Straßenszene
16. August 2016

Das städtische und ländliche Kuba

Meine Serie „Kuba“ entstand wie die meisten meiner Fotoserien: Ich finde Inspiration während meiner Reisen. Ich plane nie, ein Land zu besuchen, nur um eine neue Serie zu fotografieren. Mein Ziel ist es, zu reisen, zu erforschen und Länder und Orte zu erkunden, die mich faszinieren. Wenn ich von einer Reise wiederkomme, ist es schwer für mich in Worte zu fassen, was ich erfahren habe und fühle.

Fotografie ist eine einzigartige Möglichkeit für mich, die Tonnen Emotionen, Empfindungen und Gefühle von einer Reise zum Ausdruck zu bringen. Wenn ich in der Nachbearbeitung meine Fotoauswahl mache, um eine Serie zu erstellen, versuche ich, mich auf diese Emotionen zu konzentrieren.

Kuba ist ein Land, von dem ich immer viel gehört hatte, das ich aber nie wirklich geplant habe, zu besuchen. Die Gelegenheit bot sich, da es nicht so weit von meiner entfernt Heimat ist. Von Montreal aus sind es nur vier Stunden Flug. Zusammen mit einigen Freunden entschieden wir, die Chance zu nutzen und das Land zu erkunden.

Unser Plan war es, in nur einer Woche sowohl Städte als auch die ländliche Gegend zu sehen. Wir besuchten die Hauptstadt Havanna und hatten die Gelegenheit, viel über die Geschichte Kubas aus dem kubanischen Standpunkt heraus zu verstehen, die Gewohnheiten und den Weg, mit dem Embargo zu leben.

Nachaufnahme mit erleuchteten Fenstern

Ein Mann auf einem Fahrrad

Zwei Männer mit Fahrrad

Eine offene Tür bei Nacht

Plantagen

Hütten vor einer Berglandschaft

Ein ländliches Haus

Ein Mann mit Pferden

Eine Straßenflucht

Ein Straßenhändler

Eine enge Gasse

Eine Straßenszene

Eine Promenade

Der andere Teil der Reise war es, die Landschaft zu erkunden. In Viñales sahen wir ganz besondere Landschaften, die Tabakfelder, die sehr bescheidenen Häuser, Transporte und vieles mehr. Diese Reise war sehr einzigartig aufgrund der politischen Position. Das Embargo zwingt die Menschen, verschiedene Wege zum Leben zu finden und sich anzupassen.

Dieser Artikel wurde für Euch von Katja Kemnitz aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

Unterstütze kwerfeldein

Wenn Dir dieser Artikel oder das ganze Magazin gefällt, kannst Du die weitere Arbeit von kwerfeldein gern via Paypal, Überweisung oder Dauerauftrag mit dem, was es Dir wert ist, unterstützen. Vielen Dank!

kwerfeldein finanziert sich neben Werbeeinnahmen auch durch Provision von Verkäufen auf Amazon und freiwillige Beiträge der Leser*innen, um unabhängig zu bleiben.

Paypal


Überweisung

kwerfeldein
IBAN: DE837050198 1933436766
BIC: COLSDE33XXX

Amazon
kwerfeldein @ Spreadshirt


  • Merken

9 Kommentare

Schreib’ einen Kommentar

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Anders als Gilberto Pérez Villacampo, der hier Bilder aus Kuba zeigte (11. Februar 2015: “Kuba, Land meiner Kindheit”, 13, Mai 2016: “Kuba mit Einschränkungen”) ist Valentin Astier viel weiter weg von den Menschen.
    Man könnte das als Dezenz oder als Höflichkeit betrachten, aber dann passt dazu nicht die Beschreibung:
    “Er möchte Emotionen erfassen, ein Gefühl des Augenblicks. Der Mensch und seine Umwelt ist dabei sein Hauptmotiv.”
    Ich denke eher, der Grund ist: “Er lebt in Montreal und reist für seine Fotografien quer durch die Welt.” Mal davon abgesehen, ob das ökologisch-ethisch Sinn macht, macht es in meinen Augen fotografisch gesehen KEINEN Sinn. Ich meine, man sollte sich lieber, wie viele der Magnum-Fotografen, lange an einem Ort aufhalten. Von denen liest man, dass sie zwei Jahre in X oder ein Jahr in Y verbrachten und dort ihre Reportagen machten, und dabei den Menschen dann selbstverständlich viel näher kamen, als Astier das mit seiner Methode kann.
    Auch Erik Falkenhains Reportage (22. Juli 2016: “Per Anhalter durch den Iran”) und mein Artikel über die dominikanisch-haitianische Grenze (19. März 2016: “Terra incognita”) sind von der Vorgehensweise ganz anders, und ich meine, fso kommt man fotografisch (und auch ganz privat) den Menschen viel näher.

