13. Januar 2020 Lesezeit: ~2 Minuten

52 Wochen – Thema 2: Kälte

Unsere fotografische Herausforderung geht heute mit dem zweiten Thema in die nächste Runde. Macht mit und erstellt im Laufe der Woche ein Foto, das beim Anblick ein Gefühl von Kälte auslöst. Eine Herausforderung im doppelten Sinn, denn der Winter ist unglaublich mild.

Bei mir im Rheinland gab es maximal ein wenig Nachtfrost und bisher kann ich von dicken Schneeflocken und Eisblumen nur träumen. Aber vielleicht interpretiert Ihr das Thema auch ganz anders und denkt an psychische oder soziale Kälte? Ganz egal wie, macht Euer Ding daraus.

Hochsitz im Winter

© Kilian Schönberger

Inspiration

Könnt Ihr Euch vorstellen, wie kalt sich -50 °C anfühlen? In der Hauptstadt Jakutsk sind diese Temperaturen im Winter völlig normal. Amos Chapple hat dort eine Reportage über die kälteste Stadt der Welt fotografiert.

Man muss nicht nach Russland reisen, um schöne Winterlandschaften zu finden. Kilian Schönberger hat den Winter in Deutschland in wunderschönen Bildern eingefangen. Und Jana Mänz hat einen Winter auf Rügen verbracht.

Landschaften sind nicht Euer Ding? Dann arbeitet abstrakter und schaut Euch mal die Eisformationen von Ryota Kajita an. Auch die Makrofotografie bietet unzählige Möglichkeiten in Eis und Schnee.

Die Kälte geht an der Technik oft nicht spurlos vorbei. Tipps zum Fotografieren in Schnee und Kälte haben Martin Hülle und Philipp Ledényi für Euch.

Eisblase

© Ryota Kaji Kajita

Ablauf

Ihr habt wieder eine Woche Zeit, um dieses Thema umzusetzen. Verlinkt Euer Bild in den Kommentaren oder schickt es uns bis zum 21. Januar 2020. Schreibt gern auch eine kleine Geschichte zum Foto. Jeden Montag gibt es im Magazin ein neues Thema für Euch, Ihr könnt jederzeit mit einsteigen oder die Themen als Inspiration für Euch nutzen, wie es eben passt.

Wenn Ihr jede Woche mitmacht, habt Ihr bis zum Jahresende 52 Fotos gemeinsam mit uns umgesetzt. Dabei soll es nicht um einen Wettbewerb gehen, sondern um eine Herausforderung für jede*n von Euch ganz persönlich. Wir sind sehr gespannt auf Eure Ergebnisse!

Als Hashtag hat sich #kwerfeldein52 ergeben, wenn Ihr Eure Werke online zeigen möchtet. Einen Einblick in die Ergebnisse des ersten Themas findet Ihr am Samstag im Magazin!

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50 Kommentare

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  1. Hallo,
    bei mir ist es vordergründig die körperliche Kälte vor allem beim Pendeln mit dem Rad zur Arbeit. Vor allem deswegen, weil Sie mittlerweile seltener vorkommt, da die Winter hier in Süddeutschland immer milder werden. Letztes Jahr gab es jedoch eine Periode mit Temperaturen unter -10°C. Bei diesen Temperaturen war es besonders zu fahren. Jede Steigung hat in der Lunge geschmerzt, jedoch hat die leeren Radwege in den Stadtparks eine ganz andere Stimmung wie sonst. Eine auffällige Ruhe vor allem weil man Gefühl hatte, dass das Leben zur Ruhe gekommen ist. Es war für mich deswegen eine besondere Fahrt und Periode. Ich hatte in dieser Zeit meine NikonF2 mit geladenen HP5 dabei, den ich auf ISO800 belichtet habe.
    https://www.instagram.com/p/BgIqOBfAHo4/?utm_source=ig_web_button_share_sheet

  2. Denke ich an Kälte, fällt mir tatsächlich nicht als erstes etwas ein, das mit Wetter und Temperatur zu tun hat. Kälte dringt tiefer. In ihr steckt vermisste Nähe, Einsamkeit, verweigerte Freundlichkeit, in Kauf genommene Gleichgültigkeit. Kalt ums Herz, das ist die Kälte, die ich meine. Die, die wir zulassen. Und sie ist allgegenwärtig.
    Mein Teilnahmefoto:
    https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=1920×400:format=jpg/path/sda4a5dcfa0fb98b4/image/i8519aa8049fdbd31/version/1579117140/image.jpg

    • Kälte. Endlich Frost. Endlich Graupel. Spät, aber der Winter kommt. So habe ich mich diese Woche mit der ersten Intension meinerseits befasst. Und Kälte ist nützlich! Wie z. B. im Falle der Hagebutte. Erst wenn der erste Frost überwunden ist, sind die intensiv roten Früchte reif zum Ernten. Er ist auch entscheidend für die Regulierung von Insektenpopulation, gibt Allergikern eine Verschnaufpause, lässt das Holz von Bäumen und Sträuchern richtig ausreifen. Doch die Jahreszeiten verschieben und verändern sich, überall auf der Welt und stellt immer mehr Regionen vor große Probleme. Ein Grossteil der Vegetation wird sich verändern müssen, wird evtl. verschwinden.

