05. Juni 2012 Lesezeit: ~ 5 Minuten

iPad Tipp: Fotopedia

Seit drei Wochen bin auch ich jetzt Besitzer dieses kleinen, eigentlich völlig sinnlosen Geräts der Firma mit dem angebissenen Apfel im Logo. Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich drüber nachdenke, ob ich das Teil wirklich behalten soll. Es ist nicht so, dass ich nicht zufrieden damit wäre – im Gegenteil. Aber ich frage mich manchmal: Brauchst Du das? Irgendwie hat Apple da ein Gerät gebastelt, das keiner braucht, aber viele wollen.

Ich benutze es hauptsächlich zum Lesen und Musikhören. Aber auch für Fotobegeisterte bietet das Gerät echt tolle Möglichkeiten. Sei es produktiv mit Apps zum Fotos bearbeiten oder zur Inspiration. Gerade in Verbindung mit dem neuen Retina Display kommen dafür optimierte Fotos echt extrem gut rüber. Daher dachte ich mir, dass ich hier in unregelmäßigen Abständen mal meine Favoriten in Sachen Fotografie für das iPad vorstellen werde.

Heute: Fotopedia.

Ursprünglich ist Fotopedia, wie der Name schon sagt, der Versuch, eine Art Wiki aus Fotos über bestimmte Orte oder Themen zu erstellen. Es geht dabei also nicht nur darum, Wissen über beispielsweise amerikanische Nationalparks zu vermitteln, sondern hauptsächlich darum, die Themen fotografisch zu dokumentieren. Wer darüber mehr erfahren möchte, schaut einfach mal bei Fotopedia vorbei. Es gibt eine Vielzahl von Magazinen über die unterschiedlichsten Orte und Themen.

Ich weiß zwar nicht, nach welchen Kriterien Fotopedia da eine Auswahl getroffen hat, aber mittlerweile sind zehn dieser Magazine als einzelne iPad-App Versionen erschienen. Ich muss sagen, dass ich es ein wenig umständlich finde, die einzelnen fotografischen Reisen in einzelne Apps zu packen. Das könnte man eigentlich auch gut mit einer App regeln, mit der man die entsprechenden Inhalte runterladen kann. Aber das stört nicht weiter, denn der Inhalt ist wirklich extrem gut.

Welche Themen gibt es? Da hätten wir:
Marocco
Women of the world
Wild friends
Japan
Above France
North Korea
Dreams of Burma
Paris
National Parks (USA)
Heritage (Welterbe)

Beispielhaft werde ich heute mal „National Parks“ vorstellen.

Im oberen Drittel kann man direkt auf „hier starten“ tippen und loslegen. Danach kommt man in den Genuss, durch 2000 (!) – in Worten: zweitausend – durchweg qualitativ hochwertige Fotos aus amerikanischen Nationalparks zu navigieren. Am linken Rand kann man sich ein kleines Menu einblenden lassen, das ein paar echt nützliche Features bereithält.

Man kann die kommende Darstellung per Zufall generieren, man kann eine Slideshow starten (die Dauer der jeweils angezeigten Fotos lässt sich einstellen), man kann das angezeigte Foto zu „Meine Ausflüge“ hinzufügen. Eine Art Favoritensammlung, die sich über die Sartseite aufrufen lässt.

In Verbindung mit der nächsten Funktion sehr nützlich: Durch Tippen auf das Globussymbol öffnet sich eine Unterebene und man sieht auf einer Karte exakt, wo das Foto entstanden ist. Tippen auf das Infosymbol blendet einen Infotext über den fotografierten Ort ein und mit der Lupe kann man logischerweise alle 2000 Fotos durchsuchen.

Allein diese 2000 Fotos sind es schon wert, sich die App aufs iPad zu packen. Übrigens: Alle Fotopedia-Apps sind kostenlos.

Aber der Anspruch von Fotopedia ist ja nicht nur, Fotos zu zeigen, sondern auch Wissen zu vermitteln. Wer also nicht nur gucken möchte, sondern auch etwas zu den gezeigten Fotos lesen möchte, der tippt auf der Startseite auf „Geschichten“. Dort kommt man dann zu folgender Ansicht:

Hier sind alle 2000 Fotos in Themengebiete bzw. Orte unterteilt. Von hier aus kann man sich zu jedem Ort eine Art Fotomagazin anzeigen lassen. Schauen wir doch mal, was denn so im „Islands National Park“ abgeht. Just one tap away.

