Redaktioneller Beitrag07.02.2012 / 06:59

Kreativität: Die Spirale

Spirale

Jeden Tag, an dem Du nicht übst, bist Du einen Tag weiter davon entfernt, gut zu sein. Ben Hogan, amerikanischer Golfspieler, 1912-1997

Ein gutes Zitat, nicht wahr? Jedoch gefällt es mir anders herum noch besser: Jeden Tag, an dem Du übst, bist Du einen Tag näher dran, gut zu sein. Und (auch) darum geht es in diesem Artikel.

Als ich im November 2010 damit begann, jeden Tag mindestens zehn Aufnahmen zu machen, passierte etwas Seltsames und zugleich Faszinierendes. Ich bemerkte, wie schnell ich meinen Stil fand, wie zügig ich vorankam und wie ich von Monat zu Monat neue Dinge sah, die mir vorher nie aufgefallen waren. Ich kam mir vor wie in einem Kreativitäts-Turbo-Boost. Das Fotografieren fühlte sich irgendwann wann wie eine Spirale, die nach oben geht.

Weiter bemerkte ich, dass ich das Gefühl, die Kamera in der Hand zu halten und abzudrücken, nicht mehr missen wollte. Sie gehörte irgendwann zu mir wie meine rechte Hand. Und irgendwann bemerkte ich, dass ich mehr sah. An Orten, die ich schon drei, vier oder gar zehn Mal besucht hatte, fielen mir mehr und mehr Dinge auf, die für ein gutes Foto tauglich waren. Mehr fotografieren, mehr sehen. Klick-klack!

Das Üben und Beherrschen der Kamera machte mich bereit, besondere Momente festzuhalten. Ich mache die Momente nicht selbst, da ich sie vor allem auf der Straße weder herbeiführen noch verhindern kann. Ich dokumentiere lediglich und warte auch oft an einer Stelle, bis irgendetwas Ungewöhnliches passiert. Und je häufiger ich fotografiere, desto besser bin ich darin, Situationen aus einer von Milliarden möglichen Perspektiven mit einem Foto einzufrieren.

› weiterlesen

Interview06.02.2012 / 08:28

“Von diesem Moment an habe ich nicht mehr aufgehört, ich wollte alles einfangen.” Im Gespräch mit Elizabeth Brooke

Zum Glück hat Martin mich vor einiger Zeit auf den Fotostream von Elizabeth Brooke aufmerksam gemacht. Die junge Fotografin zeigt dort verträumte, gefühlvolle und emotionale Bilder, die mich sofort berührt haben. Dass Elizabeth erst 15 Jahre alt ist, kann ich beim Betrachten ihrer Fotos und Konzepte kaum glauben. Grund genug, mehr über sie erfahren zu wollen.

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview nimmst, Elizabeth! Stell Dich doch unseren LeserInnen zuerst einmal vor.

Mein Name ist Elizabeth Brooke, ich bin in Los Angeles, Kalifornien, geboren und aufgewachsen und gerade 15 geworden. Wenn ich nicht fotografiere, liebe ich es zu lesen, Musik zu hören, Zeit mit Freunden zu verbringen und ich mache Stabhochsprung. Außerdem backe ich gerne Nachspeisen.

Wann hast Du angefangen zu fotografieren? Hat Dich die Fotografie schon längere Zeit interessiert oder gab es einen speziellen Moment, der Dich dazu bewogen hat, mit dem Fotografieren zu beginnen?

Zum ersten Mal habe ich mit zwölf Jahren eine Kamera in die Hand genommen. Ich habe Fotografien schon immer geliebt, habe stundenlang die Fotoalben meiner Eltern angesehen. Ich glaube, ich habe einfach eines Tages entschieden, einen Versuch zu starten, als ich die Kamera daheim herumliegen sah. Von diesem Moment an habe ich nicht mehr aufgehört, ich wollte alles einfangen.

