22. Januar 2019

Deformed Figures

Die Art von Fotografie, mit der ich mich befasse, sind die experimentelle Schwarzweißfotografie und die Möglichkeiten der Deformierung des menschlichen Körpers. Ich versuche dabei dem, was wir als traditionelle Fotografie kennen, zu entkommen und wende mich anderen Medien wie der Malerei zu. Der entfremdete Körper und die unscharfen Züge spiegeln die mehrdeutigen und instabilen Emotionen und Gedanken wider.

Eine der Haupteigenschaften meiner Arbeit ist der regelmäßige Gebrauch von Langzeitbelichtungen, durch die ich in gewisser Weise meine Modelle erkunde. Als mein Hauptthema versuche ich, die menschliche Figur neu zu formen und ihr eine neue Bedeutung zu geben. Diese Serie ist ein Versuch, die Funktionsweise von Empfindungen zu verstehen. Den Raum der Gefühle und die Interaktion zwischen den Formen des Bildes und der Betrachter*innen zu erforschen.

Jedes Foto ist eine Einheit, die einen bestimmten mentalen Zustand beinhaltet. Wir haben es also mit einer Vielzahl emotionaler Belastungen innerhalb einer Welt zu tun, die ebenso unklar ist wie unsere. Die Formen erhalten eine traumhafte Dimension. Manchmal ist es nicht einfach, ihre Konturen zu erkennen.

Die Erforschung der Formen auf den Fotografien bietet die Gelegenheit, die verschiedenen Aspekte unserer Psychosynthese zu entdecken. Die eingeprägten Formen weisen auf eine Erweiterung von uns hin und drücken unsere tiefere psychische Welt aus. Die deformierten und fragilen Formen sind wie ein endloser Fluss von Gefühlen.

Die Kamera verwandelt sich in ein erstklassiges Werkzeug für die Überwachung, Erkundung und Wiederentdeckung der Welt der Gefühle. Die Verwendung von Schwarzweiß bietet die richtige Ästhetik für die Darstellung von Formen und die Gestaltung von Emotionen.

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surreales Schwarzweiß-Portraiz

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Durch die fortwährende Vorstellung von Bewegung in den Fotos wirken die Menschen wie in eine neue Realität eingebettet. Eine verschwommene und deformierte Realität. Eine Dimension, die Welt der Träume und des Chaos gehört.

Dieser Artikel wurde für Euch von Katja Kemnitz und Aileen Wessely aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.


5 Kommentare

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    • Mich interessiert das auch.

      Ich vermute: gute Freistellung durch Beleuchtung, leichte out-of-focus-Unschärfe, leichte Bewegungsunschärfe, s/w-Konvertierung, und dann reichlich Filmkorn oder Rauschen hinzufügen.

      Tolle Fotos jedenfalls!

    • Und schon haste was gesagt …

      Ach ja, ich haltenes für eine spannende Idee … einfach erscheinend in der Umsetzung, jedoch schwierig im Detail, bis die Pose so eingefangen wird, wie man sich das vorstellt.

      Kann man auch mal selber ausprobieren.