer:
    http://www.facebook.com/photo.php?pid=1290178&l=37df4ff56e&id=1442671000
    Wie Martin sagt: ich war “weit” weg, er hat mich und die Kamera nicht bemerkt und war auf die Mamma fixiert.
    btw: Nur Eltern sollten dieses Bild anschauen *grins* Für alle anderen wahrscheinlich uninteressant *höhö*

  23. Ich hatte beim lesen das Gefühl das du dass schreibst was ein Vater tut um die Erinnerungen an das Aufwachsen des Kindes festzuhalten. Meine ich nicht böse – genau so ging (vor 10 Jahren) und geht es mir heute auch noch.
    Ich will damit sagen das ich für mich diesen Beitrag mal nicht als Ratgeber empfunden habe. Wie schon gesagt das meine ich rein positiv. Mir gefällt der Beitrag. Bitte weiter so. Ich freue mich schon auf deine Tipps für Kindergeburtstagsfeiern. :-)

  24. Klasse Artikel :-)
    auch wenn es bei mir mittlerweile keine Babyfotos mehr werden da meine jungen Damen schon ehe in die Katekorie von Frau Zausel hineingehören und auch schon genau wissen was sie wollen und wie sie auf einem Bild aussehen möchten.
    Tschau! So.

  25. Hallo Martin.
    Ich kann mich sehr gut in dieses Thema hineinversetzen. Mein Sohn ist 4 Jahre und meine Tochter 1 1/2 Jahre alt.
    Zum Thema “unsichtbar machen” hat sich folgendes als echtes Problem herausgestellt. Unsichtbar machen geht so lange gut, bis die Kleinen mal drauf kommen, dass so ne Digi Cam ein Display hat auf dem man tolle Bilder sehen kann.
    Jeder Anschleichversuch scheitert im Ansatz. Meine Tochter steuert seit sie knapp 1 1/4 Jahre ist sobald ich die Kamera in der Hand halte zielscher auf mich zu und will mit aller Gewalt das Display bzw. sich selbst betrachten. Ein Bild zu machen wird da zur Herausforderung. *lach* Bin mal gespannt, ob Du demnächst mit der gleichen Problematik zu kämpfen hast…….. vielleicht folgt ja mal ein Blogartikel mit Anregungen zur Abhilfe. ;-))
    Gruß
    Marco.

  26. Meine Taktik ist: “Shoot and Flight”. Ich warte mit der Kamera in der Hüfte auf eine gute Situation, drücke dann spontan so schnell wie möglich 2-3x ab und lasse die Kamera dann verschwinden, bevor eine richtige reaktion kommt.

  27. Hallo Martin,
    einen Tipp möchte ich gerne noch ergänzen – vor allem für Säuglinge: Bitte ohne Blitz! Das ist nicht gut für deren Augen (und dazu schlecht für die Stimmung im Bild…)
    Wir hatten uns damals Bilder machen lassen – http://www.augenhoehe.at – weil auch ich mal mit auf den Bildern drauf sein wollte. Wir waren total begeistert und werden das nach dem ersten Geburtstagt nochmals machen lassen.

    ;-)

    lg, oli

  28. Blogartikel dazu: Kinder natürlich fotografieren: Anregungen, Ideen & Tipps {Teil 2} | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  29. Blogartikel dazu: Kleinkinder fotografieren - Jokkels Offtopic

  30. Blogartikel dazu: Lammfell, Kitsch & die Art, neugeborene Kinder zu fotografieren | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  31. Blogartikel dazu: Kleinkinder fotografieren

  32. Blogartikel dazu: Schöne Kinderfotos selbst knipsen: Diese Fotografen wissen, wie es geht | babybirds