02. November 2017

Diskobucht

Grönland war immer schon ein Ort, der mich interessiert hat: Die isolierte und raue, doch dennoch schöne Landschaft war der Hauptgrund für mich, dorthin zu reisen. Gesehen als einer der letzten Orte, die immer noch ein Gefühl von Wildnis vermitteln, plante ich eine Reise an die Diskobucht zusammen mit dem Modell Sheri Chiu.

Das Ziel für das Projekt war der Eisfjord Ilulissat. Nach einem Flug aus Reykjavik, zwei Stunden über dem Inlandeis Grönlands, landeten wir in der Nähe davon an der Küste. Dies gab uns ein starkes und unvergessliches Gefühl, welch einer Landschaft wir uns näherten. Auf der Suche nach Motiven wanderten wir mehrere Tage in der Region der Diskobucht umher, beeindruckt von der Schönheit dieses Meisterwerks. Wir waren ein Teil davon, auf dem höchsten Punkt.

Eine Frau posiert nackt auf einer Wiese liegendEine Frau läuft nackt durch eine Landschaft

Eine nackte Frau steht vor Eisschollen

Eine Frau stützt ihren Kopf auf einen FelsEine Frau posiert nackt vor Eis
Eine Frau vor Eisscholleneine nackte Frau hält sich eine Hand vor das Gesicht

Eine nackte Frau hockt vor Eisschollen

Eine nackte Frau macht Liegestütze vor einer Landschaft aus EisEine Frau betrachtet Eisschollen
Eine EislandschaftEine nackte Frau läuft gebückt vor Eisschollen

Für das Projekt war mir die Qualität der Bilder besonders wichtig, damit die Fotografien auch in Zukunft zeitlos wirken können. Dafür benutzte ich die Phase One IQ3 mit 100 MP, die mir auf Anfrage als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde. Durch die hohe Auflösung und ihren Dynamikbereich war es möglich, die Details in den starken Schatten und hellen Lichtern der Eisberge aufzunehmen.

Grönland ist ein wichtiger Teil für mein Langzeitprojekt über Menschen in der Natur, da es für mich der wichtigste Teil zum Thema Norden und Natur ist. Die Motive fügen sich in die Arbeiten aus Island und Norwegen ein und füllen meine Serie aus. Die Bilder werden für das fertige Langzeitprojekt den Beginn und das Ende repräsentieren.

Unterstütze kwerfeldein

Wenn Dir dieser Artikel oder das ganze Magazin gefällt, kannst Du die weitere Arbeit von kwerfeldein gern via Paypal, Überweisung oder Dauerauftrag mit dem, was es Dir wert ist, unterstützen. Vielen Dank!

kwerfeldein finanziert sich neben Werbeeinnahmen auch durch Provision von Verkäufen auf Amazon und freiwillige Beiträge der Leser*innen, um unabhängig zu bleiben.

Paypal


Überweisung

kwerfeldein
IBAN: DE837050198 1933436766
BIC: COLSDE33XXX

Amazon
kwerfeldein @ Spreadshirt


15 Kommentare

Schreib’ einen Kommentar

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Die Fotos der Landschaft gefallen mir sehr gut.
    Meiner Meinung nach passt die nackelige Frau nicht so recht ins Konzept.
    Du schreibst, “Gesehen als einer der letzten Orte, die immer noch ein Gefühl von Wildnis vermitteln…”. Es erschliesst sich mir nicht weshalb man eine nackte Frau in eine solch gigantische, wilde Landschaft setzen muss. Wohl einfach nur weil sich eine nackte Frau besser “verkaufen” lässt als die nackte Landschaft?. Weiter schreibst du über dein Projekt “Menschen in der Natur”. Da würde mich wesentlich mehr interessieren wie die Bewohner dieser Landschaft mit dem extremen Wetter / Landschaft klar kommen.

    Wie auch immer, man muss ja nicht alles verstehen.

