03. Juli 2013 Lesezeit: ~5 Minuten

Auf den Hund gekommen – ein etwas anderes Hundeportrait

Man kennt ja die gruseligen 0815-Hundeportraits des alteingesessenen örtlichen Fotostudios. Das arme Tier sitzt unruhig mit Korb, Schleifchen und Spielzeug ausgestattet vor einem neutralen Hintergrund und weiß nicht, wie ihm geschieht.

Der Vorhof zur Hölle? Spätestens nach der Bearbeitung des Bildes in Sepia und dem Zaubern einer ovalen weißen Vignettierung steht fest: Ja, willkommen in der visuellen Hölle!

Also Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und das ist auch gut so. Wäre ja langweilig, wenn alle das Gleiche schön finden würden. Es gibt sicher auch schöne Hundeportraits, die im Studio entstehen und mit einer schönen Bildbearbeitung versehen sind. Aber mein Geschmack ist es leider nicht. Ich bin kein Studiofotograf und mag lieber ungestellte, lebendige, echte Fotos. Egal ob beim Menschen oder beim Tier.

© Martina Woll

Jetzt habe ich noch nicht so viele Haustiere fotografiert – wenn ich recht überlege, eigentlich noch gar keine, zumindest nicht ernsthaft. Denn als ich Haustiere hatte (und ich hatte viele: Hasen, Katzen, Meerschweinchen, Vögel, Ziesel, Rennmäuse, Fische, ja sogar einen Hund), habe ich noch nicht fotografiert und seit ich ernsthaft fotografiere, habe ich keine Haustiere mehr. Wie das Leben manchmal so spielt.

Seit einiger Zeit nun überlege und überdenke ich ein Fotoprojekt, welches ich bald starten möchte. Es hat – trommelwirbel – mit Hunden zu tun. Wer hätte das gedacht.

Kürzlich unterhielt ich mich mit einer Fotografenkollegin und irgendwie kamen wir über Katzenfotos auf den Hund. Und weil ich ja unbedingt meine Fähigkeiten als Hundefotograf testen wollte, hatten wir uns dann ganz spontan für nachmittags verabredet. Sie ist nämlich das Frauchen von Butch, einem achtjährigen Boxer-Staffort-Terrier-Mix.

Sie hatte mir noch ein Bild von Butch gemailt, worauf er recht klein und schnuckelig aussah. Ich war entsprechend „geschockt“ als ich ihn dann in Natura sah: Kein Riese, aber doch nicht so klein wie erwartet. Aber ’ne echt coole Socke, dieser Butch!

© Martina Woll

Ich mag also wie bereits erwähnt lebendige Fotos. Für mich gehört in diesem Fall Verwacklung, Unschärfe und schönes Korn bzw. Rauschen durchaus dazu.

Meine DSLR mit den lichtstarken Objektiven habe ich also zu Hause gelassen und stattdessen eine kleine Systemkamera mit einem eher lichtschwachen, leichten Zoom mitgenommen. Bei ISO 1600 und Blende 3,5 bis 5,6 für diese Art von Fotos geradezu perfekt.

© Martina Woll

© Martina Woll

Wir gingen also ganz entspannt und ohne den Druck, unbedingt ein preisgekröntes Foto schießen zu müssen, mit Butch eine Runde im Wald spazieren. Stellenweise war es dort fast schon zu dunkel für die Kamera, weshalb die Bilder bei schnelleren Bewegungen des Hundes dann verwackelten.

Aber das war ja mehr oder weniger gewollt, bis zu einem bestimmten Grad zumindest. Gänzlich verwackelt sollte das Bild dann doch nicht sein, sondern nur der Körper des Hundes oder Teile davon wie Schwanz oder Kopf oder eben umgekehrt, also Körper scharf, Umgebung verwackelt, um die Bewegung beziehungsweise Lebendigkeit des Tieres sichtbar zu machen. Es musste halt in sich stimmig sein und zum Gesamtbild passen.

© Martina Woll

© Martina Woll

Nun wollte ich aber nicht nur leicht verwackelte oder unscharfe Bilder machen, sondern auch durch einen ungewöhnlichen Bildschnitt etwas Spannung mit einbringen. Bei mir gibt es deshalb auch mal nur einen halben Hund zu sehen oder nur mal den Kopf, das Hinterteil oder eine Pfote.

Mir ist hier wichtig zu erwähnen, dass ich den Bildschnitt bereits beim Fotografieren wähle und das Foto nicht nachträglich am Bildschirm zurechtschneide. Ich möchte, dass meine Bilder beim Fotografieren entstehen und nicht in der Nachbearbeitung. Diese bezieht sich am PC daher lediglich auf die Farbgebung und den Kontrast des Bildes.

© Martina Woll

© Martina Woll

Aber zurück zu unserm Kurztrip in den Wald.

