23. März 2011 Lesezeit: ~1 Minute

Darf ich dieses Bild posten?

Eine nicht selten gestellte Frage im täglichen Netzgeschen ist, wie/ob/wann man ein Bild veröffentlichen darf, oder nicht. Das Thema wird schon seit langem unter Fotografen, Bloggern und anderen kontrovers diskutiert – zurecht, wie ich finde.

Pia Bijkerk, Erin Loechner & Yvette van Boven (Schrift) haben sich dem Thema angenommen und die folgende Übersicht gestaltet. Schaut sie Euch an, studiert sie und sagt uns, was ihr dazu denkt.

Poster

{via digital inspiration}

Ich fände es toll, wenn wir hier einen kleinen Meinungsaustausch in den Kommentaren hätten – und bin gespannt auf Eure Kommentare. Hier mal ein paar Fragen an Euch:

Was fehlt Eurer Meinung nach auf der Karte? Gibt sie auch Eure Haltung wieder? Was denkt ihr zum angeschnittenen Thema?

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21 Kommentare

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  1. das erste was mir auffällt das ist genauso ein durcheinander wie es fragen zum thema gibt und das hier fehlt für mich persönlich..

    just do it because if someone else does

    mehr nachher ;))

    gruß ..der verwirrte doc
    martin

  2. Was mir spontan auffällt, auf dem Verwirrtheitschart fehlt ein, meiner Meinung nach wichtiger, Teil: Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen oder in manchen Ländern auch Urheberrechte der Architekten.

    Die Situation ist einfach wahnsinnig komplex… Das Chart räumt für mich da nicht wirklich auf.

    Grüße,
    home

  3. Hallo Martin,
    das Ding ist wirklich hübsch und witzig gemacht. Aber mir stellt sich die Frage, ob die erste unkompliziert aussehende Zeile: „Mine, yes, post it“ nicht etwas zu simpel und unvollständig ist. Wie ist es denn, wenn es meine Fotos sind, aber es sind heimlich gemachte Portraits von Leuten auf der Straße? Nicht, dass ich welche hätte, schade eigentlich ;-). Aber: andere Länder, andere Gesetze?

    Dann hab ich die Erfahrung gemacht, dass es nicht reicht, wenn man Fotos fremder Fotografen postet, dass man ihren Namen nennt und sie verlinkt. Man braucht die Erlaubnis des Fotografen, und das finde ich auch gut so. Wenn ich professionelle Fotos hätte, würde ich das auch so wollen.

    Gruß
    Colognelia

  4. Ich finde die Seite nach: „Is it mine? –> Yes“ könnte noch ausgebaut werden. Oder wer fragt sich nicht gerade bei seinen eigenen Bildern: Should i post this? und bräuchte so eine Entscheidungshilfe.

  5. Mir fehlt der Aspekt, ob ich die Zustimmung desjenigen habe, der sich auf dem Foto befindet (mal angenommen, es befindet sich jmd auf dem Foto). Denn ob ich es posten darf hängt ja auch davon ab, ob ich mir die Zustimmung der fotografierten Person geholt habe. Denn wenn das nicht der Fall ist, können alle Wege in Richtung „Go Ahead, Post it“ führen und ich bekomme trotzdem ne „super nasty e-mail from a scary lawyer“ ;)
    LG, Chris

  6. ich muss mich vielen meiner vorredner anschließen… da ich so oder so eher eigene bilder poste.

    die frage ist eher: darf ich die bilder veröffentlichen, wenn ich keine einverständniserklärung eingeholt habe?
    UND: was gilt als einverständniserklärung?

    Beispiel: ich habe am rande des aachener rosenmontagzuges fotografiert – wenn a) die leute freudig um die wette in meine camera lächeln oder b) die leute zu mir kommen und unbedingt wollen das ich ein foto von ihnen mache, oder ich sie c) im zweifelsfall frage, ob ich ein foto machen darf und bestenfalls d) noch ein kärtchen mit der webadresse meines blog´s verteile – darf ich das dann ohne gewissensbisse posten?

    wenn die das bild dann doch nicht veröffentlicht haben wollen, reicht es dann das bild einfach aus dem fotostream rauszunehmen? oder kann mir dann mehr passieren??

    wenn´s so ein traumhaftes bild geworden ist, das ich gerne bei einem wettbewerb einreichen möchte, ich aber nicht weiß wer die person ist/war??? wie sieht das dann aus?

    das sind die fragen, die ich mit der überschirift dieses beitrages assoziert habe…

    • AIXO vielleicht hilft dir das hier:
      § 23 KunstUrhG
      (1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:

      1.
      Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
      2.
      Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
      3.
      Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
      4.
      Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.

      (2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird.

      • vielen dank!

        wie ist das denn mit der „teilnahme“ zu verstehen – ist damit eine AKTIVE teilnahme gemeint – also die mitwirkenden des zuges,

        oder kann man darunter auch verstehen, das die ZUSCHAUER an der veranstaltung teilgenommen haben?

