Anzhelika
03. Januar 2013 Lesezeit ~ 2 Minuten

Leidenschaft: Retusche

Nachdem ich einige Zeit mit meinem Hobby „Modeln“ verbracht hatte, wollte ich unbedingt auf die andere Seite der Kamera wechseln und mich dem Fotografieren widmen. Anfang 2012 beschloß ich also zu fotografieren, merkte jedoch schnell, dass eine gute Kamera leider nicht so günstig ist und ich dafür erst noch Geld sparen müsste.

Um die Zeit aber effektiv zu nutzen, startete ich im März 2012 das Retuschieren. Über unzählige Videotutorials und sehr viel Üben fand ich relativ schnell Gefallen an der Sache und der bisherige Erfolg bestätigt meine Leidenschaft.

Meine Spezialgebiete sind die Bereiche Beauty und Fashion und hier vor allem die Hautretusche für High-End-Projekte. Für mich ist jedes Bild eine Art Kunstwerk und ich versuche, mich vom Bild inspirieren zu lassen, bevor ich starte. Zudem kommen natürlich noch andere Einflüsse wie Kundenwünsche oder angestrebte Looks, die mit in meine Arbeit einfließen.

Ich arbeite ausschließlich mit Photoshop und verwende hier alle notwendigen Techniken, die mich meinem Ziel näher bringen. Am meisten arbeite ich mit Dodge & Burn und verwende hier verschiedene Varianten.

Makellose Haut ist mir sehr wichtig. Es kommt natürlich auch auf die Qualität des Bildes an, aber im Idealfall sollten alle meine Arbeiten das Potential haben, in einem High-Class-Magazin oder als Werbeplakat gedruckt zu werden.

Fast jeder hat mal ein paar Pickel und Hautunreinheiten, die sicherlich nicht schlimm sind. Für die meisten Werbezwecke wird allerdings sehr viel Wert auf eine perfekte Haut gelegt, die trotzdem natürlich aussieht. Das setze ich bei meinen Arbeiten um. Auch, weil es mir persönlich so besser gefällt.

Dies lässt sich nicht mit dem Einsatz von Filtern erreichen, weshalb bei der Hautretusche die meiste Zeit benötigt wird. Wichtig ist mir allerdings auch, nicht alle „Störfaktoren“ zu beseitigen, da die Haut sonst zu plastisch und unecht wirkt.

Für eine gute Hautretusche – und auch Retusche im Allgemeinen – braucht man neben viel Übung und Geduld vielleicht auch mal den einen oder anderen guten Tipp, den man sich von den diversen DVDs am Markt holen kann. Eine konkrete Empfehlung für ein Videotutorial ist Natalia Taffarel – High End Retouching.

Da ich mittlerweile sechs Tage pro Woche 10 – 12 Stunden am Tag mit Bildbearbeitung beschäftigt bin, fehlt mir etwas die Zeit, mich verstärkt der Fotografie zu widmen. Ich arbeite mit Fotografen aus ganz Europa, Israel, Südafrika und den USA zusammen. Glücklicherweise ist die Anzahl der Anfragen und das Interesse an meiner Arbeit recht hoch.

Das Thema Fotografie ist für mich allerdings vorerst nur aufgeschoben. Sobald es die Zeit zulässt, werde ich mich diesem Bereich widmen und hier eigene Ideen realisieren.

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68 Kommentare

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    • Ähnlich auch im ersten (nicht Titelbild), wie ich finde. Das zweite macht meiner Meinung nach aus einem hübschen Model ein Plastikpüppchen…

      Die Bearbeitung mag qualitativ hochwertig sein, aber für mich ist das nichts.

    • Noch weitaus erschreckender ist wohl, daß ihr eingefallenes Gesicht auch noch derart glattgebügelt wurde, daß ein gewisses Klientel an Betrachtern (naive Menschen, pubertierende Menschen, an Ess-Störungen erkrankte Menschen) dieses niemals erreichbare, absonderliche, kranke und künstliche Schönheitsideal zum Vorbilde nimmt.

      Hier von Beauty und Schönheit zu reden halte ich für ausgesprochen absurd.