      https://www.instagram.com/p/B7g4e2HImj2/?igshid=skklqo3u5g9u

  3. 2/52 Kälte – Ghostbike #12

    Eiskalter Schauer…, als ich auf dem Heimweg an einem neuen, dem mittlerweile 12. Ghostbike in dieser Stadt vorbei radelte. Da ich selbst fast 365 Tage im Jahr mit dem Rad unterwegs bin und regelmäßig auf dieser Strecke, verbinde ich das Thema Kälte mit diesem Erlebnis. Ghostbikes dienen dem Gedenken der Opfer und der Mahnung an die Verkehrsteilnehmer und Politik.
    Hintergrund: Ein paar Tage später radelte ich spät Abends noch einmal mit Stativ an die Stelle. Ich fand keine richtige Ruhe, der Verkehr erschwerte die Aufnahme enorm und ich wollte schnell wieder weg. Nach ein paar Langzeitbelichtungen spürte ich die Kälte, physisch und psychisch.Für den Beitrag wählte absichtlich die abstrakteste Aufnahme, aus kühler Distanz, und die Einzige bei der ich selbst auf der Straße stand. Ein kleine Montage von 4 Aufnahmen befindet sich auf sternchenbilder.de

    https://www.instagram.com/p/B7bihb0iU2s/?igshid=1ljfngn1hgqpx

    http://sternchenbilder.de/index.php?sfpg=NTIvKjAyX0thZWx0ZV9HaG9zdGJpa2UxMi5qcGcqNTdiOGQyYTlhYjg5ZWE4MTc0NWQ3ZTk1OTkzMTA1MWViZDM5N2E0YmNhODcyMDdiNTc3MGRhODA1MjkxMGY1ZQ

  4. Das Wetter draußen bietet derzeit nicht wirklich Motive zum Thema „Kälte“… Deshalb habe ein bisschen Wasser in Gefrierbeuteln eingefroren, um eine Eisfläche zu simulieren. Ich platzierte das Eis auf meinem Leuchtpanel und machte ein paar Aufnahmen. Das Leuchtpanel hat sich dabei leicht „verzogen“. Die Kälte ist diesbzgl. nicht sehr vorteilhaft…
    Deshalb zerbrach ich die angetaute „Eisscholle“ in mehrere kleine Stücke – machte noch ein paar Aufnahmen auf dem Panel…
    Und dann dachte ich, ein gekühlter Weißwein wäre doch gut, um das Eis nicht zu verschwenden. Letztendlich ist nun dieses Weißweinglas mit den sich auflösenden Eisstücken mein Motiv geworden. So war es zwar nicht geplant, aber das Ergebnis fand ich letztendlich am besten. Bilder entwickeln sich eben beim „Machen“.

    https://www.instagram.com/p/B7evL9GKxiM/

  5. Ich hab mich gefragt, wann mir – ganz ohne jeden übertragenen Sinn – wirklich kalt wird und die Antwort war reichlich einfach: Ich pendle mit dem Rad zur Arbeit. Dieses Jahr fahre ich zum dritten Mal in einen Winter ohne Auto, Bus und U-Bahn und heute hat es endlich geschneit! Der richtige Tag, um doch noch das Bild zu machen, das ich im Kopf hatte, denn Schnee ist etwas wirkliches Schönes wenn man Rad fährt! Um meine Sicherheit kümmere ich mich dabei mit Spike-Reifen. Und schon habe ich wieder eine Seite in meinem Buch zusammen…

    https://instagram.com/p/B7f9aOanMKe/

  6. Blogartikel dazu: Projekt 52 – Woche 2: Kälte | sammelsurien

  7. Das Wochenthema “ Kälte“ war ein Glücksfall für mich: Denn zum ersten Mal in drei Jahren tragen die Engadiner Seen, in meiner Heimat Graubünden, diesen Winter wieder Schwarzeis. Und wie es der Zufall so wollte, führte mich mein Job diese Woche just ans Ufer einer dieser zugefrorenen Seen. Für mich war also klar: Für das Wochenthema fotografiere ich Schwarzeis.

    Gesagt, getan: https://www.instagram.com/p/B7eMf8nHfD_/

    Nur ganz zufrieden mit meiner Umsetzung bin ich nicht. Denn auch wenn mir die Aufnahme gefällt, durch das warme Licht des Sonnenuntergangs strahlt sie nur wenig Kälte aus. Ich bin mir deshalb nicht sicher, ob ich das Wochenthema wirklich erfüllt habe.

  8. Spannendes und echt schwieriges Thema zur Zeit. Habe jetzt drei Anläufe hinter mir.

    Was verbinde ich bin Kälte? Mit richtiger Kälte:
    Sibirien, – 30°C, Berge, Schnee, Eis, kein fließend Wasser, die Farbe blau.

    Was aber tun, wenn man nichts davon hat. In Berlin sind es aktuell zwischen 5 und 11°C, kalt ja, aber nicht kalt genug. Und mal eben in die Berge fahren ist auch nicht drin.

    https://www.instagram.com/p/B7g3BPHInyH/

    Bestes Julian

  9. Hallo aus Niedersachsen,
    auch wenn wir hier noch immer auf den ersten Schnee warten, so gab’s zumindest doch schon mal ein paar frostige Nächte.
    Bei einem schönen Sonntagmorgen-Spaziergang haben wir mehrere Erdhaufen entdeckt, auf denen noch die Überreste von merkwürdigen Pflanzen standen, die wir partout nicht identifizieren konnten.
    Wir hatten auf alle frische Luft an diesem kalten und doch sonnigen Morgen und vor allem viel Spaß mit der Kamera :-)

    https://500px.com/photo/1009475696/Eiswesen-by-Birgit-Reiter

    LG Birgit