25. August 2011 Lesezeit: ~ 9 Minuten

Crashkurs Analog Teil 4: Abzüge machen.

Im vierten Teil des Crashkurses geht es um das Selbermachen von Schwarzweiß-Abzügen. Wer Film liebt und sich dafür entschieden hat, damit zu arbeiten, der sollte seine Lieblingsnegative auch selbst einmal auf Papier abziehen.

Angst und Scheu etwas falsch zu machen, legst Du ganz schnell ab, denn der Zauber und das Hochgefühl, die einen beim ersten selbstgemachten Abzug überkommen, sind mit einer digitalen Reproduktion nicht vergleichbar.


© Julia Seidel, Abzug aus der Anfangszeit

Dieser Artikel richtet sich an Anfänger, genauso wie wir selbst noch Anfänger sind und unsere Erfahrungen langsam sammeln. Natürlich ist der Aufwand bei der Anschaffung der Dunkelkammer-Utensilien nicht zu unterschätzen, aber in der heutigen Zeit verschenken oder verkaufen immer mehr Hobbyfotografen, oft aus Zeitmangel, ihre Schätze.

Wir benutzen zum Beispiel gern unsere Vorräte abgelaufenen Papiers. Zum einen, weil wir selbst immer wieder testen müssen, welches Papier mit welcher Zeit am besten passt und zum anderen, weil neues Papier einfach sehr teuer ist. Man lernt also vor allem Demut und behandelt die Materialien mit größter Sorgfalt.

Dieser Artikel soll aber vor allem Mut machen, selbst auszuprobieren und sich in das Abenteuer mit den variablen Möglichkeiten zu stürzen. Seine eigenen Erfahrungen zu sammeln und seiner Kreativität keine Grenzen zu setzen.

Wenn Du keinen Platz für eine eigene Dunkelkammer hast oder Dir die Anschaffung nicht leisten kannst, dann frage in Deinem Ort herum, ob Du Dich in eine Dunkelkammer mit einmieten kannst. Solche Angebote findet man immer wieder mal per Aushang in Fotoausrüstungsläden, zum Beispiel Fotoimpex in Berlin.


© Julia Seidel, Kreative Spielereien, Finde selbst heraus wie es geht

Ausstattung

Bevor Du beginnen kannst, brauchst du einige wichtige Utensilien, wir haben diese Dinge größtenteils geschenkt bekommen.

Checkliste:
– Schwarzweiß-Vergrößerer + Objektiv + Einschubbühne für KB- und MF-Negative + Vergrößerungsrahmen
– Zeitschaltuhr
– Multigrade-Filter
– 3 Schalen (für Entwickler, Stoppbad, Fixierer) + 3 Zangen
– Fotopapier
– Aufbewahrungsbehälter für die angerührte Chemie
– Messbecher (zum Abmessen der Chemie)
– Thermometer (Verwendung beim Anmischen der Chemie)
– Eieruhr (fürs Fixierbad, 2 Minuten)

Die Dunkelkammer

Unsere Dunkelkammer bauen wir im Bad und im Korridor auf. Wichtig ist, die Räume komplett dunkel zu bekommen. Das schafft man mit festen schwarzen Mülltüten und fettem Kreppband. Zum Test lösche das Licht und gewöhne Dich an die Dunkelheit. Dann schaue, ob Du irgendwo noch Licht entdeckst. Ist es stockdunkel, hast Du gute Arbeit geleistet und es kann weitergehen.

Die drei Schalen für Entwickler, Stoppbad und Fixierer baust Du nebeneinander auf. Die Schalen haben wir noch jeweils mit E = Entwickler, S = Stoppbad und F = Fixierer gekennzeichnet, damit keine Verwechslung auftritt.


Links: die drei Behälter für die Chemie; Rechts: Vergößerer mit darauf liegendem Vergrößerungsrahmen

Wir haben uns für einen billigen Entwickler entschieden, den Adox Adotol Konstant (mindestens zwei Stunden vor Benutzung anrühren und dann in Ruhe stehen lassen, damit sich alles gut löst). Das Zeug ist nicht nur billig, sondern hält auch noch ewig und entwickelt schnell. Pass aber beim Kauf auf, dass er nicht abgelaufen ist, sonst schliert er und beschmutzt Deine liebevollen Abzüge.

