Brassica napus
02. Mai 2012 Lesezeit: ~ 8 Minuten

Checkliste für scharfe Landschaftsfotos

Ich bin ein Fan von knackig scharfen Landschaftsfotos. Besonders, wenn ich mir gedruckte Fotos weiter Landschaften ansehe, reicht es mir nicht, die Bilder aus der Ferne zu betrachten. Ich untersuche gerne die Details, gehe sehr nah an das Bild heran und freue mich beispielsweise, wenn ich auf den Hügeln in der Ferne noch die einzelnen Bäume erkennen kann.

Daybreak

Auch für meine eigenen Fotos strebe ich ein Ergebnis an, das einem genauen Blick standhält. Während bei Fotos mit längeren Brennweiten ein weiches Bokeh durchaus schmeichelhaft sein kann, möchte ich, dass bei meinen Weitwinkelaufnahmen vom Vordergrund bis zum Horizont alles scharf abgebildet ist.

Aber was ist nötig, um diese Fülle an Details in ein Landschaftsfoto zu bekommen? Es gibt einige Techniken, die dabei helfen. Ich möchte diese hier in einer Art Checkliste mit Euch teilen.

Die Aufnahme

Zunächst einmal ist ein stabiles Stativ hilfreich und bei längeren Belichtungen sogar unverzichtbar für verwacklungsfreie Fotos. Wenn ich mit Stativ arbeite, benutze ich außerdem einen Kabelauslöser oder den 2-Sekunden-Selbstauslöser der Kamera.

Bei starkem Wind versuche ich, das Stativ windgeschützt zu positionieren und ich beschwere es zusätzlich. Dazu haben manche Stative an der Mittelsäule einen Haken, an den ich zum Beispiel meinen Kamerarucksack hängen kann.

Hilft das noch nicht genug, versuche ich, das Stativ kompakt aufzubauen, also die Beine eingezogen zu lassen. Ich bin dann zwar mit der Kamera näher am Boden und in den Kompositionsmöglichkeiten eingeschränkt, jedoch kann ich mich nun selbst auf das Stativ stützen und so für zusätzliche Stabilität während der Aufnahme sorgen.

Um Vibrationen durch das Herunterklappen des Spiegels zu vermeiden, könnte ich die Spiegelvorauslösung nutzen. Da ich jedoch meist mit Live-View arbeite, ist das nicht nötig.

Vorsicht ist bei Objektiven mit Bildstabilisator geboten. Bei Aufnahmen mit Stativ stelle ich sicher, dass dieser deaktiviert ist. Bei den längeren Belichtungszeiten, die ich oft nutze, versucht der Stabilisator sonst, etwas auszugleichen, was gar nicht vorhanden ist und sorgt so selbst für Vibrationen.

Eine kleine Blende sorgt für eine größere Schärfentiefe und somit für schärfere Fotos. Nicht ganz: Es gibt einen Punkt, ab dem weiteres Abblenden dazu führt, dass das einfallende Licht an der Blendenöffnung sichtbar gebeugt wird. Mit sichtbar meine ich hier, dass ich im Foto später einen merklichen Schärfeverlust feststellen kann. Ich fotografiere deshalb fast ausschließlich bei Blenden zwischen f/8 und f/13, was bei meinen Objektiven die besten Ergebnisse liefert. Ich empfehle jedem, das für seine Objektive selbst zu testen, es gibt mitunter starke Abweichungen.

Für eine große Schärfentiefe ist Abblenden also keine Option für mich. In der Weitwinkelfotografie reichen aber oft schon kleine Blendenwerte für eine Schärfentiefe, die von wenigen Metern bis unendlich reicht. Mit Kenntnis der Hyperfokaldistanz kann ich den Fokus so einstellen, dass alles von der halben Hyperfokaldistanz bis unendlich scharf abgebildet wird – theoretisch. Denn was heißt scharf? Je nach Anspruch an die Schärfe im Foto gibt es erhebliche Unterschiede bei der Berechnung der Hyperfokaldistanz. Mit dem Rechner auf dieser Seite kann man das ganz gut ausprobieren.