  1. Der Beitrag zeigt eindrucksvoll, welchen Unterschied die Bearbeitung in einem Bild macht und das gerade bei Personenbildern nicht immer alles so makelos in der Realität ist, wie es uns die Bilder weissmachen wollen. Fotografie hat aber auch nicht den Auftrag die Realität 1:1 zu zeigen, sondern ist auch eine Kunstform und erlaubt es dem Künstler sein Werk nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Die Bildbearbeitung ist dabei eines der künstlerischen Mittel.

  2. Die Technik wird von ihr sicher gut angewendet, mir fehlen hier allerdings ein paar konkretere Beispiele für die Anwendung. Der Textbeitrag ist insgesamt meiner Meinung nach auf keinem hohen Niveau und das “Model” bleibt in meinen Augen auch nach der Retusche ziemlich gruselig. Verzeihung für die Kritik, aber das ist mir etwas zu oberflächlich (ein Bildbeispiel wäre hier vielleicht besser gewesen und würde dem Leser einen Mehrwert geben, mich interessiert das Thema ansich schon!)

  3. Die Retusche ist sicherlich absolut hochwertig und die Bilder zeigen auch, was für einen Unterschied diese machen kann, der Text dazu ist leider etwas anspruchslos und klingt eher wie ein Standard-Reklametext für eben eine Retoucherin als, dass er irgendwie vermitteln möchte, was für die Autorin das tolle an Retusche ist oder was laut Autorin zu guter Retusche führt (so wie in Artikeln über Fotograf_innen hier ja oft die Einstellung dieser zu ihrer Arbeit geschildert wird). Da bin ich von hier besseres gewohnt.

  4. … ich zieh ja jedes Mal wieder den Hut vor den Meistern an den Reglern, vor allem bei Haaren und Kleinststrukturen. Und weiss schlagartig wieder, warum ich hinter der Kamera bin. Den ganzen Tag am Rechner ? Gå meg av ;)

  5. Wow das sind wirklich super Ergebnisse. Ich beschäftige mich viel mit unreiner Haut und finde vor allem hier kann man viel gutes tun. Gerade bei Bewerbungsunterlagen kann man nachhelfen, weil ansonsten die Chance eines Gesprächs schon wesentlich geringer wird. LG

  6. in anzhelikas letztem satz wird gott sei dank klar, dass ihre arbeit mit fotografie nichts zu tun hat. menschen zu “kunstwesen” zu machen ist das eine – gute fotografie ist das andere. sie sollte vielleicht malerin werden und mit airbrush die schrecklichsten sachen sprühen.

  7. Wow, bis zum letzten Beispiel hielt sich ja alles noch im Rahmen.. störende Lichter wurden entfernt, die Haut geglättet usw. Aber beim letzten Bild wurde aus einer völlig fertigen, übermüdeten, eventuell kranken Person, deren Bild eher “Ich will hier raus” ausdrückt ein sexy Plakat gemacht. Das hinterlässt einen ganz faden Beigeschmack von Ausnutzung und Gleichgültigkeit :O

    • Die Retusche ist keine Erfindung der digitalen Fotografie, sondern wurde bzw. wird auch bei analogen Aufnahmen ganz ohne Computertechnik durchgeführt. Das war früher mal ein eigener Ausbildungsberuf. Es ist demnach kein Grund, Film der digitalen Fotografie vorzuziehen.

      • Doch, ist es durchaus. Denn zum einen kann ich mich nicht an analoge Aufnahmen erinnern, die derart steril aussahen. Die analoge Retusche hat ihre Grenzen. Zum anderen hast du sehr treffend die Vergangenheitsform benutzt… heute wird für Sterilität (oder, wie Juri es sehr schön ausdrückte, die Verwandlung vom Model zum Produkt) sicherlich nicht mehr Film benutzt.

      • Nein, ist es nicht. Man muss ein Bild nicht nachbearbeiten, nur weil es digital vorliegt. Zum anderen hast du sehr treffend die Vergangenheitsform benutzt. Früher wurde für Sterilität eben Film benutzt.