Ich hatte Butchs Frauchen gebeten, sich einfach mit ihm zu beschäftigen und mich gar nicht zu beachten. Leckerlis geben, Stöckchen holen, an der Leine gehen, frei laufen, sich austoben, was man eben beim Gassigehen so macht. Wir waren vielleicht eine halbe Stunde unterwegs und die Zeit war völlig ausreichend, um ein paar schöne Fotos zu schießen. Für mich sagen solche Bilder viel mehr aus als gestellte Hundeportraits im Studio.

© Martina Woll

Ein paar gestellte Bilder musste ich dann aber doch machen und bat Butchs Frauchen hierfür mit ins Bild. Und selbst hier möchte ich vom Standard abweichen und ein etwas anderes Portrait zeigen.

Wer meine Arbeiten kennt, der weiß, dass ich das Motiv gern auch mal nur klein zeige, sei es nun eine Person, ein Flugzeug oder ein Tier. Ich liebe es, solche „Such das Motiv“-Bilder zu kreieren, die auch die Umgebung mit einbeziehen und viel Raum für Gedanken lassen.

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52 Kommentare

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  1. Ganz ehrlich, die von dir beschriebenen Fotostudios werden immer weniger und ich finde es wirklich inzwischen überflüssig immer wieder dieses alte Klischee zu bemühen. Studiofotografie muss Frau können, wenn nicht, geht sie ins Freie und nennt es „Lifestyle“, wie langweilig ist das denn?
    Es gibt verschiede Stile in der Portraitfotografie, warum Gräben schaffen wo keine sein müssen?
    Ich kann z.B. Keine Architektur fotografieren, haue ich darum auf Kollegen ein die dies tun?
    Ich liebe es mit meinem iPhone zu knipsen, andere auch und inzwischen nennt es sich iPhoneography – so geht das, es geht weiter. Nennt sich Entwicklung und die findet auch in der Atelier oder Studio Fotografie statt, ehrlich, Schau dich einfach mal um.

    • Ich habe nur meine persönliche Sicht geschildert, und wenn ich hier im beschaulichen Saarland durch die Straßen laufe, sehe ich fast nur solche Fotostudios. Mich wunderts eh, dass sie sich halten können, wo heute doch gefühlt die ganze Menschheit fotografiert.

      Du findest es draußen langweilig, ich im Studio, ist doch in Ordnung. Jede Fotografie hat ihre Berechtigung. Ich mag es halt lieber, wenn ich den Hund draußen fotografiere, wo er sich frei bewegen kann, weil ich gerne ungestellte Bilder mache. Das geht drinnen natürlich auch, ich habe aber kein Studio, sondern zwei wohnlich eingerichtete Zimmer und arbeite nur mit verfügbarem Licht. Das gefällt mir besser, als eine perfekt ausgeleuchtete Studioaufnahme. Ist halt Geschmackssache, wie alles im Leben.

      Mit dem iPhone knipse ich übrigens auch sehr sehr gerne, wie du auf meiner Homepage sehen kannst.

    • Liebe Beate,
      ich bin mir nicht sicher ob du die Entwicklung wirklich so Lückenlos verfolgst. Wenn ich mich umschaue sehe ich definitiv kein Aussterben dieser „Studios“ sondern ich sehe ganz viele „Jammernde“ Fotografen die erzählen wie Böse die Welt ist und wie Böse sie von Amateur Fotografen aus dem Markt gedrängt werden.

      Es ist definitiv kein altes Klischee das in kleineren Studios (die größeren will ich keineswegs ausschließen) immer noch einheitliche Lichtverhältnisse für gleich bleibende Themen verwandt werden. Glaubst du nicht? Du darfst mich gerne einmal in deine Gegend einladen und wir beide schauen uns mal die Studios bei dir an.

      Da es sich scheinbar in diesem Bereich bei vielen noch nicht rumgesprochen hat (was mich wundert den die Kollegen haben das irgendwann mal gelernt) das gleiches Licht bei 10 verschiedenen Menschen nicht funktionieren kann und demnach mindestens bei 9 davon nicht ganz so optimal aussehen… muss ich davon ausgehen das es kein Klischee ist sondern Fakt! Ansonsten solltest Du mir bitte versuchen zu erklären warum ich bei vielen auslagen das Gefühl habe das die Fotos Ende der 80er aufgenommen wurden (wenn man nachfragt erfährt man das die dann doch erst vor einigen Monaten fotografiert wurden).

      Es ist mir durchaus bewusst das man in dem aktuell tobenden Preiskrieg (der nebenbei bemerkt durch GENAU DIESE Studios initiiert wurde) verfahren entwickelt werden die zu einer Kostenreduktion und schnelleren Arbeitsweise führen. Aber genau da haben wir schon unser Problem und die Wurzel des Bösen.

      Aber wie immer im Leben gibt es ausnahmen und wenn man sich diese etwas genauer ansieht stellt man fest das sie erfolgreich sind weil sie dinge eben nicht so machen wie man es früher gemacht hat und sie sich nach ihrer Ausbildung weiterentwickelt haben.