    • Hallo Urs, die Frage wird gut in der kurzen Videodokumentation des BR über Korbinian beantwortet: https://vimeo.com/224467560

      Dem Fotografen zu unterstellen er mache etwas, weil es sich besser verkaufen lässt, empfinde ich als sehr schwierig. Korbinian ist eben kein Landschafts- oder Reportagefotograf, sondern er fotografiert Akt in der Natur. Und das meiner Meinung nach auf eine sehr schöne natürliche Weise. Dein Vorschlag wäre eine komplett andere Art von Fotografie.

      • Naja, Frau Kemnitz… die gezeigten Bilder passen m. E. sehr gut zum häufig propagierten Oeuvre von Kwerfeldein. Man kann dieses als “[…] Akt in der Natur […] auf eine sehr schöne natürliche Weise” verstehen, man muss aber auch nicht. Das ist – zum Glück – immer noch Geschmackssache.
        Denn man kann die häufig gezeigten Bilder nackter junger Frauen, die da kauernd – in eigentümlich embryonalen Posen – inmitten schroffer Landschaft oder dunkler Wälder platziert werden, auch einfach nicht gut (im Sinne von tiefgreifend, eine Geschichte erzählend etc.) ansehen.
        Man darf sich schon auch schwer tun damit, was daran unbedingt besonders “schöner Akt” sein soll.
        Freilich kann man all das auch ganz locker und entspannt sehen, wozu ich im Übrigen aufrufen möchte, denn es sind nur Bilder. Und jeder Künstler (ein Amamteur noch viel mehr) hat das Recht seine Ideen zu verwirklichen.
        Aber überhöhen würde ich diese Ausprägung des “Natur-Akts” nun auch wieder nicht.

      • Klar ist, dass die Fotos technisch gut umgesetzt sind.
        Ich mache dem Fotografen auch keinen Vorschlag zu einer anderen Fotografie, ich sage lediglich, welche Erwartungshaltung die Aussage nach Bilder von Menschen in der Natur bei mir weckt.

      • Alexander, absolut! Geschmäcker sind verschieden und es ist bei jedem Artikel von vornherein klar, dass er nicht allen gefallen kann. Den Fotograf*innen aber das jeweilige Genre ausreden zu wollen oder ihnen sogar irgendwelche Intentionen zu unterstellen, ist nicht in Ordnung, weshalb ich an dieser Stelle geantwortet habe.

    • Meine Meinung zu dem Thema “nackte Frau”: Da ich die gestalterische Absicht des Fotografen nicht kenne, kann ich nur von meinem persönlichen Eindruck ausgehen. Zum Einen ist das Modell als Vordergrundobjekt in die Bilder integriert; sobald ich mir die Frau wegdenke, fehlt es den Bildern an Spannung. Zum Zweiten macht das Modell die Größenverhältnisse erkennbar, da man den menschlichen Körper als Anhaltspunkt hat. Zum Dritten finde ich persönlich die sanften weiblichen Kurven im Kontrast zu der teilweise schroffen Landschaft gut platziert. Sobald ich mir das Modell im Parka vorstelle, ergibt sich ein anderes Bild.
      Für mich gehen die Arrangements über plakative Nacktheit hinaus, welche nur der Verkaufsförderung dient. Zudem musste ich beim Anblick der nackten Frau vor den Eismassen frösteln. Nacktheit bedeutet auch Schutzlosigkeit.
      Was der Fotograf betreibt, ist eine Inszenierung. Diese muss nicht realitätsnah sein und die Bewohner Grönlands in ihrem Lebensraum zeigen. Für mich gehen die Bilder über bloße Pin-Ups jedoch weit hinaus.
      Gefallen muss das natürlich nicht jedem: Ich könnte sehr gut mit der Landschaft ohne Modell leben. Dennoch hat der Fotograf in meinen Augen mehr getan als uninspiriert eine nackte Frau in die Landschaft zu stellen.