Am Ende bleibt nur, selbst auszuprobieren, welcher Fokus für welchen Bereich eine außreichende Schärfe liefert.

Mir selbst ist die Hyperfokaldistanz nur ein erster Anhaltspunkt. Ich habe nie ein gutes Gefühl, wenn ich mich gänzlich darauf verlasse. Lieber gehe ich auf Nummer sicher und mache mindestens zwei Aufnahmen einer Szene. Zunächst fokussiere ich auf ein Objekt im Hintergrund oder einfach auf fast unendlich. Darauf folgt eine Aufnahme mit dem Fokus im Bereich zwischen ein und zwei Metern.

Ich kann dann später bequem am PC entscheiden, ob mir eine der beiden Aufnahmen schon genug Schärfentiefe liefert, oder ob ich beide überblende. Focus Stacking ist das Stichwort für dieses Verfahren.

Für volle Kontrolle fokussiere ich mit dem Weitwinkel ausschließlich manuell unter Zuhilfenahme des Live-Views. Bei 10-facher Vergrößerung kann ich den Fokus so sehr genau bestimmen.

Ihr seht, schon während der Aufnahme kann ich einiges für ein scharfes Ergebnis tun. Mittlerweile passiert das schon fast automatisch. Vor allem das Aufnehmen zweier Fotos mit unterschiedlichem Fokus ist eine enorme Erleichterung. Ich muss mir keine Gedanken machen, wo ich den Fokus platzieren muss, um später ein komplett scharfes Foto zu haben.

Wohlgemerkt lässt sich dieses Vorgehen nicht 1:1 auf die Analogfotografie übertragen. Focus Stacking und Live-View würden wegfallen. Das Gleiche gilt, wenn es schnell gehen muss. Dann versuche ich mit einer Aufnahme und ohne Live-View auszukommen. Es hilft also in jedem Fall, die Hyperfokaldistanz zu kennen und zu verstehen.

Die Bearbeitung

Habe ich die Fotos dann zuhause auf den Rechner übertragen, gibt es mindestens noch einmal genauso viel zu beachten.

In Lightroom bereite ich die Fotos für weitere Bearbeitungen in Photoshop vor. Zu dieser Vorbereitung gehört die Objektivkorrektur. Das Entfernen von chromatischer Aberration ist dabei besonders wichtig. Zu den Rändern hin kann ein Foto durch die Verschiebung der einzelnen Farbkanäle relativ zueinander sonst unscharf wirken.

Unter Objektivkorrektur in Lightroom fällt auch das Entfernen von Verzerrungen. Bei Landschaftsfotos stört diese jedoch meistens nicht und so setzte ich die Stärke hier auf Null. Beim Entzerren wird das Bild besonders in den Randbereichen gestreckt, was sich negativ auf die Schärfe auswirken kann.

Direkt aus der Kamera sind die Bilder trotz all dem Aufwand immer noch nicht sehr scharf. Deshalb schärfe ich die Fotos in Lightroom vor. Eine Stärke von 80 bei einem Radius von 0.8 liefert mir gute Ergebnisse. Es kann sich hier auch lohnen, das Bild zweimal zu schärfen, besonders bei feinen Strukturen im Bild, zum Beispiel bei Sand.

Ich schärfe dann einmal bei genannter Stärke und Radius mit minimaler Maskierung und exportiere das Ergebnis. Dann nehme ich die Schärfe zurück und erhöhe die Maskierung auf 50 und exportiere das Ergebnis erneut. Das ist nötig, da im ersten Fall auch das Rauschen im Bild geschärft wird. In Photoshop überblende ich dann beide Bilder und picke die besten Bereiche heraus.

Den Regler für Klarheit setze ich auf einen Wert zwischen 10 und 30 und erhöhe so den Mikrokontrast im Bild. In Photoshop erhöhe ich den Mikorkontrast weiter. Dazu verwende ich gerne die Freaky-Details-Technik von Calvin Hollywood. Jedoch nur selektiv durch eine Maske, da der Effekt sonst für Landschaftsfotos zu stark ist.