      In den letzten Jahren habe ich einige kennengelernt und bin dankbar das sie verstehen das man an alten Werten festhalten kann (und muss) sich aber trotzdem stetig neu erfinden muss.

  2. Das gestellte Bild finde ich echt schön! Ich kenne jetzt nur die Bilder vom Artikel und den Artikel – zunächst Skepsis, aber dann: ich sympathisiere sehr mit dieser Art der Fotografie, mit der Herangehensweise und mit der Offenheit, die im Artikel so deutlich wird.

  3. Sehr schönes Fotoprojekt, gerade die ungewöhnlichen Schnitte finde ich bei Hundefotos richtig cool! Auch das letzte „gestellte“ Bild mag ich sehr. Würde gerne noch ein paar mehr Bilder sehen, die die Interaktion zwischen Butch und seinem Frauchen zeigen. So wie das dritte von unten.

    Ach ich sollte mein Hundeprojekt auch unbedingt mal wieder aufleben lassen! (http://blog.pabloheimplatz.de/category/eigene_arbeiten/augenhohe/)

  4. Ich bin unschlüssig bei dieser Art der Fotografie. Einerseits finde ich die Schnitte „mutig“ gewählt (die letzten drei sind meine Favoriten, das letzte meiner Ansicht nach das beste), andererseits im Kontext dieser Seite könnte es Kunst sein in einem anderen Forum der Versuch eines Anfängers diese Bilder mit „mittelmäßiger“ Technik und einem zu schnellen Hund zu erklären.

    Ich bin gespannt wie es weitergeht, wie sich der rote Faden spannen wird. Ich will mich überraschen lassen und werde es auf flickr beobachten.

  5. Dass die üblichen „Hund sitzt auf Strohballen und hat eine Schleife um den Hals und drüber der gequälte Blick“ Fotos nicht das non plus ultra sind stimmen die meisten wohl zu. Den Ansatz mit den „anderen“ Bildschnitten etc. finde ich interessant. Jedoch wirken einige der Bilder einfach wie Zufallsauslöser bzw. unscharf weil man eben die falschen Einstellungen gewählt hat. Sei es ein höherer Anspruch an die Technik oder reine Geschmackssache. Ein gewisser Charme geht von den Fotos sicherlich aus. Gerade das Titelbild des Artikels hier würde mit Sicherheit bei 80% der Fotografen aussortiert werden, da die Unschärfe des Hauptmotivs Hund hier nicht wie ein künstlerisches Mittel aussieht. Wenn aber Hund und Halter zufrieden sind mit den Fotos müssen die natürlich nicht den gängigen Fotos aus dem Web entsprechen. Ist ja bekanntlich alles Geschmackssache.

    • Wenn die Bilder wie Zufall wirken, habe ich mein Ziel ja erreicht, denn genau so sollen sie wirken. (Vielleicht hätte ich das dazu schreiben sollen)

      Und eigentlich sinds ja auch Zufallsprodukte, denn mit einem langsamen Autofokus kann man solche Aufnahmen nicht groß planen. Auch die Schnitte sind nicht geplant, das habe ich vielleicht falsch formuliert. Ich habe einfach willkürlich und wahllos auf den Auslöser gedrückt, dabei aber schon versucht, ein wenig auf die Bildgestaltung zu achten. Die ungewöhnlichen Schnitte sind daher auch zufällig entstanden, aber wie geschrieben nicht weiter verändert worden, weil sie mir genau so, wie sie sind, gefallen.

      Mit dem Titelbild hast du wahrscheinlich Recht, aber genau solche Aufnahmen mag ich. Aufnahmen, bei denen die Schärfe mal verrutscht und das eigentliche Motiv unscharf ist etc… wahrscheinlich auch weil eben fast jeder diese Bilder löschen würden. Vermutlich können die meisten Leute deshalb auch nur wenig damit anfangen, wenn sowas doch mal gezeigt wird. Manchmal stelle ich sogar absichtlich auf den Hintergrund scharf, siehe z.b. hier: http://4.bp.blogspot.com/-dqzwiE_lA5k/UIBWUo2AHlI/AAAAAAAAAbs/SVPbz4uWP2M/s320/PA181267b.jpg

    • Es sind ja auch größtenteils Zufallsauslöser. Ich habe mehrmals einfach wahllos den Auslöser gedrückt; mit einem langsamen Autofokus passiert es dann mal, dass die Schärfe verrutscht und der Hintergrund statt dem Motiv scharf ist. Aber grade das gefällt mir. Natürlich nicht immer und bei jedem Bild, es sollte schon passen. Ist auch abhängig von meiner Stimmung ;) Manchmal stelle ich sogar absichtlich auf den Hintergrund scharf, damit das eigentliche Motiv im Vordergrund unscharfwird: http://4.bp.blogspot.com/-dqzwiE_lA5k/UIBWUo2AHlI/AAAAAAAAAbs/SVPbz4uWP2M/s320/PA181267b.jpg

      :)

      Ob der Hund mit den Bildern zufrieden ist, kann ich nicht sagen, hab ihn nicht gefragt, aber Frauchen ist sehr zufrieden!