Als Stoppbad nehmen wir warmes Wasser, das reicht bei uns aus. Empfohlen wird aber Essig- oder Zitronensäure, die Du mit dem Wasser verdünnst (30-50g für 1 Liter). Speiseessig soll auch gehen, da ist das Mischverhältnis dann 1:1 mit Wasser. Stoppbad neutralisiert den Entwickler und stoppt die Schwärzung.

Als Fixierer nehmen wir Adofix (Mischverhältnis 1:4, z.B. 200ml Adofix + 800ml Wasser). Die Chemie wird in die jeweiligen Behälter gefüllt und jede Schale mit einer eigenen Zange ausgestattet.
Sind dann Vergrößerer und Zeitschaltuhr aufgebaut, wird die rote Lampe mindestens einen Meter entfernt aufgehängt. Dann ist im Grunde alles bereit. Für den Aufbau benötigst du nicht länger als eine halbe Stunde.


Einschubbühne mit Negativstreifen im Vergrößererkopf

Entwickeln – Stoppen – Fixieren

Nun kommt der schöne Teil. Such Dir Deine Lieblingsnegative aus. Es ist immer besser, sich für ein paar wenige zu entscheiden – warum wirst Du gleich sehen. Lege das Negativ nun staubfrei und mit der Schichtseite nach unten in die Klein- bzw. Mittelformatbühne und schiebe diese in den Vergrößerer.

Nun musst Du den Kopf des Vergrößerers so verstellen, dass Dein Negativ auf die Größe des von Dir gewünschten Papiers passt. Da ist ein bisschen Übung nötig. Hast du den Ausschnitt, öffne die Blende (bei uns ist das f/2.8) und stell scharf. Der Ausschnitt ändert sich dann noch mal geringfügig und Du musst mit dem Vergrößererkopf ausbalancieren und wieder scharf stellen.

Als erstes machst Du nun eine Probebelichtung (Belichtungsreihe), um die exakte Zeit für die Belichtung herauszufinden. Stell dafür Blende 11 am Objektiv ein und die Schaltuhr auf 2 Sekunden. Nun muss alles dunkel sein (außer der Rotlichtlampe). Öffne nun die Schachtel mit dem gewählten Fotopapier und nimm ein Blatt heraus. Die Schachtel wieder gut schließen. Es darf kein Licht an das Papier kommen, da es sonst unbrauchbar wird.

Das Fotopapier legst Du nun mit der Schichtseite nach oben auf die Platte des Vergrößerers. Da Du eine Belichtungsreihe anlegen willst, deckst Du etwa 4/5 der Papierfläche ab. Mit dem Betätigen der Zeitschaltuhr belichtet der Vergrößerer den ersten Teil des Blattes mit 2 Sekunden. Nun verschiebe den Karton nach der Belichtung ein Stück nach rechts und betätige wieder die Zeitschaltuhr, bis du am Ende einen Teil des Blattes mit 8 Sekunden belichtet hast.


Links: Abzüge im Fixierbad; Rechts: altes Papier mit Belichtungsprobe 2-4-6-8 Sekundenreihe und darunter bei Blende 11, 8 Sekunden belichtet

Das Papier kommt nun in die Entwicklerschale und das Wunder beginnt. Kipp die Schale ab und zu etwas, so läuft immer wieder frischer Entwickler über das Bild. Das Bild entsteht nun langsam; wenn Du Schwärzen wahrnimmst, nimm das Bild vorsichtig mit der Zange heraus, lass es abtropfen und schiebe es dann in das Stoppbad. Wichtig: Für jede Schale eine Zange, die Chemie darf nicht mit der jeweils anderen in Berührung kommen.

Hier lass es ein paar Sekunden drin, hole es mit der zweiten Zange raus und schiebe es in den Fixierer. Nun kannst Du nach 90 Sekunden das Licht anmachen und dein Ergebnis begutachten. Nach insgesamt zwei Minuten kannst Du den Abzug rausnehmen und im Waschbecken wässern, wo er bis zum Ende der Dunkelkammeraktion bleiben kann. Das Wasser sollte zwischendurch immer mal wieder ausgetauscht werden.