Auch Kontrastanpassungen mit Gradationskurven können das Bild am Ende detailreicher wirken lassen.

Am Ende der Bearbeitung in Photoshop steht das Schärfen für das jeweilige Ausgabemedium. Einmal schärfe ich die Fotos fürs Web, wobei ich eine Technik verwende, die von Marc Adamus und einigen amerikanischen Fotografen bekannt gemacht wurde: Ich skaliere das Bild zunächst auf das 1,667-Fache der finalen Auflösung. Hier schärfe ich das Bild sehr stark, zum Beispiel durch zweimalige Anwendung des Filters Scharfzeichnen. Danach wird das Bild auf die Zielgröße skaliert. Wichtig ist dabei, in Photoshop die Einstellung bikubisch zu verwenden und nicht bikubisch schärfer. Danach kann ich die Schärfeebene für ein optimales Ergebnis noch mit einer Maske anpassen.

Für den Druck schärfe ich anders: Hier geht es mir nicht darum, dass das Foto auf dem Bildschirm gut aussieht. Im Gegenteil, am Bildschirm wirkt es oft sogar überschärft. Aber das ist nötig, um einen scharfen Druck zu erhalten. Ihr findet ein Video, in dem ich meine Technik genauer beschreibe auf meinem Youtube-Kanal.

Wichtig ist auch hierbei, selbst auszuprobieren, was die gewünschten Ergebnisse liefert. Jeder Mensch hat unterschiedliche Präferenzen. Was für mich scharf ist, kann für einen anderen Betrachter überschärft wirken oder nicht scharf genug sein.

Ihr habt nun einen Einblick bekommen in meine Herangehensweise, um technisch hochwertige Fotos zu erhalten. Selbst wenn man mit Bokeh arbeitet und nur einzelne Bereiche im Foto scharf haben möchte, kann man einige der eingesetzten Techniken verwenden.

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56 Kommentare

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  1. ein sehr interessanter beitrag.

    allerdings ist das “nachschärfen” so gar nicht mein ding. aber wie du schon sagst: “Jeder Mensch hat unterschiedliche Präferenzen. Was für mich scharf ist, kann für einen anderen Betrachter überschärft wirken oder nicht scharf genug sein.”

    ich jedenfalls liebe es, selbst nach dem komprimieren für´s i-net nicht nachzuschärfen. “bäume in (1km) ferne noch scharf zu sehen” widerspricht (für mich) einfach meinem natürlichen sehvermögen.

    gruß
    roswitha

  2. Blogartikel dazu: Checkliste für scharfe Landschaftsfotos | Pixelgranaten

  3. Ahoi,

    toller Beitrag den du da geschrieben hast!
    Eine Frage habe ich allerdings ; ) Auch nach einigen Tests konnte ich keine Vorteile des “freaky details” zu der klassichen Hochpass/Smartobjekt/Hard Light Variante sehen. Wo genau liegt hier der Vorteil?

    Schönen Gruß,

    Nick

    • Hallo Nick,

      Freaky Details nutzt den Filter “matter machen” auf einer invertierten Ebene. Bei dem Filter kann man den Schwellwert so einstellen, das es später keine Halos gibt.

      Die Halos bekommt man bei der klassischen Variante leider sehr schnell!

      Teste mal mit extremen Werten und vergleiche dann, schau dir besonders die Kanten an.

      Grüße

      • Danke dir ; ) Ich teste weiter. Du hast recht, ich habs bisher nur bei sehr durchschnittliechen Bildern ohne Extremwerte ausprobiert.

        Schönen Gruß.

  4. Toller Artikel. Hätte aus der MickyMaus stammen können. Live View und scharfe Bilder? Achja, das Scharfstellen von Hand geht natürlich viel präziser als ein im µm Bereich eingestellter Autofokusmotor. Warum man den Bildstabilisator ausstellen KANN (“sollte” ist nämlich auch quatsch) wird nicht hinreichend erläutert und die Hyperfokale Distanz ist wohl zu kompliziert um sie korrekt zu erläutern, daher ein halbgarer Wikipedia Artikel…

    Ihr ward mal besser :-(

    • Wahrscheinlich ahnte der Schreiber schon, dass er einen gerade einen hochnotpeinlichen Kommentar verafsst und zieht es deshlab vor anonym zu bleiben.