  6. Du schreibst, das „Für dich gehört in diesem Fall Verwacklung, Unschärfe und schönes Korn bzw. Rauschen durchaus dazu.“

    Ok, das kann ich als Aussage stehen lassen.
    Für mich sollten diese Dinge aber nicht das Produkt des Zufalls sein sondern die Bildaussage unterstützen und das tun sie bei den hier gezeigten Bildern aus meiner Sicht nur bei einem Bild.

    Deine Portraits auf flickr dagegen finde ich sehr spannend. Ich mag den Stil und die Nähe zum Modell.

    • Dass ich die Bilder mit Verwacklung, Unschärfe und schönem Korn/Rauschen machen wollte, war aber kein Zufall (die Bilder an sich schon eher). Ich habe ja gezielt meine technisch schwächere Systemkamera eingepackt, um genau mit diesen „Schwächen“ die Bildaussage zu unterstützen.

      • Zitat martina:

        „Dass ich die Bilder mit Verwacklung, Unschärfe und schönem Korn/Rauschen machen wollte, war aber kein Zufall (die Bilder an sich schon eher). Ich habe ja gezielt meine technisch schwächere Systemkamera eingepackt, um genau mit diesen “Schwächen” die Bildaussage zu unterstützen.“

        Zufällig sind die eingesetzten Stilmittel. weil die Bilder, wie Du ja selbst schreibst, eher zufällig enstanden sind.
        Ich als Betrachter tue mich mit der Bildaussage schwer. Man sagt ja, das ein Bild eine Geschichte erzählen soll. In künstlerischen Bildern, in denen das Motiv einen nicht plakativ anspringt, suche ich als Betrachter eine Geschichte, finde sie in deinen aber nicht.
        So wirken die Bilder auf mich eher als das Produkt des Zufalls. Bitte nicht falsch verstehen, das soll keine Wertung sein, nur mein Empfinden nach der inhaltlichen Auseinandersetzung der Bilder.

      • Schon ok, es freut mich ja, wenn man sich damit auseinandersetzt. Nur weiß ich nicht recht, was für eine Bildaussage du erwartest, wenn ein Hund beim Gassigehen fotografiert wird. Ich finde schon, dass die Bilder als Serie eine Geschichte erzählen; wenn auch nur eine Kurzgeschichte: Butch beim Gassigehen ;) Sorry, vielleicht verstehe ich dich auch falsch.

  7. Gute Aufgabe und auch Umsetzung. Wirkt authentisch – gratuliere. Allerdings erschliesst versuche ich bei Portraitaufnahmen auch die Attribute des Portraitierten zu erkennen: Die gezeigte Sequenz lässt mich aber etwas ratlos. Was wollten Sie genau rüberbringen?

  8. Ne nette Serie, aber einzeln funktioniert keines davon so richtig.
    Schade auch, dass immer eher von oben nach unten fotografiert wurde. Ich finde ja, ab und zu kann man auch auf Augenhöhe fotografieren.

    Und was diese beschriebenen 0815-Hundeportraits angeht, ist da der Mensch des Hundes sicher nicht ganz unschuldig dran. Nicht immer ist der Fotograf doof.

    • Die Bilder sollen ja auch als Serie, als Dokumentation, funktionieren und nicht einzeln. Den Tip, auch mal auf Augenhöhe zu fotografieren, werde ich beim nächsten Mal beherzigen, danke.

      Ich habe nicht geschrieben, dass der Fotograf „doof“ ist. Ich finde diese Art von Bilder einfach schrecklich und kann kaum glauben, dass es wirklich Leute geben soll, die derart bearbeitete Bilder schön finden. Aber Geschmäcker sind ja – wie bereits mehrfach erwähnt – verschieden, da ist alles möglich ;)

  9. Ich würde mich meinungsmäßig sowohl Beate als auch Heiko anschließen.

    Außerdem: Als Gegenpol zu Hochglanz kann ich verwackelt, unscharf, nur halb drauf und schwarzweiß nicht (an)erkennen, wenn diese Stilmittel rein als Mittel zum Zweck eingesetzt wirken.

    Abgesehen von sw entsprechen viele der Hundebilder denen, die meine Frau dutzendweise von Spaziergängen nach Hause bringt, ohne auch nur den blasstesten Schimmer von Fotografie oder den geringsten Gestaltungswillen zu besitzen. Was nicht böse gemeint ist und von ihr ebenso gesehen wird.

