Artikel27.01.2012 / 08:04

Landschaftsfotografie im Mondlicht

Rainer Mirau Der folgende Artikel stammt von Rainer Mirau. Der studierte Umwelttechniker machte vor einigen Jahren sein Hobby zum Beruf und genießt nun die Freiheiten, die ihm die Landschaftsfotografie bietet. Viele Wochen im Jahr bereist er Nordeuropa, die Alpen und mediterrane Gebiete. Mehr Information zu seinem Schaffen findet Ihr auch auf Facebook und Google+.

Es ist dunkel, oft kalt und man ist sehr wahrscheinlich alleine. Das klingt nicht gerade nach einer lohnenden Beschäftigung. Aber genau das ist es für mich: Die Landschaftsfotografie im Mondlicht. Eine inspirierende Alternative zur typischen Landschaftsfotografie.

Bei Vollmond allein einen Spaziergang im Wald zu machen, stellt auch den mutigsten unter uns die Rückenhaare auf. Es sind magische Momente, die durch das fahle Licht und die oft gespenstische Stille mein Herz höher schlagen lassen. Um die Chance auf lohnendes Bildmaterial zu erhöhen, möchte ich im Folgenden meine Erfahrungen mit Euch teilen.

Wie die Sonne im Verlauf eines Jahres zwischen einem südlichsten und einem nördlichsten Punkt auf- und untergeht, so schwankt auch der Aufgangsort des Mondes am Horizont während einer Mondphase. Der Mond läuft im Verhältnis zur Erdoberfläche in entgegengesetzter Richtung, sein Aufgang erfolgt wie bei Sternen im Osten und sein Untergang im Westen. Mondlicht hat gegenüber direktem Sonnenlicht eine sehr geringe Farbtemperatur von 4100K, es hat also einen wärmeren Farbton.

Landschaftsfotografie im Mondlicht

Die Hochalmspitze im Kärntner Teil des Nationalpark Hohe Tauern in Österreich. Mit dem Zelt allein hochalpin unterwegs zu sein, ist immer ein Erlebnis. Eine klare Vollmondnacht auf 2500m Seehöhe ist eine Offenbarung. Den relativ hohen ISO-Wert von 500 wählte ich zwangsläufig, da ich (nicht zum ersten Mal) meinen Fernauslöser für Belichtungszeiten über 30 Sekunden im Tal vergessen hatte. (Canon EOS 5DII, 4/17-40mm @ f6.3, 30sek, ISO 500)

Mehrere Faktoren beeinflussen die Eignung des Mondlichts für die Fotografie. Den augenscheinlichsten Einfluss hat die Mondphase. Neumond, Halbmond, Vollmond – jeder kennt den Mond in seinen verschiedenen Phasen. Zwischen Halbmond und Vollmond ist Fotografieren im Mondlicht sinnvoll, wobei der halbe Mond nicht halb so hell wie der volle ist, sondern nur etwa 11% der Leuchtkraft besitzt. Die Erklärung dafür ist, dass die Strahlen der Sonne wesentlich schräger reflektiert werden als bei Vollmond.

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Redaktioneller Beitrag26.01.2012 / 08:05

Die Redaktion stellt sich vor: Marit Beer

Vorwort: Martin Gommel

Als wir Marit und ihre Fotos kennenlernten, war irgendwie klar, dass wir sie recht bald fragen würden, ob sie zu uns in die Redaktion kommen möchte. Wir alle mochten ihre “angenehm unbequeme” Schreibe (im positiven Sinne), die schön kwer, schräg und ungewohnt klang und somit perfekt zum noch jungen Magazin passte.

Außerdem fand ich persönlich den Gedanken faszinierend, jemanden in der Redaktion zu haben, der zu 100% analog fotografiert, weil uns das noch einmal eine größere Breite in dieser Thematik geben würde.

Dazu kam, dass Marit nicht nur auf Film fotografierte, sondern auch noch Bilder machte, die mir sehr gut gefielen. Ihre Herangehensweise, Menschen zu portraitieren beeindruckte mich zunehmend und ihr erster Artikel brachte mich quasi auf den Geschmack.

Mittlerweile ist Marit ein fester Bestandteil unserer Redaktion, von KWERFELDEIN. Darauf bin ich schon ein bisschen stolz, zugegeben. Jetzt aber reiche ich das Mikrofon an sie selbst und heiße sie nochmals herzlich willkommen.

Es ist nun einmal so, dass man sich vorzustellen hat. Das gehört zum guten Ton und man möchte ja wissen, mit wem man es da überhaupt zu tun hat. Das letzte Mal, dass ich mich vorzustellen hatte war, als ich mein Masterstudium begann. Da saßen mir 20 völlig fremde Menschen gegenüber und ich sollte ihnen mitteilen, wer ich bin.