      Nach Deiner Logik sollte man wohl lieber die Finger von Zeiss-Optiken, die haben nämlich gar keinen AF. Auch Canon mit seinem USM-System und andere Hersteller ähnlicher Systeme, die das manuelle Nachjustieren bei aktivem AF erlauben, haben wahrscheinlich gar keine Ahnung vom Thema. Dass der Einsatz eines Bildstabilisators kontraproduktiv bei Verwendung eines Stativs sein kann reicht als Hnweis volkommen aus. Außerdem: stabiler als Stativ geht eh nicht, warum sollte man ihn also anlassen?

  5. @ Artikel:
    Hier sind gute Tipps für die Landschaftsphotographie vorhanden und auch sinnvolle Hinweise, wie man die Schärfe des Photos wirklich optimal gestalten kann. Leider geht es aber auch mir so, dass die Wirkung der Schärfebearbeitung im Photo oben zu stark ist und das gute Motiv zu hart und unharmonisch wirken lässt. Das wird leider durch die doch nach meinem Gefühl zu gesättigte und kontrastreiche Farbgebung unterstrichen.

    @Anonym: Ja, scharstellen mit LiveView geht besser als mit dem Autofokus einer Kamera! So hat man zu 100% die Gewissheit den Fokuspunkt am richtigen Ort liegen zu haben. Der Autofokus schafft das zwar auch mit hoher Wahrscheinlichtkeit, wenn man aber Stativ benutzt und ein Motiv hat, das nicht wegläuft, braucht man keinen Autofokus und stellt per Hand scharf.
    Der Bildstabi (bei Canon) soll in den neuen Objektiven erkennen, wenn vom Stativ photographiert wird. Ich würde mich aber auch nicht darauf verlassen und so ist der Tipp ihn ganz auszuschalten optimal!

  6. Danke für den tollen Artikel. Vor allem die Punkte in der Nachbearbeitung habe ich bisher nicht so gesehen und werde sicherlich damit etwas rumspielen. Ich verlinke dich mal in meinem Blog, damit vllt noch ein Paar mehr daran teilhaben können :-)

  7. Michael, Du schreibst, man kann bereits “während” der Aufnahme einiges zur richtigen Schärfe beitragen.
    Ich war bisher der Meinung, man sollte die Aufnahme so “vor”bereiten, damit dieser Bearbeitungswahn nicht mehr notwendig ist.
    Das mit der durchgehenden Schärfe sollten doch die heutigen Kameras und Objektive alle schaffen, oder täusche ich mich? Ich habe mich an Landschaften bisher noch nicht so intensiv versucht.
    Nicht falsch verstehen, ich bin gewiss kein Feind von gezielt eingesetzter Bearbeitung und will auch keine Experten in ihrem Genre angreifen. Nur dieser Satz und der mit dem FocusStacking irritieren meine Interpretation des ursprünglichen Begriffes Fotografie immer wieder…

    Nix für ungut. Ich finde den Beitrag äußerst lesenswert, da er viele hilfreiche, grundlegende Tipps gibt. Danke dafür

    Daniel

    • Hallo Daniel, mein Artikel ist ein Erfahrungsbericht. Ich schreibe von mir, davon was ich von der Schärfe im Foto erwarte oder besser was ich anstrebe.

      Was “man” mit diesen Infos anfängt ist jedem selbst überlassen;-) Je nachdem welche Schärfe man möchte, wird man einige Schritte weglassen.Oder jm. hat vll noch ganz andere Tricks für Scharfe Fotos und nutzt diese zusätzlich.

      Wenn du sagst, deine Kamera und dein Objektiv liefern dir genug Schärfe, dann ist das ok. Wie so vieles ist auch die Schärfe im Foto Geschmacksache.

