Der folgende Artikel stammt von Rainer Mirau. Der studierte Umwelttechniker machte vor einigen Jahren sein Hobby zum Beruf und genießt nun die Freiheiten, die ihm die Landschaftsfotografie bietet. Viele Wochen im Jahr bereist er Nordeuropa, die Alpen und mediterrane Gebiete. Mehr Information zu seinem Schaffen findet Ihr auch auf Facebook und Google+.Es ist dunkel, oft kalt und man ist sehr wahrscheinlich alleine. Das klingt nicht gerade nach einer lohnenden Beschäftigung. Aber genau das ist es für mich: Die Landschaftsfotografie im Mondlicht. Eine inspirierende Alternative zur typischen Landschaftsfotografie.
Bei Vollmond allein einen Spaziergang im Wald zu machen, stellt auch den mutigsten unter uns die Rückenhaare auf. Es sind magische Momente, die durch das fahle Licht und die oft gespenstische Stille mein Herz höher schlagen lassen. Um die Chance auf lohnendes Bildmaterial zu erhöhen, möchte ich im Folgenden meine Erfahrungen mit Euch teilen.
Wie die Sonne im Verlauf eines Jahres zwischen einem südlichsten und einem nördlichsten Punkt auf- und untergeht, so schwankt auch der Aufgangsort des Mondes am Horizont während einer Mondphase. Der Mond läuft im Verhältnis zur Erdoberfläche in entgegengesetzter Richtung, sein Aufgang erfolgt wie bei Sternen im Osten und sein Untergang im Westen. Mondlicht hat gegenüber direktem Sonnenlicht eine sehr geringe Farbtemperatur von 4100K, es hat also einen wärmeren Farbton.
Die Hochalmspitze im Kärntner Teil des Nationalpark Hohe Tauern in Österreich. Mit dem Zelt allein hochalpin unterwegs zu sein, ist immer ein Erlebnis. Eine klare Vollmondnacht auf 2500m Seehöhe ist eine Offenbarung. Den relativ hohen ISO-Wert von 500 wählte ich zwangsläufig, da ich (nicht zum ersten Mal) meinen Fernauslöser für Belichtungszeiten über 30 Sekunden im Tal vergessen hatte. (Canon EOS 5DII, 4/17-40mm @ f6.3, 30sek, ISO 500)
Mehrere Faktoren beeinflussen die Eignung des Mondlichts für die Fotografie. Den augenscheinlichsten Einfluss hat die Mondphase. Neumond, Halbmond, Vollmond – jeder kennt den Mond in seinen verschiedenen Phasen. Zwischen Halbmond und Vollmond ist Fotografieren im Mondlicht sinnvoll, wobei der halbe Mond nicht halb so hell wie der volle ist, sondern nur etwa 11% der Leuchtkraft besitzt. Die Erklärung dafür ist, dass die Strahlen der Sonne wesentlich schräger reflektiert werden als bei Vollmond.



Vacillica ist 18 Jahre alt und Schülerin aus Bamberg. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Selbstportrait-Fotografie, die sie mit ihrem Interesse für Philosophie und analytische Psychologie verbindet. Ihre fotografischen Werke sind auf 






