11. Mai 2019

100 Jahre Lebensglück

Seit vielen Jahren besucht Karsten Thormaehlen Hundertjährige auf der ganzen Welt, nimmt ihr Portrait auf und lässt sich von ihnen von einem langen und erfüllten Leben erzählen. In seiner einzigartigen Hommage an das Alter stellt er im Bildband 52 lebensfrohe Hundertjährige vor. Neben Orten, an denen Leute sehr alt werden, wie Okinawa, Sardinien oder Peru, spürte er auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz Menschen auf, die erlebt haben, was vier Generationen prägte.

Frauenportrait

Serafina Eichenhofer, Luzern, Schweiz

Männerportrait

Lukas Ammann, München Deutschland

Klassisches Portrait

Berta Maria Frieda Preiss, Nidda, Deutschland

Portrait

Karl Otto Götz, Niederbreitbach-Wolfenacker, Deutschland

Portrait mit Kapuze

Tonia Nola, Silanus, Italien

Frauenportrait

Tonaki Tsuru, Nanjo, Japan

Portrait einer lachenden Frau

Kiyo Aragai, Sapporo, Japan

Männerportrait

Kiichiero Nakajima, Sapporo, Japan

Mit seinen reduzierten, persönlichen Aufnahmen macht er die Würde und Schönheit des Alters sichtbar. Begleitet werden die Fotografien von kurzen Texten und Einblicken in das Leben der Hundertjährigen, verfasst von Constanze Kleis. Darin teilen sie mit viel Humor und Herz ihre Erfahrungen und ihr Wissen über Liebe, Gesundheit und ein erfülltes Leben.

Informationen zum Buch

100 Jahre Lebensglück von Karsten Thormaehlen
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Seiten: 120
Maße: 21,5 x 27,8 cm
Verlag: Knesebeck
Preis: 24,95 €

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4 Kommentare

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  1. Generell finde ich das Thema spannend und auch die Bilder gefallen mir !
    Nur ich finde man hätte mehr daraus machen können, von den 100 jährigen eine kleine Serie von 3-6 Bilder. Ich stelle mir die Frage wie leben sie, was hat nach ihrer Einschätzung sie so alt werden lassen… Genetik, Innere Einstellung etc.
    Das hätte in meinem Augen das Projekt noch spannender gemacht.

  2. Ich schreibe jetzt mal meine Erfahrungen auf. Ich musste jahrelang 100jährige besuchen weil sie in einer sozialen Organisation waren und entsprechend gewürdigt wurden. Darunter war nicht eine einzige Person, die froh war so alt zu sein.
    Alle lebten in Heimen und keiner in einem großen Haus bei seinen Kindern und den Enkelkindern. Solche Vorstellungen muss man sich abschminken.
    Einer sagte er sein einfach übriggeblieben aber das Leben sei nicht mehr schön weil seine ganze Welt verschwunden ist, alle seine Vereine, alle seine Verwandten etc. So ungefähr äußerten sich alle.
    Die Kinder waren dann auch schon über 70 wenn sie noch lebten. Es mag ja fotografisch ein Thema sein aber ich will keine 100 werden.

    • So wahr!
      Ich mache als Arzt die gleichen Erfahrungen. Ich treffe oft sehr alte Menschen, ganz unabhängig von einer möglichen Erkrankung entspricht meine Wahrnehmung mehr Deiner Schilderung und das war auch genau das was ich gedacht habe, als ich die Fotos gesehen habe.
      Für einen Fotografen ein spannendes Thema, aber die Strecke bleibt doch (auch im Buch…) sehr oberflächlich.
      Einsamkeit ist das entscheidende Thema über 80 und wird nochmal dramatisch schlimmer jenseits der 90. Zur sozialen Einsamkeit kommen die nachlassenden Sinne – nichts mehr hören, nichts mehr sehen… da wird es sehr finster.

  3. Aus den Gesichtern strahlt Freude, Erfahrung und durchaus auch Energie. Schön, 100jährigen überhaupt zu begegnen, die sich dann auch noch darauf einlassen können, an so einem Projekt beteiligt zu sein. Das zeigt mir, dass es da doch mehr geben mag, als düster skizzierte Lebensumstände in Heimen etc. Mein direkter Nachbar ist lange Jahre der älteste Einwohner der Stadt gewesen, bevor er mit knapp 106 Jahren starb. Den hätte ich aus heutiger Sicht auch gerne fotografiert.
    Herzlich grüßend, Dirk