Haus in Schwarzweiß von unten aufgenommen
07. September 2020 Lesezeit: ~3 Minuten

52 Wochen – Thema 36: Froschperspektive

Wenn man an einen Ort zurückkehrt, den man nur als Kind kannte, dann wirkt er plötzlich viel kleiner als damals. Der Platz, an dem man Fahrradfahren lernte, erscheint viel zu eng, um dort Kreise drehen zu können. Und das Wohnhaus so klein und beengt, obwohl es früher tausend Verstecke geboten hat.

Natürlich liegt all das nicht nur am optischen Perspektivwechsel, sondern auch viel an unserer Fantasie und verwaschenen Erinnerungen. Aber lasst uns in der heutigen Herausforderung den Schwerpunkt auf den rein optischen Aspekt von Perspektiven legen.

Wie sieht ein Kind die Umgebung? Oder ein Frosch? Denn Froschperspektive heißt, die Welt oder einen Gegenstand von einem unter der normalen Augenhöhe liegenden Blickpunkt zu sehen. Also schnappt Euch die Kamera und haltet sie tiefer als üblich. Ihr werdet staunen, wie viel Unterschied schon wenige Zentimeter bereits machen.

Baum aus der Froschperpektive

© Vassilis Tangoulis

surrealer Baum

© Thomas Bocian

Inspiration

Den Blick nach oben richtet man oft im Wald. Wie riesig die Baumkronen wirken können und noch größer, wenn man die Kamera auf die Erde legt und einen Stamm entlang nach oben fotografiert. Einen guten Eindruck, wie sich ein Mäuschen im Wald fühlen muss, geben die Aufnahmen von Vassilis Tangoulis. Etwas abstrakter hat Thomas Bocian beim Blick in die Bäume gearbeitet.

Ähnlich wie bei Bäumen kann man die Perspektive hervorragend auch für hohe Gebäude und spannende Architekturen verwenden. Martin Schmidt zeigt dies in seinen Schwarzweißfotos. Oder schaut Euch mal die Wassertürme von Gediminas Karbauskis an.

Andrius Burba überbietet die Froschperspektive mit seinen Bildern von verschiedenen Tieren. Ob Katzen oder Hasen, ja sogar Pferde zeigt er von ganz weit unten. Jetzt seid Ihr dran: Zeigt kleine Dinge ganz groß oder große Dinge noch größer!

Haus in Schwarzweiß von unten aufgenommen

© Martin Schmidt

Ablauf

Ihr habt wieder eine Woche Zeit, um ein Foto zum Thema zu erstellen. Ihr könnt diese kleine Hausaufgabe ganz für Euch selbst machen, sie aber auch sehr gern mit uns teilen. Verlinkt Euer Bild in den Kommentaren, nutzt den Hashtag #kwerfeldein52 oder schickt uns Euer Foto ganz einfach bis zum Dienstag, den 15. September 2020 per E-Mail. Wir zeigen jeden Samstag eine Auswahl der Einreichungen.

Auch wenn das Projekt „52 Wochen“ heißt, könnt Ihr jederzeit mit einsteigen, nur jede zweite Woche mitmachen oder wann es Euch zeitlich oder thematisch am besten passt. Aber bitte reicht keine Archivbilder ein, auch wenn sie perfekt zum Thema passen. Das Projekt soll eine Herausforderung sein, Neues zu kreieren!

Das Titelbild stammt von Martin Schmidt.

Ähnliche Artikel


8 Kommentare

Schreib’ einen Kommentar

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Mir blieb diesmal nichts anderes übrig, als die Froschperspektive wörtlich zu nehmen. Nicht unweit von meinem Wohnsitz gibt es einen geteerten Witschaftsweg, auf dem seit eh und je ein platt gewalzter Froschkadaver neben dem anderen liegt. Das nährt meine traurige Gewissheit, wie die letzte Perspektive der Fösche wohl nicht gerade selten ausschaut.https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=1920×400:format=jpg/path/sda4a5dcfa0fb98b4/image/ieb25a1f4eb108ab6/version/1600018518/image.jpg

    Und herzlich willkommen im Blog:https://www.dt-classics.de/foto-blog/

    Schönen Sonntagabend wünsche ich!