Nun hast Du eine Belichtungsreihe von 2-4-6-8 Sekunden. Ist die Ausbelichtung insgesamt zu fad, kann es sein, dass der Abzug nicht lange genug im Entwickler war. Ist die Ausbelichtung insgesamt noch zu hell, musst Du die Blende weiter öffnen, also auf 8. Ist der Bogen dagegen zu dunkel, dann schließt Du die Blende auf 16. Ist der Papierbogen dagegen komplett weiß, hast Du das Papier falsch herum gelegt und die falsche Seite belichtet… :)


Negativ: Ilford Delta 3200, auf 1600 belichtet, auf 3200 entwickelt (gepusht); Abzug: mit Blende 11 und 8 Sekunden belichtet auf Ilford Ilfospeed 2 Pearl, 10,5×14,8 cm mit fester Gradation

Du kannst natürlich auch mit der Zeit spielen und von 2 auf 5 Sekunden stellen. Das ist unserer Meinung nach eine Erfahrungssache. Die richtige Belichtungszeit hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann von Bild zu Bild sehr unterschiedlich sein. Einfluss darauf nimmt natürlich in erster Linie das Negativ, aus dem Du das Beste und viele Informationen (Zeichnung in den Grauwerten usw.) rausholen willst.

Aber auch das Papier ist ein wichtiger Faktor. Wir haben noch einen Haufen abgelaufener Fotopapiere, die aber immer noch sehr schöne Ergebnisse erzielen können, sofern sie richtig gelagert werden.
Bei den Beispielen mit der bemalten Hand lagen wir bei Blende 11 und 8 Sekunden Belichtungszeit. Alles hängt vom Ausgangsnegativ ab. Probier Dich also aus und spiele auch mit den Gradationsfiltern (Gradation 1-2 weich, 3-5 härter).

Es gibt übrigens verschiedene Arten von Fotopapier. Man unterscheidet zwischen Kontrastwandelpapier und Papier mit festen Gradationen. Beim ersteren kannst Du mit Hilfe der Gradationsfilter den Kontrast selbst steuern. Bei letzteren ist der Kontrast festgelegt. In unseren Beispielen haben wir uns für das Ilford Ilfospeed 2 Pearl, 10,5×14,8cm mit fester Gradation entschieden.

Für fünf Negative saßen wir übrigens fünf Stunden in der Dunkelkammer. Man vergisst Zeit und Raum. Nimm Dir also viel Zeit, iss vorher ausgiebig, erledige was zu erledigen ist, sag Deinen Freunden bescheid und mach Dein Handy aus.

Hier die Schnellzusammenfassung für die Hosentasche:

1. Dunkelkammer aufbauen, Chemie anmischen, Raum verdunkeln
2. staubfreies Negativ in die Kleibildbühne legen, Ausschnitt wählen, Papier wählen (alle Lichter aus!), Gradation wählen
3. Blende und Zeit auswählen
4. Fotopapier belichten
5. in den Entwickler (bis er fertig entwickelt ist, sieht man an den schwärzen) -> Stoppbad (ein paar Sekunden) -> Fixierer (2 Minuten)-> Wässern
6. Ergebnis begutachten, eventuell neuer Versuch mit anderer Blende oder Zeit
7. Abzug auf einer planen Fläche trocknen lassen
8. sich freuen

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Hier gibt es Teil 1, Teil 2 und Teil 3 des Crashkurs Analog.

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31 Kommentare

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  1. Danke für diesen Post. Bei mir ist es schon 25 Jahre her, dass ich das gemacht habe. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, in den nächsten Tagen meinen ersten Rollfilm selber zu entwickeln. Und, natürlich, anschließend Papierabzüge selber her zu stellen. Ein Bild hab ich auf meinem ersten Film noch frei, dann geht es los. Natürlich werde ich auf meinem Blog bei Zeiten darüber berichten.

  2. Sehr fein beschrieben, macht an und für sich Lust, den Kram noch mal wieder hervorzuholen :)

    Ein paar Sachen hätt ich noch:
    – Wäscheleine zum Aufhängen der Abzüge geht auch
    – wer ‘nur’ an Grünlicht rankommt : das tuts für s/w
    – Ich würd in das Stopbad immer Essigsäure reinschütten, weil es den Entwicklungsvorgang schlagartig anhält (und den Verwickler neutralisiert) und nicht nur allmählich, wie bei reinem Wasser (das langsam aber sicher ein sehr sehr verdünnter Entwickler wird). Wird bei grösseren Abzügen ein Thema …
    – Thema Wässern : es bietet sich an, das tatsächlich im fliessenden Wasser zu machen. Plastewanne unten in den Rand ein paar Löcher rein und oben einen kleinen Schlauch antüdeln. Fixierer kann nicht genug ausgewaschen werden, sonst rächt sich das irgendwann unverhofft unter UV-Einwirkung in Form von gelblich-braun werdenden Stellen. Und das ist schade. PE-Papiere mindestens 5 Minuten, Baryt eine halbe Stunde.
    – Fotopapier ist auf der unbeschichteten Seite entweder wie Karton (Baryt) oder ein klein wenig rauh (PE), damit das richtigrum aufgelegt wird
    – eine Scharfstellupe ist kein unnötiger Luxus ;-)