  8. Ein interessanter Artikel, der verdeutlicht, wie man in der Fashionfotografie auch noch den letzten Rest Menschlichkeit aus den Models herausretuschiert und sie zu leeren Plastikhüllen mutieren lässt.

  9. Danke für den Beitrag, informativ, ABER…

    So sher ich Menschen bewundere die so gut retuschieren können… Damit werden doch skandalöse Shönheitsideale erzeugt die schreckliche Konsequenzen haben.

    Wer wundert sich denn noch, dass sich immer mehr Jugendliche fast zu Tode hungern, ein großteil ihres Geldes für Cremes etc. verschwenden, weil sie auch so aussehen wollen wie die Photoshop-Models aus den Magazinen?
    Depressionen nehmen unter Jugendlichen immer mehr zu. Das liegt nicht nur an Arbeitswelt etc. sondern auch stark an Idealen, die man/frau nicht erfüllen kann.

    Für mich ist es zwar handwerklich beeindruckend, aber absolut unverantwortlich solch eine Arbeit zu machen und diese hier auch noch komplett unkritisch zu veröffentlichen.

    Und dann noch von Natürlichkeit nach der Bildbearbeitung zu sprechen, wie Anzhelika Zandt es tut, setzt dem ganzen noch eine zynische Krone auf.

  10. Mal abgesehen davon, dass dieses Handwerk oftmals umstritten ist, fand ich den Artikel sehr interessant. Hätte gerne mehr erfahren, der Text ist aber leider ziemlich knapp. Mich würde interessieren, wie der Künstlerin letztendlich der Einstieg ins Berufsleben gelang. Zumal sie erst seit etwa einem Dreivierteljahr retouchiert.

    Und ich schließe mich Stefan an, das letzte Bild (Original) ist ziemlich gruselig. :-(

  11. Ich find das 2te bild einfach perfekt. die anderen gefallen mir gar nicht vor allem der hautton ist ja total unnatürlich gelb. darauf sollte sie vielleicht mal achten beim retuschieren ^^

  12. Da dachte ich mir erst, hey endlich mal was wo ich was lernen kann und dann… mäh. Außer dass du viel Zeit investierst und die Resultate toll sind, könntest du an Hand eines Beispiels selber zeigen wie du eines deiner Bilder bearbeitest und wieso du welche art der Retusche wo anwendest. :S

  13. Diese Magersucht Kommentare find ich hier ein wenig unpassend, da sie nun wirklich nichts zum Thema tun (was nicht heißt dass ich das Thema runterspielen will).
    Wenn sich schon jemand die Mühe macht hier einen Beitrag zu schreiben sollte man im Kommentar auch darauf eingehen.

    Zum Artikel selber: Wirklich unglaublich was man mit EBV noch rauskitzeln kann. Technisch wirklich sehr gut gemacht und ausserdem find ich diese Vorher/Nachher Bilder immer sehr hilfreich, da sie ja auch schon Aufschluss darüber geben was gemacht wurde und ausserdem zeigen dass die OoC Bilder auch bei so hochwertigen Endergebnissen häufig weit davon entfernt sind perfekt zu sein. Das könnte einige meiner Bilder vor dem Papierkorb bewahren… ;)
    Mehr Infos zur Bearbeitung wären natürlich nicht verkehrt.

    • Warum sollen diese Kommentare denn nichts mit dem Thema zu tun haben? Hier wird ohne jegliche Kritik (außer in den Kommentaren, worüber ich sehr glücklich bin) ein gefährliches Bild des (weiblichen) Körpers vermittelt. So etwas hat nichts mit Geschmack, sondern mit verantwortung zu tun. Es ist also genau hier ein Thema.

      • Es gibt einen Unterschied zwischen schlank und abgemagert. Die hier gezeigten Damen mögen schlank sein, sicher aber nicht abgemagert. Ein an einer Stelle sichtbarer Knochen kann auch schlicht anatomisch bedingt sein, bei verschiedenen Menschen stehen sie unterschiedlich weit vor – auch bei normalem Gewicht.