    Eine tolle Idee, die den Charakter des Hundes gut wiedergibt, entdecke ich aber in Bild 3 mit der quergezogenen Leine, Bild 4 mit dem Hundepopo und Bild 8 mit dem Riesenstöckchen. Hier sehe ich typisches Hundeverhalten originell porträtiert. Von mir aus auch in sw ;-)

  10. Ich bin zwiespaltigen…

    Ich mag deine Herangehensweise und ich muss sagen einige Bilder der Serie finde ich echt sehr gelungen, jedoch machen einige auf mich den Eindruck eines Schnappschusses, aber das ist wie immer Geschmackssache…

    Das erste und das letzte sind meine Lieblingsbilder…

    • Es sind ja größtenteils auch Schnappschüsse. Wie weiter oben in einem Kommentar erwähnt, habe ich eigentlich nur willkürlich den Auslöser gedrückt. Mit einem langsamen Autofokus verrutscht dann mal die Schärfe oder der Hund springt aus dem Bild und ist nur noch am Rand zu sehen. Genau das wollte ich.

  11. „Spätestens nach der Bearbeitung des Bildes in Sepia und dem Zaubern einer ovalen weißen Vignettierung steht fest: Ja, willkommen in der visuellen Hölle!“

    Hier wird ein Bild beschrieben, das ich als Parodie durchaus akzeptieren könnte. Ich fänd’s lustig, wenn ich so etwas von meinem Dackel hätte. Aber warum gab oder gibt es denn diese Art der Tier- oder Hunde-Fotografie? Weil man sonst gar kein Bild bekommen würde dessen Zeitaufwand bezahlbar oder gerechtfertigt wäre.
    Hunde-Fotografie (ich bleib jetzt mal beim Hund) ist nämlich „Sau“-schwierig (okay, doch nicht beim Hund geblieben), wenn man den von dir beschriebenen Anspruch hat UND am Ende ein Bild hat, das den Charakter des Hundes widerspiegelt UND dem Tier seine Würde lässt.

    Womit wir beim ersten Bild wären: Hund mit offenem Maul von oben mit Leckerlie vor dem Maul. Wie war das noch mit der Würde? Ich kann da auch keinen Bruch hin zur Ironie oder Parodie erkennen, sondern nur pure Gedankenlosigkeit, oder noch schlimmer (Entschuldigung) Unvermögen es besser zu machen.
    Ich muss zugeben, dass ich da eher konservativ bin: man kann doch nur versuchen etwas zu brechen, was man beherrscht. Sonst bricht man doch nichts. Und dann so’n Klopper im ersten Bild, ich weis nicht …

    Bei den anderen Bildern kann ich Oliver nur zustimmen (obwohl ich nicht verheiratet bin):

    „Abgesehen von sw entsprechen viele der Hundebilder denen, die meine Frau dutzendweise von Spaziergängen nach Hause bringt, ohne auch nur den blasstesten Schimmer von Fotografie oder den geringsten Gestaltungswillen zu besitzen. Was nicht böse gemeint ist und von ihr ebenso gesehen wird.“

    Sein wohlwollendes Urteil über Bild 3 kann ich leider nicht teilen.

    • Was hat das mit Würde zu tun, wenn ich einen Hund ablichte, der mit offenem Maul ein Leckerlie anschmachtet?! Ist das nicht das normalste auf der Welt? Deine Argumentation versteh ich nicht. Ich kanns noch nachvollziehen, wenn jemand was zum angeschnittenen Hundepopo oder zum Verwackeln oder zur Unschärfe sagt, aber sich echauffieren und mir Unvermögen vorwerfen, weil ich den Hund mit offenem Maul ablichte? *kopfkratz

      Ich habe ihn immerhin nicht beim Häufchen machen oder Pinkeln fotografiert (obwohl das durchaus zu einer Dokumentation des Gassigehens dazu gehört), sowas verstehe ich schon eher unter „Würde wahren“.

  12. Man muss ja nicht drumherumreden: Die Bilder ( abgesehen vom Letzten, das ja offenbar allen gefällt ) sind ein konsequenter Verstoss gegen die allgemeinen und einfachsten Grundregeln der Fotographie, so wie sie seit vielen Jahrzehnten für den Laien propagiert werden. Jedes einzelne Bild ist für sich genommen Ausschuss, aber in der Serie wird deutlich oder zuimndest ahnbar, dass hier jemand quasi „dekonstruktivistisch“ ans Werk gegangen ist und die Irritation der Betrachter ins Kalkül zieht. Das könnte man auch ein bisschen kokett finden, denn´der verwackelte, halbe Hundepo soll ja vermutlich signalisieren, dass der Fotograph über die einfachen Laienregeln hinausgewachsen ist.
    Das finde ich alles zulässig, aber der Hund ist dafür meines Erachtens kein geeignetes Subjekt. “ EIn Tier kennt kein `Falsch‘ „, habe ich mal gelernt und dieses Um-die-Ecke-Denken, die Dinge etwas krank, unscharf zerrüttet und gewollt zufällig aussehen lassen, das ist sozusagen das Gegenteil von Hund.
    Wie anders das letzte Bild: EIn Wald, ein Weg, eine Frau, ein Hund -alles steht und ruht. Einfach, geradaus, ungekünstelt. Für mich ist nur dieses Bild gut. Die anderen sind ein interessanter Versuch mit dem falschen Thema —-würde ich sagen…..

