Heftaußenseite in Braun
29. März 2019

Myths of the near Future – Dissolution

Die Menschheit in ferner Zukunft – der Körper befindet sich im Begriff der Auflösung, er verschwindet. Diese Vision der menschlichen Zukunft inszeniere ich in „Myths of the near future – Dissolution“. 
Ausgehend von Entwicklungen aktueller Technologien, in der Kommunikation immer mehr über digitale Medien vermittelt wird, zeigt meine Arbeit eine Zukunftsvision, in der der Körper nicht mehr gebraucht wird.

Bereits in meinen vorherigen fotografischen Arbeiten habe ich mich der Betrachtung und Erforschung anderer Welten gewidmet. Dabei versuche ich, mich visuell Fragen zu nähern, durch diese visuelle Erzählweise den Eindruck von Welten zu vermitteln und meinen Eindruck der Welt darzustellen. Dabei lege ich mich im Vorhinein nicht fest, inwiefern ich meine fotografische Arbeit präsentiere.

Jedoch bot es sich bei dieser Thematik an, in Form eines Buches oder installativ zu arbeiten. Auch dieses Projekt hat die Form eines Magazins bzw. Heftes und ist gleichzeitig auch eine Rauminstallation. Dabei geht es thematisch im Heft um den Zustand der Auflösung, den ich versuche, zu vermitteln, während die Installation die zukünftige Welt ist, die ich erschaffen habe und in die die Betrachter*innen beim Betreten des Raumes eintauchen können.

Mein schon immer dagewesenes Interesse an Science-Fiction war dabei der Auslöser, ein solches Thema fotografisch zu bearbeiten. Ich wollte eine eigene fantastische und etwas absurde Welt inszenieren. Um diese eigene Welt zu erschaffen, bin ich erst einmal in unserer Welt auf die Suche nach anderen „Welten“ bzw. nach Eindrücken anderer Welten gegangen.

Die Schwierigkeit bei der Bearbeitung meines Themas war es ja, etwas zu erschaffen, was noch nicht existiert. Deshalb bediene ich mich bei dieser Arbeit visuell teilweise der Abstraktion. Mit diesem Stilmittel habe ich die Vorstellung einer eigenen Welt verwirklicht und sie sozusagen geschaffen. Durch die abstrakte Darstellungsweise habe ich den abgebildeten Gegenständen die Gegenständlichkeit entzogen und ihnen den Bezug zu dieser Welt genommen. Dieser Vorgang sollte auch die Thematik der körperlichen Auflösung unterstreichen.

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Aufgeschlagenes Heft mit abstrakten Bildern

Inspiriert wurde diese Arbeit unteranderem durch den gleichnamigen Kurzgeschichten-Sammelband von J. G. Ballard. Ebenso wie dieses Buch eine Sammlung von Kurzgeschichten ist, sollen noch weitere Ausgaben meines Magazins erscheinen, die sich fotografisch mit der Zukunft der Menschheit und der Welt auseinandersetzen.

4 Kommentare

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  1. Nun ja, das mit der „eigenen Welt“ ist so eine Sache, beruht das Ganze doch auf technischen Algorithmen, die von anderen entwickelt wurden. Das gilt grundsätzlich für jede Arbeit mit der Kamera. Flusser hat das hinreichend beschrieben. Ungeachtet dessen: Die Bilder gefallen mir.

  2. „Die Schwierigkeit bei der Bearbeitung meines Themas war es ja, etwas zu erschaffen, was noch nicht existiert. Deshalb bediene ich mich bei dieser Arbeit visuell teilweise der Abstraktion. Mit diesem Stilmittel habe ich die Vorstellung einer eigenen Welt verwirklicht und sie sozusagen geschaffen.“

    „Sozusagen“ … schreibst du selber.

    Eine „Creatio ex nihilo“ ist auch eine gewaltige Aufgabe …

    Die Fotos finde ich sehenswert.