Frau stillt Baby
01. Februar 2019

Echtes Leben Zeigen – Stillleben

Frauen, die stillen, sieht man auch heute noch recht selten in der Öffentlichkeit. Und auch heute noch sehen sich stillende Frauen häufig missbilligenden Blicken, herablassenden Bemerkungen oder gar Anfeindungen ausgesetzt. Auch in den sozialen Medien wie Facebook wurden Bilder stillender Frauen, auf denen die bloße Brust zu sehen war, immer wieder gelöscht und die Konten deswegen blockiert.

Stillen ist das Sinnbild von Leben und Fürsorge, von Mütterlichkeit und Liebe! Und gerade deshalb ist es wichtig, Bilder zu zeigen, die das Muttersein feiern und all jenen etwas entgegensetzen, die vergessen haben, dass sie einem weiblichen Schoß entsprungen sind und an Mamas Busen begonnen haben, die Welt für sich zu entdecken.

Aber auch jenen, die mit dem Fläschchen großgezogen wurden, ist die Brust der Mutter vertrauter als alles andere der Welt. Sie ist der Ort, an dem Geborgenheit gespendet wird, Schutz und Wärme. Sie ist der Ort, wo der Mensch auf das Leben vorbereitet wird.

Frau stillt Baby

© Una Spiek

Frau stillt Baby

© Julia Vogel

Stillen ist echtes Leben, Stillen ist ein Menschenrecht!

„Echtes Leben Zeigen“ vereint dokumentarisch arbeitende Fotograf*innen im deutschsprachigen Raum. Mit ihren regelmäßig ausgerufenen Challenges sammeln sie Arbeiten, die bestimmte Themen bearbeiten und veröffentlichen ausgewählte Fotografien auf ihrer Webseite.

Ähnliche Artikel

10 Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu Dirk Trampedach – abbrechen –

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Das ist ein schöner Bericht, es liegt viel Liebe und Menschlichkeit in den Fotos. danke dafür!
    Eines unserer Kinder wurde mal während eines Konzerts von Reinhard Mey gestillt, wir saßen vorne in einer der ersten 10 Reihen. Die anderen Gäste haben das sehr wohlwollend aufgenommen, Herr Mey hat´s nicht realisiert, und genossen hat die Kleine die Situation mehr oder weniger schlafend.
    Es ist ein Relikt für die Ewigkeit, dem Digitalisierung und rasante Entwicklungen hoffentlich nichts anhaben werden. Dokumentationen, wie z.B. die verlinkte Webseite, sind da eine wunderbare Möglichkeit, solche doch sehr intimen Dinge in ein achtsames Licht zu stellen.
    Herzlich grüßend,
    Dirk Trampedach

  2. Ein sehr pathetischer Textbeitrag der mir einfach nicht gefallen will. Auch die Inanspruchnahme des Begriffs „echtes Leben“ finde ich reichlich übertrieben, denn die Definition fällt doch von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich aus und das ist auch gut so.
    Die Bilder sind teils ansprechend, aber dann auch wieder nicht. Gerade weil sie sehr intim sind, bin ich der Meinung, dass sie das teils auch bleiben sollten. Was jetzt an der Brust mit Milchtropfen so toll sein soll, erschließt sich mir auch nicht. Mir fallen eine Menge anderer Dinge ein, die ebenso zum echten Leben dazu gehören, die man ebenfalls nicht unbedingt sehen will/muss.
    Dezentes Stillen in der Öffentlichkeit ist für mich völlig okay, manchmal gewinnt man jedoch den Eindruck, dass es weniger um das Stillen als um das Zeigen geht.

    • Die Bezeichnung „echtes Leben“ bezieht sich auf die Art der Fotografie. Dokumentarische Fotografie greift nicht ein. Ein Studioshooting hat einen anderen Ablauf, der Fotograf nimmt die Kunden an die Hand und leitet Sie mit Posen und Tips durch das Shooting.

    • Mich berühren die Bilder sehr. Zumal wir selbst zwei Kleinkinder haben und durchaus merken, dass sich einige daran stören, wenn das Kleine gestillt wird. Dabei beginnt hier das echte Leben. Die Bilder haben einen Sinn, eine Geschichte, einen Bezug und sie haben Tiefe. Die Schönheit kommt von innen, es ist keine Beauty-Knipserei, die mich zutiefst langweilt, es ist das sensible, das so empfindliche Leben, was gerade in die Welt entlassen wird. Ob ein Milchtropfen mir dabei persönlich gefällt oder nicht, ist eine andere Geschichte. Aber mir gefällt eben auch das Verständnis gegenüber Kindern und jungen Familien in unserer Gesellschaft ebenso wenig. Man beachte nur die Feinstaubdebatte, in denen man gerne die Messstationen anders platzieren würde und nicht einmal daran denkt, dass die Schadstoffe dort am höchsten sind, wo kleine Kinderlungen am Überweg stehen, um zur Schule zu gehen und wir PS Protze Gas geben ohne Rücksicht auf diese empfindlichen Wesen. Das ist nur ein Beispiel. Ein weiteres ist vielleicht das kinderfeindliche Hotel Restaurant in Meck-Pom.
      Nein, diese Serie ist außergewöhnlich und inhaltlich sehr sehr berührend.

  3. Dieser Bericht gefällt uns unheimlich gut. Wir sind auf der Suche nach Fotografien aus dem wahren Leben. Man findet in der Fotoszene immer mehr unechte Momente mit gebuchten Paaren und gestellten Posen. Umso besser gefällt uns die Kraft und Natürlichkeit dieser Fotografien! Und was ist natürlicher als das Stillen eines Babys!? Und: natürlich soll das auch gezeigt werden!