    Grüße
    Andreas

    • Ich verstoße gern gegen Fotoregeln; ich kenne nicht mal alle und sie interessieren mich auch nicht (außer vielleicht die mit dem geraden Horizont bei Landschaftsaufnahmen ;) ) Ich fotografiere nach meinem Gefühl; das Bild muss für mich stimmig sein, da spielen Fotoregeln keine Rolle. Und die gezeigten Bilder sind für mich alle stimmig, sonst hätte ich sie nicht ausgewählt.

      Der Hund ist also das falsche Subjekt. Was wäre denn geeignet? Ich sehe nichts Falsches darin, gegen Fotoregeln zu verstoßen und einfach für sich zu fotografieren, egal ob nun in der Menschenfotografie, Tierfotografie, Architektur- oder sonst einer Fotografie.

      • Liebe Martina,
        es tut mir leid, dass Sie meine Kritik und offenbar auch andere kritische Anmerkungen als Kränkung auffassen. Ich bin Hobby-Fotograph und zeige meine Bilder überhaupt nicht im Internet- selbst im privaten Bereich zeige ich sie fast nie und hänge sie auch nicht an die Wand.
        Weder auf die „Oh-wie-hübsch-Kommentare“, noch auf die guten Ratschläge anderer Amateure lege ich wert.
        Aber manchmal hätte ich den Wunsch von einem Profi beraten zu werden, der versteht, wohin ich will und mir vielleicht erklären kann, was ich falsch mache. Oft schaue ich meine Fotos an und denke: da ist irgendetwas etwas falsch – ich komme aber nicht drauf, was es ist und woran es liegt. Aber diesen hilfreichen Profi habe ich nicht zur Hand.
        Insofern, da haben Sie recht, ist es eigentlich schon fragwürdig, wenn ich hier zu den Bildern Anderer, wie hier zu Ihren Bildern Stellung nehme. So ein bisschen Eitelkeit und missionarischer Oberlehrer-Eifer ist bei den Kommenatoren ja immer dabei. Gebe ich zu.
        Also: wenn Sie aus meinem Kommentar gar nichts herauslesen konnten, was sie weiterbringt, dann entschuldige ich mich. Ich selbst muß aber eingestehen, dass die Erschütterung, die von einer Kritik gelegentlich ausgelöst wird, sich später als notwendige Voraussetzung erwiesen hat, um die aus den Fugen geratenen Dinge, neu und etwas anders wieder zusammenzusetzen. Vielleicht stellt sich das bei Ihnen ja auch noch ein, wenn der Ärger verraucht ist ?

        Freundliche Grüße
        Andreas V.

    • Wenn ein Hund „kein Falsch“ kennt, (Ich kann mir zwar nicht erklären woher diese Regel stammt, aber das ist ja erstmal egal) wieso ist es dann „Falsch“ oder „Gegenteilig“, Hundefotos mit Unschärfe und bewusst gewählten sehr ungewohnten Schnitten zu machen?

      Tut mir leid, aber ich verstehe nicht, warum diesem „Versuch“ ein falsches Thema zu Grunde liegen soll…

      • @Andreas V: Ich bin keineswegs gekränkt, zumindest nicht von Ihrem Kommentar, schon eher, wenn mir jemand fotografisches Unvermögen vorwirft, nur weil ich den Hund nicht so abgelichtet habe, wie man es wohl „normalerweise“ macht. Ich verstehe nur Ihren Einwand nicht, der Hund sei für dieses Thema das „falschen Subjekt“. Und auf meine Frage dahingehend habe ich leider keine Antwort von Ihnen erhalten.

        @pablo: Danke! Vielleicht antwortet er auf deine Frage ;)

      • Pardon, ich kenne das Sprichwort schon so lange, dass mir die Mißverständlichkeit gar nicht mehr auffällt: „Falsch“ ist hier eine Verkürzung von Falschheit , damit auch Verstellung, Schauspielerei Hinterhältigkeit, Gemeinheit, Attitude, Angeberei aber auch ´von „gekünstelt“, „künstlich“, „gestellt“ etc. Ich weiß nicht, ob ich das für alle Tiere unterschreiben würde – Elster, Fuchs, unsere Katze zB …. da hätte ich Zweifel, aber der Hund ( wenn er nicht anders erzogen wurde ) der ist so direkt, entwaffnend ehrlich , durchsichtig, unverstellt, naiv und auch simpel. Um sein Wesen im Bild darzustellen scheinen mir allzu „verkopfte“ Konzepte nicht tauglich und die extremen Bildausschnitte, die Unschärfen etc das sah für mich in der Serie alles gewollt aus. Immer mit der einen Ausnahme des letzten Fotos, bei dem ja alles anders ist.
        Im Nachhinein aber lese ich aber, dass es doch nur Schnappschüsse sein sollen, eine Dokumentation vom Gassigehen und keine Kunst. Wenn es denn so ist, dann ist meine Kritik ja ein Schuss ins Leere. Aber irgendwie kann ich dieser Zurücknahme des künstlerischen Anspruchs nicht so richtig glauben, denn immerhin hat Martina die Bilder gemacht, ausgewählt und hier als Serie mit Erläuterung ins Netz gestellt. Daraus ergibt sich nicht, dass es Kunst sein muß, aber ein lässiger Versuch, eine Studie, ein Testballon – das ist doch OK – finde ich.
        Grüße
        Andreas