      Grüße

  8. Super Bericht. Besonders der letzte Teil mit der Bildoptimierung ist sehr interessant. Man sieht deinen Bildern an das du dich sehr intensiv damit beschäftigt hast. Ich finde die Details überragend. Die Landschaftsaufnahmen sind hier vielleicht nicht jedermans Geschmack, aber meinen treffen sie sehr gut.

  9. Mir hat der Artikel wieder sehr gut gefallen. Ich habe bei dir den Eindruck, dass du deine Ausrüstung verlässlich im Griff hast. Mir geht es da anders. Aber gerade deshalb erfreuen mich deine Artikel. Ich habe die Sachen, die du hier so gut beschreibst, tatsächlich schon angewandt.

    Vielen Dank!
    Heike

  10. Es istoffensicjtlich, dass Du Dein Ding gefunden hast und sowohl Deine Hardware als auch Software und nicht zuletzt Deinen Bildausdruck fest im Griff hast. Das verdient Anerkennung, wie auch Anerkennung verdient, dass Du Dein erarbeitetes Wissen hier freimütig und detailliert teilst.

    Vor diesem ausdrücklichen Hintergrund werde ich nun verraten, dass auch ich den entstehenden Bildeindruck nicht sehr mag. Auf mich wirken Schärfe und Farbigkeit vorrangig virtuell. Nicht natürlich.

    Aber das ist nur meine Meinung und ich möchte das bitte auch so verstanden wissen. Die teils unsachliche und ins persönliche abdriftende Kommentierung hier finde ich allerdings zutiefst unpassend.

  11. So detailreich schärfe ich meine Landschaftsbilder selbst nicht, aber deine Arbeitsschritte liefern einen sehr guten Einblick in deine Arbeitsweise, und machen Lust darauf einzelne Schritte davon selbst einmal auszuprobieren.
    Deine Bilder geschärften Bilder wirken für mich zwar nicht mehr vollkommen real, erzeugen aber eine interessante, angenehme, fast etwas bezaubernde Bildstimmung. :) Danke dafür.

    Aber warum hier gleich wieder Zickenkrieg ausbricht verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Jeder sollte doch seinen eigenen Geschmack vertreten, und dabei trotzdem konstruktive Meinung teilen können.

  12. Jetzt muss ich auch nochmal was schreiben:

    Ich finde es ehrlich gesagt richtig dreist, sich über solch einen Artikel “aufzuregen”. Fakt ist mal, der Artikel ist gut geschrieben und deckt ein fotografisches Thema ab. Ob der Artikel nun inhaltlich den jeweiligen Geschmack trifft, oder ob die einzelnen Bilder “gefallen” ist wieder subjektives Empfinden des Lesers. Aber wenn man hier so Kommentare liest, wie “Michael sollte mal länger von Kwerfeldein wegbleiben” (sinngemäß), dann fragt man sich doch ernsthaft was sich manche hier erdreisten…
    Man darf vor allem mal nicht vergessen, dass die ganze Sache hier KOSTENLOS ist. Niemand muss die Seite besuchen oder einen bestimmten Artikel lesen. Wer etwas nicht mag, soll’s doch einfach überlesen. Dann gibt’s halt für diesen Tag mal keinen Artikel, wird die Welt für euch schon nicht untergehen. Mir gefällt auch nicht jeder Artikel, der hier erscheint. Aber dann lese ich den eben einfach nicht und rege mich nicht noch darüber auf. Ich finde das ziemlich respektlos jemanden anzugreifen, der sich hier die Mühe macht stetig Artikel zu verfassen und seine Bilder zu zeigen. Das muss man nämlich erstmal machen und sich trauen. Anonyme Einträge verfassen kann jeder…

  13. Der Artikel ist gut. Das Bild ist, sagen wir mal “Geschmacksache”.

    Für mich ein typisches Beispiel von (zer)arbeitet!
    Da schreit förmlich jedes Pixel: “ich wurde stundenlang bearbeitet”. Und ob das im Sinne des Fotografen ist,… ich weiß nicht!

