13. April 2014

Versteckt am Rand zwischen Traum und Realität

Manchmal, wenn ich mit Künstlern in Kontakt stehe, um sie Euch hier vorzustellen, ist es spannend, zu sehen, welche Informationen sie über sich selbst preisgeben und welche verschwiegen bleiben. So wie bei der jungen polnischen Fotokünstlerin, die unter dem Pseudonym Inpluvia Tenebrae im Netz auftritt.

Ihren echten Namen verrät sie nicht, aber viel über sich selbst und ihr Leben außerhalb der Fotografie. Sie ist Jahrgang ’93 und studiert an der Elektronischen Fakultät der Technischen Universität von Breslau, nachdem sie im letzten Jahr ihr Musikdiplom (sie spielt Violine) abgeschlossen hat.

Die Fotografie betreibt sie als Hobby, nur für sich selbst. Sie hilft ihr, aus der Realität auszubrechen. Sie ist eine Träumerin. Fasziniert und gleichzeitig verängstigt von der sie umgebenden realen Welt. In der Fotografie kann sie alles anders aussehen lassen als es in der Wirklichkeit ist.

Ich sehe sehr leicht fantastische, märchenhafte Elemente. Meine Bilder zeigen die Welt am Rande, die sich zwischen Traum und Realität versteckt. Dinge, die die Menschen nicht sehen, weil sie zu beschäftigt sind und zu müde, um darüber nachzudenken, wie außergewöhnlich die Welt ist.

In ihren Arbeiten geht es oft um die Themen Einsamkeit, Anders- und Fremdsein. Sie versucht, in die dunklen Nischen der menschlichen Natur vorzudringen. Wie man sieht, unternimmt sie oft Ausflüge in verschiedene experimentelle Techniken, um Bilder mit ungewöhnlichen Effekten zu erzielen.

Mit dieser Philosophie erschafft sie eine eigene, fast schwarzweiße Welt aus Portraits, Straßenaufnahmen, surrealen Waldszenen und geradezu ätherischen Aufnahmen von namenlosen Heiligen und Details im Dunkel.

a sad song of the tall trees © Inpluvia Tenebrae

potwory nie ludzie © Inpluvia Tenebrae

alewdomunajlepiej © Inpluvia Tenebrae

beauty can't be seen © Inpluvia Tenebraemy favorite things © Inpluvia Tenebrae

© Inpluvia Tenebrae

still haunting me © Inpluvia Tenebrae

from distant worlds © Inpluvia Tenebrae

his house © Inpluvia Tenebraejourney © Inpluvia Tenebrae

who we are © Inpluvia Tenebrae

kosmki © Inpluvia Tenebrae

prelude in c minor © Inpluvia Tenebrae

ideulicami © Inpluvia Tenebraedotwarzyci © Inpluvia Tenebrae

between dream and reality © Inpluvia Tenebrae

white spaces © Inpluvia Tenebrae

wietrznie niespokojny © Inpluvia Tenebrae

Inpluvias Bilder findet Ihr bei deviantART sowie auf ihrem Tumblr und Blogspot. Außerdem betreibt sie zwei weitere Blogspots mit interessanten Eindrücken aus den polnischen Städten Brzeg und Breslau.

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2 Kommentare

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  1. ‚Inpluvia Tenebrae‘ oder ‚in Pluvia Tenebrae‘ was wohl soviel wie Regen in der Dunkelheit bedeutet. Ich würde sie ja gerne mal Violine spielen hören, wenn sie es auch dort Schaft ihrem Seelenleben soviel Ausdruck zu verschaffen, wie in Ihren Bildern, dann muss es schon ein Besonderes Erlebnis sein. Violine, Elektrotechnik und Fotographie- sie scheint eine vielseitig interessierte junge Frau zu sein; eine Frau die sich zu dem viel Gedanken macht, die die Welt nicht nur rosarot sieht. Ich mag Ihre Bilder, diese Geisterhafte Stimmung, die Ihre eigene ‚Realität‘ wiederzuspiegeln scheinen.

  2. Blogartikel dazu: Surreale Arbeiten in schwarzweiß von Sonia Firlej › kwerfeldein - Fotografie Magazin | Fotocommunity