  13. Ich beobachte schon lange viele Hundefotografen und finde Deinen Ansatz auch wirklich gut, aber ich habe schon ein Problem mit Hundefotos, wo man kaum noch einen Hund sieht. Aber wie immer alles ist Geschmacksache, ich möchte auf meinen Hundebildern auch den Hund in Aktion und ich weiß auch wie schwer das zu fotografieren ist mitunter, aber bei den Hundeteilbildern erschließt sich mir nicht mehr wirklich das Hundebild.
    Bin gespannt auf Deine Weiterentwicklung als „Hundefotograf“ :-)

    • Wieso „wo man kaum noch einen Hund sieht“? Ich hab ja nicht nur aus der Entfernung fotografiert oder zeige auf allen Bildern nur Teile des Hundes. Ich finde es ist eine abwechslungsreiche Serie von Portrait bis „Such/Errate das Tier“, die man auch im Ganzen betrachten sollte, dann erkennt man auch bei den „Teilbildern“, dass es ein Hund ist. :)

  14. Auch auf mich wirken die Bilder eher wie Schnappschüsse eines Anfängers, ich kann darin keine sorgsam komponierten Kunstwerke erkennen.

    Soll ein gutes Portrait nicht das Wesen des Portraitierten optimal einfangen? Wenn das auch für Hunde-Portraits gilt, so kann ich das Wesen dieses speziellen Hundes bzw. seiner Beziehung mit Frauchen hier nicht gut draus ableiten.

    Ich hätte mir da eher etwas wie Platons Einsichten zu Portraits übertragen auf Tiere gewünscht.
    ( Übrigens danke an Kwerfeldein, die neulich diesen super Vortrag gesharet haben: http://fora.tv/2013/05/07/Photographer_Platon_Reveals_Power_Through_Portrait )

    • Ich bin zwar kein Anfänger mehr, aber als Schnappschüsse sollen sie durchaus wirken und zum Teil sinds ja auch Schnappschüsse. Habe ich irgendwo erwähnt, dass ich gute Portraits oder gar sorgsam komponierte Kunstwerke von einem Hund machen wollte? Nein. Ich wollte das Gassigehen dokumentieren und zwar auf meine ganz eigene Art.

      • Bereits im Titel sprichst Du ausdrücklich von „Hundeportrait“, nicht von „lockeren Gassigehen-Schnappschüssen“.

        Weiterhin stellst Du Deine Bilder ja gleich selbst im ersten, fetten Absatz als alternative Form der Hunde-Portraits im Vergleich zu den von Dir ungeliebten, normalen Tierfotografen dar.

        Gerade weil der Anfang sehr selbstbewusst formuliert ist, sehr unglücklich finde ich. Portraits vs. Schnappschüsse sind halt Äpfel vs. Birnen-Vergleiche.

      • Ok, Fehler meinerseits. Ich gebe zu, für mich ist „Portrait“ ein allgemeiner Oberbegriff, den ich z.B. auch für Fotos, die einen Menschen im Ganzen zeigen, benutze, auch wenn das eigentlich falsch ist. Hätte ich gewusst, dass man sich so sehr an dem Begriff „Portrait“ aufhalten kann, hätte ich die Serie „Auf den Hund gekommen – die etwas anderen Gassigehen-Schnappschüsse“ genannt. Klingt aber irgendwie nicht so dolle; da find ich den gewählten Titel doch besser.

  15. Ich verfolge schon seit langem ihre Arbeit und schätze besonders ihre Portraits. Ich finde es durchaus interessant wie sie ihre Motive anschneidet. Bin gespannt wie sie die „tierische Serie“ weiterführt. Weiterhin viel Spass und Freude an der Fotografie.

  16. Tja was soll man dazu sagen ?

    Was ist in der Fotografie wichtig, hast du was zu sagen oder hast du nichts zu sagen. Hast Du nichts zu sagen, halt am besten den Mund. Noch mehr nichtssagende scharf fotografierte Fotos braucht kein Mensch. Das Internet und andere Medien sind voll davon. Was ganz wichtig ist, ist die eigene Sicht auf die Welt – wie denke, fühle und sehe ich.