      • Die klassische Antwort… “ich bin nicht magersüchtig, ich bin von natur aus so dünn”. Der Punkt ist doch, dass hier nachträglich ein gar nicht mal so tolles Aussehen in etwas verwandelt wird, was sich dann andere zum Vorbild nehmen.
        Und ich finde die Kommentare hier auch besonders angebracht. Wer macht denn bitte aus dem einen Bild das andere. Eindeutig eine Frage von Verantwortung.

  14. Den Trend zur makelosen Retusche verfolge ich nun schon seit ein paar Jahren.
    Waren es am Anfang der digitalen Fotografie lediglich ein paar Profis die diese Kunst beherrschten und für ein ehrfurchtsvolles Raunen in den Fachkreisen sorgten, so ist diese Technik auf dem Feld der Amateure angekommen.

    Immerhin ist die Technik mittlerweile so fort entwickelt, dass man zumindest wieder eine Hautpore erkennt, oder zumindest meint es wäre ein.

    Es ist absehbar, dass diese Technik in dieser Form nicht von Dauer sein wird, da die Ergebnisse keinem Fotografen|Künster bzw. dessen Stil zugeordnet werden können. Es ist ein Ergebnis das beliebig austauschbar macht und letztlich nur für die Produktfotografie taugt, d.h. das Model wird zum Produkt.

    In vermutlich 10 Jahren und später wird man Bilder dieser Art ganz eindeutig einer bestimmten “Epoche” zuordnen können.

    Zur Technik selber kann ich die Begeisterung der Autorin verstehen. Photoshop macht Spass und als ich Anfang der 90er mit dem Thema begann war ich genauso enthusiastisch über die unglaublichen Möglichkeiten, die sich mir auftaten.

    Auf der anderen Seite sind wir in einer Welt angekommen in der man seinen Augen nicht mehr trauen kann und ich denke dass ist es auch was hier zum Wiederstand führt, bei einigen zumindest.

    Juri Bogenheimer

  15. Ich habe nichts gegen die digitale Entwicklung von Fotos (Farben, Tonwerte, Kontraste, Belichtungen) – diese betreibe ich auch selbst. Und kann auch verstehen, wenn in einem Porträt mal ein oder zwei Pickel entfernt werden.

    Aber:
    – Menschen sind nicht perfekt
    – Haut ist unrein/unregelmäßig

    Was aber hier als „in Ordnung“ und „normal“ dargestellt wird ist die pure Perversion der Fotografie. Nicht mehr Authentizität zählt, sondern das digitale „Verschönern“ von Menschen wird zum Kern der Fotografie gemacht. Seelenlose Fotos, deren Motiven noch das letzte bißchen Würde und Menschlichkeit/Echtheit geraubt wird, indem man sie in Photoshop digital verunstaltet. Es wird durch Manipulation etwas dargestellt, was es so nicht gibt. Das mag bei Kunstwerken (gemalt oder fotografiert) noch als akzeptabel durchgehen. Bei Porträts ist Retusche in dieser hier dargestellten Form allerdings untragbar, da etwas als „schön“ und „erreichbar“ dargestellt wird, was es in der Realität nicht gibt. Tausende von Teenagermädchen nehmen sich an solchen Bildern falsche Vorstellungen von Schönheit zum Vorbild.

    Aus meiner Sicht ist diese Form von Foto-Bearbeitung jenseits jeder fotografisch akzeptierbaren Grenze und gehört verboten. Menschen, die solche Bildbearbeitung betreiben, tragen eine Mitverantwortung am verzerrten Frauenbild und verfälschten Schönheitsidealen in unserer Gesellschaft. Tausende Magersüchtige, Bulimie-Kranke, Depressive und Kosmetik-Süchtige in unserer westlichen Welt sind die lebenden Beispiele.

    Meine (deutlich negativ gemeinte Kritik) an Kwerfeldein lautet:
    Warum veröffentlich ihr plötzlich einen solch eindeutig grenzüberschreitenden Artikel? Vor nicht allzu langer Zeit war euer Magazin noch eine positive Ausnahme im Bereich der Fotomagazine und stand für „authentische Fotografie für Amateure und Profis“ – mit diesem Artikel geht ihr aus meiner Sicht einen Schritt in eine völlig falsche Richtung.