  7. Ich sehe es wie viele der vorangegangenen Poster. Es fehlt eine ebenso umfangreiche oder gar größere ‚Hälfte‘ der Tafel, die den Pfad für eigene Bilder ausleuchtet. Dort ist es fast noch komplizierter, sich über

    – Urheberrecht an abgebildeten Sachen (Gebäude, Kunst, Museumsstücke, Werbung etc),
    – Rechten am eigenen Bild (Personen)
    – Hausrecht (in privaten Räumen, privaten Parks usw.)
    – öffentliches Recht (Jugendschutz usw.)

    klar zu werden. Und ganz gemein wird es, wenn man sich dann noch die Fage stellt

    – ist das Bild gut genug
    – will ich das Bild auch noch in Jahren in der Öffentlichkeit wissen (oder beisse ich mich dann in den A…h)
    – verletze ich mit dem Bild die Gefühle von anderen Menschen (auch wenn sich daraus evtl. kein rechtlicher Verstoß ableiten ließe).

    und so weiter und so fort. Fehlt alles.

  8. Das Flowchart ist toll, wenn man in den USA fotografiert und veröffentlicht. Ansonsten ist es vollkommen nutzlos, sogar gefährlich.
    Das wichtigste Detail: In Deutschland bekommt man normalerweise Abmahnungen, keine e-Mails von „scary lawyers“. Der Unterschied ist die mehrere-hundert-Euro-Kostennote die den e-Mails fehlt. Es gibt auch keine DMCA Takedown Notices, sondern Abmahnungen mit Kostennote. Erstere sind erstmal finanziell folgenlos, letztere ungemein teuer. Dazu kommen bei Abmahnungen immer noch die Unterlassungserklärungen, die einem durchaus auch mal viel mehr Rechte nehmen als sie müssten, sollten oder dürften. Der eigene Anwalt ist da in aller Regel notwendig, und das ist natürlich auch nicht billig.
    Ein ganz ganz wichtiger Punkt ist auch, dass in Deutschland abgebildete Personen auch einen Haufen Rechte haben. Das ist in den USA anders, da hat man die quasi gar nicht, und die oft vorgebrachten Ausschlussregelungen für Kunst usw. ziehen vor Gericht nie, außer evtl. man ist Spencer Tunick. Die Gesetze werden da ganz spitzfindig ausgelegt, in aller Regel massiv zu Ungunsten des Fotografen und gerne mal völlig am Text vorbei (für uns Laien jedenfalls) und von Gericht zu Gericht wieder ein wenig anders. Zusammenfassend: In Deutschland kann einem bei allen Fotos, die Menschen in den Vordergrund stellen (also sämtliche Street Photography usw.) grundsätzlich jeder irgendwie auf dem Foto identifizierbare Mensch eine Abmahnung zukommen lassen, sowas ist auch schon ab und an gerichtlich geworden (und noch viel teurer, denn als Fotograf verliert man.) Mündliche Absprachen sind ohne Zeugen nichts wert, und wer lässt schon bei irgendeinem Schnappschuss alle abgebildeten Personen Release-Erklärungen unterschreiben – die dann ja auch noch gerichtsfest sein müssten? Das macht kein Mensch.
    Im Normalfall kann man das alles ja riskieren; die Rechtsschutz-Cowboys die alles verklagen was bei drei nicht ihre Füße küsst sind Gott sei Dank selbst in Deutschland selten. Aber gerade in heiklen Fällen würde man doch nochmal nachsehen, ob man das jetzt überhaupt darf .. und dann wäre dieses Flowchart brandgefährlich, außer eben, man ist US-Amerikaner. Das Risiko ist einfach ein anderes in Deutschland, man kann schnell im vierstelligen Bereich landen wenn man sich dumm anstellt und Leuten ans Bein pinkelt, die zuviel Zeit und Aggressionen haben, und die Risiken liegen auch noch an ganz anderen Stellen. Das muss man bedenken, deswegen bin ich nicht begeistert von diesem Ding.

  9. Ich finde das Flow-Chart ziemlich cool. Ich sehe es allerdings nicht als einzige oder vollständige recource an, es ist eben so eine Art Richtungsweiser und hilft sicherlich den einen oder anderen dazu zu bringen überhaupt einmal über Bildrechte nachzudenken.

    Das Creative Commons fehlen ist zwar schade aber auch nicht tragisch. Hauptsächlich geht es ja darum den leuten mitzuteilen das Sie fragen sollen wenn sie Fotografien von anderen verwenden, da ist es doch besser ein mal mehr zu fragen, auch wenn das Werk bereits unter CC Lizensiert ist.

    Auch das die Sache mit den Persönlichkeitsrechten fehlt finde ich nicht ungeheuer tragisch. Wie ich in den Kommentaren Lesen konnte kennt fast jeder hier die Rechtslage besser als es auf dem Flow-Chart dargestellt werden kann, wer Fotografie ernsthaft betreibt setzt sich also auch irgendwann man damit auseinander. Wenn jetzt also jemand fragt ob er eine bestimmte Fotografie verwenden darf kann ja auch durchaus von dem Fotografen noch mal auf das Persönlcihkeitsrecht hingewiesen werden.

    Für mich ist das Flowchart eher etwas für Kollegen die Fotografien für Präsentationen oder ähnliches per Copy & Paste aus dem Internet räubern oder Bekannte die meinen sie könnten Fotografien von mir in Sozialen Netzwerken veröffentlichen nur weil wir „befreundet“ sind.

    Ich denke die Kernaussage: „Frag nach bevor du etwas veröffentlichst was nicht von dir ist“ wird mit dem Flow-Chart schön präsentiert. Alles weitere wäre zu detailreich und wem etwas fehlt der darf gerne selbt recherchieren.

  10. Ich finde die Seite nach: “Is it mine? –> Yes” könnte noch ausgebaut werden. Oder wer fragt sich nicht gerade bei seinen eigenen Bildern: Should i post this? und bräuchte so eine Entscheidungshilfe.