14. Mai 2016

When you are gone

Die Serie „when you are gone (erste Symptome)“ beschäftigt sich mit Menschen, ihren Träumen und ihren Werken. Álvaro Sánchez-Montañés fotografierte für sie verlassene Orte überall auf der Welt. Es geht um aufgegebene Träume, die langsam wieder Teil der Natur werden.

Wir können beobachten, wie die Einflüsse des Zufalls, des Chaos oder einfach andere Schöpfer ein neues Schicksal für die Werke entschieden haben, weit weg von dem Zweck, mit dem sie einstmals erstellt wurden. Meine Serie zeigt Projekte, deren Hoffnung auf Transzendenz durch die Zeit zunichte gemacht wurde, um schließlich etwas zu werden, das so weit von der Absicht des Urhebers entfernt liegt, dass ihr ursprüngliches Ziel in die Vergangenheit verschwand.

Jedes Bild enthält eine unvermeidliche Abwesenheit: die des Urhebers und seines Plans. Es bleibt nur ein schwacher Schein, ein Schandfleck, ein überlebender Rest, der seine vollständige Auslöschung vermieden hat, indem er die Natur und die Zeit etwas anderes aus sich machen ließ, auch wenn es grotesk weit weg von seinem Schicksal war.

Ein unvollendeter Weg

Ein Stahlgerüst mit Pflanzen

Ein Baum wächst aus einer Mauer

Ein altes Haus

Alte Säulen

Ein kaputtes Gebäude

Ein verlassenes Haus im Schnee

Ein verrostetes Kinderspielzeug

Alte Reifen

Ein alter Zugwaggon

Eine verlassene Halle

Ein Baum liegt über einem Waldweg

Ein zugewachsener Eisenbahntunnel

Verrostete Türen

Lost-Place

Verlassene Häuser

Eine kaputte Hauswand

Ein alter Steg

Ein unvollendeter Weg

Ein Häuschen zwischen Beton

Ein altes Fenster

Diese Faszination für Lost Places ließ den Fotografen in den letzten fünf Jahren in vielen verschiedenen Ländern auf vier Kontinenten nach aufgegebenen Orten suchen. Diese Serie besteht aus insgesamt 105 Bildern. Mehr vom Projekt findet Ihr auf der Webseite von Álvaro. Auch auf Facebook oder Flickr könnt Ihr ihm folgen.

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8 Kommentare

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  1. Gefällt mir sehr! Ich finde die Bilder wirken jeweils wie Portraits von den Lost Places, als wären sie nicht Spuren menschlichen Handelns sondern selbst Menschen.