Ich weiß nicht mehr, was ich sagte, aber ein paar lustige Sachen müssen es gewesen sein, denn ein paar lachten. Als die zehn Minuten Vorstellung vorbei waren, setzte ich mich mit trockener Kehle wieder hin und die anderen waren an der Reihe. Ich weiß übrigens nichts mehr von dem, was sie sagten, weder blieben mir ihre Namen in diesem Moment im Gedächtnis, noch ihre Ausbildungen oder Vorbildungen. Es war alles in einer grauen Suppen irgendwo im letzten Winkel des Stirnhinterzimmerchens verschütt gegangen.

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Artikel25.01.2012 / 08:06

Was will eine Frau?

Vacillica ist 18 Jahre alt und Schülerin aus Bamberg. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Selbstportrait-Fotografie, die sie mit ihrem Interesse für Philosophie und analytische Psychologie verbindet. Ihre fotografischen Werke sind auf tumblr und auf deviantArt zu sehen.

Eine Kritik an die „patriarchale“ Erotik in der Kunst und der Wunsch, die Sexualität in der Kunst aus der Frauenperspektive zu betrachten.

Ich wette, Du hast eine Menge solcher Fotos gesehen. Wenn nicht, bitte ich dich, zum Beispiel auf deviantArt zu gehen, links in der Navigation über die Kategorie „Photography“ und „People & Portraits“ die Unterkategorie „Artistic Nude“ auszuwählen und Dir die besten Aufnahmen anzuschauen. Direkt erscheint auf dem Monitor eine Reihe von Fotos von schönen Frauen.

Sie sind perfekt: Ihr Körper ist gepflegt und proportional, erfüllt von Sinnlichkeit, umgeben von empfindlichem Licht und tiefen Schatten. Manchmal sieht man nur bestimmte Teile des weiblichen Körpers: Rundliche Brust, volle und leicht geöffnete Lippen, apfelförmiger Popo. So etwas findet man nicht nur auf Pornoseiten, die das Ziel verfolgen, den meist männlichen Zuschauer sexuell zu erregen. Die ganze Erotik scheint von der weiblichen, sexuellen Schönheit geprägt zu sein.

Ist Dir aufgefallen, dass ich oben bloß vom dargestellten Körper gesprochen habe? Nicht unbewusst. Und nicht zu Unrecht. Man sieht tatsächlich nur einen Leib. Einen Leib, den, ich zweifle nicht, jeder Mann vor sich zu sehen wünscht nach einem anstrengenden Arbeitstag. Egal, ob der Leib wie in zahlreichen Pornos misshandelt oder mit Würde dargestellt wird – die Tatsache bleibt dieselbe: Es ist nur ein Leib. Und somit ein Gegenstand, ein Objekt.

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Aktuelles

Link zu Trostlos

Trostlos

Dieser Tage bin ich spontan an den Stadtrand gefahren, um dort zu fotografieren. Irgendwie war mir nicht nach vielen Menschen zumute und ich erinnerte mich daran, dass ich am Rande der ehemaligen amerikanischen Siedlungen Bilder machen wollte. Außerdem hatte ich früh morgens ein intensives Gespräch gehabt und wollte mit meinen Gedanken erst einmal allein sein.

24.01.2012 / 06:46 / 44 Kommentare
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Bilder sind Oberfläche

„Bilder sind Oberfläche. Manchmal gelingt es, sie zum Fenster zu dem Dahinter werden zu lassen.“ Für mich ist diese Feststellung Position und zugleich fotografisches Manifest.

23.01.2012 / 08:01 / 19 Kommentare
Link zu browserFruits Januar #2

browserFruits Januar #2

Foto Special ~ deutschsprachig • Alles in Ordnung. Fotos von Urlaubern. • Flare suchte Anfang 2011 die Top Ten unter 30. Ein Jahr später fragt das Magazin die Sieger, was sie in den vergangenen zwölf Monaten erlebt und erreicht haben. • Kodak stellt Insolvenzantrag – nach über 130 Jahren Unternehmensgeschichte. • Ich sehe nichts, wo

22.01.2012 / 10:01 / 5 Kommentare
Link zu Heute: Stellt uns Eure Fragen

Heute: Stellt uns Eure Fragen

Liebe Leser, habt Ihr eigentlich Fragen an uns? Gibt es Dinge, die Euch schön länger unter den Nägeln brennen, wegen der Ihr uns bisher aber keine E-Mail schicken oder einen Kommentar schreiben wolltet? Kein Problem, denn heute geht es uns genau darum. Um Eure Fragen.

21.01.2012 / 10:00 / Kommentare sind geschlossen
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