07. April 2024 Lesezeit: ~4 Minuten

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Die Associated Press steht in der Kritik für ein prämiertes Bild des Jahres. Es zeigt die von der Hamas ermordete Shani Louk und wirft einige ethische Fragen auf. Nicht nur über den Umgang mit Toten auf Fotos, sondern auch über die Verbreitung von Propaganda.

Es besteht der Verdacht, dass damals beteiligte Fotograf*innen bereits im Vorfeld über das Massaker Bescheid wussten. Eine Petition fordert den Hauptsponsor Nikon nun dazu auf, Stellung zu beziehen.

Sollte ein solches Foto einen Award gewinnen?

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Eine Ausstellung ersetzt fehlende Fotos von Wissenschaftlerinnen mit KI-Bildern. Ich wollte in der letzten Woche von Euch wissen, ob KI das richtige Werkzeug dafür ist. Die meisten haben mit Nein geantwortet.

 

Linktipps

• Die Fotomesse Photopia wird bereits 2024 eingestellt. Schuld sei die schwierige Marktlage. → ansehen

• Zeitgleich berichtet der Art Market Report 2024, dass der Fotomarkt stabil sei. → ansehen

• Fotografie im Museum ist das Thema der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift RHEINFORM. Sie wird kostenfrei als PDF angeboten. → ansehen

• Die regionalen Gewinner*innen des World Press Photo Contests 2024 wurden bekanntgegeben. → ansehen

• Eine fotografische Langzeitstudie dokumentiert das thüringische Dorf Berka von den frühen DDR-Jahren bis heute. Sie ist in der Kunsthalle Erfurt zu sehen. → ansehen

• In seinem neuen Fotobuch liefert Peter van Agtmael einen erschütternden persönlichen Bericht über die Zeit nach dem 11. September 2001, im Krieg und zu Hause. → ansehen

• Für laif durfte ich Florian Voggeneder aus Linz interviewen. Seit acht Jahren begleitet er weltweit die AMADEE-Mars-Missionen fotografisch. → ansehen

• Franziska Kunze ist seit dem Pandemiejahr 2020 Sammlungsleiterin für Fotografie und Zeitbasierte Medien an der Pinakothek der Moderne in München. Im Fragebogen der Weltkunst spricht sie über den therapeutischen Zweck der Fotografie, den künstlerischen Nachwuchs und KI. → ansehen

 

Buchempfehlungen

„Ylla: The Birth of Modern Animal Photography“ : Ylla (1911–1955) widmete sich der Tierfotografie zu einer Zeit, als noch niemand daran dachte, ausschließlich Tiere zu fotografieren. Sie schuf etwas gänzlich Neues – sie hielt die individuellen Ausdrucksweisen und Persönlichkeiten der Tiere im Bild fest. Dieses Buch erzählt die spannende Geschichte einer selbstbewussten, abenteuerlustigen Frau, die als Pionierin der Tierfotografie Furore machte.

„American Bedroom: Reflections on the Nature of Life“ ist eine ungefilterte, poetische, fotografische Reise, die Amerikaner*innen in ihren intimsten Räumen zeigt: ihren Schlafzimmern.

 

Ausstellungen

Michael Wesely. Berlin 1860–2023
Zeit: 12. April – 1. September 2024
Ort: Museum für Fotografie, Jebensstr. 2, 10623 Berlin

Fever Dream
Zeit: 11. April – 6. Juni 2024
Ort: FREELENS Galerie, Alter Steinweg 15, 20459 Hamburg

Perspektiven – Drei Leica Oskar Barnack Award Serien
Zeit: 5. April – 11. Mai 2024
Ort: Leica Galerie Stuttgart, Calwer Straße 41, 70173 Stuttgart

 

Drüben auf Instagram

@julia_liebisch – Die Berlinerin arbeitet zwischen Hochzeitsfotografie und Editorial mit spannender Bildsprache. Mein Instagramtipp für Euch in dieser Woche.

 

Podcasttipp

10 Jahre nach dem Tod der Fotojournalistin Anja Niedringhaus

Am 4. April 2014 wurde die Pulitzer-Preisträgerin Anja Niedringhaus in Afghanistan erschossen. Zu ihrem Todestag widmet @mediasres der Kriegsreporterin eine Live-Sendung aus dem Forum Anja Niedringhaus in Höxter.

 

Videos

Künstler*in sein – ein Traumberuf. Braucht man dafür nur Talent oder auch Talent zur Selbstvermarktung? „Twist“ trifft den Shootingstar Leon Löwentraut, die preisgekrönte Künstlerin Latifa Echakhch, die Kunst-Professorin Rajkamal Kahlon und Annika Le Large, die von der Kunsthochschule abgelehnt wurde und jetzt als Illustratorin von ihrer Kunst leben kann.

 

Das Titelbild stammt von David Reyes. Vielen Dank!

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