Ich sage nur: Gucken, Lesen, Staunen. Geht man weiter zum nächsten Foto, ändert sich die Darstellung ein wenig. Über jedem weiteren Foto ist dann am unteren Rand ein halbtransparentes Overlay mit Infotexten eingeblendet. Wer das Foto gerne ohne die Texte genießen möchte, tippt einmal kurz auf das Bild und es erstrahlt ohne störende Overlays. Ein weiteres Tippen blendet den Text wieder ein.

Wenn ich solche Apps sehe, dann weiß ich wieder, warum es schön ist, ein iPad zu haben. Meiner Meinung nach ist das Teil genau für so etwas erfunden worden. Ich kann alle Apps von Fotopedia uneingeschränkt empfehlen. Da sie kostenlos sind, kann man sowieso nichts falsch machen.

Hier geht’s zur Übersicht der verschiedenen Versionen. Und das Schöne: Auch für Leute ohne iPad lohnt sich ein Besuch der Seite. Hier geht’s zu Übersicht aller Magazine.

Viele Spaß damit!

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16 Kommentare

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  1. danke für den tollen tipp. ich habe auch so ein teil und ich finde es einfach super im bett ohne licht, das ist wie ohne taschenlampe lesen über der bettdecke als erwachsener ; )
    bestes aus berlin

  2. Guten Morgen,

    Ich habe keinen Beratervertrag mit Apple, doch ich halte das iPad durchaus für etwas sehr nützliches, auch wenn es , wie bei mir , nicht das neuste Modell ist.
    Z.B. kann ich meinen Kunden meine Arbeit zeigen, weil ich sie immer handlich dabei habe, ebenso wie meinen Kalender , in den ich Termin nachsehen und eintragen kann und der sich immer mit meinen anderen Terminkalendern synchronisiert.

    Ich habe ein App drauf das sehr gut geeignet ist meine kleinen Kunden bei Laune zu halten und für mich zu interessieren: ein sprechendes Bilderbuch, der absolute Renner.

    Ich kann überall wo es ein offenes Netzt gibt meine eMails abrufen oder ins Internet gehen, auch im Ausland, dort kann ich dann skypen, also kostenlos telefonieren, usw.

    Es gibt weitere unzählige Dinge die ich mit dem iPad machen kann und die mir den Berufsalltag erheblich erleichtern, ach ja, ich kann mir auch Filme ansehen, zur abendlichen Entspannung.

  3. ich habe seit gut 3 monaten ein ipad2 zu hause liegen, hatte aber das glück keinen cent dafür bezahlen zu müssen und verwende es so gut wie gar nicht. der einzige grund warum ich so ein teil damals wollte war eigentlich, um fotos herzuzeigen bei feiern und veranstaltungen oder ggf. auch “kunden”, also jene personen die ich fotografieren möchte (verdiene keinen cent mit der fotografie – it’s a hobby).
    ich habe insgesamt vielleicht eine akku ladung genutzt und ich habe ein buch darauf gelesen (hochzeitsfotograf von steffen böttcher), das wars. die restlichen 2 akku ladungen gingen dann für youtube videos drauf die sich mein sohn angesehen hat um sich bei stellen in zelda (nintendo wii spiel), zu helfen. anfangs hatte ich noch eine zeitung am laufen, dann hatte ich es auch noch als notizbuch verwenden wollen, aber eigentlich ist es dafür schon wieder zu sperrig.

    defakto … für mich eines der dinge die man nicht braucht, trotzdem werde ich es weiterhin behalten da ich mir bestimmt nie eines kaufen werde solange die leistung der dinger nicht ein mindestmaß an anwendungen leistungsstark decken kann. in ein paar jahren wird sich das aber sicher ändern, dann kann das mobilphone den office pc ersetzen :)

  4. Bis heute habe ich tapfer widerstanden und werde wohl aus monitären Gründen auch noch weiterhin ein wenig abstinent bleiben, aber Artikel wie diese vermitteln einem schon das Gefühl, etwas versäumt zu haben.

    Gottseidank kann ich die schönen Fotopediaseiten auch genießen, ohne das Gerät selbst zu besitzen!

