17. Juni 2017

Die Hirtenjungen von Lesotho

Mein erster Besuch in Lesotho war im Jahr 2009, bei meinen Auftrag für die wunderbare NGO Riders For Health. Meine Aufgabe war es, eine Motorradtour des Programms zu fotografieren, die höher und höher in die dramatische Bergregion führte. Entlang der Route sah ich Hirtenjungen bei der Arbeit, die sich um ihre Herden kümmerten.

Solitäre Figuren – in ihren einzigen Schutz gewickelt, ihre Wolldecken. Diese Ikonen von Lesotho arbeiten unglaublich schwer für sehr niedrige Bezahlung unter den denkbar härtesten Bedingungen. Ich fühlte mich gezwungen, zurückzukehren, um sie zu dokumentieren. Es dauerte sieben Jahre, bis ich es zurück nach Lesotho schaffte und endete in einer meiner besten Arbeiten, wie ich finde: Die Hirtenjungen von Lesotho.

Ein Mann mit einer Kuh

Zwei Hirten im Gras

Ein MännerportraitEin Junge hockt an einer Lehmwand

Portrait eines Mannes mit Baumwolldecke

Ein Mann in eine Decke gehüllt

Portrait eines MannesPortrait eines Jungen

Vom 26. Juni bis zum 11. Juli 2017 werden die Bilder in London in der White Space Galerie gezeigt. Die Ausstellung wurde von Hasselblad sehr großzügig unterstützt und Metro Imaging kümmerte sich um die wirklich hervorragenden Drucke und Rahmungen.

Dieser Artikel wurde für Euch von Katja Kemnitz aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

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7 Kommentare

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  1. “Diese Ikonen von Lesotho arbeiten unglaublich schwer für sehr niedrige Bezahlung unter den denkbar härtesten Bedingungen. Ich fühlte mich gezwungen, zurückzukehren, um sie zu dokumentieren.” – Die hier gezeigten Fotos zeigen das leider nicht.

    • Stimmt, diese “denkbar härtesten Bedingungen” werden hier nicht “dokumentiert”.

      Fraglos tolle Fotos von stolzen Jungen und Männern. Doch ich habe das Gefühl, dass es sich hier hauptsächlich um eine Portraitserie handelt und weniger die Arbeit der Hirten zeigt. Vielleicht hätte der Einleitungssatz besser heißen müssen: “Ich fühlte mich gezwungen, zurückzukehren, um diese Männer zu portraitieren.”

      Und danke, Finny, für den Link über die Entstehung der Fotos (Blitzanlage und Wolldecke als Hindergrund). Ich hätte diesen Jungen in seinen zerschlissenen Hosen auch gerne bei der Arbeit gesehen. Hütet er Rinder, Ziegen oder Schafe? Wie groß ist seine Herde? etc.

  2. Mir sind diese Bilder viel zu glatt.

    Wenn ich lese “dramatische Bergregion … Solitäre Figuren – in ihren einzigen Schutz gewickelt, ihre Wolldecken. Diese Ikonen von Lesotho arbeiten unglaublich schwer für sehr niedrige Bezahlung unter den denkbar härtesten Bedingungen …”, dann erwarte ich quasi “Blut, Schweiß und Tränen”, so wie in den Bildern des Bildbands “Workers” von Sebastião Salgado.

    Totzdem danke fürs Zeigen.

  3. Wenn die entspannten Jungs auf den Bildern den Text lesen, würden sie sich wahrscheinlich fragen was der weiße Typ da eigentlich labert. Aber wer einmal die NGO Brille auf hatte der sieht in Afrikanern nur hilfsbedürftige Etwasse den man kindsgleich helfen muss (sonst hätten die Festangestellten der NGO ja auch keinen Job mehr).
    Drum merke. Wer Afrikaner fotografiert immer die schwarzen Kulleraugen schön traurig gucken lassen. Vorher eine Spur von Sirup unter die Augen reiben damit sich dort eine Fliege hinsetzt und solche Bilder bevorzugt in der Weihnachtszeit ausstellen. Wirkt immer.