    H
    es geht nichts, aber auch rein gar nichts über die Haptik und die Optik eines Hochglanzabzuges auf Barytpapier :)

  3. Dass das Stopbad den Schwärzungsprozess unterbricht, ist richtig, für den Positivprozess aber nicht relevant, da ein Abzug im Entwickler komplett ausentwickelt wird, bis sich nichts mehr tut.

    Wichtig ist das Stopbad vor allem, um keinen Entwickler in den Fixierer zu verschleppen, da er sonst zu schnell verbraucht ist. Benutzt man neutrales Fixierbad ist ein saures Stopbad Pflicht.

    • Das setzt aber voraus, dass man den Entwickler tatsächlich hat ausentwickeln lassen. Wenn man das aber fehlerhafterweise oder absichtlich (um einen bestimmten Look zu erzielen) nicht macht, dann sollte man sicherheitshalber ein saueres Bad verwenden.

      • An Absicht hatte ich nicht gedacht, danke für die Ergänzung.

        Hintergedanke meines Einwandes war, dass man nicht versuchen sollte, die Helligkeit des Abzuges über den Entwickler zu steuern, weil das schlecht reproduzierbare Ergebnisse bringt. Mit jedem Abzug wird der Entwickler mehr verbraucht oder der Ansatz stand mal einen Monat in der Flasche und wird wiederverwendet. Ein Alptraum. Lieber steuert man die Helligkeit des Abzuges über die Belichtung.

        Von Essig als Stopbadgrundlage würde ich wegen des Geruchs abraten. Zitronensäure in Pulverform ist billig und der Ansatz geruchlos.

  4. Vielen Dank für die Tolle Anleitung! Mein Bruder hat mir mal vor langer Zeit angeboten das ich seinen Vergrößerer bekommen kann, und ich glaub ich nehm das Angebot einfach mal wahr. Hab nur immer die Angst das der Vergrößerer tatenlos irgendwo in einer Ecke vestaubt. Nur, wie sieht das mit der Chemie aus, findet man sowas heutzutage noch im Laden seines vertauens oder sollte ich es lieber im Internet bestellen?

    Grüße Lukas

  5. Also nach meinen persönlichen Dunkelkammererfahrungen führt das Verwenden von purem Wasser als Stoppbad dazu, dass die Bilder früher oder später ziemlich stark nachdunkeln, je früher, desto schneller man den Abzug aus dem Stoppbad gezogen hat.

    Und noch eine Anmerkung: Eigentlich mache ich ja keine Kommentare zur Rechtschreibung (es ist ja bekanntlich keiner unfehlbar), aber da sich das hier durch den ganzen Artikel zieht: “Du” als Anredepronomen wird seit der Rechtschreibreform klein geschrieben. Nur noch in Briefen oder Emails /kann/ man es groß schreiben. Sonst immer klein. Nur noch “Sie” wird immer groß geschrieben.

    LG,
    Christopher

    • Hey Christopher. Ja, das hast Du recht. Das mit dem “Du” ist uns durchaus bewusst, aber wir haben uns speziell in diesem Fall absichtlich gegen die Rechtschreibreform entschieden, weil wir es groß geschrieben höflicher empfinden. Gilt auch für alle anderen Artikel, wir wollen da einheitlich sein. ;-)

      • Gut, das habe ich schon vermutet – ich habe nur als Student vier Jahre lang als Korrekturleser gearbeitet, das kann ich immer noch nicht ganz ablegen (obwohl ich natürlich weiß, dass Fehler entstehen und ich auch selbst gern welche mache) ;-).

        Wenn ihr das große “Du” behalten wollt, dann wärs natürlich ganz korrekt, komplett die alte Schreibung zu verwenden und keine Mischform zu bilden. Allerdings finde ich das auch eher schwierig, weil das heute auch keiner mehr richtig kann. Insofern habt ihr also eh die praktikabelste Lösung genommen ;-)

  6. Schöner kleiner Crashkurs. Es geht doch nichts über ein paar entspannte Stunden im Chemiedunst. Die Auseinandersetzung mit dem einzelnen Bild ist dabei wesentlich intensiver und hinterher hat man was schönes in der Hand.