    Von daher, alles richtig gemacht :-)

    Sind übrigens nicht meine Worte – bei Ruth Marcus habe ich sie aufgeschnappt. Eine Tierfotografin der etwas anderen Art – finde ich :-)

  17. Also ich muss ja zugeben, das mir die Fotos nicht wirklich gefallen.
    Zwar mag ich den Ansatz vom Grundgedanken her und hast du sicherlich recht, diese grausigen Hundeportraits wie du sie beschreibst braucht man genauso wenig wie noch mehr technisch perfekte Hundefotos, die sich in ihrer Aussage dann auch bereits darin erschöpfen technisch perfekt zu sein.

    Dennoch vermisse ich in fast allen Fotos einen erkennbaren Gestaltungswillen, so das sie auf mich wirklich wie die Schnappschüsse eines Anfängers wirken, der sein Motiv gnadenlos in die Mitte setzt und seine Langzeitbelichtungen alle verwackelt weil er kein Stativ benutzt.

    In der Serie und mit dem erklärenden Text mögen die Fotos ja wieder wirken, aber für sich genommen wäre für mich jedes (bis auf vielleicht das mit dem Stock und das letzte) einfach nur Ausschuss.
    Klar, die Gestaltungsregeln, die man den Laien nahelegt, damit sie zu besseren Fotos kommen sind dafür da, sich auch wieder davon frei zu machen und sie zu brechen. Hier kann ich nur leider nicht erkennen wo Gestaltungsregeln bewusst gebrochen wurden. Aber du schreibst in den Kommentaren ja selber, das du zufällig auf den Auslöser gedrückt hast.

    Wie gesagt, vom Grundgedanken her gefällt mir diese Herangehensweise. Aber den Bildern fehlt für mich einfach fast immer der Gestaltungswille. Dennoch bin ich mal auf deine weiteren Arbeiten in dieser Richtung gespannt.
    MfG;
    Björn

  18. Der Ansatz ist gut. Ich fotografiere des öfteren Hunde, (habe selber einen und viel Kontakt zu anderen Hundebesitzern) und ich mache das (fast) nur im Freien, beim spazieren gehen, beim spielen, in der Hundeschule etc. In erster Linie versuche ich das Wesen des Hundes zu treffen und mache am liebsten die ungestellten Bilder bzw. wenn der Hund in Bewegung ist (wir haben einen sehr dynamischen, jungen Collie). Selbst meine Portraits ( und damit meine ich Portrait im engeren Sinne) sind in der Regel nicht gestellt und im Freien entstanden. Ich habe letzten Dienstag auf einem Spaziergang selber fotografiert – waren mehrere Collies dabei: http://www.annikafotografie.de/brady-bennett-und-boots-teil-1/ (Vier Teile insgesamt) Sicher sind die Fotos nicht perfekt, schon alleine weil meine 1000d das nicht mehr packt wenn die Hunde in Action sind. Aber so sind die Collies halt, muss ich mit Rauschen und etwas Unschärfe im Bild leben (auch wenn sie mich zugegeben ärgert). Nun, in der Sache sind wir uns einig :) . Mich stört nur auf deinen Bildern, dass das eigentliche Motiv „der Hund“auf ein paar der Bildern gar nicht mehr zu erkennen ist – betrifft jetzt vor allem die komplett verwackelten Bilder. Das erste Foto im Artikel finde ich auf der anderen Seite wieder gut, auch wenn die Grundregel „Hund wird auf Augenhöhe fotografiert“ gebrochen wird. Ist halt die Perspektive des Frauchens und irgendwie hat es „was“.
    Im Großen und Ganzen finde ich die Idee super und kann sie nur unterstützen. Fotografisch würde ich sie aber trotzdem anders umsetzen.

    • martina schreibt:

      „Schon ok, es freut mich ja, wenn man sich damit auseinandersetzt. Nur weiß ich nicht recht, was für eine Bildaussage du erwartest, wenn ein Hund beim Gassigehen fotografiert wird. Ich finde schon, dass die Bilder als Serie eine Geschichte erzählen; wenn auch nur eine Kurzgeschichte: Butch beim Gassigehen ;) Sorry, vielleicht verstehe ich dich auch falsch.“

      Ich meine damit, das ich in den Bildern 4, 7 und 9 (gezählt ohne Titelbild) eine Bildaussage für mich entdecke, in den anderen eben nicht.
      4 zeigt mir die Dynamik des laufenden Hundes, 7 die Innigkeit und Vertrautheit zwischen Mensch und Tier und 9 steht für die Aussage, das Beide zusammen stehen und Frauchen sich auf den Hund verlassen kann.
      Serielle Fotografie braucht für mich zumindest eine an das Gesamtthema angelehnte Aussage in den einzelnen Bildern, die ich bei den anderen Bildern eben nicht sehe.