Artikel25.01.2012 / 08:06

Was will eine Frau?

Vacillica ist 18 Jahre alt und Schülerin aus Bamberg. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Selbstportrait-Fotografie, die sie mit ihrem Interesse für Philosophie und analytische Psychologie verbindet. Ihre fotografischen Werke sind auf tumblr und auf deviantArt zu sehen.

Eine Kritik an die „patriarchale“ Erotik in der Kunst und der Wunsch, die Sexualität in der Kunst aus der Frauenperspektive zu betrachten.

Ich wette, Du hast eine Menge solcher Fotos gesehen. Wenn nicht, bitte ich dich, zum Beispiel auf deviantArt zu gehen, links in der Navigation über die Kategorie „Photography“ und „People & Portraits“ die Unterkategorie „Artistic Nude“ auszuwählen und Dir die besten Aufnahmen anzuschauen. Direkt erscheint auf dem Monitor eine Reihe von Fotos von schönen Frauen.

Sie sind perfekt: Ihr Körper ist gepflegt und proportional, erfüllt von Sinnlichkeit, umgeben von empfindlichem Licht und tiefen Schatten. Manchmal sieht man nur bestimmte Teile des weiblichen Körpers: Rundliche Brust, volle und leicht geöffnete Lippen, apfelförmiger Popo. So etwas findet man nicht nur auf Pornoseiten, die das Ziel verfolgen, den meist männlichen Zuschauer sexuell zu erregen. Die ganze Erotik scheint von der weiblichen, sexuellen Schönheit geprägt zu sein.

Ist Dir aufgefallen, dass ich oben bloß vom dargestellten Körper gesprochen habe? Nicht unbewusst. Und nicht zu Unrecht. Man sieht tatsächlich nur einen Leib. Einen Leib, den, ich zweifle nicht, jeder Mann vor sich zu sehen wünscht nach einem anstrengenden Arbeitstag. Egal, ob der Leib wie in zahlreichen Pornos misshandelt oder mit Würde dargestellt wird – die Tatsache bleibt dieselbe: Es ist nur ein Leib. Und somit ein Gegenstand, ein Objekt.

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Redaktioneller Beitrag24.01.2012 / 06:46

Trostlos

Dieser Tage bin ich spontan an den Stadtrand gefahren, um dort zu fotografieren. Irgendwie war mir nicht nach vielen Menschen zumute und ich erinnerte mich daran, dass ich am Rande der ehemaligen amerikanischen Siedlungen Bilder machen wollte. Außerdem hatte ich früh morgens ein intensives Gespräch gehabt und wollte mit meinen Gedanken erst einmal allein sein.

Der Himmel war schon den ganzen Morgen zugezogen und nur ein paar eifrige Jogger rannten mürrisch gegen den trocken-kalten Wind an. Hier und da tauchten die Gassigänger auf und in irgendeinem Hinterhof knirschten Bleche krächzend aneinander – ich erzähle das nicht, um hier eine Pseudostimmung zu erzeugen, es war tatsächlich so.

Ich schnallte mir die Kamera um und zog über ein paar offenstehende Felder, vorbei an ein paar verlassenen Häusern. Wenn der Wind gut stand, hörte ich Kindergelächter, was die Situation gefühlt noch trister machte, als sie ohnehin schon war. Hier und da hielt ich an, machte ein Foto oder zwei und ging weiter.

Es mag vielleicht komisch klingen, aber ich genoss die Tristesse. Und um die Stimmung nicht kaputtzumachen, möchte ich jetzt niemanden mit irgendwelchen EXIF-Daten oder Bildbearbeitungsmechanismen zutexten, sondern lasse lieber die Bilder sprechen.

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Artikel23.01.2012 / 08:01

Bilder sind Oberfläche

Hermann Otto Ehlers, Jahrgang 1957, ist freier Lichtbildner aus Hamburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Portrait- und Aktfotografie. Die Intensität seiner Bilder ist eher leise und lebt nicht von aufwändiger Inszenierung oder raffiniertem Lichteinsatz. Die Arbeit mit vorhandenem Licht und das fotografische Erspüren in Mimik und Gestik geben seinen Aufnahmen ihren ganz eigenen Charakter.

„Bilder sind Oberfläche. Manchmal gelingt es, sie zum Fenster zu dem Dahinter werden zu lassen.“ Für mich ist diese Feststellung Position und zugleich fotografisches Manifest.

Ich fotografiere Menschen. Am liebsten Portrait und Akt, möglichst wenig inszeniert. Und ich bevorzuge und liebe die einfache Form, weil sie Aufmerksamkeit und Wahrnehmung konzentriert. Mir gibt diese einfache Form Sicherheit und zugleich Raum und Freiheit. Wie das Fenster einen Rahmen hat und so den konzentrierten oder auch weiteren Blick in den Raum und die Freiheit dahinter ermöglicht.

Meinen ersten Akt habe ich vor einigen Jahren während eines Aufenthaltes in Berlin mit einer halbwegs funktionierenden alten Leica fotografiert, in einem Hotelzimmer auf Schwarzweiß-Film. Dem war ein zweijähriges Selbststudium der von mir geschätzten Meister der Fotografie vorausgegangen. Vor allem diejenigen fand und finde ich spannend, die mit einfachen Mitteln, aber einem gut gesetzten Bildausschnitt und dem vorhandenen Licht komponieren. Cartier-Bressons Fotografie eines liegenden Aktes in einem Atelier begleitet mich seit dieser Zeit.

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Redaktioneller Beitrag22.01.2012 / 10:01

browserFruits Januar #2

Foto Special



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deutschsprachig

Alles in Ordnung. Fotos von Urlaubern.

• Flare suchte Anfang 2011 die Top Ten unter 30. Ein Jahr später fragt das Magazin die Sieger, was sie in den vergangenen zwölf Monaten erlebt und erreicht haben.

Kodak stellt Insolvenzantrag – nach über 130 Jahren Unternehmensgeschichte.

• Ich sehe nichts, wo Du was siehst. – Fotos von Blinden.

• Fotos von sehr weit oben. Beeindruckende Satellitenbilder.

• Was von der Durchfahrt übrig bleibt. Der Fotograf Elmar Haardt zeigt in seiner Serie Topographien der Durchfahrt II Straßen, Parkplätze und Tankstellen.

Unser Müll in Afrika – Unicef-Fotos des Jahres 2011.

• “35 rules the world” – Vier Objektive im Vergleich.

• Mein Bild in fremden Händen – Was kann ich tun?

• Martin Wolf hatte in seiner Blogparade dazu aufgerufen, das für einen selbst beste Foto aus 2011 zu zeigen. Alle 222 eingereichten Bilder gibt es jetzt bei ihm zum Durchklicken.

• DieNacht zeigt die Serie “Hinterland” von Sebastian Pranz.

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Redaktioneller Beitrag21.01.2012 / 10:00

Heute: Stellt uns Eure Fragen

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Liebe Leser, habt Ihr eigentlich Fragen an uns? Gibt es Dinge, die Euch schön länger unter den Nägeln brennen, wegen der Ihr uns bisher aber keine E-Mail schicken oder einen Kommentar schreiben wolltet? Kein Problem, denn heute geht es uns genau darum. Um Eure Fragen.

Deshalb wird die gesamte Redaktion bis heute Abend um 20 Uhr auf Eure Fragen warten und sie so schnell wie möglich beantworten. Das Ganze wird auf Formspring stattfinden, einem perfekten Tool, um Eure eingehenden Fragen zu verwalten und auch zügig auf sie zu antworten.

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