Eine Sonnenbrille aus Bokeh.
30. Juli 2014

Schönheit und Lust an Zerstörung

Ich fing an, mit meiner ersten SLR-Kamera Fotos zu machen, um zu dokumentieren. Aber auch, weil es ein schier unermesslicher Spaß zu sein schien. Als Kind war ich natürlich mit analogen Kameras aufgewachsen und hatte im Urlaub rumgeknipst, aber ich wollte einfach mehr.

Also las ich eine Menge Bücher, brachte mir selbst die Grundlagen bei und ging dann raus, übte, Fotos vom Leben zu machen und den Leuten, die mich umgaben. Dann wurde es irgendwann zu einer Leidenschaft, ja geradezu zu einem Zwang.

Ich fotografiere immer auf Film, meistens Kleinbild, aber manchmal auch Mittelformat. Von Anfang an habe ich mit Doppelbelichtungen experimentiert, einer meiner liebsten Techniken. Ich liebe es, wie diese Technik zwei Momente der Realität zu einem einzigen Traum verbindet. Seltsame Farben, hochkontrastiges Schwarzweiß, extreme Körnung, glückliche Zufälle – all diese Dinge gefallen mir sehr, obwohl ich auch ein großer Fan von sauberen, schönen Bildern bin. Ich genieße es auch, von Hand auf Abzügen rumzumalen, zu collagieren oder Negative und Abzüge irgendwie zu zerstören.

Eine Frau mit Kleid und Hut im Garten, gespiegelt.

Ein Palmfarn.

Ein grünes Frauengesicht mit Spiegelungen.

Zwei rote Palmen vor blauem Himmel.

Eine Doppelbelichtung mit Auge.

Ein roter Bananenbaum.

Zwei Frauen in langen weißen Kleidern.

Zwei Rosenblüten.

Eine glamurös geschminkte Frau.

Schattenspiele auf den Beinen einer Frau.

Eine Frau in viel Bokeh.

Eine Sonnenbrille aus Bokeh.

Ein Selbstportrait einer Frau mit Kamera im Spiegel.

Eine Frau in Satinkleid mit Blumen.Das Gesicht einer Frau hinter einem Netzstoff, bestickt mit Blumen.

Was die Genres angeht, in denen ich fotografiere, sind es vor allem Portraits, Selbstportraits, Fashion und Reisefotografie, die mich in den Bann gezogen haben. Ich glaube ja daran, dass das, was Du fotografierst, Dich findet – und viel weniger, dass Du findest, was Du fotografieren möchtest. Ich liebe Analogfilm und werde ihn so lange benutzen, wie er verfügbar ist. Mal abgesehen von seinem Aussehen und seiner Stimmung ist ein weiterer großartiger Aspekt davon das verzögerte Resultat und wie man dadurch lernt, seinen Fähigkeiten zu vertrauen.

Die Zeit zwischen der Aufnahme und dem fertigen Bild hilft mir, Vorurteile und vorgefasste Meinungen über Bord zu werfen. Während einer Session mag ich es, Platz für Improvisation und alles, was der Moment und das allgemeine Befinden diktieren, zu lassen. Die Fotografie kann einem enorme Befriedigung geben. Es ist ein großer Spaß und harte Arbeit. Ich denke, dass sie einem hilft, Schönheit noch mehr zu schätzen. Sie trainiert den Blick und hilft einem, Dinge zu sehen, die man sonst vielleicht gar nicht wahrgenommen hätte.

Wenn Dein fotografisches Genre die Arbeit mit Menschen einschließt, kann die Fotografie einem hier auch noch ein oder zwei Sachen über menschliche Charaktere lehren. Mein Traum ist, noch eine lange und fruchtbare Karriere mit dem, was ich tue und liebe, vor mir zu haben.

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6 Kommentare

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  1. Ja, Analog hat schon etwas … schöne Bilder, die dabei herauskommen … klar, die Bilder, die Du oben gepostet hast, bekommt man natürlich auch viel “einfacher” digital hin, aber irgendwie geht mit der ganzen digitalen Bildbearbeitung (obwohl ich selbst digital fotografiere und bearbeite) doch ein klein wenig von dem Zauber verloren.