    • Lieber Jürgen Warschun, habe mir soeben die Bilder oben angeschaut und bin berührt davon. Ich war ebenfalls dieses Jahr in Kuba (6Wochen) und sehe mein Empfinden und meine Erfahrung in Valentins Bildern wiedergegeben. Es stimmt: es gibt keine oder kaum Nahaufnahmen von Kubanern in dieser Serie, aber komme kann ich deswegen den Bildern nichts abgewinnen bzw. die Frage ist: komme ich den Menschen nur nahe, wenn ich mich über Wochen und Monate dort aufhalte? Wahrscheinlich schon, aber ich kann dennoch gute und bewegende Bilder machen mit wenig Zeit in der Tasche. Die Impressionen und der Ausdruck dieser Bilder spricht mich jedenfalls an. Man kann sich einem Land auf vielfältiger Art und Weise nähern. Man kann nah an den Menschen sein oder einfach im Land ‘sein’ und es auf sich wirken lassen. Das Urteil dass es so fotografisch keinen Sinn macht, empfinde ich als etwas kurzsichtig, bei allem Respekt. Ob es ethisch-ökologisch Sinn macht, sollte sich jeder selbst fragen, damit lehnst du dich ebenfalls weit heraus, wie ich finde. Aber warum denn nicht… Hauptsache man spricht und diskutiert darüber.
      Einen schönen Gruss von
      Marc Limbach

  2. In einer Woche Kuba zu erkunden ist wohl etwas vermessen und dementsprechend bleiben die Bilder an der Oberfläche. In keinem Bild finde ich ein Bild von Che oder einen revolutionären Spruch. Und den Artikel suchte ich auch vergebens.
    Venceremos
    Georg Schuh

  3. Sehr schöne Bilder,allerdings spiegeln sie für mich Kuba nicht genügend wieder.Kuba hat soviel mehr zu bieten,die Menschen mit ihrer Lebensfreude und Gastfreundschaft,die Musik,ihre Küche,die Politik.Ich bin schon der Meinung das man in einer Woche auf Kuba viel mehr Bilder hätte machen können, die die Einzigartigkeit dieser Insel und ihrer Bevölkerung wiederspiegelt,wer dann noch Kuba kennengelernt hat,der kann mit diesen Bildern seine ganz persönlichen Emotionen verbinden.

  4. Hi all,

    I don’t speak German so I tried to understand your discussion thanks to Google Translate. I hope that English is fine with you.

    For most of you, it seems that my photos are not close enough from people to feel their emotions, that my series is missing most part of the Cuban culture and political aspects and that one week may be too short to depict a global picture of a country like that.

    I totally understand you opinion but that’s not what I wanted to express.

    First of all, maybe one week is short but that’s only what I could have. I’m sure the country have a lot more to offer and I would love to go back there one day. The series is a result of this only week of travel.

    My intention is to reflect what I experienced of Cuba and MY emotions. It’s not a documentary series. So I framed scenery which had a meaning for me and it fitted in all this political context. The idea was not to show the obvious, but still very fascinating, political and cultural particularities of Cuba. The idea was to show ordinary sceneries of cityscapes and landscapes in the very unique dynamic that Cuba has to offer.

    And the absence of close ups is just the result of how I express myself with photography. Even if I stayed months in Cuba, I’m not sure it would have been different. Because I prefer to observe people, moments from a certain distance and capture the whole scenery. This is what moves me.

    I find the discussion very interesting, that’s why I wanted to add my opinion.

    Thanks Guys.

    Valentin

  5. Blogartikel dazu: Link Candy #212 | thomas-reimann.com | Fotografie, Musik, Bildbearbeitung, Tests und Reiseberichte aus Karlsruhe