› weiterlesen

browserFruits05.02.2012 / 10:54

browserFruits Februar #1

Liebe Leser, wir freuen uns erstens darüber, dass wir nun unser technisches Problem gelöst haben und Ihr wieder kommentieren könnt. Noch mehr aber freuen wir uns, dass wir Euch nun eine weitere Ausgabe der browserFuits vorlegen können. Habt Ihr einen Favoriten unter den Links?

Übrigens: wir sind gerade dabei, das Format der browserFruits neu zu bedenken – und zwar in alle Richtungen. Wenn Ihr also Vorschläge habt, immer her damit.

Foto Special



~

deutschsprachig

• Bücher machen um jeden Preis? – Über die Finanzierung von Fotobüchern.

• Emerge zeigt die Diplomarbeit “Konvertieren” von Lia Darjes.

• Im Interview mit dem Handelsblatt spricht Direktor Werner Lippert über neue Trends in der Fotografie.

• Ein paar Zirkusbilder und ein Making of Video von Joe McNally.

• Über Peter Bialobrzeskis Triologie “Habitat”.

• Blogtimes stellt Ben Heine vor. Pencel vs. Camera.

• Beindruckende Architekturaufnahmen aus der TU Chemnitz.

• Bildpoeten nennt sich ein neues Hochzeitsfotografenportal. Die Fotos überzeugen.

• Über die Kodak No. 1. weiß Jeriko zu berichten.

• Die Zeit hat Bilder von Saul Leiter. Schöne Farbaufnahmen aus New York.

• Und Stern zeigt 10 Aufnahmen von Robert Capa.

• Britisches Gericht entscheidet: Ähnlichkeit von Bildmotiven ist ausreichend für Urheberrechtsverletzung.

› weiterlesen

Aktuelles

Link zu Als Fotograf beim Castor-Transport

Als Fotograf beim Castor-Transport

126 Stunden Transportzeit, über 100 Blockade-Aktionen und 20.000 Polizeikräfte im Einsatz. Der Castor-Transport 2011 war der längste, der teuerste und sicherlich auch einer der härtesten – sowohl für Aktivisten und Polizisten, als auch für uns Fotojournalisten.

03.02.2012 / 07:59 / 13 Kommentare
Link zu Sprung in die Freiheit

Sprung in die Freiheit

Das Bild Sprung in die Freiheit gehört zu den Ikonen der Fotogeschichte. Ich möchte die Geschichte hinter dem Bild erzählen. Denn denke ich an das geteilte Deutschland, dann habe ich dieses Foto im Kopf, das kurz nach dem Mauerbau entstand. Kein Bild des Mauerfalls ist so einprägsam gewesen. Ein Foto vom Anfang zeigt bereits das Ende.

02.02.2012 / 08:06 / 13 Kommentare
Link zu Poladarium 2013

Poladarium 2013

Im Adventskalender haben wir diesen tollen Polaroidkalender für 2012 bereits beworben und verlost. Wir sind froh, dass er auch 2013 wieder erscheinen wird. Und Ihr könnt dabei sein!

01.02.2012 / 16:51 / 13 Kommentare
Link zu Manipulationsphobie

Manipulationsphobie

Mit zugekniffenen Augen habe ich in den letzten Tagen mal genauer hingesehen und siehe da: Es gibt sie noch und zwar gar nicht wenige. Die Rede ist von Fotografen, die die fragwürdige Theorie verbreiten, Fotografie und Bildbearbeitung wären zwei komplett unterschiedliche Paar Stiefel, die überhaupt nicht zueinander passen. Und: Je mehr ein Foto bearbeitet würde, umso schlechter müsse der Fotograf sein. Denn wenn er fotografieren könnte, müsste er oder sie ja nicht so viel bearbeiten.

01.02.2012 / 08:50 / 61 Kommentare
1 von 468123456789...Letzte »

kwerfeldein.de als E-Mail?
Einfach E-Mail eintragen:

Versandt von FeedBurner