  2. Immer wieder interessant, wie unterschiedlich Foto/Kunst rezipiert wird. So technisch perfekt sie ist, so wirkt sie suf mich persönlich nicht anders als vieles, was man hier so sieht. Wäre die handwerkliche Umsetzung nicht so sauber, würde ich schnell weiter klicken.
    Wenn ich die ganz anders angesiedelte starke Serie von Matthias Koch vor ein paar Tagen sehe, technisch gar nicht wichtig, aber unglaublich berührend mit Aussage, dann weiss ich, das ich dies hier mirgen vergessen haben werde.

  3. Ein paar Worte zum Text: Könnte von Google Translate aus einer Fremdsprache ins Deutsche übersetzt sein. Werden die Texte von Gastautoren vor der Veröffentlichung eigentlich redigiert?
    Zitat: “Dies gab uns ein starkes und vergessliches Gefühl, welch einer Landschaft wir uns näherten.” Sollte es nicht eigentlich lauten “… gab uns ein starkes und unvergessliches Gefühl,…”?

  4. Mir gefallen die Bilder sehr gut!
    Ich weiß nicht genau, welche Intention der Fotograf hatte. Aber für mich ist das Motiv des nackten Menschen in der Natur immer noch voller Bedeutung, auch wenn man es öfters sieht. Ich verbinde damit eine Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und Echtheit, die uns heute aus verschiedenen Gründen manchmal abhanden kommt.

  5. Ich finde die meisten dieser Fotos weder als Landschaftsbilder noch als Aktfotos besonders gut. Das Licht ist mir zu sehr “9 to 5”, sprich: sehr harsches Tageslicht, und die “Lichtsetzung” auf dem Model erscheint mir sehr zufällig, wenig durchdacht und geplant.
    Um nicht missverstanden zu werden, nenne ich mal ein Beispiel: es gibt fotografische Standards, z.B. “Rembrandtlicht” (“das Dreieck”) … wer’s nicht kennt, kann’s googeln unter “Rembrandt light”.
    Man muss sich ja nicht sklavisch an fotografische Standards halten, aber oft scheint mir, dass Fotografen heutzutage sowas gar nicht mehr kennen (wollen).
    Statt dessen werden mir fotografische Weltreisen zu oft im Nachhinein mit bedeutungsschweren Worten verziert, um “dem Langzeitprojekt” genug inhaltliches Gewicht zu geben.

  6. Akt vor Landschaft, an und für sich nichts Neues – allerdings wird bei diesen Fotos ganz schön geklotzt: Reise nach Grönland, zur Location mit dem Hubschrauber, Aktmodell, Kameraequipment vom Feinsten …
    Schaut man sich auf seiner Homepage an, für wen er arbeitet, wird einiges klarer. Wohl hauptsächlich für Lifestyle Magazine. Diese, bzw. ihre Leserschaft, brauchen natürlich den ultimativen Kick – also Grönland oder andere exotische Landschaften.
    Und schon kommen leichte Zweifel zum eigentlichen Anspruch “Mensch und Natur” auf.
    Zum technischen Anspruch: leider nichts zu sehen von den Details bei der Bildgröße und Komprimierung auf kwerfeldein.

  7. Jenseits aller Spitzfindigkeiten und super klugen pseudo-Rezensionen, habe ich diese Bilder auf eine ( sicherlich politisch sehr inkorrekte ;- ) animalisch-sexistische Art sehr genossen …
    Ist schon eine ganz andere Kategorie als die Bushaltestellen und die griechischen Bauern :-)
    Mehr davon … und vielen herzlichen Dank !

  8. Nackte Frau in eisiger Umgebung. Weder gute Akte noch interessante Landschaftsbilder. Aber die Kombination zusammen mit der “Location” Grönland macht das Ganze dann hip, anscheinend. Da lob ich mir Alfons Walde, dessen Winterakte atmen mehr Kunst!