15. Januar 2020

Eisgalaxien von Jonna Jinton

Jonna Jinton lebt zusammen mit ihrem Mann, zwei Hunden und einer Katze in Nordschweden. Nach ihrem Studium und einem Leben in der Großstadt beschloss sie, sich in das kleine Dorf zurückzuziehen, aus dem ihre Großeltern stammen. Mitten in der Natur zwischen Wäldern und einem See.

Die Natur ist auch Jonnas größte Inspiration. Sie fotografiert nicht nur leidenschaftlich gern, sondern singt, malt und entwirft gemeinsam mit ihrem Mann Schmuck. Auf ihrem Youtube-Kanal kann man ohr dabei zusehen und erfährt, wie es ist, an einem Ort mit nur zehn Einwohner*innen zu leben.

In den letzten Wintern stand der See im Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Sie nahm nicht nur hin und wieder ein Eisbad, sondern zeichnete auch die Klänge des meterdicken Eises auf und hielt mit ihrer Drohne die Spuren auf der Eisoberfläche fest. Diese Aufnahmen wirken wie surreale Gemälde und beim genauen Hinsehen entdeckt man nicht nur Brüche im Eis und Schnee, sondern auch Tierspuren und spannende Formen.

Eisoberfläche

Icewalker

Eisoberfläche

Ice orchestra

Eisoberfläche

Ice galaxy

Eisoberfläche

Iceflake

Wie die Aufnahmen entstanden sind und welche Geschichten Jonna selbst hinter den Bildern sieht, erzählt sie in folgendem Video ab Minute 9:55 bis 12:41. Natürlich könnt Ihr Euch ihr Video auch komplett ansehen, wenn Euch ein Eisbad und vom Eis inspirierter Schmuck interessieren:

Ich hoffe, ich konnte Euch mit Jonnas Aufnahmen den Winter ins Wohnzimmer bringen. Draußen ist es ja in Deutschland gerade leider viel zu warm, um auf dem natürlichen Eis zu laufen. Vielleicht inspirieren Euch die Fotos auch für unsere aktuelle Foto-Herausforderung zum Thema „Kälte“.

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4 Kommentare

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  1. Wie passend zum Wochenthema. Schöne Inspiration. Und was für atemberaubende abstrakte Fotografien.

    Wenn ich hätte raten müssen, mein erster Tipp wären nicht Drohnenfotos eines gefrorenen Sees gewesen. Vielmehr haben mich die die feinen Adern und Verästelungen an Abbildungen von stark vergrößerten Strukturen erinnert, wie ich sie vom Mikroskop kannte. Laub, Schwämme, Moos, Insekten.

    Lediglich die Farbgebung strahlt etwas sehr Kaltes aus. Aber auch hier: Das Mikroskop damals hatte unterschiedliche Leuchtmittel, um Details hervorheben zu können. Neben einer normalen Glühbirne gab es auch eine rote und eine blaue Leuchte, an die mich die Fotos erinnerten. Danke dafür!

    PS. Eine Entwicklung in schwarzweiß wäre sicher auch spannend. So als zusätzliche Abstraktionsebene.

  2. Das ist ja schön, Jonna Jinton´s YT-Kanal besuche ich sporadisch immer mal wieder seit Jahren schon. Abgesehen von de künstlersichen Vielfalt führt sie zusammen mit ihrem Mann ein unglaublich dichtes, tiefes Leben dort oben. Beeindruckt mich sehr.

  3. Blogartikel dazu: Kleinigkeiten