    Lieben Gruß
    moni

    • Wenn du das nicht vorgehabt hast, dann hättest du deinen Artikel anders aufbauen sollen. Z.b. nur das Projekt Fotopedia vorstellen. Mit welchem Werkzeug / Medium man sich das dann anschaut (Tablet, PC, Smartphone, App, Browser, etc.) ist ja dann jedem selbst überlassen. Der Inhalt und die Qulität bleibt bei Fotopedia die gleiche.

      • finde ich gar nicht. es ist ein immenser unterschied ob ich eine app auf dem ipad oder irgendeinem smartphone betrachte und benutze, da das ui ganz anders aufgebaut wird. inhalt ist derselbe, aber benutzerführung und -erlebnis nicht.

      • Kwerfeldein bezeichnet sich selbst aber als Fotografie Magazin. Das heißt für mich das der Inhalt zum Thema Fotografie im Vordergrund steht und nicht (wie in diesem Fall) das Ipad mit seinem App’s.
        Somit hätte der Artikel, meiner Meinung nach, anders aufgebaut sein können. …. “Fotopedia … Vorstellung, tolles Projekt … hier link für Browser … hier auch als App für Ipad” fertig.

      • schon wieder phaltshc. kwerfeldein mag deinerlei wünsche an ein fotomagazin nicht erfüllen, aber so wie ich das hier verstehe, wollten die noch nie so ein standardmagazin (gähään) sein. ich find es gut, dass hier auch mal sachen gebracht werden, die über den tellerrand gehen. piep.

    • Na ja, was erwartest du nach diesem Intro: 

      IPAD TIPPS – DIESES MAL: „FOTOPEDIA“

      Seit drei Wochen bin auch ich jetzt Besitzer dieses kleinen, eigentlich völlig sinnlosen Geräts der Firma mit dem angebissenen Apfel im Logo. (…) Irgendwie hat Apple da ein Gerät gebastelt, das keiner braucht, aber viele wollen.

      Ist aber völlig OK. Kritik hat da immer irgendwie einen gewissen Neid-Beigeschmack. Wieso eigentlich? Es besteht doch absolut kein Ei-Pätt Kaufzwang ;-) Und ob es der gesamten Windoof-Welt nun passt oder nicht, professionelle Fotobearbeitung = Photoshop erblickte nun mal auf einem Rechner mit “angebissenem Apfel” das Licht der Welt. Was auch für DTP zutrifft. Fotos, Grafik, Musik – Mac… Und das wirkt bis heute. Ich habe jahrelang beruflich Bill Gates und auch sein immer sperriger werdendes Office “genossen”, das ich mir das privat nicht auch noch antun wollte ;-) Obwohl ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ein “virtuelles” Windows 7 auf meinem iMac installiert ist. Und das war es dann auch von “MS”. Kein geklautes Office, alles Freeware… Weil die letzten Berufsjahre den Umgang mit Windows 7 erforderten. 

      Fürs iPad und iPhone war ich auch erst spät “reif”. Und dann jeweils gebraucht und als Version 1 (Pad) und Version 3 (Phone). Android hatte ich ebenfalls zuvor probiert. Alles, nur das nicht ! Android-Smartphones? Grauenhaft! Da hat Apple fast alles richtig gemacht! Die “Jagd” nach brauchbaren (Retro-)Foto-Apps hat jedenfalls großen Spaß gemacht…

      Danke für deine Gedanken und die App-Vorstellung!

      Geschrieben im Bett auf (m)einem iPad ;-)

      Ralf

  5. Ich habe die Apps auch vor 2-3 Wochen gefunden und zunächst mal Herritage und National Parks installiert. Die Apps sind wirklich toll und liefern viele tolle Fotos und Hintergrundinformationen. Tolle Apps!

  6. Jetzt bräuchte es die App nur noch für ein anderes System, das keinen angebissenen Apfel hat, nicht als so “sexy” gilt, dafür dem Nutzer aber auch keine unnötigen Einschränkungen auferlegt :)

    • Ist ein Bericht über diese fotografiebezogene Sicht auf Tablets möglich, ohne dass daraus gleich ein Glaubenskrieg wird?

      Wer sich über die Vorzüge der einen gegenüber der anderen Marke streiten will, kann sich ja gerne in ein Computerforum trollen.

      Mir hat der Artikel als Nicht-iPad3-Besitzer gefallen und ich fand es sehr aufmerksam, dass am Ende des Artikels der Link auf die normale Website enthalten ist.

      Schön, dass es solche Anwendungen gibt und Danke für den Artikel!

      LG aus dem Süden