18. Oktober 2018

The Artist Diet

Das Projekt „The Artist Diet“ visualisiert die Rituale und Routinen berühmter Künstler*innen und ihre Essgewohnheiten. Ich habe mich immer mehr für die Geschichten und den Prozess hinter der Kunst interessiert als für die Kunst selbst. Vor einigen Jahren las ich über David Lynchs strenges Ritual des Essens bei Bob’s Big Boy um genau 14:30 Uhr (die einzige Uhrzeit, zu der der Milchshake genau die richtige Konsistenz habe) und wie er fünf, sechs, sieben Tassen Kaffee mit viel zu viel Zucker dort trank.

Er beschrieb sich selbst als „heavily into sugar“. Die Zucker-Koffein-Kombination schürte seine Kreativität, während er Ideen auf Servietten kritzelte. Er schrieb diesem Ritual seinen Erfolg zu. Von diesem Moment an begann ich, über andere Künstler*innen und ihre Essrituale nachzulesen.

Ich las Biografien, Bücher über Routinen von Künstler*innen (danke, Mason Currey für „Daily Rituals!“ ) und durchsuchte das Internet nach den Essgewohnheiten von Künstler*innen. Als ich eine Liste hatte, fing ich an, alle Künstler*innen einzeln zu untersuchen, um die Details zu verfeinern. In welcher Ära lebte die Person, in welcher Umgebung arbeitete sie, welche anderen Rituale um das Essen und ihre Arbeit waren ihr wichtig? Auf jedem Foto gibt es neben dem Essen noch Details, die direkt auf Fakten über ihr Leben verweisen.

Milchshake und Tee auf einem Tisch

Snack auf einem Tisch mit Schreibmaschine

Frühstück auf einem Tisch

Frühstück

Chinesisches Essen neben einer Schreibmaschine

Essen auf einem Tisch

Frühstück

Essen auf einem Tisch

Sandwich

Essen auf einem Tisch

Bunter Nachtisch

Austern und Fleisch auf einem Tisch

Ich fühle mich persönlich mehr mit einem Kunstwerk verbunden, wenn ich mehr über den Prozess und die Person dahinter weiß. Indem man die Szene für jede*n dieser Künstler*innen ausgestaltet, kann man sich sich selbst darin vorstellen, wie das Essen geschmeckt hat und zumindest ein bisschen verstehen, wie sie sich in diesem Moment gefühlt haben.

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12 Kommentare

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  1. Gestern gemeckert, heute wieder begeistert; such is life ;-)
    Genial „einfaches“, ideenreiches, toll umgesetztes Projekt.
    Das muss ich mir heute Abend nochmal genauer anschauen, auch in Kombination mit den verschiedenen >Künstlern.

  2. Mal abgeshen von dem Arrangement und der fotografischen Umsetzung – ist aus dem, was der Künstler isst, das Kunstwerk zu beurteilen? Zum Beispiel hilft es mir zum Verständnis seines Werkes nicht weiter, wenn ich weiss, dass Charles Schulz Sandwiches gegessen und dazu Milch getrunken hat etc..
    Trotzdem nette Idee, aber wohl eher etwas für Promimagazine u.ä.