01. Oktober 2014

Mila und die anderen

Vor gut drei Jahren schrieb Nancy Eichler bei uns ihren ersten Gastartikel. Damals war ihre Muse Rahada der Mittelpunkt ihrer Arbeit. Seit gut einem Jahr lässt sie sich zur Fotografin ausbilden und ich wollte von ihr wissen, ob sich an der Art und Weise ihrer Herangehensweise etwas verändert hat. Außerdem fand ich in ihrem Flickr-Stream einige spannende neue Arbeiten und bat sie, uns ein bisschen hinter die Kulissen schauen zu lassen.

Seit ich die Ausbildung zur Fotografin mache, hat sich an der Sicht und der Art und Weise,
wie ich fotografiere, nichts verändert. Ich bekomme jetzt nur in monatlichen Abständen fotografische Aufgaben, die ich erfüllen muss.

Eine Frau steht auf dem Bahnsteig und ihr Haar weht als der Zug an ihr vorbeifährt.

Hier musste ich ein Bild in Motiv und Licht nachstellen. Ich entschied mich für ein Bild, das mir schon immer im Kopf herumschwirrte, weil ich das gern auch mal versuchen wollte. Nun hatte ich den „Auftrag“ dafür.

Ein Mann steht auf einem Feld mit einem Hut und schaut in die Kamera. Der Hut sitzt schief.

Beim selben Dozenten hatte ich das Thema „Künstlerportrait“. Ich bin seit einiger Zeit mit Ben Ivory befreundet und für diese Monatsaufgabe fragte ich ihn, ob ich ihn portraitieren dürfte. An dieses Shooting denke ich noch heute, weil ich es mich sehr inspiriert hat.

Eine Lanschaft liegt vor uns.

Arles, Frankreich

Ein Ausstellungsraum. Jemand sitzt am Fenster. Nur ein Teil ist im Lichtschein zu sehen.

Im Juli bin ich mit der Schule nach Arles auf das Fotofestival „Les Rencontres Arles Photography“ gefahren. Dieses Festival bietet 50 Ausstellungen und Workshops in einer Stadt an. Die Ausstellungen finden in Burgen, Kirchen, Gassen usw. statt und die Eindrücke nähren mich heute noch.

Ein Mann schaut frontal in die Kamera.

Wenn ich nicht für die Schule fotografiere und Modelle dafür suchen muss, fotografiere ich die Menschen um mich herum, die meinen Weg kreuzen.

Eine nackte Frau schaut nicht in die Kamera.

Ein Mann steht im Licht mit nackten Oberkörper.

Die Muse steht am Fenster und schaut raus.

Jemand steht im Dunklen und hebt die Hand zur Kamera.

Eine Frau in Farbe und blond.

Halbnackt am Fenster stehen und ohne Gesicht.

Ein unscharfes Portrait voller Glitzer.

Eine weiße Katze schaut direkt in die Kamera.

Oder auch mein Mädchen Mila Superstar. Sie versteckt sich zwar sofort, wenn sie mich mit dem „großen schwarzen Ding“ vor dem Gesicht sieht, aber es gibt Momente, in denen macht sie mit und wird sofort mit einem Leckerli belohnt.

Vielleicht fragt Ihr Euch, warum die Überschrift „Mila und die anderen“ lautet. Die Antwort folgt auf dem Fuße: Mila ist die Empfangsdame des Hauses. Da Nancy viele ihrer Portraits zuhause gestaltet, ist ihre weiße Zauselkatze immer mit dabei. Sie begrüßt den jeweiligen Gast, setzt sich auf seinen Schoss und fängt unmittelbar an zu brummen, wie mir Nancy berichtet.

Sie macht es lockerer und sie kümmert sich ganz lieb um die Modelle, sie sind abgelenkt und entspannter, wenn sie sie streicheln. In der Zeit kann ich Filme wechseln, neue Musik anmachen usw.

Ein Dankeschön an Nancy und Mila. Möchtet Ihr mehr Arbeiten von Nancy sehen, dann schaut auf Flickr oder Facebook vorbei.

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