    Start-Equipment für die DuKa kann man übrigens mit etwas Glück online im Komplettpaket kaufen, kommt wesentlich günstiger als alles einzeln zu erwerben.

  7. Ich habe ein paar Fragen :)

    Bei Fotoimpex kann man Baryt oder PE Papier bestellen. Welches nehmt ihr? Ist Adox Fine Print Nuance gut? Nehmt ihr den selben Entwickler und Fixierer für die Film- und Papierentwicklung? Ist es ok mit harter Gradation an zu fangen oder sollte ich lieber normale nehmen? Woher bekomme ich am besten rote oder grüne Lampen?

    • Wir nehmen oft PE Papier. Baryt Papier ist auch wesentlich teurer. Für Abzüge nehmen wir nicht den gleichen Entwickler wie fürs Filmentwickeln, dafür aber den gleichen Fixierer aber in einem anderen Mischverhältnis.
      Ob du mit harter Gradation anfängst hängt von deinem Ausgangsmotiv. Einfach ausprobieren ;)
      rote und grüne Lampen bekommt man bei Ebay oder in Fotogeschäften.

  8. Danke für den wirklich schönen Artikel.

    Ihr schreibt, dass auch abgelaufenen Papiere “immer noch sehr schöne Ergebnisse erzielen können, sofern sie richtig gelagert werden”… Wie lagert man das Papier richtig? Wie Filme auch z.B. im Kühlschrank (meine Frau würde mich lünchen…)?

    Beste Grüße,
    Klaus

  9. Blogartikel dazu: Wenn es etwas länger dauert — Die Standentwicklung | KWERFELDEIN | Fotografie Magazin

  10. in laboren führt das oft zu missverständnissen unter mitarbeitern:

    […]Als Fixierer nehmen wir Adofix (Mischverhältnis 1:4, z.B. 200ml Adofix + 800ml Wasser)[…]

    1:4 bedeutet ein teil IN vier teilen, also 200ml + 600ml

    1+4 beschreibt das oben genannte mischungsverhältnis (und so wird es ja meistens auch auf photochemie angegeben)

    grüße johannes

  11. Blogartikel dazu: 15 Minuten Dunkelheit | KWERFELDEIN | Fotografie Magazin

  12. Wirklich toll gemacht! :)
    Eine kurze Frage.. Wenn ich von einem Farbnegativ eine s/w-Abzug machen möchte – kann ich da einfach die Chemikalien und das Papier verwenden, das ich bereits bei s/w-Negativen nutze? Oder gibt es dafür spezielle?

  13. Wow – das waren 4 unheimlich hilfreiche Texte – tausend Dank für die Mühe, die es gekostet haben muss, es so anschaulich und schön zu erklären, dass es schon beim Lesen in den Fingern kribbelt :)

  14. Blogartikel dazu: (Analog Special) Der Sonntag mit “Der Photodings” KW14 - Norman Herms Photography

  15. Auch wenn das hier ein alter Reibach ist muss ich trotzdem leider nochmal meinen Senf dazu geben, da in meinen Augen hier ein paar deutliche Fehler als offizielle Anleitung verkauft werden.

    Vor allem das anfertigen einer Stufenbelichtung ist leider alles andere als das Optimum. Der Intermittenz-Effekt führt dazu, dass ein mehrfach, kurzzeitiges Belichten eine geringere Schwärzung erzeugt als eine entsprechend lange Belichtung.

    Desweiteren verdoppelt bei dieser Methode zwar der Sprung von 1 auf 2 Sekunden die Belichtung, bei dem Sprung von 10 auf 11 Sekunden findet aber nur eine effektive Erhöhung der Belichtung von 10% statt.

    Auch die Regelung der Belichtung über die Blende ist eine total falsche Methode. Das Objektiv sollte soweit abgeblendet sein dass es die optimale Schärfe abbildet. Dies ist in der Regel 2-3 Stufen. Die Belichtung sollte immer nur über die Zeit gesteuert werden. Wer das nicht tut nimmt freiwillig schlechte Ergebnisse in Kauf.

    Grüße,
    Lukas

  16. Blogartikel dazu: Aus analogen Negativen Papierabzüge machen – coolTour (und so)