Eine Ballerina steht auf einer Brücke.
24. August 2020 Lesezeit: ~2 Minuten

52 Wochen – Thema 34: Einrahmen

Einrahmen? Nein, Ihr sollt in dieser Woche keinen echten Rahmen für Eure Bilder finden, um sie an die Wand zu hängen. Vielmehr geht es darum, ein Motiv optisch einzurahmen. Sicher habt Ihr solche Bilder schon gesehen und den Effekt vielleicht auch schon selbst genutzt.

Es handelt sich dabei um eine einfache Kompositionsmöglichkeit mit erstaunlich starker Wirkung. Ein optischer Rahmen lenkt den Blick gezielt auf das Hauptmotiv.

Eine Tänzerin in schwarzem Anzig springt unter einem Pavillion.

© Franziska Heinl

Geht durch die Stadt und sucht nach einem natürlichen Rahmen. Ob Linien, Schatten oder architektonische Besonderheiten wie Fenster oder Türen – vieles kann ein Motiv einrahmen. Oder erschafft eigene Rahmen und verwendet dabei Stoffe oder Spiegel. Die Möglichkeiten sind unglaublich vielfältig.

Umso erstaunlicher ist es beim Blick in unser Archiv gewesen, dass wir bisher kaum Artikel oder Fotoserie hatten, in denen es gezielt um das visuelle Einrahmen ging. Aber zumindest eine kleine Auswahl der Inspiration kann ich Euch mitgeben.

Blick aus einem zelt heraus auf eine wunderschöne Landschaft mit See und Bergen.

© Oleg Grigoryev

Inspiration

Oleg Grigoryev hat in seiner Serie eine der schönsten Reiseerinnerung festgehalten: Der morgendliche Blick aus dem Zelt in die Natur. Die Zeltinnenseite bildet dabei den natürlichen Rahmen.

Die junge Karlsruher Filmproduktion NACONA hat einen kompletten Film mit diesem Effekt gestaltet: Als Rahmen diente hier der Lichtschachtsucher einer analogen Mittelformatkamera.

Franziska Heinl hat Tänzer*innen in der Stadt portraitiert und die starren architektonischen Rahmen den weichen tanzenden Bewegungen gegenüber gestellt. Und Redakteurin Aileen Wessely hat mit Malerfolie ihr Modell Sylwia umrahmt und widmet dem Bild einen ganzen Artikel.

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© Aileen Wessely

Ablauf

Ihr habt eine Woche Zeit, ein Foto zum Thema zu erstellen. Ihr könnt diese kleine Hausaufgabe ganz für Euch selbst machen, sie aber auch sehr gern mit uns teilen. Verlinkt Euer Bild in den Kommentaren, nutzt den Hashtag #kwerfeldein52 oder schickt uns Euer Foto ganz einfach bis zum Dienstag, den 1. September 2020 per E-Mail. Wir zeigen jeden Samstag eine Auswahl der Einreichungen.

Auch wenn das Projekt „52 Wochen“ heißt, könnt Ihr jederzeit mit einsteigen, nur jede zweite Woche mitmachen oder wann es Euch zeitlich oder thematisch am besten passt. Aber bitte reicht keine Archivbilder ein, auch wenn sie perfekt zum Thema passen. Das Projekt soll eine Herausforderung sein, Neues zu kreieren!

Das Titelbild stammt von Franziska Heinl.

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8 Kommentare

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  1. Was genau sind eigentlich Voraussetzungen, die uns dazu animieren, Dingen einen Rahmen zu geben, Gemälde oder Bilder einzurahmen? Da gibt es eine Wertigkeit, eine Besonderheit, eine Unverwechselbarkeit, die uns anspricht. Genauer betrachtet, geben wir einem für uns wichtigen und schönen Moment einen angemessenen Rahmen. Wir fassen mittels eines Rahmens Emotionen ein, die sich wieder und wieder abrufen lassen, indem wir das Werk betrachten.

    Mein Beitrag zu „Einrahmen“:
    https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=593×10000:format=jpg/path/sda4a5dcfa0fb98b4/image/ie1b5e6e44f89e6b6/version/1598728777/image.jpg

    Und ein paar mehr Gedanken dazu hier im Blog:
    https://www.dt-classics.de/2020/08/29/52-wochen-thema-34-einrahmen/