11. Februar 2017

Zine-Empfehlung: Heath

Das Projekt von Kersti K und AdeY klingt simpel: Die beiden trafen sich mit zwei Modellen an einem Ort und fotografierten jeweils eine Geschichte. Die Ergebnisse sind jedoch alles andere als einfach und vor allem sehr verschieden. Kersti K und AdeY produzierten mit denselben „Ressourcen“ jeweils eine unabhängige Fotoserie, die es beide in sich haben.

Entstanden sind die Serien in Mästocka, Schweden, an einem Wochenende im September 2016. Es ist das zweite Projekt dieser Art. Letztes Jahr konnten wir ihr Split Zine „Avalanche“ im Magazin vorstellen. Heute zeigen wir Euch ihr neues Buchprojekt: Heath, das aktuell noch in einer Kickstarterkampagne finanziert wird.

Ähnlich wie in ihren ersten Arbeiten behalten beide ihre Interpretationen für sich. Die Betrachtenden sollen sich ihr eigenes Bild machen. AdeY beschreibt es mit folgenden Worten:

Jede Seite des Zines ist ein Spiegelbild unserer künstlerischen Entdeckungsreise. Meine Arbeit dreht sich um menschliche Interaktion, Gemeinsamkeiten, soziale Ungerechtigkeit und natürlich um die Personen, mit denen ich zusammenarbeite. Mein Geist ist voller unbeantworteter Fragen, die ich mit der Kameralinse umsetze. Sobald der Film entwickelt ist, ist da eine neue Interpretation, nicht nur durch den Betrachtenden, sondern auch mich selbst und gibt mir eine vorübergehende Sinnobjektivität, die es mir ermöglicht, meine ursprüngliche Bedeutung zu klären.

Zwei Männer sitzen nebeneinander

Ein Mann im Anzug

Zwei Hände im Anzug berühren sich

Mann im Anzug in der Heide

Zwei Männer mit verbundenen Köpfen in der Heide

Zwei Männer mit verbundenen Köpfen in der HeideEin nackter Mann im Maisfeld

Zwei Männer mit verbundenen Köpfen vor einem Strohballen sitzend

Buch

Wem die Arbeiten der beiden gefallen, hat nur noch wenige Tage Zeit, über die Kickstarterkampagne eines der limitierten Zines zu bestellen. Wir empfehlen zudem einen Blick auf die Einzelarbeiten von AdeY und Kersti K.

3 Kommentare

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    • Das Zitat ist übersetzt und die Worte in Englisch sind vielleicht etwas griffiger. Hier der Originalsatz: „Once the film is developed this is a new interpretation not only by the viewer but also myself and gives me a temporary sense objectivity that enables me to clarify my original meaning.“

    • „…Sinnobjektivität…“ oder „… sense objectivity …“- ja, hört sich cool an, ist auch kreativ und originell, macht aber eigentlich keinen Sinn, denn es ist ja ein Paradoxon: sinnliche Wahrnehmung ist ja per se subjektiv.

      Ist da im Originaltext vielleicht ein Fehler?
      Sollte es vielleicht heißen „gives me a temporary sense of objectivity“?