16. September 2011 Lesezeit: ~3 Minuten

Bildfunde aus dem Archiv

Als ich 2005 mit dem Fotografieren begann, löschte ich kein einziges Foto. Nicht von der Speicherkarte und ebenso wenig von der Festplatte. Und heute, sechs Jahre später, habe ich einen Blick in die hintersten Kämmerlein meiner Festplatte geworfen und dabei einige Goldstückchen gefunden.

Denn je länger man fotografiert, umso schärfer wird auch der Blick für potentiell gute Fotos. So fand ich Fotos, die ich vor Jahren nie und nimmer ins Netz gestellt hätte und dachte mir: Komposition: naja. Aber mal sehen, was ich da rausholen kann. Und Lightroom ist da ein recht dankbarer Werkzeugkoffer, um mal eben zu schauen, ob ein Bild noch was taugt oder eben nicht.

Und siehe da, es hat sich gelohnt. Selbstverständlich sind die ersten Aufnahmen mit der digitalen EOS keine Wunderwerke, ganz im Gegenteil. Doch allein die Tatsache, meine kleine Auswahl mal in eine einheitlich Form, quadratisch und schwarzweiß zu bringen, hat aus meiner Sicht schon einiges bewirkt.

Und manche Bilder, die ich schon mal veröffentlichte, habe ich einer neuen Bearbeitungsweise unterzogen und veröffentliche sie heute zum zweiten Mal.

Von technischer Seite gibt es folgende Dinge hinzuzufügen:

Die meisten Aufnahmen wurden im Jahre 2006 mit der EOS 30D erstellt. Glasbezogen nutzte ich das Sigma 10-20mm, das 18-50mm Kitobjektiv und in Einzelfällen mein 70-300er Zoom.

Ich habe mein Archiv im entsprechenden Lightroom-Ordner gescannt und wusste schon vorher, dass ich die Fotos, die es in eine engere Auswahl schaffen würden, einheitlich bearbeiten würde.

So war der erste Schritt der Beschnitt auf ein Quadrat. Weiter habe ich in den meisten Fällen die Kontraste angezogen und nachgeschärft. Manche Bilder waren minimal verwackelt und so habe ich hier und da allgemein oder selektiv nachgeschärft. Mittels Verläufen habe ich stimmungstragende Bereiche abgedunkelt, aufgehellt oder nochmals den Kontrast angezogen.

Vignettierungen waren diesmal nicht notwendig, dafür machte ich aber nicht selten Gebrauch von Korrekturpinseln, um Kompositionen zu unterstützen und blickführende Linien oder Ebenen aufzuhellen, repsektive das Gegenteil zu erreichen.

Fazit

Ich möchte es beibehalten, jedes Jahr die Fotos, die ich 4-5 Jahre zuvor gemacht und archiviert habe, duchzusehen und mit den neuen Bearbeitungstechniken zu überarbeiten. Das ist einerseits eine gute Übung und richtet den Blick auf die fotografische DNA – ich sehe, wo ich vor ein paar Jahren war und kann an manchen Stellen einen roten Faden entdecken.

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