  14. Hallo,

    in der professionellen Landschaftsphotographie verwendet man oft die Tilt und auch die Shift Funktion, erstere um die Schärfe so zu legen wie man sie gerne hätte, letztere um die Kamera im “Wasser” zu halten und trotzdem den passenden Ausschnitt zu finden. Warum ich das schreibe? Weil man durch nachträgliche Technikorgien, welche ich, wenn nötig, durchaus auch einsetze, oft den Blick für die Stimmung verliert. Gutes Licht, ein gut gewählter Ausschnitt und nicht immer Weitwinkel, das reicht eigentlich, für die Auflösung neue Kameras mit guten Objektiven(D800E, Mittelformat) oder eben Stitchen, das bringt mehr als Schärfen.

    LG
    Stevie

    • Hallo Stephan, gut, dass du Tilt Shift ansprichst, da hast du natürlich Recht. Leider habe ich damit keine eigenen Erfahrungen und habe es deshalb in obigem Artikel rausgelassen, aber es gibt bald nen Gastartikel speziell dazu.

      Grüße

  15. also ich finde die Kommentare a la Sebastian Häberle auch völlig daneben…
    zum Bild kann man tatsächlich geteilter Meinung sein, wenn man es natürlich mag, ist es natürlich völlig zerpixelt.
    Meinen Geschmack trifft es voll, bin da auch eher einfacher gestrickt :-)
    Super Sache und weiter so…
    PS: Ich würde solche offensichtlich völlig destruktiven comments löschen.
    Es steht da sogar vorher:
    In unserem Austausch auf kwerfeldein.de wollen wir freundlich und respektvoll miteinander umgehen.

  16. Schöner Artikel!

    Das Thema Schärfe ist fast unausschöpflich, aber man kann sich gegenseitig gute Anhaltspunkte liefern. Deine Methode, die du für’s Ausbelichten nimmst, gefällt mir am besten. Ich hab’ mir mittlerweile schon 1-3 Aktionen dafür erstellt mit div. Schärfeeinstellungen.. tolle Sache für das Ausbelichten, sowohl für die Darstellung auf dem Monitor :) Bin da aber auch sehr kritisch und möchte optimale Ergebnisse :) *detailvernarrt* :)

  17. Blogartikel dazu: Tipps & Termine | UnderConditions.NET | World’s largest Net-Art Project

  18. Deutlich bearbeitete Ansichten sind keine Fotografien mehr, sondern Bild-Kunstwerke oder Kollagen. Landschaft ist nicht beliebig, sondern natürlich: Landschaftsbilder sollten Ablichtungen und nicht Wunschkonzert sein. (nur mal so)

  19. Blogartikel dazu: linkTime – Mai 2012 – #2 | linkTIME | bhoffmeier.de

  20. Vielen Dank für diesen ausgezeichnetet Beitag. Er deckt sich fast mit der Aussage des Serviceteams von Zeiss.
    Ich war der Annahme mit einem Superweitwinkel und kleinster Blende entstehen folgerichtig gestochen scharfe Landschaftsbilder. Leider war das ein Irrglaube von mir und ich musste mich zwangsläufig mit dieser Thematik beschäftigen. Leider findet man im Netz nur wenige hilfreiche Artikel dazu. Deshalb ein großes Lob und Dankeschön für diesen guten Fachbeitrag.

    • Sehr interessanter Beitrag

      Ich mache es meistens so dass ich das für mich brauchbare herauspicke und den resten lass ich links liegen. Eine gewisse Toleranz gegenüber anderen Ansichten,Meinungen und Interessen erwarte ich von einem Erwachsenen Menschen. Das schliesst aber nicht aus dass man seine Meinung auf faire art und weise mitteilen kann, darf oder sogar sollte

      Anonyme Kritik dagegen finde ich Feige.

      Gruss Mike

  21. Blogartikel dazu: Fokusstacking bei Landschaftsaufnahmen - Peter's BlogPeter's Blog

  22. Blogartikel dazu: Schärfentiefe & hyperfokale Distanz | Erkunde die Welt

  23. Blogartikel dazu: Warum Landschaftsfotografie mit dem Smartphone so extrem boomt