copyright Kai Hormann
15. April 2013 Lesezeit: ~2 Minuten

Fotogenes Deutschland – Großes Torfmoor

Da ich das große Glück habe, in unmittelbarer Nähe des großen Torfmoors zu leben, möchte ich Euch diese Landschaft hier einmal kurz vorstellen. Ich kenne das Moor zu jeder Tages- und Nachtzeit und es vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht mindestens einmal mit der Kamera dort bin.

Gemeinhin wird das Moor häufig als dunkler und nicht sehr einladender Ort gesehen. Auch das ca. 500ha umfassende „Große Torfmoor“ – oder auch Hiller Moor genannt – im Kreis Minden-Lübbecke in NRW zeigt an manchen Stellen und zu manchen Wetterlagen seine finstere Seite, die aber, passende Kleidung vorausgesetzt, durchaus sehr sehenswert sein kann.

Allerdings ist dies nur ein „Gesicht“ des großen Torfmoors. Bedingt durch die ständig wechselnde Vegetation, einer großen Artenvielfalt an Tieren und den vielen kleineren und größeren Moorseen und Tümpeln findet man einen fast unerschöpflicher Vorrat an Motiven.

Eine weitere Besonderheit ist der weite, unverbaute Horizont, der dem Licht von morgens bis abends keinerlei Hindernisse in den Weg stellt. Die fotografisch ergiebigste Zeit ist meiner Meinung nach das Frühjahr mit einer sehr sehenswerten Wollgras-Blüte, schnell wechselnden Wetterlagen und dramatischem Licht sowie der Herbst mit Morgennebel und windstillen Abenden, die häufig grandiose Sonnenuntergänge bieten.

Natürlich sind auch die übrigen Jahreszeiten sehenswert. Falls eine Tour in den Sommermonaten geplant ist, muss aber unbedingt an ein gutes Mückenschutzmittel und passende Kleidung gedacht werden!

Auf den diversen Parkplätzen am Rande des Moors findet man Schautafeln mit einer Übersicht der Wanderwege. Es versteht sich von selbst, dass die gekennzeichneten Wege nicht verlassen werden sollten, da das Moor an manchen Stellen nicht ganz ungefährlich ist.

Aprilregen - © Kai Hormann

Ein Winterabend - © Kai Hormann

Eine Nacht geht zu Ende - © Kai Hormann

Erstes Licht © Kai Hormann

Morgenroete - © Kai Hormann

Am 20. April wird auch das Informationszentrum „Moorhus“ in Gehlenbeck beim Freibad eröffnet werden. Dort findet man weitere Infos und unter anderem auch eine Reihe von meinen Bildern, die im großen Torfmoor entstanden sind.

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15 Kommentare

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  1. Die Bilder sind echt schön und abwechslungsreich. Wie du es in deinem Bericht erwähntest, gibt es dort wohl sehr viele Motive. Das sieht man an den Bildern, die immer wieder unterschiedlich aussehen und wirken. Bei manchen könnte man gar meinen, dass diese Landschaft nicht aus Deutschland sei. Schön zu sehen, dass es in Deutschland noch so viel zu entdecken gibt und man nicht nicht immer bis ans Ende der Welt reisen muss, um beeindruckende Landschaften einzufangen.

  2. Ich habe nur „Großes Torfmoor“ gelesen und dachte, das kenne ich doch! Wirklich wunderschöne Bilder.

    Da ich quasi fast direkt am Moor wohne habe ich dort auch schon einige Fotos gemacht und was ich hier jetzt sehe, lädt natürlich direkt wieder zum Nachmachen ein. Vielen Dank für diese Inspiration! Und ja, in den Sommermonaten können einem die Mücken dort echt den Spaß verderben ;)

  3. Hallo oder wie man bei uns so Sagt: Moin! ;)

    Erst einmal ein großes DANKESCHÖN für Eure Kommentare!
    Sorry, dass ich erst so spät schreibe, aber ich komme gerade, wie kann es anders sein, aus dem Moor.

    Hier mal ein kleiner aber aktueller Zustandsbericht:
    Momentan zeigt sich doch eher die dunkle Seite, da tiefhängende Wolken über das Moor ziehen.
    Das Wollgras, das normalerweise so langsam zu Blüte kommt, lässt, bedingt durch den langen Winter, ein bisschen auf sich warten. Ich denke, in 2-3 Wochen ist es soweit. Die ersten Frösche und Kröten sind zu sehen aber noch nicht sehr laut zu hören. Neben den Graugänsen und Enten sind ein paar Kraniche unterwegs und im Bereich Nettelstedt/Aspel sind die Störche wieder angekommen. Da ich bis spät in der Dämmerung unterwegs war, konnte ich reichlich Fledermäuse sehen und sogar die leisen Klick-Geräusche ihres Echolot hören.
    Fototechnisch war es also heute nicht sehr spektakulär, aber man ist trotzdem nie umsonst unterwegs.
    Vielleicht bringen die nächsten Tage mit unbeständigem Aprilwetter noch schönes Licht, aber wenn man es vorher schon wüsste, wäre es auch langweilig. ;)

    Euch allen weiterhin viel Spaß mit der Kamera und bloß nicht auf die Klamotten achten…
    …die werden sowieso dreckig ! :)

    Viele Grüße
    Kai

  4. Blogartikel dazu: Wochenrückblick #38 » ÜberSee-Mädchen