    • Haha, großartig! “Es müsste verboten werden”. Wer soll das verbieten? Bringt uns das wirklich weiter? Was bringen Verbote? Was sind die Auswirkungen von Verboten? Vielleicht ertsmal nicht nach noch mehr Polizei und Überwachung schreien…das geht nämich meistens nach hinten los

  16. Textinhalt/-tiefgang = Null.
    Außerdem konnte ich diesem “überperfektem”, sterilem Look irgendwie noch nie etwas abgewinnen.
    Rein vom technischen natürlich sehr gut umgesetzt vor allem bei der kurzen Aktivzeit.

  17. Ich finde den Artikel interessant. Wer sich für die Technik dahinter interessiert, dem sei als Futter für Bing oder Google “Beauty Retusche Tutorial” o. ä. empfohlen (die Autorin selbst verweist ja auf ein kommerzielles Tutorial).

    Eine Sache bleibt dann aber auch für mich offen: was empfinden eigentlich die abgebildeten Modelle beim betrachten der Vorher-Nacher-Bilder? Klar, der Markt fragt diese Art der Retusche nach (übrigens nicht nur in der Werbewirtschaft), aber wie beeinflusst dies das Selbstbild der Frau / des Manns vor der Kamera?

  18. Nett anzusehen.

    Ich bin seit etwa 6-7 Jahren fest Angestellter Retuscheur in einem großen Studio. Nebenbei fotografiere ich sehr viel…und da ich weiss wovon ich rede stößt mir eine Aussage unglaublich vor den Kopf.

    Du schreibst das eine gute Kamera viel Geld kostet und du daher mit dem retuschieren begonnen hast.

    Bsp.:
    • Canon 400D (auch wenn jetzt einige behaupten das das keine gute Kamera sein soll – Sie ist es…und letztendlich macht der Fotograf die Aufnahme nicht die Kamera.
    500€
    • Canon 50mm (1,8 Blende)
    100€

    Vergleich:
    • Adobe Creative Suite
    2500€
    • Anständiger Mac um effektiv arbeiten zu können.
    2000€
    • Kalibrierter EIZO Monitor
    800€
    • Grafik Tablett
    400€

    Wären wir also bei 600 vs. 6000€.
    …und du willst uns erzählen das es daran liegt/ lag?

    btw. Wer außer Hacker verwendet Dodge&Burn und somit als deutschsprachiger eine englische Photoshop Version?

    • Du übertreibst. Gute Monitore (selbst von Eizo) findet man schon für weitaus weniger als den von Dir veranschlagten Preis, selbst gute Wacoms finden sich schon für weit unter 100 € und einen überteuerten Mac mit neuester Creative Suite braucht man erst recht nicht.

      Man muß auch kein böser Raubmordkopierhacker sein um eine englische Photoshop-Version oder ein englisches UI nutzen zu können. Adobe bietet u.a. eine »Continental-Europe«-Version an, bei der man die Sprache wählen kann. Ferner gibt es Schulen für Mediengestalter, die von Anfang an nur englische Software einsetzten, einer späteren internationalen Job-Perspektive wegen.

      Aber das hast Du sicher alles schon gewusst.

    • Zur Kritik an den teuren Punkten, die O. anspricht, kommt dann noch die Tatsache, dass du dieser exquisiten Auswahl an möglichst teurem Equipment eine möglichst billige Kamera-Objektiv-Kombination gegenüberstellst. Wenn man sich die Arbeiten im Artikel ansieht, kann man allerdings davon ausgehen, dass sie auch an Kamera und Objektiv ähnlich hohe Ansprüche wie an ihre Retusche stellt.

      Die 400D ist sicherlich keine schlechte Kamera, ich hatte sie auch lange, aber sie hat trotzdem ihre Grenzen. Wenn man dann schon monate- oder jahrelang Fotos mit besseren technischen Voraussetzungen bearbeitet hat, möchte man diese Qualität sicherlich nicht missen und greift entsprechend zu einem Modell im vierstelligen Bereich. Gleiches gilt für das sicherlich nicht schlechte Objektiv, das aber auch nicht das Ende der Weisheit ist. Und je nachdem, was für Bilder der Autorin vorschweben, kommt zu Kamera und Objektiv vielleicht noch eine Lichtausrüstung und weiteres Equipment dazu.

