Artisten in Island
21. November 2015

Sirkus Islands

„Sirkus Island“ ist das Portrait des ersten und einzigen Zirkus Islands. Die Fotografin Johanna-Maria Fritz hat im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Ostkreuzschule die Zirkus-Arbeit dokumentiert. Die Serie erzählt vom Erhalt von Traditionen und dem Wert der Freiheit.

Wie werden wir frei? Das war eine der Hauptfragen, für die sich Johanna-Maria Fritz interessierte, lange vor der Zeit, in der sie ihr Studium an der Ostkreuzschule begann. Antworten fand sie in einem kleinen Zirkus aus Sachsen, den sie seit ihrem siebzehnten Lebensjahr begleitete.

Im Rahmen ihrer Ausbildung an der Ostkreuzschule wollte sie dieses Thema tiefer erkunden und suchte nach Zirkussen auf der ganzen Welt. Eines Tages stieß sie auf den einzigen Zirkus Islands und buchte direkt am nächsten Tag einen Flug dorthin. Das war im Januar 2014, seitdem ist sie immer wieder dorthin gereist und hat heute ihren eigenen Platz in der isländischen Zirkusgemeinschaft.

Zirkusse in Europa werden meistens von Familien betrieben und zeigen neben akrobatischen Vorführungen auch (umstrittene) Darbietungen mit Tieren. Der traditionelle Zirkus, wie er in Deutschland gezeigt wird, steht durch die Vielzahl anderer Unterhaltungsmöglichkeiten kurz vor dem Aussterben.

In Island sind es hingegen vor allem junge Erwachsene, die sich dem kommerziellen Lebensentwurf entziehen und neue Ausdrucksformen auf rein artistischer Ebene erproben. Was sie antreibt, ist die Suche nach Freiheit und einem selbstbestimmten Leben. In Island ist der Zirkus weniger stark kulturell verankert. Für die Menschen dort ist Zirkus demnach etwas Neues. Viele Besucher sind das erste Mal in ihrem Leben im Zirkus und fahren kilometerweit, um die Darbietungen zu sehen.

Artisten in Island

Artist in Island

Artistin in Island

Artistin in Island

Portrait einer Artistin

Artisten in Island

Portrait einer Artistin

Ein Artist in Island

Seit ihren regelmäßigen Islandreisen sucht Johanna-Maria Fritz weitere zirkusuntypische Orte und findet diese beispielsweise im Iran oder Palästina. Irgendwo zwischen Sozialreportage und inszenierter Fotografie erzählen ihre Arbeiten so vom Erhalt einer alten Tradition und dem Stellenwert, den sie heute noch einnehmen kann. Wer weitere Arbeiten der Fotografin sehen möchte, wird auf ihrer Webseite fündig.

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