      Vielleicht möchte sie einfach keine halben Sachen machen, sondern direkt höher ansetzen, wenn sie anfängt.

    • Dein Vergleich ist unterirdisch schlecht.

      Wir wissen nicht, welche Version sie einsetzt. Photoshop CS1-3 bekommt man schon günstig bei Ebay.

      Man braucht keinen Mac um venünftig arbeiten zu können. Nicht einmal einen aktuellen Hochleistungsrechner. Und selbst wenn, dann hat man den für 600 Euro zusammengestellt.

      Kalibrierter Monitor? Bekommt man auch schon für 400 Euro. Und wenn man eine 500-Euro-Kamera hat, wird man sicher keinen 800-Euro-EIZO haben.

      Grafiktabletts bekommt man auch günstiger, wenn man überhaupt eines einsetzt.

  19. Was soll die Aufregung, hier wird ein Produkt aus einer Kamera “aufgehübscht”
    Macht im Grunde Jeder Hobbyknipser mit seinen Bildern, oder will jemand ernsthaft
    behaupten die Bilder in seinem Bloog, Stream oder Community seien alle unbearbeitet.
    Was bleibt, ist die Erkenntniß, das kein Bild egal ob Fashion,Portrait, Street oder
    Landschaft die Wirklichkeit wiedergibt, sie tuen bestenfalls so.

  20. Nice … 10-12h am Tag … Wow, ich hätte gerne die Zeit. Mit Glück hab ich 2 Stunden am Tag. Video-Trainings gehe ich gerade für Photoshop durch. Spezielle habe ich auch einige, aber ich will niemals nur Bild Retusche machen. Das Fotografieren ist mir wichtig, Photoshop gehört dazu. Der digitale Film will ja auch entwickelt werden ;)

    Tolle Arbeiten sind das, schön zu sehe. Danke fürs zeigen :)

  21. Geschmäcker sind verschieden!
    Gut der Artikel liest sich wie eine Werbelektüre aber nicht jeder ist zum gut, spannend und Informativ schreiben geboren. Aber auch auf mich wirken die Bilder eher erschreckend als schön. Was wäre Cindy Crawford ohne ihren Leberfleck im Mundwinkel?
    Für mein persönliches Empfinden wurde hier viel zu viel Retuschiert.

  22. Grundsätzlich interessantes Thema. Auch wenn ich nicht finde, dass Menschen nach solchen Beauty-Retuschen noch natürlich wirken, klar ganz unwirklich wirken sie noch nicht, aber genauso wenig wirken sie natürlich und echt. Wobei das generell Ansichtssache ist, mein Ding ist es nicht, weil ich genau diese kleinen “Fehler” an Menschen toll finde, sie geben dem Mensch Charakter, fehlen diese “Fehler” sehen alle Models gleich/ähnlich aus, wirkt eben bisschen Barbiehaft. Trotzdem hätte es mich sehr interessiert ein bisschen mehr in die Tiefe zu gehen. Erklärungen wie man was macht, Erläuterungen, einfach was zum Lernen oder eben auch wie sie dann in den Beruf gekommen ist. Insofern kommt mir der Artikel ein wenig oberflächlich vor, vielleicht wäre hier ein zweiter Artikel mit mehr Tiefgang und mehr Details sinnvoll. ;)

    • Möchte noch was anfügen. Ich finde mit dem Wort “natürlich” sollte man beim Thema Retusche immer vorsichtig umgehen. Ich habe eine kleine Cousine, die durch meine Fotografiearbeiten weiß, wie einfach man etwas retuschieren kann etc, sie ist also mit dem Thema ein wenig vertraut und ich merke bei ihr wie sehr sie auf Fotos aus Modemagazinen anspringt und sich dieses Aussehen zum Ziel setzt und das obwohl sie eine Schönheit ist und wie bereits gesagt, auch weiß wie einfach man etwas verändern kann.

  23. Immer wieder beeindruckend, aber auch erschreckend, was alles möglich ist und auch gemacht wird.
    Ich finde diese Fähigkeiten wirklich bewundernswert, auch wenn man darüber streiten kann, ob es nur “richtig oder falsch” ist. Fakt ist nunmal, dass es in der Werbebranche Gang und Gebe ist.

    Irritiert haben mich jedoch die Worte zum Thema Natürlichkeit und “nicht alle Störfaktoren entfernen”. Weder finde ich diese Ergebnisse besonders natürlich noch sehe ich dort noch irgendwelche Störfaktoren. Ich sehe dort schon alles beseitigt, was man beseitigen kann.

  24. Wo finden die nur immer die Modelle ohne Brustwarzen? ;)
    Ansonsten: Ich hoffe immer noch, dass die Industrie sich irgendwann einmal von diesem Plastikhaut-Ideal verabschiedet…

  25. Blogartikel dazu: Schneeflocken und die allererste Diskussion über Bildretusche » intermayer.com

  26. Im Sinne des Auftraggebers sind diese Arbeiten hier sicher gut. Allerdings ist es meiner Meinung nach fehl am Platz, hier im Artikel von Natürlichkeit nach der Bildbearbeitung zu sprechen, wie Anzhelika Zandt es tut.
    Natürlich ist hier meiner Meinung nach nichts mehr, mehr glattbügeln geht nicht!

  27. Für die Werbung mag diese Art der Retouche mittlerweile (oder es im Sinne J. Bogenheimers zu sagen: zur Zeit) unerlässlich sein. Man mag sich über die Ethik der Sache streiten.

    Bei der Zeile “Für die meisten Werbezwecke wird allerdings sehr viel Wert auf eine perfekte Haut gelegt, die trotzdem natürlich aussieht.” musste ich ein wenig schmunzeln. Natürliche Haut ist nicht perfekt, kann nicht perfekt sein. Die natürlichste Retouche ist meines Erachtens ein gutes Make-up.

    Aus fotografischer Sicht finde ich solche Arbeiten belanglos. Mir ist der Look einfach zu plastisch.

  28. Blogartikel dazu: Meine Kunst™ ist viel perverserer als Deine | massenbelichtungswaffen.de

  29. Blogartikel dazu: Mein WTF-Moment des Tages › www.patsyjones.de

  30. Naja, Retusche und Retusche ist ja schon ein Unterschied.

    Die Arbeiten der Dame sind wirklich toll und sehr gut ausgeführt. Auch nicht ‘zu heftig’ meiner Meinung nach.
    Man muss halt immer sehen das man es nicht übertreibt und alles nach Plastik aussieht.

    Wenn ich retuschiere versuche ich immer das man die Retusche nicht sieht. Also kein übermäßiges Hautglätten etc.
    Das ist es, was für mich eine gute Retusche ausmacht … man sieht sie nicht.
    Vielleicht kleine Pickelchen entfernen, minimal den Sonnenbrand rausdrehen …. okay.

    Das wichtigste ist aber, das jeder der das Foto sieht auch gleich erkennt wer abgebildet ist und nicht kommt ‘ich hab Dich da gar nicht erkannt’….

  31. Sehr schöne und professionelle Bildbearbeitung !

    Darf ich fragen, was du so nimmst pro Bildbearbeitung ?

    Bei mir isses nämlich genau umgekehrt wie bei dir !

    Ich habe als Fotograf so viel zu tun, dass ich kaum noch Zeit für die Bildbearbeitung habe !

    Und unabhängig davon, kann ich es nicht so gut wie du ;-)

    Liebe Grüße,

    Christian

  32. klasse Arbeit, der Artikel allerdings oberflächlich wie aus dem Werbeprospekt.

    ohje und dann wieder all die fachlich unfundierten Magersuchtkommentare, schlimme Krankheit, die seit 30Jahren konstant bei etwa 1% der Bevölkerung auftritt und genetisch exponiert ist. Heute sind 60% übergewichtig und die daraus resultierenden Erkrankungen……

    Fotografie ist eine Kunst und die Retusche egal in welche Richtung liefert (seit der Fotoplattentechnik) dazu ein Teil des Handwerkszeug